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    <title>phantastischermontag</title>
    <link>https://www.c-a-raabe.de</link>
    <description>Von 2020 bis 2023  jeden Montag eine neue phantastische Geschichte aus der Feder von einem der vier PAN-Autor:innen, die ausgezogen sind, euch das Staunen zu lehren.</description>
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      <title>phantastischermontag</title>
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    <item>
      <title>Anderwelt</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/highfantasy02</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre - High Fantasy
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Borlangur kletterte die letzten von Flechten und Moos bewachsenen Stufen empor und trat auf ein kleines Plateau, von dem er zum ersten Mal seit langem einen Blick in die Landschaft werfen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun bestand kein Zweifel mehr daran, dass die Neun mit der Umsetzung ihres Plans begonnen hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ihn in diesem Augenblick ein Künstler auf Leinwand gebannt hätte, dann würde das Bildnis wahrscheinlich nur einen Wanderer über einem Nebelmeer zeigen. Doch dass dieser Nebel nicht nur hunderte von Schritten tief hinunter reichte, sondern sich auch wie ein Lebewesen übers Land wälzte und dabei für die Dörfer der Überwältigten alles Licht verschlang, wäre nicht zu erkennen. Auch nicht die Bewegungen, mit denen seine Ausläufer wie gierige Zungen an allem leckten, das sich ihnen in den Weg stellte. Schon befanden sie sich nur noch wenige Schritte unterhalb der Klippe, auf der er stand und sie vermittelten sogar den Eindruck, nach der Sonne zu tasten, um auch sie verschlingen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unwillkürlich fuhr ein Zittern durch seine Glieder und brachte die Pfeile im Köcher auf seinem Rücken zum Klappern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er hatte hier lang genug herumgestanden. Wenn er die Feste der Magi noch rechtzeitig erreichen wollte, dann musste er sich eilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem Laut – halb unwirsches Grunzen, halb ahnungsvolles Keuchen – wandte er sich ruckartig von der Szenerie ab und benutzte die Laufaxt, um weiter nach dem Pfad zur Feste zu tasten. 
Es hieß, dass man keinesfalls mehr als einen Schritt von dessen Verlauf abweichen durfte. Wenn man es doch tat, dann verwandelten einen die Schutz-Zauber der Magi augenblicklich in etwas, das niemandem Schaden zufügen konnte – wie einem Baum oder Strauch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit er seinen Weg auf diesen Berg begonnen hatte, hatte er viele Bäume neben dem Pfad gesehen. Und Sträucher. Von Flechten und Moos ganz abgesehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Glück besaß das Kath’ral, das den Kern seiner Axt bildete, die Eigenschaft, auf Zauber  – und seien sie auch noch so klein oder alt – zu reagieren. So konnte er an den Vibrationen, die sich durch den Schaft bis in die Hand ausbreiteten, mit der er sich beim Gehen darauf abstützte, erkennen, wenn er abzuschweifen drohte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Pfad wurde steiler und wand sich an der Klippe empor. Als Borlangur eine der scharfen Kehren umrundete, stockte ihm mit einem Mal der Atem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das Maul des Drachen! Wie es die Schriften beschrieben haben.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voller Ehrfurcht trat er durch den schmalen Spalt, hinter dem sich der Stein zu einer riesigen, kreisrunden, auf allen Seiten von senkrecht aufragenden Felswänden umgebenen Fläche öffnete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ist das überhaupt Stein?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , fragte er sich und konnte nicht anders als die Wand zu seiner Rechten mit der Hand zu berühren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Obwohl sie sich glatt wie Glas anfühlte, war trotzdem klar, dass es sich immer noch um Stein handelte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Die Oberfläche wirkt wie geschmolzen und wieder erstarrt. Dann stimmen die alten Geschichten vielleicht wirklich und die Feste wurde in einem Drachenhort erbaut.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einer Mischung aus Bewunderung und Furcht blickte er sich um.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihm direkt gegenüber gähnte der gezackte Eingang zu einem Tunnel – groß genug, dass selbst ein Bergtroll in der Lage gewesen wäre, dort eine der gigantischen Belagerungsmaschinen hindurchzuziehen, die bei der Schlacht um Bar’shireen zum Einsatz gekommen waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Oder für einen Drachen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Borlangur schnaubte – belustigt über seinen Gedanken. Drachen waren schon seit langer Zeit nicht mehr irgendwo gesehen worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick veränderte sich etwas und ihm lief ein Schauer den Rücken hinunter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war in diesem Tunnel. Irgendwie schien sich die Dunkelheit darin verändert zu haben. Und von dort drang auch ein Geräusch zu ihm. Zwar kaum hörbar, aber er spürte die Vibrationen in seinen Fußsohlen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann schob sich ein mächtiger dreieckiger Kopf durch die Öffnung, der nur dadurch überhaupt zu erkennen war. Die Haut darauf schimmerte in allen Schattierungen von Grau, sodass er vor dem Stein nur durch die Bewegung zu erkennen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             WAS IST DEIN BEGEHR?!,
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           dröhnte es in Borlangurs Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch anstatt darauf zu antworten, sprach der die Worte aus, die seit dem ersten Anblick ebenfalls dort umherschwirrten. »Bei allen Göttern – bist du schön.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Drache legte seinen Kopf schräg und gab ein überrascht klingendes Geräusch von sich, wobei kleine Rauchwölkchen aus seinen Nüstern quollen. Dann senkte er den Kopf so weit hinunter, dass er sich auf Höhe von Borlangurs Augen befand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             SCHÖN? WAS SOLL DAS HEIßEN?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, ist das nicht klar? Deine Haut schimmert in allen Farben des Gesteins.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick wurde er von einer Bö getroffen – sengend heiß, wie der Wüstenwind – als der Drache ein Schnauben von sich gab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             UND DAS SOLL SCHÖN SEIN? DA HABEN MEINE SCHWESTERN UND BRÜDER ABER EINE ANDERE MEINUNG.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun war es an Borlangur, seinen Kopf schräg zu legen. »Möchtest du mir davon erzählen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Da gibt’s nicht viel zu erzählen
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , erklang die Stimme des Drachen nun nicht mehr so allumfassend in seinem Kopf. Ihre Schuppen strahlen in Rot, Gelb, Grün ... alle Farben des Regenbogens sind dabei. Aber kein Grau.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Also bist du anders«, murmelte Borlangur.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ja, und weil ich nicht so bin wie sie, lassen sie mich hier unten Dienst tun. Wahrscheinlich, damit sie mich nicht ständig sehen müssen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Anders«, sagte Borlangur noch einmal seufzend. »Vom Anders-Sein kann ich dir auch etwas erzählen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wieso? Du bist doch ein Elf, wie er im Buche steht.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ha, da magst du sogar recht haben. Aber ich bin eine Waise. Ein Findelkind, das eigentlich keine Überlebenschance gehabt hätte. Aber ich wurde gefunden und aufgenommen ... von einer Zwergenfamilie.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Oh.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Stimmt. Als kleines Kind habe ich das gar nicht bemerkt. Von der Kraft her konnte ich immer mit meinen Freunden mithalten. Aber je älter ich wurde, umso größer wurde ich auch. Und da wurde mir klar, dass ich eigentlich nicht zu ihnen gehörte.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Also bist du dann zu deinesgleichen gegangen?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich hab’s versucht. Aber auch mit denen bin ich nicht klargekommen. Und sie auch nicht mit mir. Wer hatte schon je von einem Elf gehört, der sich unter der Erde oder zumindest umgeben von Stein wohler fühlt als im Wald?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Du hast mein Mitgefühl.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und du das Meine«, antwortete Borlangur – froh darüber, dass er es jemandem hatte erzählen können. Dabei hob er seine Hand und legte sie, ohne nachzudenken, auf einen der Zacken, die das Haupt des Drachen umrandeten – so, wie er es auch mit der Schulter eines Freundes getan hätte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Etwas durchfuhr ihn wie ein Blitz. Vor ihm explodierte etwas in grellem Rot und Gelb.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Instinktiv wollte er zurückfahren, doch die Hand war wie festgeklebt. Fassungslos starrte er auf die Veränderung, die sich vor seinen Augen abspielte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Augen des Drachen waren tellergroß geworden und schauten ihn mit einer Mischung aus Überraschung und Erkennen an. Die Schuppen darum herum begannen, in allen Farben zu schillern, bevor sie wieder ihren ursprünglichen Farbton annahmen. Die Zacken jedoch erstrahlten in einem intensiven Rot, so hell, dass es vermutlich meilenweit zu sehen sein würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dann stimmen die alten Sagen vielleicht doch
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , erklangen die Worte des Drachen nun in seinem gesamten Körper.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wenn der Andere zum Anderen kommt, dann wird Eins aus Zwei und große Dinge geschehen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun konnte Borlangur seine Hand wieder lösen. Er trat einen Schritt zurück und besah sich auch die andere Veränderung, die mit dem Drachen vorgegangen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dort, wo sein langer Hals in den Körper überging – direkt über den Vorderbeinen und kurz vor dem Ansatz der mächtigen Flügel – hatte sich eine Mulde gebildet. Und sie schien wie dafür gemacht, sich dort hineinzusetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nur zu, ich spüre es auch
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , kam es von dem Drachen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Mit zwei schnellen Sprüngen erklomm er den Drachenkörper und ließ sich in der Mulde nieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es fühlte sich an, als wäre er endlich zu Hause.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ich bin übrigens Borlangur,
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           sandte er zum ersten Mal über ihre allumfassende innere Verbindung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ich weiß
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , kam es zurück.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Und ich weiß auch, was dich hergeführt hat. Halt dich fest. Wir fliegen hoch in die Feste, um zu berichten. Wenn meine Geschwister sehen, dass aus Drache und Reiter eine Einheit geworden ist, dann werden sie uns glauben.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wie ist eigentlich dein Name?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Rudolf.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Dec 2023 11:00:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/highfantasy02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Anderwelt.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Traumfänger</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/steampunk02</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre - Steampunk
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich erhob den Blick von meinen Berechnungen und wandte mich dem Versuchsaufbau zu, der in diesem Augenblick leise zu klirren begonnen hatte. Nach eingehender Prüfung sämtlicher Glaskolben, Messingzylinder und der Miniatur-Dampfmaschine, die alles antreiben würde, war klar, dass ich keinen Fehler gemacht hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle Dichtungen saßen fest und die gesamte Apparatur war durch eine Dämpfungsmatte vom Räderwerk der Mess- und Steuerinstrumente mechanisch entkoppelt. Dann konnte es nur noch einen Grund geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schob das Fenster auf, reckte meinen Kopf so weit nach draußen, wie ich es wagte, und schaute nach oben. Kein Zweifel, da war er. Nein, es waren sogar zwei Luftschiffe, deren Wege sich über meinem Labor kreuzten. Zwar flogen sie so hoch, dass man das Geräusch ihrer Propeller hier unten im geschäftigen Treiben auf den Straßen nicht wirklich wahrnahm, aber für meine auf das Registrieren feinster Verschiebungen zwischen materieller und feinstofflicher Welt kalibrierten Apparaturen, waren ihre Schwingungen auch aus der Höhe detektierbar – zumindest seit der Arkana-Rat die Verwendung von Helium als Füllung für die Ballone zugunsten des nicht entflammbaren destillierten Feenstaubs aufgegeben hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich seufzte und machte mich daran, wieder zurück an meinen Arbeitsplatz zu gehen. Da fiel mein Blick auf zwei Verschleierte, die auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig langsam aufeinander zuschlurften. Ich war nicht in der Lage, mich von ihnen abzuwenden, ähnlich wie auch ein paar der Passanten dort unten. Mit morbidem Interesse schauten wir ihnen fast unwillkürlich zu. Zwei der Passanten schienen eine Wette abzuschließen, ob sie es aneinander vorbei schaffen oder mit den Köpfen aneinandergelehnt stehenbleiben würden, bis jemand sich ihrer erbarmte. Natürlich trugen sie nicht wirklich einen Schleier, doch es hätte genauso gut sein können. Äußerlich glichen sie ganz normalen Menschen, doch sie schienen nichts von dem wahrzunehmen, was um sie herum vor sich ging.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und ich wurde das Gefühl nicht los, dass es immer mehr von ihnen gab.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit einem unwilligen Schnauben, das ganz gegen meine eigene Unfähigkeit gerichtet war, mich zu konzentrieren, wandte ich mich von der Szenerie ab. Immerhin hatte ich mir ja zur Aufgabe gesetzt, genau dies zu ändern, wenn nicht sogar zu beenden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich nahm erneut den gesamten Aufbau in Augenschein und lauschte angestrengt. Das Klirren war vorüber und nirgendwo hatte sich etwas gelöst oder verschoben. Also konnte ich endlich die Analyse starten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zuerst ließ ich eine Probe meines eigenen Blutes durchlaufen. Das Ergebnis war wie erwartet. Das übliche Verhältnis von klarer zu roter Substanz und ein ätherischer Koeffizient von 42 Astra.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich säuberte alles und atmete tief durch, bevor ich die Probe einsetzte, die ich von Dr. Hoyt erhalten hatte. Er war Leiter der Zentralanstalt für unproduktive Einheiten, in der jeder Verschleierte früher oder später landete. Schließlich konnte man sie nicht mehr in den Fabriken arbeiten lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Schauer lief mir den Rücken hinunter. Ich könnte jetzt noch nicht sagen, ob dies der Vorstellung geschuldet war, wie es in diesen armen Kreaturen aussehen mochte, oder dem Ergebnis, das in diesem Moment ausgegeben wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Null Komma fünf Astra?!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich stutzte und kontrollierte noch einmal sämtliche Komponenten der Apparatur. Das konnte nicht stimmen. Selbst der erbärmlichste Wurm, der sich durch das Erdreich wühlte, besaß einen ätherischen Koeffizienten von mindestens fünf Astra.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch mit meinen Instrumenten war alles in bester Ordnung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das wirkt ja, als ob es sich nicht um einen Menschen handeln würde, sondern um ein Ding
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
            , ging es mir durch den Kopf.
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Oder als ob man ihm die Seele geraubt hätte!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schlagartig wurde mir eiskalt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich ließ mich auf einem Stuhl nieder und griff geistesabwesend nach der Flasche, die auf dem Tisch daneben stand. Ich goss etwas der bernsteinfarbenen Flüssigkeit darin in ein Glas und trank einen Schluck des sensationellen Brandys, den mir der Viscount of Iurington anlässlich meiner bestandenen Magistex-Prüfung geschenkt hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Der Viscount. Natürlich. Er muss davon erfahren!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich stürzte den Rest des Getränks hinunter, schnappte mir die Untersuchungsergebnisse und meinen Mantel und verließ eilends das Haus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erst als ich mich im Fahrgastabteil der Dampfdroschke wunderte, warum der Maschinenlärm geradezu ohrenbetäubend war, stellte ich fest, dass ich vergessen hatte, die auditiven Verstärker von meinen Ohren zu entfernen, bevor ich aus dem Labor gestürmt war. Doch ich vermied es, die teuren und zerbrechlichen Apparate abzunehmen und sie im Mantel zu verstauen. Ich wollte nicht riskieren, sie zu verlieren oder zerstören. Also drapierte ich mein Haar so, dass es sie verbarg und versuchte, den Lärm während der Fahrt zu ignorieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich verließ die Droschke vor dem imposanten Anwesen des Viscount und sein Majordomus führte mich umgehend in den Wintergarten, der auf dem Dach des Gebäudes thronte. Er bat mich, in einem der Chesterfield-Sessel Platz zu nehmen, und ging zu seinem Herrn, um ihm meine Ankunft zu melden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser befand sich gerade in einem Gespräch mit Lieutenant Ridiccle-Smythe, seinem Adjutanten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu meinem Erstaunen funktionierte der Verstärker selbst auf diese Entfernung noch gut genug, dass ich einiges davon verstehen konnte. Und bei dem, was ich mitbekam, stellten sich mir spontan die Nackenhaare auf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »... ätherischer Resonanz Harvester ... arkane Kristalle ... nächtliche Extraktion ... Kanalisierung der Essenz ...«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Wünschen Sie vielleicht einen Tee, während Sie warten?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Worte des Majordomus – obwohl in typischer Butler-Manier dezent ausgesprochen – ließen mich schmerzerfüllt zusammenzucken. Ich musste kurz die Augen schließen, um wieder klar denken zu können. »Gern einen Lady Grey, wenn es nichts ausmacht«, presste ich durch zusammengebissene Zähne.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Sehr wohl«, gab der Butler gleichwohl ungerührt zurück und verschwand mit einer leichten Verbeugung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als ich meinen Blick wieder nach vorn richtete, musste ich mich daran hindern, ein weiteres Mal zusammenzuzucken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Lieutenant kam auf die Lounge zu, in der ich saß. Er nickte mir zu und setzte sich auf ein Sofa, das übereck zu meinem Sessel stand.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Majordomus erschien mit einem Silbertablett, von dem er uns beiden eine Tasse Tee servierte. Dazu stellte er eine Kristallkaraffe mit Wasser und zwei Gläser.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Lieutenant nippte an seinem Tee und behielt die Tasse in der Hand, als er das Wort ergriff. »Schön, Sie wieder einmal zu treffen, Hartwright. Erinnere ich mich recht, dass das letzte Mal bei der Abschlussfeier der arkanen Fakultät war?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich versuchte mich an einem unverbindlichen Geräusch und hoffte, dass er nicht weiter darauf eingehen würde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch er tat mir den Gefallen nicht. »Natürlich«, sagte er, als wäre es ihm gerade wieder eingefallen. »Sie hatten sich doch allen Ernstes von den Hempton-Brüdern zu einer alkoholischen Wette überreden lassen und sie dann beide unter den Tisch getrunken. Respekt.« Er prostete mir mit seiner Tasse zu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bevor ich aber auch nur erneut einsilbig reagieren konnte, stellte er die Tasse ab und beugte sich ein Stück zu mir herüber. »Kann ich Sie dann vielleicht ebenfalls zu einem Gläschen in Ehren überreden?« Damit zückte er einen kristallenen Flachmann aus dem Jackett und goss daraus jeweils einen guten Schluck in die beiden Wassergläser ein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Spontan fasziniert schaute ich auf das glitzernd-irisierende Leuchten, das den Gläsern zu entsteigen schien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Aus eigener Herstellung«, raunte er mir zu. »Ich nenne es ‘Soulforge Elixir’. Zum Wohl.« Er stieß mit seinem Glas an das meine, trank in einem Zug und legte mit geschlossenen Augen seinen Kopf in den Nacken. Dann öffnete er sie wieder und blickte mich mit leicht schräggelegtem Kopf an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn es mir nicht schon die belauschten Gesprächsfetzen gesagt hatten, dann taten es nun Name und Anmutung des Getränks in dem Glas, das ich immer noch in meiner Hand hielt. Obwohl der Inhalt kühl war, hatte ich doch das Gefühl, es würde mir die Finger verbrennen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Soulforge – Seelenschmiede. Bedeutet das ...?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Was ist denn mit Ihnen?«, sagte der Lieutenant. »Sind Sie mit einem Mal abstinent geworden?«
Ich hob meinen Blick und begegnete dem seinen, der nun einen stählernen Glanz angenommen hatte. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also trank ich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Effekt setzte augenblicklich ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während die ersten Auswirkungen durch meinen Körper fegten, wurde mir klar, dass diese Entscheidung von nun an mein Leben bestimmen würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Nov 2023 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/steampunk02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Traumf%C3%A4nger.jpg">
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    </item>
    <item>
      <title>Pfui Buh</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spukschloss02</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zum 5. Montag im Monat das phantastische Gebäude - Spukschloss
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Dieser Tag hätte so schön werden können. Acht entspannte Stunden im Amt, weil der Vorsteher ja nicht da ist, und dann ab in den Feierabend. Aber wenn das so weitergeht, dann seh ich das schon in einer Katastrophe enden.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Friedhelm hetzte seinen Wagen – vollkommen entgegen seiner Natur – mit strafverdächtigen 61 Stundenkilometern durch den morgendlichen Verkehr. Nicht dass dies normalerweise an einem Montag nach der Umstellung auf die Winterzeit notwendig gewesen wäre. Da stand man ja eher eine Stunde zu früh auf. Nur leider hatte er seinen Funk-Wecker, der sich gestern standhaft geweigert hatte, sich zu aktualisieren, durch das Herausnehmen der Batterien einem Zwangs-Neustart unterziehen wollen. Und das hätte auch geklappt, wenn ihn nicht genau in diesem Moment seine Mutter angerufen hätte, um die alljährliche Frage zu klären, ob man denn die Zeit nun eine Stunde vor- oder zurückstellte. Da musste er die Batterien wohl versehentlich in die Tasche seines Morgenmantels gesteckt und sie dann dort vergessen haben. Also hatte er tatsächlich zum ersten Mal in seinem Berufsleben verschlafen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Stück von ihm entfernt setzte jemand aus einer Parklücke zurück und er lenkte sein Auto mit der vorsichtigen Vermutung hinein, dass die Kette der Katastrophen, die er insgeheim vermutet hatte, vielleicht doch nicht so lang sein würde. Von hier aus war der Weg viel kürzer als von seinem angestammten Parkplatz, sodass er einen Teil seiner Verspätung wieder aufholen und die in jahrelanger Kleinarbeit zusammengetupperten Überstunden nicht mehr als notwendig reduzieren würde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber schon als er sein Büro betrat, bemerkte er einen Zettel, den ihm jemand auf den Schreibtisch gelegt hatte, und schon lief es ihm kalt den Rücken hinunter. So ein Zettel konnte eine weitere Störung seiner Pläne bedeuten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und so war es auch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Meyer, ich muss Sie mit einer delikaten Angelegenheit betrauen, da ich – wie Sie wissen – am Montag nicht im Haus sein werde. Also müssen Sie als mein unerschrockenster Mitarbeiter die Außenprüfung übernehmen, die mir soeben und damit direkt vor meinem wohlverdienten Urlaub aufgetragen wurde. Fahren Sie zu der beigefügten Adresse und nehmen Sie dort alles genau in Augenschein. Ich zähle auf Sie. Müller.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Unerschrocken – dass ich nicht lache,
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        
            ging es Friedhelm durch den Kopf, nachdem er die Zeilen seines Vorgesetzten gelesen hatte.
            &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Natürlich habe ich keine Scheu, zu tun, was getan werden muss. Wenn es sich auf die Ausstellung von Bescheiden bezieht.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Aber die Worte klangen durchaus danach, dass eine Beförderung drin sein könnte. Also begab er sich zu seinem Wagen und gab zum ersten Mal in seinem Leben eine Adresse in das Navigationssystem ein.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Als er nach stundenlanger Fahrt aus seinem Auto stieg und auf das Anwesen zuging, das sich an der Adresse befand, stand die Sonne nur noch kurz oberhalb der Wipfel des finsteren Waldes, der sich rund um das auf einem karsten Felsen errichtete Bauwerk ausbreitete. Zwischen den Stämmen erhoben sich bereits erste Nebelschwaden und selbst die Sonne war von einem dunstigen Schleier dünner Wolken so bedeckt, dass ihre Strahlen kraftlos wirkten.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Friedhelm straffte sich und stieg die unregelmäßigen, ausgetretenen Steinstufen bis zum Hauptportal empor, das im Zwielicht auf der sonnenabgewandten Seite lag. Neben dem hohen, aus mächtigen eisenbewehrten Holzbalken konstruierten Tor befand sich ein rostiger Ring an einer ebensolchen Kette, die aus dem Mauerwerk entsprang. Kaum hatte er vorsichtig daran gezogen, stob ein ganzer Schwarm schwarzer Krähen wild krächzend hinter den Zinnen der Burgmauer in die Höhe und ließ Friedhelm zusammenzucken.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Was ist euer Begehr?«, erklang direkt neben ihm die Stimme eines Greises und Friedhelms Blick, der sich unwillkürlich zusammen mit den Vögeln erhoben hatte, zuckte wieder nach unten.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             In einer Pforte, die sich mitten im rechten Torflügel aufgetan hatte, stand ein bleicher Mann in der Livree eines Butlers und schaute ihn mit mildem Interesse an. Seine Gestalt passte in keiner Weise zu seiner Stimme, denn er wirkte jünger als Friedhelm selbst.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Nun ... ich ... die Außenprüfung«, sagte Friedhelm krächzend und musste schwer schlucken.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Ah«, kam es vom Butler zurück. »Treten Sie ein. Sie werden erwartet.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Mit leicht zitternden Knien trat Friedhelm durch die Öffnung und zuckte ein weiteres Mal zusammen, als diese hinter ihm mit einem viel zu lauten Krachen ins Schloss fiel. Er wurde vom Butler durch einen Burghof und dann in die Eingangshalle des Haupthauses geführt.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Trotzdem diese von einem mächtigen Kristall-Leuchter erhellt wurde, war diese Halle so groß, dass auf beiden Seiten der breiten mit schwarzem Samt bedeckten Freitreppe alles in Schatten versank.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Und hatte er von dort nicht eben etwas wie ein kehliges Knurren vernommen?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Friedhelm zog fröstelnd seinen Mantel enger um sich und folgte dem Butler weiter nach oben.
             &#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;i&gt;&#xD;
              
               Wenigstens geht es nicht nach unten – ins Verlies
              &#xD;
            &lt;/i&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          
             , schoss es ihm durch den Kopf.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Schließlich erreichten sie eine hohe, doppelflügelige Tür aus Mahagoni. Sie knarrte zum Steinerweichen, als der Butler sie öffnete.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Drinnen befand sich eine gigantische Bibliothek, die nur unzureichend von einigen kerzenbestückten Kandelabern auf einem Tisch aus Ebenholz erhellt wurde. In der durch schmale Holzstiegen erreichbaren zweiten Etage konnte Friedhelm schemenhaft große goldgerahmte Portraits dunkel gekleideter Männer erahnen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Bittesehr«, ließ sich der Butler vernehmen und Friedhelms Blick zuckte zurück zu ihm. »Die Unterlagen, die Sie zu sehen wünschten.« Damit wies er auf eine große Anzahl auf dem Tisch verteilter Papiere. »Und etwas Tee zur Stärkung.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Vielen Dank«, brachte Friedhelm nach einem Räuspern hervor. »Damit werde ich eine Weile beschäftigt sein.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Der Butler verneigte sich leicht und ging zu einer in der dunklen Holztäfelung kaum sichtbar eingelassenen Seitentür. Er öffnete sie und drehte sich noch einmal zu Friedhelm um. »Wenn noch etwas sein sollte, dann schreien Sie einfach. Wir werden Sie hören.« Dann trat er rückwärts durch die Türöffnung und schloss diese mit einem Knall.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Friedhelm setzte sich, ohne den Mantel auszuziehen. Er beäugte die mit Grünspan überzogene Kanne, aus deren Tülle aromatisch riechende Dampfschwaden entwichen. Dann goss er sich kurzerhand einen Schluck in die bereitstehende Porzellantasse. Er wollte gerade etwas daraus trinken, als ein eisiger Lufthauch im Nacken traf, sodass er fast die Tasse fallengelassen hätte. Friedhelm fuhr herum, insgeheim darauf gefasst, direkt hinter sich eine durchscheinende Gestalt stehen zu sehen. Oder womöglich sogar in die leeren Augenhöhlen eines Sensenmannes zu blicken.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Doch nichts dergleichen konnte er ausmachen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Er drehte sich wieder zurück und trank einen großen Schluck Tee, der es tatsächlich schaffte, ihn nicht mehr frösteln zu lassen. Dann nahm er sich die Papiere und begann sie durchzusehen, während er sich auf einem Zettel Notizen machte.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das plötzliche Aufflackern einiger Kerzen an den Wänden bemerkte er ebenso wenig wie das leise Wispern, das aus verschiedenen Richtungen durch den Raum schwebte.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Ich grüße Sie«, ließ Friedhelm eine Stimme ein weiteres Mal zusammenzucken. Es war zwar ein durchaus angenehmer Bariton, doch er hatte sich so in den Unterlagen vergraben gehabt, dass er nicht mitbekommen hatte, dass sein Träger die Bibliothek betreten hatte. Er drehte sich betont langsam in die Richtung, aus der er angesprochen worden war.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Gestatten, Karl Balthasar Neumann, Freiherr von Burghausen«, ergänzte der Mann, den Friedhelm dort sah. Anders als er vermutet hatte, war dieser nicht in ein antikes Gewand gekleidet, sondern in einen exquisit aussehenden Business-Anzug. »Und? Wie gefällt Ihnen unsere Event-Location?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Angemessen«, gab Friedhelm nach kurzem Überlegen zurück. »Ob das jedoch auch auf diesen Posten in Ihrer Erklärung zutrifft, wage ich zu bezweifeln.« Er erhob sich und präsentierte dem Freiherrn ein Dokument, das er in der Hand hielt.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dieser besah es sich und lächelte unbeeindruckt. »Oh, aber absolut. Sehen Sie, es handelt sich um einen Posten antiker Eisenketten, die unser Hausgeist als Ersatz für die inzwischen leider verschlissene rostige Rasselkette benötigt.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Hausgeist?«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »In der Tat. Er existiert tatsächlich und ist der Grund dafür, dass wir aus dem Stammsitz meiner Familie diesen Themenpark erschaffen haben.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Friedhelm musterte den Mann eine Weile. Dann drehte er sich zum Tisch zurück, nahm von dort ein anderes Blatt und hielt es ihm hin.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Was ist das?«, fragte der Freiherr mit einem Krächzen, das seinem Butler alle Ehre gemacht hätte.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Der Bescheid über dreihundert Jahre hinterzogene Märchensteuer.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Oct 2023 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spukschloss02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Pfui+Buh.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fürchte dich nicht (oder doch)</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/horror03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Horror/Grusel"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An jenem Herbstmorgen war Nebel heraufgezogen. Trotzdem waren die beiden Krähen aufgebrochen. Bald verloren ihre Rufe sich im undurchdringlichen Weiß, und sie fanden gerade noch das Dach, auf dem sie verabredet waren. Kaum hockten sie auf dem Giebel, zog sich der Nebel weiter zusammen, lag so dicht über der Stadt, dass die beiden Krähen nicht einmal ihre Flügelspitzen sehen konnten. Sie hockten auf dem Giebel, Federn an Federn, und spürten an ihren freien Seiten die Unendlichkeit von Nichts. Sie schmiegten sie sich noch enger aneinander.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1357" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Oct 2023 19:05:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/horror03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bad hair day</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/horror02</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Grusel/Horror"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Oh, Freitag der 13. – na da bin ja gespannt, was der Tag heute für mich bereithält.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Haralds Blick war im Aufwachen auf das Display seines Smartphones gefallen, das auf der Ladestation im Standby-Modus wie ein altmodischer Digital-Wecker aussah und in rot leuchtenden Zeichen Tag und Uhrzeit anzeigte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war nicht so, dass er irgendwelche Schwierigkeiten erwartete, denn er war nicht abergläubisch und wenn überhaupt, dann hatte dieses Datum bisher eher Gutes für ihn zu bedeuten gehabt. Immerhin hatte er an einem solchen Freitag vor vielen Jahren seine Führerscheinprüfung trotz kniffligster Situationen bestanden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er fuhr sich mit einer Hand über Gesicht und Kopf, um endgültig wach zu werden, stutzte kurz, schüttelte dann aber schmunzelnd den Kopf und tat das Gefühl als letzten Rest seiner Schläfrigkeit ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Bad angekommen wich diese Schläfrigkeit jedoch direkt dem Erstaunen, als Harald sein Spiegelbild erblickte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein Zweifel. Da waren Haare. Überall auf seinem Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich wäre diese Tatsache nicht besonders bemerkenswert gewesen, doch aufgrund einer Autoimmun-Erkrankung hatte er schon seit Jahren kein einziges Haar mehr auf dem Kopf gehabt – nicht einmal Augenbrauen oder Wimpern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und nun zierte ein dichter Haarschopf den Bereich des Haupthaars, während Bartwuchs Kinn und Wangen bedeckte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hat mir dieser Rabe irgendein schräges Geschenk gegeben, als er mir gestern Nacht im Flug auf den Kopf gekackt hat?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , ging es ihm spontan durch den Kopf und er musste erneut schmunzeln. Dann besah er sich sein Konterfei erneut und überlegte, was er nun mit diesem Geschenk – wenn es denn eins gewesen war – anfangen sollte. Er war nicht unbedingt ein Fan von vielen Haaren auf dem Kopf – besonders nicht in Form von Bartwuchs. Aber das vollkommene Fehlen von Haaren hatte ihn in den letzten Jahren doch genervt. Besonders die Tatsache, dass ihm durch die fehlenden Brauen und Wimpern schon bei geringster Anstrengung sofort der Schweiß in die Augen lief, war lästig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Na, das ist jetzt endlich vorbei. Aber der Bart muss was kürzer. Hab ich nicht im Schrank noch irgendwo den Trimmer?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Harald wollte sich schon vom Spiegel abwenden und zum Badschrank gehen, um nach dem Gerät zu suchen, als ihn eine Bewegung innehalten ließ.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es waren die Barthaare. Sie bewegten sich nicht im eigentlichen Sinn. Sie schienen kürzer zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fasziniert starrte er auf das sich verändernde Spiegelbild, bis es ihn nur noch mit einem gut ausgearbeiteten Drei-Tage-Bart zeigte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Instant Barber-Shop, der Hammer! Geht das vielleicht auch mit dem Rest?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Harald überlegte eine Weile, was er sich wünschen sollte. Dann erstand vor seinem inneren Auge eine Frisur, die er einmal neidisch bei einem Model betrachtet hatte. Ein ausgeprägter Undercut mit kurzem, eng anliegendem Haar auf beiden Seiten und extrem langem Deckhaar, das dieser im Nacken zu einem tiefen Pferdeschwanz gebunden hatte. Er öffnete die Augen und sah sich mit exakt dieser Frisur. Wie er insgeheim immer gedacht hatte, passte sie perfekt zu seiner Kopfform und verlieh ihm so ein extravagantes, wildes Aussehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Geil. Kann das vielleicht sogar Farbe?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spontan strahlte der Schopf in allen Regenbogenfarben und Harald prustete unwillkürlich los. Dann konzentrierte er sich auf eine Farbgebung, die ihm für den heutigen Tag passender erschien: Bleigrau, mit einzelnen silbernen Strähnen oben und einer silbrigen Betonung der Kerbe an seinem Kinn. Das Ergebnis ließ ihm die Knie weich werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             So wollte ich schon immer aussehen. Danke.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein kurzes Vibrieren fuhr durch die Behaarung und er hatte das Gefühl, dass sein Dank angenommen worden war. Auch wenn er dabei ein leicht mulmiges Gefühl in der Magengegend verspürte, überwog doch die Freude darüber, sich endlich vollständig zu fühlen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Harald fasste den Pferdeschwanz mit einem silbernen Ring zusammen und beendete seine Morgentoilette, bevor er sich anzog und frühstückte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Danach verließ er die Wohnung und ging Einkaufen fürs Wochenende. Er hatte sich vorgenommen, es komplett zur Aufarbeitung seiner noch nicht vollständig gesehenen Serien bei diversen Streaming-Diensten zu nutzen, weil er sich gerade erst von seiner Partnerin getrennt hatte und alle seine Kumpels etwas anderes vorhatten. Also stieg er in seinen Wagen und machte sich auf in den Supermarkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast hätte er schon auf der Hinfahrt einen Menschen überfahren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er war auf halber Strecke zum Markt und im Kopf noch einmal alle Dinge durchgegangen, die er besorgen wollte, als sich eine Haarsträhne anscheinend an der Kopfstütze verfing. Spontan hatte er das Gefühl, sein Kopf würde schmerzhaft nach rechts gezogen. Dieser Moment – so kurz er auch war – hätte fast gereicht, um die alte Dame zu übersehen, die gerade von links auf den Zebrastreifen vor ihm getappt war. Sofort machte Harald eine Notbremsung und entschuldigte sich bei der zu Tode Erschreckten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer noch mit zitternden Knien betrat er wenig später den Markt und versuchte dort, sich an seine Einkaufsliste zu erinnern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »He, passen Sie doch auf!«, riss es Harald aus seinen Gedanken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sein Kopf zuckte zu der Stimme herum. Er sah eine Frau, die eine Hand auf ihren Hinterkopf gepresst hielt und ihn mit wütendem Blick anschaute.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Entschuldigung, was ...?«, setzte er an, doch mit einem Mal hatte er das Gefühl, seine Lippen würden versiegelt. Er konnte sie einfach nicht mehr öffnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was? Ich erzähl Ihnen, was! Passen Sie besser auf Ihren Zopf auf!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Pferdeschwanz
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , wollte Harald sagen, aber immer noch fühlte es sich an, als wäre sein Mund von außen zugeschnürt. Er betastete die Lippen und stellte überrascht fest, dass sich direkt um den Mund doch noch längere Barthaare befanden, die sich irgendwie verknotet haben mussten. Bis er damit fertig war, sie zu entheddern, hatte die Frau sich mit einem Fluch über dämliche Typen abgewandt und war davongerauscht. Harald wollte ihr hinterher, um sich zu entschuldigen, als seine andere Hand den Punkt berührte, an dem er seinen Pferdeschwanz befestigt hatte. Nur waren dort weder der Ring noch ein Pferdeschwanz. Stattdessen ertastete Harald einen dicken geflochtenen Zopf, an dessen unterem Ende sich der Ring nun befand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Scheiße, habe ich das gar nicht mitbekommen, dass ich ihn mir geflochten habe? Und dann muss ich beim Nachdenken auch noch ne Kopfbewegung gemacht und die Frau mit dem Ring getroffen haben. Hätte nicht gedacht, dass das mit diesen Haaren doch gar nicht so einfach ist.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorsichtig machte sich Harald danach daran, seine Einkäufe zu erledigen, ohne noch jemanden zu beeinträchtigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Rückfahrt geriet beinahe zur Katastrophe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Harald bog gerade um eine Ecke, als mit einem Mal etwas wie ein schwarzes Tuch über seine Augen fiel. Fieberhaft versuchte er, es zur Seite zu wischen, damit er wieder sehen konnte, wohin er fuhr. Er bremste und schaffte es schließlich mit beiden Händen, den Pony, der ihm gewachsen war, zu teilen. Zu seinem Entsetzen bemerkte er, das sein Wagen kurz vor einer stark frequentierten Fußgängerzone zum Stehen gekommen war. Mit hämmerndem Herzen und kaltem Schweiß am ganzen Körper fuhr er im Schritttempo bis zu seinem Parkplatz, lud die Einkäufe aus und brachte alles in die Wohnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber er fand den ganzen Abend über keine Ruhe. Weder die actiongeladenen noch die hochspannenden Serien konnten ihn vom Kreisen seiner Gedanken abbringen.
Schließlich ließ er sich ins Bett fallen, ohne auch nur einen Bissen zu sich genommen zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Scheiß auf die Packungsbeilage
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , dachte er im Einschlafen.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Morgen nehm ich die ganze Tube Enthaarungscreme und schmier sie mir auf den gesamten Kopf!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da meinte Harald ein Knistern zu hören. Plötzlich wurde sein Kopf immer weiter nach hinten in sein Kissen gezogen. Instinktiv wollte er sich aufsetzen, doch er konnte den Kopf nicht bewegen. Dann bemerkte Harald, wie sich eine feste Haarsträhne um seinen Hals schlang und langsam zuzog.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 16 Oct 2023 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/horror02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ganz sicher nicht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/funtasy03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Funtasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wieso hab ich mich darauf eingelassen? Porthea hielt nur mit Mühe einen Seufzer zurück. Mehr ein Stöhnen. Sie mochte Gesellschaft – vor allem ihre eigene. Sie mochte, dass die Arbeit am Portal viel Zeit allein bedeutete, weil andere Wesen kamen und vor allem wieder gingen. Kurz, der entscheidende Punkt: Sie blieben nie lange da.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alles Drax‘ Schuld!, fluchte Porthea still vor sich hin. Wenn Drax ihr dieses Abenteuer nicht aufgezwungen hätte, wäre sie immer noch allein hier, hätte sich nicht in einem Moment fehlgeleiteter Zuneigung und Begeisterung dazu hinreißen lassen, jetzt schon eine Nachfolgerin auszusuchen, die nun hier bei ihr lebte und die sie ausbilden musste, statt ihre einsamen Zeiten zu genießen. Na gut, irgendwann hätte sie sowieso eine Nachfolgerin ausbilden müssen. Aber auch hier wieder war genau das der Punkt: irgendwann. Weit in der Zukunft. Nicht jetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1350" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 25 Sep 2023 16:21:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/funtasy03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Do ya see something green?</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/funtasy02</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Funtasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach je, Shaun. Bist du schon wieder mitten in der Arbeit verendet?«, murmle ich, während ich auf ihn zugehe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Shaun zwinkert indigniert. Nein, das tut er natürlich nicht, denn er ist eine Maschine. Genauer gesagt ein Rasenmähroboter, den ich genau aus diesem Grund auch so getauft habe. Shaun, das Motorschaf. Weil es in dem Online-Shop, wo ich ihn erworben habe, unter der Rubrik »Kunden kauften auch« so plakativ ausgestellt worden war, hat er dazu passend auch ein vom Charakter der Animations-Reihe inspirierten Aufkleber erhalten, der nun seine Plastik-Oberfläche ziert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und nun kann ich es einfach nicht leugnen – eins der Augen zwinkert mir zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Hab ich jetzt schon Hallus oder was? War das alles doch zu viel?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich lasse meinen Blick umherschweifen, während ich den letzten Gedanken in meinem Herzen bewege. Ja, es könnte sein, dass ich mir als Mensch, der es bisher maximal mit den Grünpflanzen in seiner Wohnung zu tun gehabt hat, wirklich etwas zu viel zugetraut habe, als ich von meinen Nachbarn den etwa 800 Quadratmeter großen Garten übernommen habe. Und das neben einem Job, der mich an den Wochentagen mindestens zehn Stunden pro Tag auf Trab hält – an vielen Wochenenden auch. Aber genau genommen hatte ich keine andere Wahl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jahrelang hatte ich vom Balkon meiner Wohnung den zauberhaften Anblick des Gartengrundstücks genossen, den das passionierte Gärtner-Ehepaar dort hegte und pflegte. Jede Saison hatte ihren ganz persönlichen Charme und eigene Farben. Doch dann erlitt die Frau einen Schlaganfall und kehrte aus dem Krankenhaus nicht wieder. Das wiederum versetzte dem Mann einen schweren Schlag. Er schien um mindestens zehn Jahre gealtert – und das bei seinem ohnehin schon hohen Alter. Kurze Zeit später traf ich ihn auf der Straße. Er war mit dem Rollator unterwegs, was mich schockierte. Eine Woche vorher hatte er noch mit seinem Elektromäher unermüdlich die nicht unerhebliche Rasenfläche des Gartens bearbeitet. Wir unterhielten uns und dabei erzählte er mir, dass er händeringend einen neuen Eigentümer für seinen Garten suche. Er selbst fühle sich nicht mehr in der Lage – zumal allein. Außerdem werde er über kurz oder lang gar nicht mehr herkommen können, da er in ein Seniorenheim umziehen würde. In diesem Augenblick lief es mir kalt den Rücken hinunter. Ich dachte an den Nachbarn auf der anderen Seite, der das, was früher einmal ein Vorgarten gewesen war, in eine Wüste aus Granit und polierten weißen Kieseln verwandelt hatte. Und der von gegenüber war ein Immobilienhai erster Güte, der sich dieses Filetstück im Grünen sicher nur zu gern unter den Nagel reißen würde, um dort eine Maximalbebauung mit größtmöglichem Profit umzusetzen. Also fragte ich den alten Herrn kurzerhand, was er denn für den Garten haben wollen würde. Ich hatte einen gut bezahlten Job und kam im Prinzip kaum dazu, das Geld auszugeben. Also hatte ich einiges auf der hohen Kante. Seine Antwort hätte mich gleich stutzig machen müssen, denn er sagte, dass er kein Geld wolle, nur die Zusicherung, dass sich der zukünftige Eigentümer nach Kräften darum bemühen würde, den Garten zu erhalten. Aber bevor sich der Gedanke verfestigen konnte, hatte ich ihm auch schon zugesagt. Zwei Wochen später war der Papierkram beim Notar erledigt worden, und ich war Gartenbesitzer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wenn der Garten schon so schön eingewachsen ist und es zwei alte Leutchen geschafft haben, den zu bearbeiten, dann sollte es doch auch für mich möglich sein, ihn wenigstens instandzuhalten«, brumme ich vor mich hin. Ich seufze und will mir die Gartenhandschuhe anziehen. Doch ich stocke, denn in diesem Augenblick höre ich ein Geräusch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein leises Lachen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Kopf fährt herum zur Quelle des Geräuschs.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist Shaun, der mir – passend zum tiefen Glucksen des Lachens – nun eindeutig zuzwinkert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fassungslos lasse ich die Handschuhe fallen, gehe die letzten paar Schritte bis zu meinem gestrauchelten Mähroboter und hocke mich vor ihm hin. Da erkenne ich meinen Fehler.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist nicht Shaun, der mit seinen aufgeklebten Schafsaugen gezwinkert hat. Es ist ein kleines grünliches, im Ganzen aber eher durchscheinendes Geschöpf, das auf Shauns Gesicht herumtanzt und sich dabei anscheinend vor Heiterkeit den Bauch hält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Er hat’s immer noch nicht begriffen«, ertönt plötzlich die Stimme des Wesens. Sie ist auf diese Distanz ziemlich laut und hat erstaunlicherweise etwas vom Quaken eines Ochsenfrosches.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das war’s,
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           schießt es mir durch den Kopf.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Jetzt bist du offiziell übergeschnappt.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Irgendwie hat der Gedanke etwas Befreiendes. Und so lasse ich mich vollständig im Gras nieder und wende mich an das Wesen – ob es nun bloß in meiner Einbildung existiert oder nicht. Immerhin kann mich ja niemand anders hören.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was genau ist es, das ich nicht begriffen habe?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Worte haben durchschlagende Wirkung auf mein Gegenüber. Das Männchen, denn als solches kann ich es inzwischen erkennen, erstarrt. So kann ich es noch besser sehen und bemerke auf seinem Rücken zwei Paar durchscheinender Flügel. Dann kommt wieder Bewegung in ihn. Er legt den Kopf schräg und mustert mich mit winzigen Augen, in denen smaragdenes Feuer zu brennen scheint.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du kannst mich hören?«, brummt es.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sehen übrigens auch«, bemerke ich und muss schmunzeln, als es daraufhin fast hintüber kippt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ernsthaft?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Jep. Und wo wir schon so weit gekommen sind, sollten wir uns da nicht einander vorstellen? Ich bin Linus.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anstatt zu antworten, fängt der kleine Kerl wieder an zu lachen und plumpst auf seinen Hintern. »Wie der Typ, der immer mit der Kuscheldecke rumrennt?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »So gesehen schon. Aber Moment mal ... du kennst die Peanuts?!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach ... heißen ... die ... so?«, keucht das Männlein und scheint sich Tränen aus den Augen zu wischen. »Opa hat immer nur was von Charlie Brown, Snoopy und so weiter erzählt, wenn er seinem Enkel vorgelesen hat.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du kennst den alten Herrn, dessen Garten das hier ist ... äh war?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Genau genommen hab ich es ihm erlaubt, sich auf unserem Grund niederzulassen«, wirft er ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay? Also konnte er dich auch sehen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nur hören. Was dich tatsächlich zu etwas Besonderem macht und mich damit in eine Zwickmühle bringt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Inwiefern?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eigentlich war ich drauf und dran, dich so lange kirre zu machen, bis du aufgibst. Aber bisher hat mich noch nie jemand sehen können. Ich habe das Gefühl, das muss was zu bedeuten haben.« Er schaut stumm in die Luft und scheint nachzudenken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Vielleicht, dass ich deine letzte Chance bin«, sinniere ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Inwiefern?«, fragt nun er.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Herr ... na nennen wir ihn mal Opa. Opa also hat mir gesagt, dass er große Schwierigkeiten hatte, jemanden zu finden, der sein Grundstück übernimmt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das eigentlich nicht seins ist, sondern ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Schon seit Urzeiten dir gehört«, werfe ich salbungsvoll ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein, uns«, gibt er ungerührt zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha. Und wer seid ihr?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen Moment lang wirkt sein Gesicht verschlossen, dann aber zuckt er mit den Schultern. »Ach, was soll’s. Wir sind die Waldfeen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und du bist?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Rolf.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann es nicht verhindern, dass ich lospruste. »Rolf, die Waldfee!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er verschränkt die Arme vor der Brust. »Und? Was ist daran so komisch?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mühevoll bezwinge ich meinen Lachanfall. »Eigentlich gar nichts. Sagen ... sagen wir einfach, dass wir, was Namen angeht, quitt sind.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rolf mustert mich eine Weile, dann nickt er brummend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Jetzt aber nochmal zu dem, was ich vorhin gefragt habe. Was bitteschön, habe ich denn immer noch nicht begriffen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, das ist doch klar. Dass du auf diese Art und Weise nicht in der Lage sein wirst, einen ... du nennst es Garten ... dauerhaft am Leben zu halten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was soll ich denn noch machen?!«, bricht der Frust über exakt diesen auch von mir inzwischen befürchteten Umstand aus mir heraus. »Ich hab nen Job, der mir nicht viel Zeit lässt. Also hab ich ne Menge Geld in das Bewässerungs-System und in Sh... also den Mähroboter investiert, damit die grundsätzliche Pflege schon mal funktioniert, ohne dass ich dabei sein muss. Und für die Feinarbeit habe ich mir extra noch diese App ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sag ich doch«, unterbricht mich Rolf. »Du hast keine Ahnung, wie du das mit den Pflanzen anstellen sollst.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hebe einen Zeigefinger und ergänze: »Und ich gehe regelmäßig durch den Garten und rede den Pflanzen gut zu. Das stand in dem Rat...« Beim Anblick von Rolfs mitleidigem Kopfschütteln lasse ich die Worte diesmal selbst verklingen. »Ist ... ist das mit dem Reden also Schwachsinn?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein, nein«, erwidert Rolf grinsend. »Aber du kannst nicht einfach bei allen das gleiche Gesäusel ablassen.« Er weist auf die Kletterrose, die sich bisher konsequent geweigert hat, meiner gespannten Rankhilfe zu folgen und auf das Dach des neu aufgebauten Gartenschuppens zu klettern. »Bobby-James da drüben zum Beispiel braucht’s richtig dreckig. Der muss man immer wieder mal in die Blüten flüstern, dass sie gefälligst hinne machen soll, wenn sie nicht will, dass ihr die Wurzeln einzeln gezogen werden. Da steht die voll drauf.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir klappt die Kinnlade hinunter. »Sowas gibt’s?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Glaub mir. Es gibt nix, was es nicht gibt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay. Ich geb’s zu. Ich hab keinen Schimmer, wie ich das alles schaffen soll. Aber ich will auch nicht, dass irgendein Typ an das Grundstück kommt und hier plötzlich mit fetten Baggern auftaucht – vertragliche Vereinbarung oder nicht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rolfs Augen werden groß. »Sowas machen die?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Glaub mir. Ex gibt nix, was es nicht gibt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie wäre es dann mit nem Deal?«, fragt Rolf mit einem vorsichtigen Lächeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hebe eine Augenbraue.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na ja, du sorgst dafür, dass hier keiner mit so einem ... Bagger aufkreuzt. Und ich sorge dafür, dass hier alles grünt und blüht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das würdest du machen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Klar.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und der ganze Technik-Kram? Was wird daraus?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Den kannst du lassen, wo er ist. Er macht ja wenigstens nix kaputt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei Tage später habe ich ausnahmsweise einmal vor Sonnenuntergang Feierabend machen können. Mein erster Weg führt in den Garten. Und ich traue meinen Augen kaum.
Überall wächst und gedeiht alles. Sogar die Rose ist so weit gewachsen, dass sie das Dach fast schon erreicht hat.
In diesem Moment kommt Shaun an mir vorbei über den Rasen gefahren. Er fährt dabei geradezu irrwitzige Kurven und Schleifen und ich könnte schwören, über das leise Summen des Elektromotors jemanden singen zu hören: »Hey-hey-hey, ich bin der grüne Reiter ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Sep 2023 20:29:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/funtasy02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die verzwickte Sache mit Sehnsucht und Vertrauen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/romantasy03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Romantasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Roman Tasy stand auf der Visitenkarte. Vermittlungen. Ich drehte sie hin und her. Las die Anleitung auf der Rückseite zum ich-weiß-nicht-wievielten Mal. Sie war kleingedruckt. Sehr klein gedruckt. Wahrscheinlich steckten tausend Fallstricke in dem Text. Und mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir wäre schon wohler gewesen, wenn wenigstens eine Berufsbezeichnung auf der Karte gestanden hätte. Matchmaker. Flaschengeist. Hexe, Spezialgebiet Liebeszauber. Gute Fee. Liebesgöttin. Kobold. Dämonin. Das hätte wenigstens einen Anhaltspunkt gegeben dafür, wen man da heraufbeschwor, wenn man der Anleitung folgte. Aber weder verriet mir das die Karte, noch hatte Nanna ein Wort darüber verloren, als sie mir die gestern in die Hand gedrückt hatte. „Hier, das ist alles, was du brauchst“, waren ihre einzigen Worte dazu gewesen. Auf alle meine Nachfragen hatte sie nur sanft lächelnd den Kopf geschüttelt. „Du wirst schon sehen. Vertrau mir.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1340" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Aug 2023 16:12:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/romantasy03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>'Tis what it is</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/romantasy02</link>
      <description>Manchmal muss man in eine andere Welt, um den Richtigen zu finden.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Romantasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daria schaute sich blitzschnell um und wandte sich dann wieder dem Punkt zu, den sie schon seit Minuten fixiert hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nun komm schon. Ich halte es nicht aus, noch länger von ihm getrennt zu sein.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sieben Wochen war es her, dass sie sich an diesem Ort – dem Mauer-Rest eines altertümlichen Gebäudes mit einem Spitzbogen – abgestützt hatte, um nach einer etwas aus dem Ruder gelaufenen Running-Session wieder zu Atem zu kommen. Doch ihre Atemlosigkeit war nur noch stärker geworden, als sie mit einem Mal das Gefühl hatte, nach oben in die Unendlichkeit zu fallen. Schon kurze Zeit später hatte sie sich aber auf festem Boden befunden. Allerdings an einem Ort, der ihr vollkommen unbekannt war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mitten in einem kreisrunden Tal, umgeben von einem dunklen Föhrenwald hatte die Mauer mit dem Bogen nun gestanden. Und weder die ringsum aufragenden Berg-Gipfel noch den violett schimmernden Himmel hatte Daria jemals in ihrem Leben schon gesehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotzdem hatte sie sich aufgemacht, das unbekannte Terrain zu erkunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf einem schmalen Pfad, der von der Ruine wegführte, war sie vorsichtig in den Wald gegangen. Je weiter sich Daria zwischen die Bäume vorgewagt hatte, umso dunkler war es um sie herum geworden. Aber doch hatte sie keinerlei Angst empfunden, denn das Dunkel wirkte eher heimelig als bedrohlich. Ab und zu hatte sie zwischen den Bäumen hirschähnliche Tiere entdeckt, die aber anstatt eines Geweihs ein einzelnes kleines Horn auf der Stirn besaßen, das zu glühen schien. Neben dem Weg und um die Stämme der Bäume herum waren ganze Kissen einer Pflanze gewachsen, die wie Klee aussah. Daria hatte sich eine davon gepflückt und zu ihrem eigenen Erstaunen festgestellt, dass sie alle vier Blätter hatten. Sie hatte das als Zeichen dafür genommen, dass ihr das Glück hold wäre, und war entspannt weiter gegangen. Hinter einer Biegung des Weges hatte sie feststellen müssen, dass dieser von einer Herde von Tieren versperrt war, die wie dunkelgraue Schafe aussahen. Daria hatte langsam durch die Herde hindurch gehen wollen. Als sie aber einige Meter zurückgelegt hatte, hatte inmitten der Herde eines der Tiere den Kopf gehoben, sie mit gelben Augen angestarrt und dabei ein beachtliches Gebiss entblößt. Vor Schreck hatte Daria versucht, sich schnell rückwärts wieder aus der Herde hinauszubewegen, war aber fast sofort gegen etwas gestoßen. Oder eher jemanden, denn plötzlich war sie mit wüsten Beschimpfungen in einer ihr unbekannten Sprache eingedeckt worden. Unwillkürlich war Daria herumgefahren und hatte eine Gestalt in der Größe eines sechsjährigen Kindes entdeckt, das, mit vier durchscheinenden Flügeln schlagend, auf Höhe ihres Gesichts schwebte und gerade dabei war, eine Keule und ein Schwert aus ihrem Gürtel zu ziehen. Fieberhaft hatte Daria überlegt, wohin sie sich nun wenden sollte. Wäre es besser, sich doch durch die Herde zu zwängen, oder könnte sie es wagen, es mit dem geifernden Wesen auszunehmen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann war er erschienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die schmalen Stämme einiger Tannen hatten sich auseinandergebogen und er war dazwischen hervorgetreten. Daria hatte schon beim ersten Blick auf seinen schimmernden Schuppenpanzer und die strahlend blauen Augen gewusst, dass sie gerettet war. Hinter sich hatte sie hören können, dass die Herde eilends in den Wald floh. Das fliegende Wesen hatte in seiner Wut keinerlei Anstalten gemacht, der Herde zu folgen. Stattdessen hatte es sich wild schreiend auf ihn gestürzt, war aber mit einem mächtigen Hieb weggeschleudert worden und nicht mehr zurückgekehrt. In diesem Augenblick hatte Daria bemerkt, wie die Fremdartigkeit all dieser Eindrücke sie zu überwältigen drohte. Aber er hatte sie aufgefangen und auf seinen starken Armen durch den Wald und auf den nächsten Berg getragen, wo sich eine Burg befand. Er hatte ihr seinen Namen genannt – Ai’Rad. Und Daria hatte das Gefühl gehabt, sich in ihm zu spiegeln, seine Seelenverwandte zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch an der Burgmauer war es geschehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum hatte Ai’Rad sie auf dem Boden abgesetzt, war ein fürchterliches Gebrüll erklungen. Ein Blick in die Richtung, aus der es gekommen war, und Daria hatte sich instinktiv in Sicherheit bringen wollen. Also war sie sie durch einen offenen Spitzbogen in der Mauer geflüchtet – und war wieder zurück an der Ruine gewesen. Nicht zurück im Tal, sondern in ihrer Welt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seitdem war kein Tag vergangen, an dem sie nicht dorthin zurückgekehrt war, um zurückzukehren. Daria meinte sich zu erinnern, dass etwas sie an dem Bogen in der Ruine verwundert hatte, ohne dass es ihr bewusst aufgefallen wäre. Er hatte gewirkt, als wäre er in das Licht eines Sonnenuntergangs getaucht worden, obwohl sich die Sonne auf der abgewandten Seite befunden hatte. Also hatte sie immer dieselbe Zeit gewählt, um nach diesem Glühen Ausschau zu halten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch es war nicht erschienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis auf diesen Moment.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ich komme, Geliebter!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , schoss es durch ihre Gedanken, als Daria aufsprang und den Spitzbogen berührte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erneut das Gefühl, nach oben zu fallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wieder befand sich Daria im kreisrunden, von Wald umstandenen Tal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie war nicht allein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum dass Daria sich aufgerappelt hatte, bemerkte sie einen Mann in glänzender, geschuppter Rüstung, der sich langsam und mit ungläubigem Ausdruck auf dem Gesicht von einem Stein erhob.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick fiel ein Schatten auf Daria.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihr Kopf fuhr herum und sie sah den Drachen hinter sich, der sich auf seinen Hinterbeinen zu voller Größe aufgerichtet und seine Schwingen ausgebreitet hatte. Heißer Atem entwich seinen Nüstern und strich über Darias Körper. Sie hatte das Gefühl, mitten in den Blick seiner Augen zu fallen, die er unverwandt auf sie richtete. Stocksteif stand sie da und vernahm nur gedämpft den Kampfschrei, mit dem der Recke auf den Ort zurannte, an dem sie stand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einer beiläufigen Bewegung hob der Drache seinen Kopf und schickte einen Feuerball über Darias Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach einem kurzen Aufschrei folgte Stille.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erneut senkte sich der Blick der blitzenden Drachenaugen auf Daria herab. Dann hörte sie in Ihrem Kopf seine dunkel-samtene Stimme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Der sollte uns nicht mehr stören. Wie sieht’s aus, Prinzessin, wollen wir los?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 21 Aug 2023 17:50:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/romantasy02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Magie von Portalen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/magclass03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zum 5. Montag im Juli "Das magische Klassenzimmer"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Umblättern einer Seite übertönte das Flüstern der Bücher. Porthea zuckte zusammen. Gleichzeitig wisperte Ilana ihr zu: „Hörst du das auch?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Porthea schluckte und nickte. Ja, sie hörte, wie die Bücher um Hilfe baten. Wie konnte das sein? Und warum blieben alle, die links von ihnen an den Tischen saßen und in die Bücher vertieft waren, so völlig unbeeindruckt davon? Porthea lauschte – die Bücher auf den Tischen waren still. Aber aus den Regalen wisperte es weiter: „Helft uns, bitte, helft uns.“ Vielleicht versteckten sich da welche? Nur, weil sie dort ausschließlich Bücher sah, musste das ja nicht heißen, dass sich niemand sonst dort verbarg. Sie kniff die Augen zusammen und musterte die scheinbar unendlichen Reihen von Büchern, zuckte zusammen, als sie ein Zupfen am Ärmel spürte. Ilana. Die hatte sie kurz ganz vergessen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ilana deutete mit dem Kinn auf eine der tiefen Regalschluchten. „Irgendwo dort spüre ich Draks.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1326" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 31 Jul 2023 16:16:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/magclass03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schwüre und Wagnisse</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/darkacad03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Dark Academia"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Portal schwang lautlos auf. Porthea erlaubte sich einen letzten Moment des Zweifels. Hinter sich wusste sie alles, was Sicherheit versprach: ihren Tisch mit der Teekanne, die, einmal am Morgen aufgebrüht, erst am Abend leer wurde und ihr damit bedeutete, dass es an der Zeit war, ins Bett zu gehen. Die Dienstagstasse, die immer noch neben der Kanne stand, das Portalbuch in ausreichendem Abstand dazu, geschlossen jetzt. Und nur wenige Meter vom Tisch entfernt, ihre Hütte. Porthea musste sich nicht umdrehen, um all dies deutlich zu sehen. Sie musste auch nicht die Augen schließen, um Draks vor sich zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1316" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 24 Jul 2023 19:15:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/darkacad03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Grüner Daumen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/darkacad01</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Dark Academia"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich zog meinen weichen roten Schal fester um mich, als ich in der abendlichen Herbstdämmerung zur Bibliothek eilte. Kalter Wind trieb leise raschelnd Blätter vor mir her und zauste meinen Haarschopf. Es roch feucht nach Laub und Erde. Ich wünschte mir, bei meinem Buch und einem Becher Tee daheim geblieben zu sein, doch das würde mein Problem nicht lösen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bibliothek lag am alten Kanal, ein großer, ungeschlachter Bau, der ein wenig aussah wie ein gestrandetes Schiff. Kein Licht schien von innen, es war spät, die Öffnungszeit längs vorbei. Ich verlangsamte meine Schritte. Das hatte ich ganz vergessen. Wer würde mich einlassen, wenn das ganze Personal schon gegangen war?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/gruener-daumen/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 18:39:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/darkacad01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/daumen.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Portalhüterin</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/portfant03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Portal Fantasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tag fing wirklich gut an. Nach Porthea Partellas Maßstäben zumindest. Niemand störte sie beim Frühstück vor ihrem Häuschen, das nur wenige Meter neben dem großen Baum stand. Ihrem Arbeitsplatz. An dem sie jetzt saß, eine Kanne frisch aufgebrühten Tee vor sich auf dem Tisch, die Füße nackt im Gras ausgestreckt, eine kleine Nachlässigkeit, die sie sich im Sommer gönnte – nun, eigentlich schon im Frühling und so lange in den Herbst hinein wie möglich. Die kleinen Schuppen an ihren Füßen hielten Kälte wie Hitze zwar bis zu einem gewissen Grad ab, aber gegen Frost schützten auch sie nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1296" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 26 Jun 2023 19:12:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/portfant03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/06-Portalh%C3%BCterin.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zusammengewürfelt</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phnatastischermontag/portfant02</link>
      <description>Definitely not in Kansas anymore ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Portal Fantasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wie bekomme ich es bloß hin, die Gruppe auf den Basilisken treffen zu lassen, ohne dass die Leute die Anzeichen bemerken? Ich will Schluss machen und endlich selbst neu anfangen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jona tippte sich mit dem Zeigefinger der Hand, die nicht den Wagen steuerte, nachdenklich gegen die Unterlippe. Ihr Blick zuckte kurz vom Verkehr vor ihr zum Sperrbildschirm des Smartphones in der Halterung an der Frontscheibe, von wo ihr das Bild des in der letzten Nacht vollkommen neu erschaffenen Spielcharakters entgegenblickte. Vor dem Einschlafen war ihr die Idee für eine vollkommen neue Charakter-Klasse gekommen. Sie brannte darauf, in die Rolle des Magex schlüpfen zu können, dem sie basierend auf einem ihrer Selfies von einer KI ein Bildnis mit eher männlichen Zügen gegeben hatte. Es hatte sich in der Nacht irgendwie richtig angefühlt und das tat es auch immer noch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur war da dummerweise die Tatsache, dass sie sich noch mitten in dem von ihr geleiteten Pen &amp;amp; Paper Abenteuer befanden. Sie hatten es am letzten Spiel-Abend nicht mehr beenden können, weil die Zwerge darauf bestanden hatten, eine angebliche Abkürzung durch ein unkartografiertes Gebirge zu nehmen. Wahrscheinlich hatten sie damit die Elfen ärgern wollen, die sie früher am Abend auf eine ausgedehnte Bootstour mitgeschleppt hatten. Aber egal aus welchem Grund es nun geschehen war, es blieb der Effekt, dass sie dieses Abenteuer zuerst beenden mussten, bevor Jona ihren Meisterinnen-Job an jemand anders aus der Gruppe abgeben konnte. Also hatte sie sich überlegt, dass sie die Gruppe in einen tödlichen Hinterhalt locken könnte. Ein fieser Move zwar, aber es war ja nicht so, dass sie echtes Leben in Gefahr brächte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Shit, hab ich den W100 dabei?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , schoss es ihr durch den Kopf.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wenn die anderen die Trefferpunkte dieses Viehs mit zwanzigseitigen Würfeln bestimmen müssen, dann killen die mich – Meisterin hin oder her.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment bemerkte sie, dass sie vor lauter Ablenkung die Abfahrt der Stadtautobahn verpasst hatte, die sie eigentlich hatte nehmen wollen. Zwar konnte sie auch noch weiter auf der Autobahn bleiben, aber dann würde sie durch den Tunnel müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tunnel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er war erst vor kurzem offiziell eingeweiht worden und sollte sich angeblich auf dem letzten Stand der Technik befinden. Aber es war immer noch ein Tunnel. Und noch dazu der längste in der ganzen Stadt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jona war nie gern durch Unterführungen oder sogar in Höhlen gegangen. Schon als Kind war sie immer abenteuerlustig und weder Bäume noch Gebäude ihr zum Klettern zu hoch gewesen. Doch alles, was sich in irgendeiner Form unter einer Oberfläche befand, löste in ihr Beklemmungen aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Aber hilft ja nix
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , dachte sie und fasste das Lenkrad nun mit beiden Händen, als sie die Tunneleinfahrt hinter einer Kurve auf sich zukommen sah. Kaum war sie hindurch, hatte Jona schon das Gefühl, eine Last würde sich ihr auf Schultern und Brustkorb legen. Sie nahm langsame, tiefe Atemzüge, um die sich anschleichende Unruhe zu bekämpfen. Als sie vor sich aber eine endlos scheinende Schlange aus roten Bremslichtern erblickte, veratmete sie sich und musste husten. Jona trat auf die Bremse und kam hinter einem dieser Flötenpanzer zu stehen, mit denen die Ehefrauen von Geschäftsmännern ihre Kinder oft durch die lebensfeindliche Umwelt einer Großstadt kutschierten. Das Ding war so hoch, dass es ihr die Sicht nach vorn nahm. Jonas Blick zuckte hin und her, von den Außenspiegeln zum Rückspiegel, aber auch die Öffnung des Tunnels hinter ihr war nicht mehr zu erkennen. Sie bemerkte nur immer mehr Autos, die sich hinter ihr stauten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von irgendwoher hinter dem überdimensionierten Stahlkoloss, der ihr die Sicht versperrte, erscholl ein donnernder Knall. Das innere der Tunnelröhre wurde kurz unnatürlich stark erhellt, dann senkte sich eine nicht minder unnatürliche Dunkelheit herab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das ist Rauch!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , schoss es Jona durch den Kopf, nachdem sie sekundenlang unschlüssig von links nach rechts geblickt und dort nur ebenso verwirrte Mienen erkannt hatte.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Scheiße! Rauch heißt auch Feuer. Das passt zum Knall und dem Licht. Ein Brand im Tunnel. Wir müssen hier raus!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Fieberhaft rief sie sich ins Gedächtnis, was sie erst vor Kurzem in der Reportage zur Eröffnung dieses Tunnels gesehen hatte.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Die Röhren haben zwischen sich einen Sicherheitsbereich, in den alle 100 Meter Türen führen. Und es gibt extrahell beleuchtete Schilder, die einem den Weg zur Nächstgelegenen weisen. Man soll sich dadurch so schnell wie möglich in Sicherheit bringen, um Rauchvergiftungen zu vermeiden. Also los!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schweren Herzens ließ sie den Karton mit den Meisterinnen-Utensilien zurück und griff sich nur ihr Handy, bevor sie die Tür des Wagens öffnete und hinaussprang. Dort hielt sie Ausschau nach einem der Schilder und entdeckte eins, das in Richtung der Einfahrt wies, die sie vor so kurzer Zeit erst durchquert hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Poltern ließ sie zusammenfahren. Jona drehte sich zur Geräuschquelle zurück und erkannte das Problem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der links neben dem SUV stehende Lieferwagen war so nah, dass die Fahrerin nicht die Tür öffnen konnte, um aussteigen zu können. Zu ihrem Entsetzen entdeckte Jona außerdem zwei weitere Gesichter, die sich von der Rückbank aus hilflos nach allen Seiten umsahen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             So viel zum Thema lebensfeindliche Großstadtumgebung
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , dachte Jona und sprang auf die Motorhaube ihres Autos. Das letzte Stück rutschte sie darüber und kam auf der Beifahrerseite zu stehen, wo sie mit wenigen Schritten an der vorderen Tür des Kolosses ankam und sie aufriss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kopf der Frau, die bis zu diesem Zeitpunkt verzweifelt versucht hatte, aus dem Wagen zu gelangen, schoss zu Jona herum. Dann zeigte sich dort die Erkenntnis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »O Mann, ich bin so ...«, begann sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Später!«, fuhr Jona ihr über den Mund, denn sie hatte ein weiteres Problem erkannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fahrerin war so zierlich, dass sie es bestimmt nicht schaffen würde, ihre beiden Passagiere rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Das vielleicht einjährige Mädchen könnte sie bestimmt tragen, nicht aber den bestimmt gute 30 Kilo wiegenden Rhodesian Rigdeback, der daneben in einem Geschirr angeleint war. Und in dem inzwischen ringsherum herrschenden Chaos konnte sie auch nicht darauf vertrauen, dass er seinen Weg schon finden würden, wenn sie ihn nur losmachte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sie nehmen Ihre Tochter!«, bestimmte Jona und machte sich schon am Kindersitz des Mädchens zu schaffen. »Ich hole Ihren Hund ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Toto«, rief die Frau. »Er heißt Toto.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay, ich hole Toto raus und komme nach. Wir müssen so schnell wie möglich nach da hinten, wo man jetzt noch das grüne Licht sehen kann. Erkennen Sie es?!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frau nickte mit versteinerter Miene und nahm das Kind in die Arme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dann rennen Sie los! Wir sind gleich hinter Ihnen.« Jona wandte sich zurück zu dem winselnden Hund. Sie stieg weiter in den Wagen und öffnete den Verschluss des Geschirrs, das ihn auf der Rückbank festhielt. Als sie das sich windende Tier losgemacht hatte, erklang hinter ihr plötzlich ein Knall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tür des Wagens flog zu, wobei sie einen von Jonas Füßen verdrehte und einklemmte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur mit Mühe konnte Jona den Schrei eindämmen, der ihre Kehle verlassen wollte. Doch sie wollte den verängstigten Hund nicht noch mehr aufregen. Mit zusammengebissenen Zähnen streichelte sie ihn und versuchte sich an beruhigend klingenden Geräuschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es funktionierte und so ließ der Hund sich auf den Arm nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jona drückte mit ihrem schmerzenden Fuß die Tür wieder auf und schob sich mit ihrem Passagier rückwärts aus dem Wagen.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Zum Glück ist der Idiot draußen wohl nur dagegen gerannt und hat sie nicht mit seiner Tür eingeklemmt. Dann wären wir am Arsch gewesen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber die Probleme rissen nicht ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Draußen angekommen musste Jona feststellen, dass der Rauch um sie herum inzwischen so dicht war, dass sie die Sicherheits-Beleuchtung nicht mehr erkennen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Verdammt, Toto. Wie finden wir denn jetzt nach draußen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Hund gab einen kurzen Laut von sich, der in Jonas Ohren irgendwie nach »Folge mir« klang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einer hochgezogenen Augenbraue musterte sie das Tier, aber der Eindruck blieb. »Na gut. Ich lass dich runter und du bringst uns raus?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Hund bewegte seinen Kopf, als ob er nicken würde, und so setzte Jona ihn auf dem Boden zwischen den Autos ab. Er wandte seinen Kopf hin und her und schien zu schnuppern. Dann setzte er sich in Bewegung und wuselte in die Richtung, in der auch Jona den Weg in die Sicherheit vermutete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tief gebückt, um möglichst rauchfreie Luft zu atmen, wanden sie sich um Autos und teilweise auch zuerst mitgenommene, dann aber liegengelassene Gepäckstücke. Um sie herum wurde es immer dunkler und stickiger. Und zu Jonas Verwirrung war inzwischen jeder Laut verstummt. Während sie fieberhaft weiter hinter dem Hund herkroch, wandte sie kurz ihren Kopf in die Richtung, in der sie das Feuer vermutete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber nicht kurz genug.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem Moment, als Jona sich wieder in die Richtung wandte, in die sie krochen, knallte sie mit der Stirn gegen etwas Hartes und die Dunkelheit wurde vollkommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Hustenanfall weckte Jona.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie rollte sich zur Seite und stützte sich auf dem Felsboden ab, um wenigstens in die Hocke zu kommen, während sie hustete und würgte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Felsboden?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem Mal war der Husten vergessen. Jona öffnete die Augen und blickte umher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zwielicht um sie herum war nirgendwo eines der Autos zu erkennen, die eben noch überall ihren Weg blockiert hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Aber ich weiß ja gar nicht, wie lange das schon her ist. Nur, wenn es schon länger als ein paar Minuten wären, dann würde ich gar nix mehr sehen können. Dann wäre ich Geschichte. Und wo ist dieser verdammte Hund?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie ließ sich zurück in eine sitzende Position sinken. Dann tastete Jona mit ausgestreckten Armen in alle Richtungen, fand aber nichts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Moment, ich hab doch mein Handy dabei!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jona griff in die Hosentasche, wo sie das Gerät vorhin verstaut hatte, und holte es hervor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Display erwachte aus dem Standby-Modus und zeigte ein weiteres Mal das Konterfei ihres Magex, was Jona trotz allem zum Schmunzeln brachte. Ein Schmunzeln, das aber gleich wieder verblasste, als sie die Anzeigen am oberen Rand des Displays erkannte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Echt jetzt? Ich hab nicht mal Edge? Und was ist das für ein seltsamer glitzernder Stern stattdessen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann aber erinnerte sich Jona wieder an den eigentlichen Grund dafür, dass sie das Handy hervorgeholt hatte. Sie drückte auf das Symbol der Taschenlampe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem kurzen Fauchen flammten rings umher Fackeln an den roh behauenen Wänden einer Kaverne auf, in deren gegenüberliegender Wand sich ein Durchgang mit einem Rundbogen befand, hinter dem sich die Stufen einer Steintreppe nach oben in die Dunkelheit erhoben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ein Glück, dass ich schon sitze. Und auch klar, dass hier kein Netz ist. Aber wo verdammtnochmal bin ich hier?!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Weile lang saß sie einfach nur da und versuchte, in dem, was sie sah einen Sinn zu entdecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Kein Plan, wo das hier sein kann. Aber Moment mal, wenn hier diese komischen Fackeln sind, dann kann ich ja auch Batterie sparen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jona tippte auf das Taschenlampen-Symbol und saß wieder im Dunklen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie zuvor im Hellen brauchte es einen Moment, bis Jona wieder denken konnte. Dann weckte sie das Telefon erneut aus dem Standby und schaute sich das Display noch einmal genau an. Es gab keinen Zweifel daran, dass sie hier weder ein Telefon- noch ein Daten-Netz hatte. Allerdings gab es ebenfalls keinen Zweifel daran, dass die Batterie des Geräts in diesem Augenblick geladen wurde. Das Blitz-Symbol und die ansteigende Prozent-Anzeige bewiesen es.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Kein WLAN, aber drahtloses Laden ... besser als nix. Aber jetzt nochmal. Wie war das mit dem Licht ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie betätigte den Button und sofort begannen die Fackeln wieder zu brennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Krasser Scheiß, aber was geht hier ab? Wie geht das ab?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die nun wieder am Rande des Lichtkreises erkennbare Treppe weckte Jonas Neugier. Sie erhob sich und machte einen Schritt darauf zu. Sofort schossen Schmerzen von ihrem Knöchel das Bein hinauf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Mist, dann habe ich das vorhin nicht geträumt und träume auch jetzt nicht.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorsichtig belastete sie den Fuß erneut und testete, ob sie in der Lage wäre, zu laufen. Als es funktionierte, tastete Jona sich langsam vorwärts und stieg Stufe um Stufe hinauf. Erst nach einiger Zeit fiel Jona auf, dass der Lichtkreis der Fackeln sich tatsächlich zusammen mit ihr die Treppe hinauf bewegte. Kopfschüttelnd stieg sie weiter auf eine andere Art von Licht zu, das von einem Punkt am oberen Ende zu ihr drang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oben angekommen, konnte Jona es nicht verhindern, dass ihr Unterkiefer heruntersank und sie mit offenstehendem Mund an einer fellbedeckten Gestalt vorbei auf eine Plattform trat und in die Sonne blickte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Die Sonne ist falsch, berichtigte sie sich selbst innerlich. Sonnen ... Mehrzahl.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Stück oberhalb einer Landschaft, wie Jona sie noch nie in ihrem Leben gesehen hatte, stand eine gelb glühende Kugel, die irgendwie viel zu groß war. Und in diesem Augenblick schob sich eine weitere, kleinere, die in einem intensiven Rotton strahlte, nach oben aus dem Bereich der Mega-Kugel, während eine Blaue von rechts kam. Zusammen verliehen sie der Welt einen purpurfarbenen Himmel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Satz aus einem Film, den Jona oft als Kind gesehen hatte, kam ihr in den Sinn und sie sprach ihn, ohne nachzudenken, aus. »Toto, I’ve a feeling, we’re not in Kansas anymore.« Dabei tätschelte sie die fellbedeckte Schulter zu ihrer Linken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schulter hob sich. Viel höher, als eine solche Schulter sich heben können sollte. Dann erklang ein sanfter Bariton: »In der Tat, Herrin. Wir haben euch hergebracht. Canis braucht euch.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 Jun 2023 19:08:08 GMT</pubDate>
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      <title>Unten nach oben</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Dark Academia"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ach, verdammt, warum habe ich nur auf die Prima gehört?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich drehe mich um mich selbst und versuche, in den ringsumher abzweigenden Gängen etwas Hilfreiches zu erkennen. 
Doch hier im St. Catherine’s College der Anderen werde ich das vermutlich nur schaffen, wenn die Gänge beschlossen haben, dass ich es wert bin, ihre Bestimmung zu erahnen. Aber so weit bin ich leider noch nicht. Zwar ist es mir gelungen, im Rundturm des St. Catherine’s Castle, der auf einer Klippe hoch über der Mündung des River Fowey thront, mehr zu sehen als einfach nur eine Burgruine, aber ich habe offensichtlich noch viel zu lernen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An diesem Tag bemerkte ich dort eine doppelflügelige Tür mit Eisenbeschlägen, wo meine Klassenkamerad:innen nur alte Steine sahen. Und natürlich war meine Neugier so stark, dass ich mich am Abend noch einmal aus unserer Herberge schlich und trotz der einsetzenden Dunkelheit nicht einmal zehn Minuten später wieder das Rund betrat, um den schweren bronzenen Türklopfer zu bedienen.
Anders als ich es vermutet hatte, ertönte jedoch kein Klopfen, als ich ihn gegen die Tür schlug. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stattdessen fixierten mich plötzlich die Augen des Löwengesichts darüber und er grollte, ohne den Ring aus seinem Maul zu verlieren: »Bist du anders?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Spontan sagte ich »Ja«, ohne mir darüber Gedanken zu machen, was es damit meinte. Und ohne auch nur zu ahnen, was das für mich bedeuten würde. 
Aber tatsächlich hatte ich mich schon immer ‘anders’ gefühlt. Anders als die Mädchen meiner Klasse. Anders auch als die Jungen. Aber viel mehr als dies nur an körperlichen Merkmalen festzumachen, hatte ich schon immer den Eindruck, nicht das zu mögen oder tun zu wollen, was jede:r andere machte. Während sie auf die neuesten Popsongs aus den Charts standen, verlor ich mich in den Klängen der Peer-Gynt-Suite. Wenn manche sich für Sport begeisterten, vergrub ich mich lieber in den Geschichten von Arthur Penhaligon und versuchte, zusammen mit ihm das geheimnisvolle ‘Nichts’ zu ergründen. Und ich musste mich ständig daran hindern, im Unterricht sofort die Antworten auf die Fragen der Lehrer:innen zu geben oder selbst Nachfragen zu stellen, weil ich nicht als Streber:in gelten wollte. Dass dies aber einfach nur daran lag, dass ich auf der falschen Schule war, hätte ich mir niemals träumen lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber es wurde mir schnell klar, als ich durch die sich öffnende Tür getreten und durch einen von Fackeln erhellten Stollen gegangen war, der in den Berg hineingeschlagen worden war. Bald öffnete sich dieser in einen siebeneckigen Raum mit einer kuppelförmigen Decke, von der mächtige Kristall-Leuchter hingen.
Allerdings hatte ich dafür kaum einen Blick, denn dieser wurde von einem Mann angezogen, der hinter einem mitten im Raum aufgestellten, aus Mahagoni mit Messingbeschlägen gefertigten Pult stand und mich ansah. Groß war er nicht, dieser Mann. Doch der Blick der tiefliegenden Augen in dem von langem, hellem Haar umrahmten, mit einer langen, gerade Nase und einem Grübchen im Kinn bewehrten Gesicht nahm den meinen sofort gefangen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er sieht aus wie Sir Isaac Newton, ging es mir durch den Kopf, denn ich hatte vor kurzem für ein Referat zu ihm recherchiert. Dann ergänzten meine Gedanken eine weitere Frage, die ich seltsamerweise einfach so stehen ließ. Oder ist er es sogar selbst?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Willkommen, Andere:r«, wandte er jedoch in diesem Augenblick das Wort an mich. »Was ist dein Begehr?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oje, was soll ich darauf antworten?
Um etwas mehr Zeit zum Nachdenken zu gewinnen, begann ich: »Ich möchte gern wissen ...«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Hervorragend!«, rief der Mann jedoch, als wäre damit bereits alles gesagt. »Wissen ist die Essenz des Universums. Von jeher sind es die Wissenden gewesen, die von Unwissenden fast schon als Magier betrachtet wurden.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bevor ich auch nur dazu ansetzen konnte, diesen Irrtum aufzuklären, wandte er den Blick von mir ab und begann, einen Folianten zu studieren, der aufgeschlagen auf dem Pult lag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Dann wollen wir mal schauen, was die Aufnahme in dir erkannt hat.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufnahme? Ich bin doch nirgendwo fotografiert worden, oder so ...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In diesem Moment entstand vor meinem inneren Auge das Bild des Löwen, der mich angeschaut hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei hat er mich wohl irgendwie gescannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Pfadfindung«, erklang da Newtons Stimme wieder. Er hob seinen Kopf und sah mich wieder an. »Du findest Wege, die anderen verborgen sind. Oder vielmehr wirst du sie finden können, wenn du genug darüber weißt. Also ...«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Entschuldigen Sie«, entfuhr es mir aber und er verstummte. »Ich würde zuerst gern wissen, was dies überhaupt für ein Ort ist.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Ein valider Ansatz«, antwortete er mit einem langsamen Nicken. »Nun, dies hier ist das St. Catherine’s College der Anderen. Ein Ort außerhalb von Raum und Zeit, in dem du zusammen mit anderen Anderen deine natürlichen Talente verfeinern und beherrschen lernen kannst. In den nächsten sieben Tagen nach unserer Zeitrechnung hast du die Möglichkeit, dich davon zu überzeugen, ob du dich diesem Studium widmen möchtest. Solltest du es bevorzugen, in dein bisheriges Leben zurückzukehren, dann kannst du dies selbstverständlich tun.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mein bisheriges Leben. Was soll das sein?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich dachte an das, woran ich mich aus den letzten 13 Jahren erinnern konnte. Da war nicht viel, wohin es sich zurückzukehren lohnte. Also nickte ich. »Was muss ich tun?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Du musst nichts tun«, gab er zurück. »Aber du kannst. Zu den Pfadfinder:innen führt der Gang hinter dieser Tür, doch es bleibt dir überlassen, auch einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Vielleicht ist genau dies der Pfad, der bereits in dir ist.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich überlegte noch einmal kurz, ob es mich zu einer der anderen Türen hinzog, wie es mich überhaupt auch erst zu diesem Turm hingezogen hatte. Aber ich verspürte nichts, also dankte ich ihm und machte mich auf zur gewiesenen Tür.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Wende dich an die Prima dort«, rief Newton mir nach. »Sie ist das momentane Oberhaupt des Orts der Orte und wird dir weiterhelfen.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Tür schloss sich hinter mir und ich fand mich in einem Gang wieder, der vollkommen anders war.
Anders ist hier wohl wirklich Programm.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Boden war bedeckt von einem sich ständig verändernden Belag. Mal war es Teppich, dann Holzdielen und Fliesen, aber auch Stein, Schotter und Gras konnte ich erkennen und ganz weit hinten schien sogar Wasser im Schein der Gaslaternen zu glitzern, die an den Wänden hingen. Und diese Wände waren über und über bedeckt mit Karten. Landkarten, Seekarten, Sternenkarten. Es waren sogar Kontinente dabei, die ich noch in keinem Atlas je gesehen hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Langsam ging ich ihn entlang und wurde nicht müde, mir die detailreichen Zeichnungen der vielen Karten anzuschauen. Erst als mich eine Stimme ansprach, bemerkte ich, dass ich den eigentlichen Gang verlassen hatte und in einem weiteren, diesmal kreisrunden Raum stand.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Was suchst du hier?«
Ich fuhr herum und entdeckte eine hochgewachsene Frau, die mich mit strengem Blick musterte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Ich ... suche den Ort der Orte ... und die Prima, von der ich wohl erklärt bekomme, wie das alles hier funktioniert.«
»Aha, dann hat Newton dir also nicht gesagt, dass du zuerst die Prüfung bestehen musst?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Während die Frau mit mir sprach, waren aus einigen Gängen weitere Leute zu uns gekommen. Sie waren unterschiedlichen Alters und vermittelten den Eindruck, von überall auf der Welt zu kommen. Alle von ihnen hatten einen neutralen, mild interessierten Ausdruck auf ihrem Gesicht. Bis auf ein Mädchen mit einem purpurroten Lockenkopf, die die Frau überrascht anblickte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Hat er das also nicht?!«, erklang die herrische Stimme erneut und erinnerte mich daran, dass ich auf die erste Frage noch nicht geantwortet hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Nein. Er ... also ...«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Tja«, schnitt sie mir die Worte ab. »Dann hörst du es hiermit zum ersten Mal: Wenn du den Ort der Orte nicht von allein findest, dann bist du es auch nicht wert, die Dinge zu hören, die dort gelehrt werden.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Mädchen öffnete mit einem empörten Gesichtsausdruck ihren Mund, doch die Frau machte eine Geste mit ihrem Arm und neben ihr erschien mitten im Raum ein Portal, von dem es verdeckt wurde.
»Geh hindurch«, sagte sie und wies auf mich. »Wenn du es schaffst, an den Ort der Orte zu gelangen, dann kann deine Ausbildung beginnen. Wenn nicht ... dann wirst du wieder zurückgeschickt.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Also war ich hindurchgegangen, obwohl ich das Gefühl gehabt hatte, dass mir von der Prima, denn um wen sonst konnte es sich bei der Befehlsgewohnten handeln, nicht alles gesagt worden war.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es hilft nix. Jeder Weg ist besser, als hier einfach zu verharren, denn so komme ich nie irgendwo an.
Kurzerhand wende ich mich einem Spitzbogen zu meiner Linken zu, hinter der eine Wendeltreppe nach unten führt. Stufe um Stufe klettere ich nach unten. Mit einem Mal habe ich das Gefühl, dass es mit jeder Umrundung immer heller wird. Als ich um eine Weitere davon gegangen bin, stehe ich vor einem hell erleuchteten Torbogen. Als ich meinen Kopf hindurchstrecke, stockt mir der Atem.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich stehe am Rand eines Abgrunds. Weit unten erkenne ich die Klippe, auf der die Turmruine steht, durch die ich den Weg in dieses College gefunden habe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber wieso unten? Ich bin doch nie so weit hinaufgestiegen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anders, hallt es in meinen Gedanken wie zur Antwort. Hier ist wohl wirklich alles anders.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erst jetzt bemerke ich, dass sich vor mir doch kein Abgrund ausbreitet. Es ist eine Brücke aus filigranen schwarzen Zeichen, die die Entfernung bis zu einem Gebäude überwindet, das auf einer kleinen Wolke thront. Man kann die Zeichen erst richtig sehen, wenn man senkrecht darauf schaut. Und nun erkenne ich auch, dass es Buchstaben sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Geschriebenes hat mich noch nie im Stich gelassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weil ich irgendwie ein gutes Gefühl dabei habe, setze ich meinen Fuß auf den ersten von ihnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er trägt mich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit neu erwachendem Elan gehe ich immer schneller über die Wortbrücke, bis ich auf der Wolke angekommen bin und zu meinem Erstaunen feststelle, dass ich nicht vor einem Gebäude stehe, sondern vor einem riesigen Haufen von Büchern verschiedenster Formen und Größen. Die meisten von ihnen sind mehr oder weniger aufeinandergestapelt, aber direkt vor mir steht eine Doppelreihe von ihnen aufrecht, während ein Stück darüber sogar zwei mit dem Deckel zu mir zeigend in den anderen verkeilt sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei dem, was als Nächstes geschieht, falle ich fast rückwärts in den Abgrund.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die beiden Buchdeckel klappen nach oben. Doch dahinter befindet sich nicht etwa das Vorwort zu einer Geschichte. Es sind Augen, die mich interessiert mustern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dann teilen sich die beiden Buchreihen, als eine raschelnd-flüsternde Stimme erklingt. »Sie an, sieh an. Wen haben wir denn da? Mich hat schon lange keins von euch Menschenkindern mehr besucht.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Was ... äh, wer ... bist du?«, stammele ich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Ich bin die unendliche Bibliothek.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Das klingt ja fast wie etwas, das ich gerade erst gelesen habe«, platzt es aus mir heraus. »Nur dass es da eine unendliche Geschichte war.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Buchreihen verziehen sich zu einem Lächeln. »Ach ja, Michael. Wir haben uns damals lange unterhalten.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »War er ... hier? Bei dir?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Genau genommen in mir.« Nun bildet die obere Buchreihe einen Bogen, hinter dem ich einen gewundenen Pfad zwischen Stapeln von Büchern erkenne, der im Dunkel verschwindet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Du meinst, ich kann auch in dich hinein?«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Wenn du keine Angst davor hast, dass ich dich auffressen könnte.«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            »Keine Chance. Ich bin vom Sternzeichen Bücherwurm!«
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 Jun 2023 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/darkacad02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Unten+nach+oben.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Immersion</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mageb02</link>
      <description>Die besondere Städtetour geht weiter.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zum 5. Montag eines Monats gibt es ein Special - Magische Gebäude
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Vorgeschichte gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/urbfant02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist ja seltsam«, murmelt Frida. »Jetzt ist sie schon so lange weg. Und das nur, um zur Toilette zu gehen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ser«, kommt es von Alexander.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Stimmt ja, das hat s...er uns ja gerade noch gesagt. Meinst du, ich sollte mal nach i... Wie sagt man das jetzt eigentlich? ‘Ser’ kann doch nicht für alles gelten, oder?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich habe kürzlich gehört, dass oft ‘ihnen’ verwendet wird. So als ob es zwei Personen wären. Eben ‘sie’ und ‘er’.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay, also meinst du, ich sollte ihnen mal hinterher. Damit ser weiß, dass wir gleich an der Schleuse sind, um in den Petersdom zu kommen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kannst du schon machen«, antwortet Alexander schmunzelnd. »Nur gibt es hier bestimmt mehr als nur eine Toilette, die ser benutzen könnte. Dann bin ich letztendlich vielleicht ganz allein an der Reihe, wenn du nicht rechtzeitig zurückkehrst, weil du sihn noch nicht gefunden hast.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sihn?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na ja, ist nur eine Vermutung. Vom Kasus her würde ‘ihnen’ hier nicht so recht passen. Da habe ich es wie bei ‘sie’ und ‘er’ gemacht, nur mit ‘sie’ und ‘ihn’.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hm, klingt plausibel. Und letztendlich geht es wahrscheinlich sowieso nur darum, sich dessen bewusst zu sein, wie man ... aber Moment, das passt ja dann nun auch nicht, wenn wir schon mal so weit sind.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alexander legt kurz den Kopf schräg, dann zückt er sein Smartphone. »Ich google das mal kurz.« Er tippt und wischt einen Moment lang auf dem Gerät herum. »Ach, das ist ja interessant.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Inwiefern?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dafür kann das Wort ‘eins’ benutzt werden. Also, geht es darum, um mit deinen Worten zu sprechen, dass eins sich bewusst macht, wie andere Personen angesprochen werden möchten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Fängt direkt an, mir Spaß zu machen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und ser hat recht. Es tut wirklich nicht weh.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Ordnungsperson winkt die beiden zu sich heran.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frida und Alexander werfen noch einen schnellen Blick in die Runde, ob sie ihr Kind von irgendwoher ankommen sehen, dann zucken sie mit den Schultern und gehen durch den Metalldetektor, in der Hoffnung, dass sie nach ihrer Tour wieder aufeinandertreffen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           231 Stufen später treten sie auf die Terrasse am Fuß der Kuppel des Doms und schauen an den auf dem Dach von Berninis Kolonnaden stehenden Skulpturen vorbei auf das immer noch gut gefüllte Oval des Petersplatzes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du brauchst nicht zu suchen«, sagt Frida, die Alexanders Blick richtig deutet. »Du wirst sihn von hier aus nicht erkennen. Lass uns einfach zusehen, dass wir hier alles Sehenswerte abgrasen und uns dann direkt auf die Suche nach ihnen machen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er nickt. Dann gehen sie zusammen zum Eingang in die Kuppel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oh«, macht Alexander, direkt nachdem er durch das Eingangstor getreten ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hatte mir schon gedacht, dass du so reagieren würdest«, bemerkt Frida. »Ich finde auch, dass die Flüster-Galerie etwas Magisches hat.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Flüster-Galerie?«, raunt Alexander ihr zu, während sie entlang dem an der abgerundeten Kuppelwand angebrachten Mosaik vorbeigehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja. Ich habe gelesen, dass man etwas, das auf der gegenüberliegenden Seite geflüstert wird, trotzdem hören kann.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Psst.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frida und Alexander schauen sich konsterniert an, denn außer ihnen ist in diesem Moment niemand anders im Rund der Galerie zu sehen. Weder auf der gegenüberliegenden Seite noch neben ihnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hinter euch«, flüstert es da.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erstaunt fahren sie herum und sehen in das aus fingernagelgroßen quadratischen Mosaiksteinchen gebildete Gesicht eines Engels. Und dieses Engelsgesicht scheint sie ebenfalls anzuschauen. Und zum noch größeren Erstaunen bewegen sich plötzlich die Lippen, als es sagt: »Hallo, Mam und Paps. Ich hatte gehofft, euch hier zu treffen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Jona?«, wispert Frida hinter den Fingern ihrer Hand, die sie fassungslos erhoben hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Jep. Sorry übrigens dafür, dass ich euch allein gelassen habe. Ich bin da auf eins echt coolen Guide gestoßen und war hin und weg. Aber ser hat mir diesen Ort empfohlen, um auf euch zu warten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und ... jetzt?«, raunt Alexander.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wenn ihr Lust habt mit mir zu kommen, dann schaut mal auf den Schlüssel.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die beiden schauen zuerst sich gegenseitig an, dann wenden sie ihren Blick nach links, wo neben dem Engelsgesicht ein großer Schlüssel in einem rechteckigen Rahmen aus Mosaik gebildet ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick ist es, als würden die Steinchen wie eine Tür in die Wand hinein aufschwingen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne nachzudenken, gehen die beiden hindurch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Schön, dass ihr Lust auf Abenteuer habt«, begrüßt sie Jona dier dort auf einer ebenso runden Galerie steht, wie Frida und Alexander sie gerade verlassen haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wo sind wir hier?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist das Parallelo-Rom, Paps. Hier kommen so viele verschiedene Epochen dieser Stadt zusammen, wie es Türen auf dieser Galerie gibt. Wenn eins hindurchtritt, ist eins zwar wirklich dort, kann aber von niemand anderem wahrgenommen werden. Außerdem hat Zeit dort für eins keine Bedeutung. Über die dort, fünf Türen links von der hier, kannst du der Beisetzung von Petrus beiwohnen, Paps. Und diese hier, gleich rechts von uns führt dich, Mam, in eine Kapelle, wo du einen gewissen Michelangelo dabei beobachten kannst, wie er zwei ganz besondere Finger malt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 29 May 2023 18:21:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mageb02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Immersion.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fundstück</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/urbfant03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Urban Fantasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beginnen wir mit einem Irrtum, dem auch andere magische Wesen durch die impertinenten Erzählungen der Menschen über uns aufsitzen: unser Name. Wir sind weder Elfen, noch Elfinnen. Wir sind keine Feen und keine Elf*innen. Wir sind Elfyr. Eine Bezeichnung für alle Geschlechter, einschließlich derer, die wir selbst vielleicht erst noch entdecken werden. Wir nehmen keineswegs an, dass wir bereits alles wissen (obwohl wir schon sehr, sehr lange leben – die Existenz der Menschheit ist ein Witz dagegen).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1274" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 22 May 2023 18:31:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/urbfant03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/fundst%C3%BCck.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Get your guide</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/urbfant02</link>
      <description>Manchmal ist Anstehen nicht der Weg zum Ziel.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Urban Fantasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Rom, die ewige Stadt. Wer hat sich eigentlich diese schwülstige Bezeichnung ausgedacht? Obwohl es irgendwie schon stimmt, denn hier fühlt es sich oft ewig an – vor allem, wenn eins in der Warteschlange zum Petersdom steht, weil nicht vorher daran gedacht wurde, sich einen Zeit-Slot zu buchen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einer Mischung aus Frustration und Langeweile lasse ich meinen Blick über den Petersplatz schweifen – von der linken Seite, wo ich mich mit meinen Eltern vor einer gefühlten Ewigkeit ans Ende der Schlange gestellt habe, bis zu dem Gatter auf der rechten Seite, hinter dem sich die Schlange auffächert, um durch Metalldetektoren zu treten und danach endlich in Richtung des gewaltigen Doms verschwinden zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Warum tue ich mir das eigentlich an? Ach ja, die Enttäuschung.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu Frustration und Langeweile gesellt sich noch eine Niedergeschlagenheit, die nichts mit meiner aktuellen Tätigkeit – oder eher Untätigkeit – zu tun hat, sondern eher mit der Gesamtsituation. Und der Erkenntnis, die zu dieser Situation geführt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nichtbinär.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich ein ziemlich unscheinbares Wort. Und doch hatte es mir mit einem Mal die Erklärung dafür geliefert, dass ich mich in meinem bisherigen Leben oft fehl am Platz gefühlt habe. Leider war dieser unscheinbare Begriff nur allzu gut dazu geeignet, meine ansonsten so weltoffenen Eltern zu überfordern. Sowohl von meinem Vater als Wissenschaftler als auch von meiner Mutter, der Künstlerin, hatte ich vermutet, dass sie keine Probleme mit meiner Offenbarung haben würden. Aber doch hatten weder die rationale noch die emotionale Erklärung meiner Gefühle in ihnen auch nur so etwas wie professionelle Neugier geweckt. Stattdessen hatten sie sich beide verwirrt von mir zurückgezogen. Als mein Vater dann aber in unserer Familien-Nachrichten-Gruppe von seiner Idee einer gemeinsamen Reise nach Rom schrieb, war mir klar, dass ich diese Möglichkeit einer Annäherung nicht ausschlagen konnte und wollte, auch wenn ich nach meinem Abi in eine WG gezogen war. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und nun stehen wir hier in dieser nicht endenwollenden Schlange, weil das die einzige Aktivität war, auf die wir uns hatten einigen können. Paps zieht es eigentlich in die Scavi – die Ausgrabungsstätte der Nekropole unter der Stadt, weil er dort seiner Passion für Archäologie frönen könnte. Mama würde am liebsten den ganzen Tag in den vatikanischen Museen verbringen, um die dort ausgestellten Kunstschätze zu bewundern. Ich fände beides cool, aber es hat sich herausgestellt, dass wir wegen einer Panne beim Rückflug leider nur einen einzigen Tag hierbleiben können. Und da der Petersdom sowohl von geschichtlichem als auch künstlerischem Interesse ist, habe ich die beiden davon überzeugen können, dass wir uns diesen zusammen anschauen. Na ja, eigentlich war mein Argument Robert Langdon. Die Geschichten um den Symbolologen, der immer wieder in die haarsträubendsten Abenteuer gerät, gehören zu den wenigen Dingen, auf die wir uns auch jetzt noch sofort einigen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was für ein Glück, dass es nicht auch noch regnet, wie sie eigentlich prognostiziert hatten«, unterbricht die Stimme meines Vaters meine Gedanken. »Oder was meinst du...in? Oder wie sagt man das jetzt korrekt?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wow, kann es tatsächlich sein, dass er sich dafür interessiert?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Ein vorsichtiges Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus. »Das ist gar nicht notwendig, Paps. Für ‘ich’ oder ‘du’ gibt es keine verschiedenen Varianten. Wenn du aber von mir in der dritten Person sprechen willst, dann sag einfach ‘ser’.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er legt den Kopf leicht schräg und murmelt: »Eine Kombination aus beiden Pronomen. Effektiv. Und interessant.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Und tut gar nicht weh
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , will ich gerade voller Freude ergänzen, als mein Blick auf Mama fällt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie schaut Paps halb hilflos, halb feindselig an und mir wird spontan klar, dass sie nicht in der Lage ist, den wissenschaftlichen Ansatz, mit dem er sich mir zu nähern versucht, auch selbst zu nutzen, und sich nun ausgeschlossen fühlt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ach Mensch, Leute. Kommt doch mal bitte klar und fangt jetzt nicht auch noch an, euch anzugiften.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Um mich aus der Situation herauszunehmen und ihnen die Chance zu geben, das erst mal unter sich auszumachen, murmle ich etwas von »Toilette« und trete aus der Schlange der Wartenden heraus. Ich gehe nicht zurück in die Mitte des Petersplatzes, wo wir vorhin zusammen das Relief des Westwindes gefunden und auf der Langdon-Liste abgehakt haben. Stattdessen wende ich mich einer geradewegs vom Platz wegführenden, breiten Straße zu und schlendere sie entlang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mau«, erklingt es irgendwo neben mir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ne Katze? Hier? Aber warum eigentlich nicht?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Im Gehen schaue ich mich um, kann aber nirgendwo eine der niedlichen Fellnasen erkennen. Die einzigen Tiere, die ich fast überall sehe, sind Tauben und Möwen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Maau ... Maaauu!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da ist es wieder und dank der Wiederholung, erkenne ich besser, wohin ich schauen muss. Ich tue es und traue meinen Augen nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inmitten einer Schar von Tourist:innen erkenne ich zwei Möwen. Die eine hat die andere mit dem Schnabel an den Schwanzfedern gepackt und dreht sich im Kreis, so als ob sie die andere wie einen Diskus werfen wollte. Diese zweite Möwe ist es auch, die diese Laute von sich gibt. Es klingt hilfesuchend und schmerzerfüllt, doch ich werde das Gefühl nicht los, dass die beiden da nur eine Show abziehen. In diesem Moment fällt mein Blick jedoch noch auf etwas anderes und ich verfolge den Gedanken nicht weiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist ein über und über mit T-Shirts beladener, mobiler Verkaufsstand, bei dem es mich wundert, warum sich nicht noch mehr der Passant:innen nun, da die eine Möwe die andere wieder losgelassen hat, dem bunten Angebot zuwenden.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Egal, dann muss ich mich wenigstens nicht auch noch da anstellen. 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit interessiertem Blick trete ich näher.
 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Krasser Scheiß!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , schießt es mir durch den Kopf, als ich bemerke, dass auf allen Shirts der Schriftzug »Urban Fantasy« steht, aber die Schrift auf so kunstvolle Art und Weise mit den verschiedenen Bildmotiven verflochten ist, dass eins es erst bei konzentriertem Hinschauen bemerkt. Aus dem Augenwinkel habe ich sogar das Gefühl, die Buchstaben würden sich bewegen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eine gute Wahl«, bemerkt der Verkäufer, der zu mir herüber gekommen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Oder ist es eine Verkäuferin? Hm, vielleicht geht es ihnen ja so wie mir. 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie viel?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das, was es dir wert ist.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ernsthaft?!« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Bisher bin ich auf diese Art immer zufrieden gewesen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay, cool.« Ich gebe ihnen einen Schein und ziehe mir das Shirt direkt an. Als mein Kopf durch die Halsöffnung geglitten ist, kann ich weder den Wagen noch den Menschen irgendwo in der Nähe entdecken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Maau«, reißt es mich aus der Verwunderung und ich blicke nach unten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu meinen Füßen steht eine Möwe und schaut mich an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie kommt es, dass du Fremdsprachen sprichst?«, platzt es aus mir heraus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was würdest du denn tun, wenn du hier tagein tagaus auf diesem Platz zu tun hättest, um die Menschen zu belustigen? Auf die Dauer sind so Stunts, wie der, den du vorhin beobachtet hast, zwar ganz nett, füllen mich aber irgendwie nicht aus. Schließlich bin ich eine Silbenmöwe.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du meinst wohl Silbermöwe. Zumindest siehst du so ...« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist ein populärer Irrtum, der tatsächlich auf einem menschlichen Schreibfehler beruht«, gibt die Möwe zurück und winkt mit dem Flügel ab. »Aber was nun deine Tour angeht ...« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Tour?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, die Tour für phantanunftbegabte Menschen, für die du eben das Ticket gekauft hast.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ticket? Phanta...« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nunft«, bestätigt die Möwe nickend. »Die Vernunft, auch das Phantastische als gegeben hinnehmen zu können. Und die hast du offensichtlich, denn sonst hättest du den Ticket-Shop gar nicht sehen können.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Möwe gibt ein lautes Lachen von sich. »Ja, so gucken die meisten Menschen, wenn ich ihnen das erkläre. Also, was ist? Kann die Tour losgehen?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ähm, klar.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dann greif nach meinen Schwanzfedern und ich zeig dir die wirklich coolen Sachen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 May 2023 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/urbfant02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nachts sind alle Katzen grün</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phatntastischermontag/urbfant01</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Urban Fantasy"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Abkürzung durch die schmale Gasse zu nehmen, war ein Fehler gewesen, das hätte ich mir eigentlich gleich denken können. Aber es war spät, ich war müde und die große, dreckige Stadt lag mir wie ein Leichentuch schwer auf dem Gemüt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Straßenlaternen stachen gelben Zähnen gleich aus dem abendlichen Nebel, irgendwo tropfte etwas stetig und zu meiner linken trappelten kleine Pfoten geschäftig davon. Schien ganz so, als würden die Ratten eine gute Nacht haben. Ich jedenfalls hatte einen arbeitsreichen Tag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/nachts-sind-alle-katzen-gruen/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 May 2023 20:30:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phatntastischermontag/urbfant01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/nachts-sind-alle-katzen-gruen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Rätsel um die verschwundenen Knochen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Paranormal Cosy Crime"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es roch nach Geist. Milenka rümpfte die Nase und sprang von der Heizung. Lästig. Es war gerade so gemütlich gewesen – die Wärme der Heizung, das Regengeprassel über ihr am Fenster, während sie sich in Sicherheit davor wusste, in der trockenen Wärme vor sich hin schnurren konnte. Aber damit war es jetzt vorbei. Milenka dehnte und streckte sich, dann folgte sie dem Geruch nach Bittermandel und feuchtem Laub. Hoffentlich hatte der Geist genug Anstand, sich bei diesem Wetter drinnen aufzuhalten! Garantien gab es dafür in diesem alten Gemäuer nicht, in dem es durch zu viele Ritzen und Sprünge im Mauerwerk zog.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1256" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 24 Apr 2023 20:29:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/IMG_4234.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fallobstfall</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri02</link>
      <description>Wenn der Tod einfach mal der Anfang ist.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Paranormal Cosy Crime"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Was, um Himmels Willen, ist das für ein Geruch?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Granny Smith kannte sämtliche Gerüche, die es in ihrer Zucker-Küche zu riechen gab. Immerhin werkelte sie dort täglich, seit sie die kleine Fudge-Manufaktur von ihrer Mutter übernommen hatte. Und dieser gehörte auf keinen Fall hierher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Hmm, das Aroma ist geradezu metallisch ... aber Pfanne und Topf können es nicht sein. Die sind ja aus Kupfer und das hier ist eher ... Oh!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während sie dem unerwünschten Geruch nachgespürt hatte, war ihr Blick suchend umhergeschweift und an einer Gestalt angekommen, die dort auf dem Boden lag, wo sie sich eben erhoben hatte. Einer Gestalt, die mit dem gleichen geblümten Kleid und der weißen Schürze bekleidet war, die auch sie heute Morgen angezogen hatte. Das Einzige, das diese Gestalt definitiv von ihr selbst unterschied, war der große Fleck anscheinend bereits getrockneten Blutes, der das silbrige Grau ihrer Haare am Hinterkopf verunzierte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Bei meiner Seele, bin ich das?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Granny beugte sich zu der still Daliegenden hinunter und fragte sich dabei, warum sie keinerlei Angst verspürte, ja nicht einmal den Wunsch, diesen Ort zu verlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wozu sollte es nützen, wegzulaufen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , brachte sie sich schließlich zur Räson.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wenn ich mich von außen sehen kann, ohne dafür mit den Pilzen aus Mutters Vorrat eine Astralprojektion zu benutzen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht mehr unter den Lebenden weile, doch recht groß.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber eigentlich war das nur die halbe Wahrheit. Tief in sich hoffte Granny, dass diese Person dort nicht sie wäre, auch wenn dies noch so abwegig erschien. Denn diese lag mit dem Gesicht auf dem Boden. Also war es nicht möglich, es zweifelsfrei festzustellen. Genug, um sich der Hoffnung hinzugeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann aber gab sie sich einen Ruck und fasste die Person an der Schulter, um sie umzudrehen. Als ihre Hand aber durch die Gestalt hindurchfuhr wie durch ihren besten Fudge im Softball-Stadium, gab sie ein entmutigtes Seufzen von sich. Das hieß, sie hätte es von sich gegeben, wenn sie noch einen Körper gehabt hätte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ein echter Geist heult nicht
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , erinnerte sie sich an eine Redensart ihrer Mutter.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Jetzt weiß ich auch, wie sie das gemeint hat. Ohne Stimmbänder auch kein Heulen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie ließ sich vollends zu Boden sinken und starrte mutlos auf das schwarz-weiße Karomuster der Fliesen. Da bemerkte sie etwas, das vorher durch ein Sideboard ihrem Blick entzogen gewesen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Stück vom Kopf der nur allzu bekannten Gestalt lag die schwere gusseiserne Pfanne, die ihre Mutter früher immer verwendet hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Was hat die denn dort zu suchen? Die habe ich doch schon seit Ewigkeiten nur noch zur Dekoration auf dem Tischchen zu stehen, weil die Kupfer-Pfanne einen viel besseren Geschmack ergibt. Das schwere Ding hat ja sogar die Aufhängung überfordert, die Onkel Harvey hier an der ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie stutzte, denn ihr Blick, den sie beim Nachdenken unwillkürlich auf den Gegenstand ihrer Gedanken gerichtet hatte, ging ins Leere. Die von der Tür in den Flur quer über das, einen großen Teil der Wand einnehmende, Sideboard gespannte Kette, an der früher einmal kleinere Töpfe und Pfannen gehangen hatten, war nicht mehr da. Granny streckte sich ein wenig, um vollends um die Ecke des Boards zu schauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Hab ich dich!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie erhob sich wieder und konnte nun zweifelsfrei erkennen, dass die Kette sehr wohl noch vorhanden war. Allerdings hing sie, nur noch an einer Seite befestigt, zum Teil auf dem Board und zum Teil baumelte sie an dessen Stirnseite hinunter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Aber, das macht keinen Sinn. Wieso sollte die Kette nach all den Jahren plötzlich aus der Wand reißen? Es hat ja noch nicht einmal etwas darauf gehangen, nachdem ich bemerkt hatte, dass sich die Verankerung zu lockern begann. Ich wollte nicht Gefahr laufen ...
 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Granny stockte. So, wie sie nun mitten in dem leblosen Körper stand, bot sich ein Bild, das auf fürchterliche Weise einen Sinn machte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die schwere Pfanne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die herausgerissene Kette.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Person, die darunter auf dem Boden lag, mit einer vermutlich tödlichen Wunde am Hinterkopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Man hat mich ermordet!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick hörte sie ein Geräusch und fuhr herum. Doch gleich darauf entspannte sie sich wieder, als sie das leise Kratzen erkannte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Alastair, mein Schatz.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die Glaseinsätze der Tür zur Veranda waren der Kopf und eine Pfote eines Katers erkennbar. Er war groß für eine Katze und sein langes Fell von einem dermaßen tiefen Schwarz, dass es jeden, der ihm zum ersten Mal begegnete, unwillkürlich fröstelte. Auch schienen seine bernsteinfarbenen Augen manchmal geradezu von innen zu leuchten. Mit ihnen blickte er unverwandt auf den Körper und den Geist in der Nische neben dem Sideboard, während seine Pfote ohne Unterlass über die Glasscheibe strich und dabei ein leicht quietschendes Kratzen verursachte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne weiter nachzudenken, ging Granny auf die Tür zu, um ihren Kater einzulassen. Weit kam sie jedoch nicht. Noch bevor sie auch nur an dem Tisch mit vier Stühlen angekommen war, die mitten in der Küche standen, wurde sie aufgehalten. So sehr sie sich auch mühte, sie kam kein Stück näher an den Punkt heran, wo Alastair saß und weiter die Pfote über die Scheibe kratzen ließ. Verwirrt blickte sie an sich hinunter und stellte fest, dass ihr linker großer Zeh sich nicht vom Zeh des Körpers lösen wollte, der still in der Nische liegenblieb.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Damit ist es amtlich. Mein Körper muss tot sein, sonst würde er sich aufrappeln und die Tür öffnen. Dieses Geräusch ist nicht zum Aushalten! Ich muss etwas tun!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Granny ließ sich neben den Füßen ihres Leichnams auf dem Boden nieder und versuchte mit sich steigernder Vehemenz, ihren astralen Zeh davon zu lösen. Sie zog und rüttelte, doch nichts vermochte etwas zu bewirken. Immer wieder schoss ihr Blick zur Verandatür, an der Alastair stoisch sein Kratzwerk vollbrachte. Plötzlich jedoch verharrte er mit erhobener Pfote und blickte mit schräggelegtem Kopf nicht mehr auf die Gestalt am Boden, sondern direkt in Grannys Augen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Kannst du mich etwa sehen, mein Schatz?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie ließ vom offensichtlich sinnlosen Vorhaben, ihren Zeh betreffend, ab und konzentrierte sich mit aller Kraft auf den Kater, dessen Augen immer heller zu leuchten begannen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich bin hier, Alastair. Kannst du ...?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment wandte der Kater sich abrupt von Granny ab, um sich das Fell an seiner Flanke zu putzen. Dann drehte er sich weg von der Tür, wischte dabei mit seinem buschigen Schweif über die Glaseinsätze und stolzierte zurück in den Garten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiteres Mal entmutigt, ließ Granny sich nach hinten sinken, bis sie den sanften Widerstand des Sideboards im Rücken spürte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Rascheln ließ sie aufschrecken. 
Granny ließ ihren Blick hin und her schweifen, doch auf Anhieb konnte sie nichts und niemanden sehen, das oder der dieses Geräusch verursacht haben könnte.
 Zu dem Rascheln gesellte sich ein leises Knarren und Quietschen, das ihr schließlich die Richtung wies, in die sie schauen musste.
 Sie erhob sich, drehte sich ein Stück nach rechts und beobachtete mit ungläubigem Staunen, wie sich durch den schmalen Spalt eines kleinen Oberlichts über ihrem Vorratsschrank etwas schob, das schwärzer zu sein schien als die Nacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine kurze Schnauze, darüber zwei leuchtend bernsteinfarbene Augen, spitze Ohren mit kleinen Puscheln darauf, kamen zum Vorschein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Alastair, herrje, das ist doch viel zu eng. Da wirst du niemals ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch in diesem Augenblick schoben sich seitlich des Kopfes zwei Pfoten durch den Schlitz und Sekunden später flutschte der gesamte Körper des Katers hinterher. Er ließ sich vom Fenster auf den Schrank hinunter und umrundete einige dort stehende Töpfe und das Abzugsrohr des Herdes. An der Einfassung der Abzugshaube angekommen, wand sich der Kater leichtfüßig zwischen allerlei darauf abgestellten Tiegeln und Schälchen hindurch, stieß sich ab und landete mitten auf dem Küchentisch, von wo er auf den Küchenboden direkt zu ihren Füßen sprang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Maut«, gab er zu verstehen und fing an, sich das Fell zu putzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem Satz war Granny bei ihm und ehe sie es sich versah, machte ihre rechte Hand das, was sie in den letzten Jahrzehnten immer getan hatte. Sie legte sie auf Alastairs buschiges, schwarzes Fell und begann, ihn zu streicheln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Mein Schatz, das hätte ich nicht für möglich gehalten!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser hob kurz seinen Kopf und streifte Granny mit seinen leuchtenden Augen. »Griijau«, bemerkte er und fuhr fort, sich zu putzen. »... du denn gedacht, warum von den Leckereien, die du oben auf dem Schrank versteckst, doch immer mal etwas fehlt? Unterschätze nie eine Katze. Dort, wo ihr Kopf hindurchpasst, passt auch ihr gesamter ... Moment, das fühlt sich seltsam an.« Alastair stoppte die Putztätigkeit und fixierte die konsterniert neben ihm sitzende Granny. Er legte seinen Kopf schräg. »Du bist tot, stimmt’s?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit großen Augen und leicht geöffnetem Mund nickte sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hm, dumm gelaufen. Wie ist das denn passiert?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Granny bewegte sich keinen Millimeter und starrte ihren Kater weiter an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay, schade, ich hatte gehofft, dass sich unsere Kommunikation jetzt erleichtert. Versteh mich nicht falsch, aber stell dir mal vor, du würdest nach einer durchjagten Nacht nach Hause kommen und das erste, was passiert, wäre, dass dich dein Mensch mit mindestens fünf grammatikalischen Fehlern im ersten Satz anmiaut. Aber ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du ... du kannst sprechen«, presste Granny zwischen ihren astralen Lippen hervor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und du offensichtlich auch, herzlichen Glückwunsch.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber, was ... ich meine, wie ...?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kommt es, dass wir miteinander sprechen?«, beendete der Kater den Satz für sie. »Ich sagte doch schon: Du bist tot. Das ändert einiges. Irdische Körper können nur in ganz seltenen Fällen mit nichtmenschlichen Wesen kommunizieren, astrale üblicherweise schon. Du musst übrigens nicht aufhören, mich zu streicheln. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich noch diese Staubflusen aus meinem Fell entfernen. Da oben auf den Schränken ist schon seit einer Ewigkeit nicht mehr geputzt worden.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geistesabwesend hob Granny ihre Hand und tat wie ihr geheißen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alastair begann zu schnurren. »Brav. Aber jetzt noch einmal zu deinem Ableben. Wie kommt’s?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich ... weiß nicht«, gab sie zu. »Aber es war auf jeden Fall kein Unfall!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das erscheint mir plausibel.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kannst du mir vielleicht dabei helfen, herauszufinden, wer diese schändliche Tat begangen hat?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Warum nicht? Könnte spannend werden. Aber wenn du gestattest, kümmere ich mich erst einmal um etwas anderes.« Damit machte Alastair einen Satz auf die Arbeitsplatte neben dem Herd. Granny hätte schwören können, dass er ihr von dort mit einem Augen zuzwinkerte, bevor er den Kopf in eine Schale senkte und hingebungsvoll begann, die dort für die heutige Fudge-Produktion bereitgestellte Sahne aufzuschlecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Apr 2023 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Fallobstfall.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mit der Nase eines Wolfs</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri01</link>
      <description>Frischer Wind kommt manchmal aus unerwarteten Richtungen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Paranormal Cosy Crime"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war ein schöner Tag, um Ungeziefer zu vernichten. Die Sonne stand strahlend am Himmel. Kaum getrübt durch einzelne Schäfchenwolken, schüttete sie ihr goldenes Sommerlicht über das idyllische kleine Tal im grünen Mittelengland. Dort, am Rand des malerischen Dörfchens Lovebury, lebte der alte Werwolf Archibald Howl in einem Cottage und züchtete Rosen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/mit-der-nase-eines-wolfs/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Apr 2023 18:41:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/mit-der-nase-eines-wolfs.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>April 2023: Paranormal Cosy Crime</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri</link>
      <description>Was ist Paranormal Cosy Crime?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         April 2023: Das phantastische Genre "Paranormal Cosy Crime"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Manche werden jetzt sagen: "Paranormal verstehe ich ja, aber was bitteschön ist 'Cosy Crime'?" Daher also erst einmal ein kleiner Exkurs zu Wikipedia &amp;amp; Co.: Es handelt sich um eine Art Gegenentwurf zu actiongeladenen Mord-Schockern, in dem viele treibende Elemente wie Sex oder auch die Morde selbst nicht im Vordergrund stehen und auch die Erzählweise eher langsam gehalten ist. (s.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cosy-Krimi" target="_blank"&gt;&#xD;
    
          hier
         &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          ) Da es sich um eine recht kleine Nische der Literatur handelt, gibt es keine Unmengen an Material dazu (jedenfalls konnte ich sie nicht finden), aber z.B. eine englische Bloggerin hat
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://florasmusings.com/cosy-paranormal-mystery-stories-another-favourite-genre/" target="_blank"&gt;&#xD;
    
          hier
         &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          noch ein paar Gedanken dazu geteilt. 
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeit für ein praktisches Beispiel:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viele von euch werden sie sicherlich kennen - Miss Marple, die von Agatha Christie ersonnene, unermüdliche und scharfsinnige Hobby-Detektivin, die seit Anfang des letzten Jahrhunderts die verschiedensten Kriminalfälle löste. Dazu gehörte auch immer eine in gewisser Weise muckelige Atmosphäre, die aber oft auch eine morbide Note aufwies. Und jetzt stellt euch einmal vor, dass Mr. Stringer gar kein Bibliothekar wäre, sondern ein großer weißer Hase, den außer ihr niemand sehen könnte. Und schon sind wir mitten im Thema: Paranormal Cosy Crime.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dieses Unter-Genre der Kriminalliteratur lädt also dazu ein, das Phantastische auf vielfältige Weise in den Alltag der ProtagonistInnen zu lassen. Vielleicht ist die Hauptperson ein Geist? Oder es kommen Tiere darin vor, die menschlichen ErmittlerInnen behilflich sind? Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass diese Art von Geschichten eher in unserer Welt spielt, aber ich würde mich nicht wundern, wenn sich eine Wichtelin in einer fernen Fantasywelt dazu aufmachen würde, die Enthauptung Ihres Nachbars - eines Gartenzwergs - aufzuklären. Vielleicht kommen sogar Drachen darin vor.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich bin gespannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 03 Apr 2023 07:00:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pacocri</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Kachel+Paranormal+Cosy+Crime.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Eine Bitte</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/dystopie03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Space Opera"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ehrlich, ich gehöre nicht zu denen, die auch in der größten Katastrophe noch das Positive sehen und schon gar nicht in der Apokalypse. Ich gehöre zu denen, die dem Glück misstrauen und die immer – immer – das Haar in der Suppe finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber –
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drachen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie bringen mich zu dieser Geschichte …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Hallo in die Ferne –
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           so könnte ich wohl beginnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1232" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Mar 2023 11:38:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/dystopie03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/signal-2023-03-25-211125_002.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hebelwirkung</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/dystopie02</link>
      <description>Was tut man nicht alles, um nicht und er Pfeife geraucht zu werden.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Dystopie"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Herr Mario, das ist aber schön, Sie wiederzusehen. Ich hatte schon gar nicht mehr mit Ihrem Besuch gerechnet.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nicke der Frau von der Arbeitsvermittlung mit derselben freudigen Überraschung zu, die sie zu empfinden scheint. Immerhin hatte ich selbst kaum noch damit gerechnet, sie wiederzusehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie blickt auf ihr Display, das soeben aufgeblinkt hat. »Oh, was für ein Zufall. Eben haben mir meine beiden nächsten Termine abgesagt. Dann hätten wir sogar die Gelegenheit, unser Gespräch ein wenig auszuweiten.« Damit blickt sie mich erwartungsvoll an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kenne diese Frau kaum – hab sie tatsächlich nur ein einziges Mal getroffen, als ich nach meiner Digitalisierung herausfinden musste, dass mein bisheriger Arbeitsvertrag in der analogen Welt das beinhaltete, was sie so treffend als »Fleisch-Klausel« betitelte. Nämlich die Tatsache, dass der Vertrag unter der auflösenden Bedingung stand, dass ich einen Körper aus Fleisch und Blut besäße, den ich regelmäßig in einen Bürokomplex bewegte, um dort in einer wenige Quadratmeter großen Zelle das zu tun, was man schon seit über hundert Jahren auch von jedem anderen Ort auf diesem Planeten tun konnte, der einen Netz-Zugang besaß. Wobei diese Orte inzwischen, bezogen auf den gesamten Planeten, tatsächlich eher geringes Ausmaß haben, weil sie sich ja in einer Sphäre befinden müssen – gigantischen Habitaten aus Graphen und Polymeren, die die Menschheit von den schon vor Jahrzehnten vollkommen außer Kontrolle geratenen Umwelteinflüssen abschirmen. Und da auch die Sphären schon seit einiger Zeit sowohl von der Platzkapazität als auch von den dort produzierten Ressourcen kurz vor dem Kollaps stehen, wurde diese schöne, neue – digitale – Welt erfunden, in die sich alle diejenigen hochladen lassen konnten, denen aus verschiedenen Gründen ein analoges Dasein nicht mehr möglich war. Mein Grund hatte nicht in mir selbst gelegen. Es war meine Freundin Pêche gewesen. Bei ihr war ein seltener Gendefekt diagnostiziert worden, der sie für die in den äußeren Bereichen der Sphäre grassierenden Infektionskrankheiten besonders anfällig machte. Und da ich weder riskieren wollte, dass sie nach einer Infektion vom Umwelt-Service aufgegriffen und auf die Insel verfrachtet wurde – einem Ort, von dem noch niemand je wieder zurückgekehrt war – noch sie allein in die Ungewissheit des digitalen Lebens hatte gehen lassen wollen, hatten wir diesen Schritt zusammen getan. Und dann war der Schock mit meinem Job gekommen, der mich letztendlich hier bei der Arbeitsvermittlung landen ließ.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Die Tatsache, dass Sie nun wieder hier sind, lässt mich vermuten, dass sich an Ihrer Job-Situation nicht wirklich etwas geändert hat. Wie ist es Ihnen denn in der Zwischenzeit ergangen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unwillkürlich gebe ich ein Schnauben von mir. »Ich habe mir Ihren Rat zu Herzen genommen, bis zu unserem nächsten Termin möglichst kostensparend zu existieren. Allerdings bin ich bei der Umsetzung ein wenig übers Ziel hinausgeschossen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Inwiefern?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nun ja, nachdem ich festgestellt hatte, dass die gebuchten Sicherheitsmechanismen den größten Kostenfaktor darstellten, habe ich diesen reduziert.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie hebt ihre rechte Hand vor den Mund und haucht zwischen den Fingern hindurch: »Aber doch hoffentlich nicht bis ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Doch«, bestätige ich und hebe meine Schultern. »Ich bin bis auf die Freeware-Firewall gegangen und dann prompt von irgendwelchen Kids gehackt und übernommen worden.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und dann?«, fragt sie mit großen Augen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich nehme mal an, es hätte schlimmer kommen können. Aber für mich war es schon schlimm genug. Die haben mich als Spielfigur in ein Jump-and-run-Spiel hineingeworfen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach je!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Es hat erst einmal eine Weile gedauert, bis mir klar geworden ist, wo ich überhaupt bin.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und sind Sie bis dahin gestorben?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mehr als einmal«, bestätige ich nickend. »Letztendlich war es auch der Respawn, der mich auf die Idee mit dem Spiel gebracht hat. Immerhin bin ich ja selbst Programmierer und hatte natürlich in meiner Jugend schon die eine oder andere Adaption dieses Klassikers quasi als Fingerübung erstellt. Eigentlich war es schon fast witzig, dass die mich in eine Welt transferiert haben, die meinen Namen trägt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »War der Weg hinaus aufgrund ihres Wissens dann also einfach?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie man’s nimmt. Zuerst habe ich versucht, in den kurzen Pausen bis zum Wiederauftauchen, nachdem ich gestorben war, aus der Schleife auszubrechen. Das hat aber nicht funktioniert. Also habe ich mich darauf konzentriert, zumindest das erste Level abzuschließen, um an einem Punkt zu landen, von dem ich in verschiedene Richtungen weitergehen könnte. Dort ist es mir gelungen offline zu gehen, aber da ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei meinen letzten Worten verliert das Gesicht der Frau die Farbe und sie macht eine herrische Geste, die mich verstummen lässt. Ich öffne meinen Mund, um sie nach dem Grund zu fragen, doch sie legt einen Zeigefinger auf ihre Lippen, während ihre Augen von einer Seite zur anderen huschen. Dann verschränkt sie die Finger ihrer Hände und macht mit ihnen eine komplizierte Geste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem Mal verstummen alle Geräusche um uns herum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verdutzt blicke ich mich um und stelle fest, dass sich eine schillernde Blase gebildet hat, die uns umschließt. Ganz oben darin schwebt ein Countdown, der in Sekunden von fünf Minuten herunterzählt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »So, jetzt können wir ganz offen reden«, bemerkt sie mit einem Ausdruck auf ihrem Gesicht, den ich nicht so recht deuten kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ähm ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich habe uns eine Zeitblase geschaffen, die alles, was wir darin besprechen, nach außen abschirmt. Nicht einmal die Federal Urbanisation Administration hätte darauf Zugriff.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich gebe ein anerkennendes Pfeifen von mir. »Alle Achtung. Meinen Sie, dass das notwendig ist?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nun ja, es kann einerseits nicht schaden. Aber andererseits habe ich das Gefühl, dass Sie mir gleich etwas erzählen werden, das weitere Erklärungen notwendig macht.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kann es sein, dass das Offline-Gehen nicht so abgelaufen ist, wie Sie es sich vorgestellt hatten?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Stimmt ... auch wenn ich gar nicht gewusst hätte, wie ich es mir überhaupt vorstellen soll.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Beim echten Offline-Gehen würden Sie überhaupt nichts merken. In der Zeit, die Ihre Algorithmen abgeschaltet sind, gibt es natürlich auch keine Empfindungen. Daher wäre es für Sie so, als wäre zwischen Ab- und Anschalten keine Zeit vergangen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das war definitiv anders. Auch wenn ich weder etwas sehen, noch etwas hören und eigentlich auch keine Schmerzen oder so fühlen konnte, hatte ich ein Gefühl dafür, dass Zeit verstrichen ist. Und ich hatte den Eindruck, dass mein Selbst gezogen und gedehnt und in alle möglichen Richtungen gedreht würde.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dann muss es wohl das Offf gewesen sein – wohlgemerkt mit drei ‘F’.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und was macht das?«
Erneut wird die Frau blass. Sie räuspert sich umständlich und es hat den Anschein, dass sie nicht sicher ist, ob sie überhaupt weiter mit mir darüber reden möchte. Doch dann scheint sie sich innerlich einen Ruck zu geben. »Zuallererst kann ich Sie beglückwünschen, denn außer Ihnen ist die Rückkehr meines Wissens nach nur einer einzigen Person geglückt.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich sehe sie mit gerunzelter Stirn an.
Sie wirft einen Blick auf den Countdown und fährt fort. »Es hat sich in gewissen Kreisen herumgesprochen, dass die Analogen uns Digitale durch eine perfide Masche in ihre Welt ziehen können.«
»Aber was stellen sie denn dann mit unseren Daten an?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frau atmet tief ein und aus. »Sie machen eine Droge aus uns.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »What?!«
»Sie haben ganz richtig gehört. Soweit wir informiert sind, werden die digitalen Entitäten, die sie ins Offf ziehen, zuerst gevierteilt und dann für Geld an analoge Konsumenten verkauft, die sich einen Kick daraus holen, wenn unsere Daten vergehen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich nicht bereits sitzen würde, dann wäre ich in diesem Augenblick sang- und klanglos umgefallen. »Das ... das können die doch nicht machen«, krächze ich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sie können und sie haben es auch schon.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dagegen muss man doch etwas tun!«, fahre ich auf. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie blickt ein weiteres Mal nach oben. »Gleich ist die Zeit um. Nur noch eins: Wie haben Sie es geschafft, dem Offf zu entkommen?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Gar nicht ... ich meine, nicht von allein. Da waren vier Leute. Eine alte Frau, zwei jüngere, eine blond, die andere dunkelhaarig. Und ein breitschultriger Mann. Sie haben gesagt, dass sie mich befreien konnten. Die Dunkelhaarige hat mir dann das gegeben.« Damit ziehe ich aus meiner Jackentasche ein dreieckiges Stück Plastik mit irisierender Oberfläche, das ich inzwischen als Gitarren-Plektrum identifiziert habe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als die Frau es sieht, breitet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. »Dann schlage ich vor, dass Sie sich auf schnellstem Weg zu dem Ort begeben, den man Ihnen dazu genannt hat. Ich bin mir sicher, dass Ihre Bewerbung dort auf offene Ohren stößt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Mar 2023 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/dystopie02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Wurm im System</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/dystopie01</link>
      <description>Manchmal ist einem so gar nicht nach Lachen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Dystopie"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben uns in der öffentlichen Bibliothek verschanzt. Draußen machen die Smileys Party, hier drinnen ist die Stimmung angespannt. Ich weiß nicht, wie lange wir durchhalten können, bis sie uns lachend stürmen werden. Lebensmittel sind knapp, wir verteilen das Wenige, das wir haben, gerecht unter allen, Alt und Jung. Ja, wir haben tatsächlich noch ein paar Alte hier. Außerhalb der luxuriösen Resorts, in denen die Reichen leben, gibt es so gut wie keine mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/der-wurm-im-system/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Mar 2023 17:13:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/dystopie01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aufklärungsflug Nr. 9</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spaceopera03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Space Opera"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemeinsame Vorbemerkung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist das erste Mal seit diese Crew sich vor neunzig Jahren zusammenfand, dass wir tatsächlich einer Meinung sind. Damals sind einige von uns nur widerstrebend und unter großen Zweifeln dem Angebot gefolgt, die Erde zu verlassen, andere waren schon längst gegangen. Und auch wenn viele der dann folgenden Ereignisse und Entwicklungen unsere Befürchtungen bestätigt haben, so erfüllen uns unsere Zweifel und die Sehnsucht nach dem Planeten, der uns über Jahrtausende Heimat war, doch weiter mit Schwermut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1206"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Feb 2023 17:09:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spaceopera03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bumm</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spaceopera02</link>
      <description>Manchmal ist die Weite des Alls noch lange nicht das größte Mysterium.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Space Opera"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Captain Bates sah auf das Display seines Schiffs und konnte den orangeroten Punkt sehen, der sich langsam näher an seine Position heranbewegte. Das war es also, was sie gesucht hatten: eine einzelne Sonne und ein Zwergplanet – das Letzte, was von der ehemaligen Proxonius-Galaxie übrig geblieben war. Diese Galaxie am äußersten Rand des erforschten Weltraums war lange Zeit nicht besonders beachtet worden. Zu lange, wie sich inzwischen herausgestellt hatte. Denn so war das allmähliche Verschwinden der Planeten und Sterne nicht aufgefallen. Und nun war es wohl zu spät.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Die WRAK haben ganze Arbeit geleistet«, kam es von Commander L’val, seiner Wissenschaftsoffizierin. »Alles leer. Und wenn die Berechnungen stimmen, dann haben sie es tatsächlich dadurch zustande gebracht, dass sie alles in die Sonne gestoßen haben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie lange noch, bis es zur Supernova kommt?«, wollte Bates wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Der aktuellen Berechnung nach eine Stunde und 42 Minuten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Erklären Sie mir bitte noch einmal für astrophysische Laien, was dann passiert. Das war der einzige Kurs auf der Akademie, den ich mit Pauken und Trompeten versemmelt habe.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           L’val schaute ihn überrascht an. »Und ich dachte, Sie wären ein Wunderkind, das alles im Schlaf durchgezogen hat. Aber egal, wenn der Zwerg auf der Bahn, in die ihn die WRAK versetzt haben, von der Gravitation der Sonne angezogen wird und hineinstürzt, dann wird der Rote Riese zur Supernova und löscht damit den ohnehin leeren Raum bis auf ungefähr 0,1 Lichtjahre Entfernung zu uns aus.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und dann?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was meinen Sie?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, wozu soll das gut sein?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist mir ehrlich gesagt auch schleierhaft. Ich hatte gehofft, dass wir letztendlich hier ... oh.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bates wandte den Blick vom Screen ab und schaute L’val an, doch diese war komplett ins Studium der Daten vertieft, die ihr Pad offensichtlich gerade lieferte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber das kann doch ... es kann doch nicht ... das könnte ja bedeuten ...« Sie blickte auf, die Augen weit aufgerissen. »Wenn diese Werte hier stimmen, dann weiß ich, was die WRAK bezwecken. Sie scheinen in einer anderen Dimension das gleiche Spiel zu spielen. Entsprechende Gravitationswellen werden mir hier mit einem Ursprung im Nichts angezeigt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und dann?«, wollte Bates erneut wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich kann es mir nur so erklären, dass sie auf diese Art und Weise eine Passage zwischen den Dimensionen erschaffen wollen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ein transdimensionales Wurmloch?! Heilige Scheiße!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber ...«, begann L’val und Bates griff wie ein Ertrinkender nach dem rettenden Seil.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Bitte sagen Sie, dass es eine Möglichkeit gibt, das zu verhindern. So, wie wir die WRAK bisher kennengelernt haben, holen sie sich Verstärkung aus dieser Dimension und werden uns damit überrennen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass es bei der Aktion auf ein präzises Timing ankommt. Deswegen haben sie den Zwerg noch übrig gelassen. Vermutlich ist es auf der anderen Seite ähnlich.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und inwiefern hilft uns das weiter?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           L’val musste schlucken, bevor sie antworten konnte. »Weil wir den Zeitplan durcheinanderbringen können. Wenn die Explosion hier früher stattfindet als drüben, dann wird sich die Passage sicher nicht bilden.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und wie«, begann Bates, schüttelte dann aber den Kopf. »Vergessen Sie die Frage. Unser Schiff muss das tun. Die Antimaterie in unseren Reaktoren wird die Supernova auslösen. Das ist eins der wenigen Dinge, an die ich mich aus dem Astrophysik-Kurs erinnere. Eine Simulation, die genau das gezeigt hat. Der Knall hat mir gefallen.« Er seufzte und schaute in die Runde. »Sie wissen, was Sie zu tun haben. Allemann in die Shuttles und Fluchtkapseln. Natürlich auch alle Frauen. Und keine Widerrede. Sie bringen sich in Sicherheit und ich sehe zu, dass ich die Sicherheitsmechanismen des Warp-Antriebs ausschalte und mit nem ordentlichen Knall gehe.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seine Crew brauchte einen Moment, um sich zu sammeln, aber dann begannen sie, den Plan umzusetzen. Sie evakuierten das Schiff mit Fluchtkapseln und flogen zu einem sicheren Abstand von der Sonne. Bates blieb allein zurück, um das Schiff direkt in die Sonne zu lenken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als er das Schiff direkt im Kern des Gestirns aus dem Warp fallen ließ, konnte er für ein paar Sekunden spüren, wie die Hitze und Strahlung sein Schiff durchdrangen. Er schloss die Augen und dachte an seine Crew, die hoffentlich überleben würde. In dem Moment, als die Sonne in einer gewaltigen Explosion auseinanderbrach wurde er plötzlich von einem hellen Licht umgeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bates öffnete die Augen und stellte zu seinem Erstaunen fest, dass er nicht tot zu sein schien. Vielmehr schwebte er in einer irisierenden aber ansonsten undurchsichtigen Sphäre, die mit atembarer Luft gefüllt war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Captain Bates«, erklang eine ätherische Stimme in seinem Kopf. »Sie haben Großes vollbracht. Durch Ihre Geistesgegenwart und Opferbereitschaft ist es Ihnen gelungen, das Portal in die Chaos-Dimension kollabieren zu lassen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oh, Mann«, krächzte er. »Hättet ihr nicht eine halbe Stunde früher auftauchen können? Und wer seid ihr überhaupt?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sphäre wurde durchsichtig und so konnte Bates erkennen, dass sich um sie herum zwölf Gestalten von annähernd menschlicher Statur gruppiert hatten, deren Umrisse sich jedoch in einem permanenten Fluss befanden. Eine der Gestalten leuchtete sanft auf, als er in sich erneut die Stimme wahrnahm. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wir wären gern zu Hilfe gekommen, denn das ist das universelle Ziel der Bewahrenden. Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass keine Spezies das Gleichgewicht der Kräfte stört. Jedoch hätten wir dies nur vollzählig tun können. Dreizehn ist die Zahl und wir hatten leider den Verlust von eins Bewahrenden zu beklagen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das tut mir leid.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »In deiner Person und selbstlosen Tat haben wir allerdings alle Anlagen entdeckt, die für eins Bewahrende essenziell sind. Daher möchten wir dir das Angebot unterbreiten, von nun an mit uns zu kommen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bates musste nicht lange nachdenken. Er hatte seiner Karriere alles geopfert. Freunde, eine Partnerin oder sogar Kinder hatte er nie wirklich gebraucht. Auch die Crew seines nun verdampften Schiffes hatte in ihm immer nur den Captain gesehen – und selbst sie hielten ihn inzwischen für tot. »Was muss ich dafür tun?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nur geschehen lassen. Wir initiieren das Corpoforming und danach bist du eins von uns.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, dann los.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eins noch«, meldete sich die Stimme noch einmal. »Wir haben festgestellt, dass es in eurer Spezies festgelegte Geschlechter gibt. Bewahrende sind aber generell genderfluid. Das bedeutet, dass du zukünftig auch mit einer weiblichen Seite deiner selbst in Kontakt kommen wirst.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bates lachte kurz auf. »Als Captain eines Raumschiffs hat man keine weibliche Seite.« Dann stahl sich ein Lächeln auf seine Züge. »Aber wie heißt es so schön in unserem Wahlspruch? ‘Wir gehen tapfer dorthin, wo noch nie ein Mann zuvor gewesen ist.’«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 21 Feb 2023 15:13:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spaceopera02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Root, Snow &amp; Thorn</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spaceopera01</link>
      <description>Wir sind Groot!</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Space Opera"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich will von einer alten Frau erzählen, die sich und den Wald in ein Raumschiff verwandelt hat. Oder verwandelt haben wird? Es war einmal … oder es wird einmal sein … ein Raumschiff namens Root, frisch gebaut, gewachsen, behext. Es war einmal ein Wald voller Märchen, von der Wirklichkeit ausgebaggert, es war einmal … Schneewittchen und die sieben Zwerge. Dornröschen und ihr Prinz. Snowwhite, jetzt nur noch Snow genannt. Dornröschen, die Thorn gerufen werden will. Stachel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/root-snow-thorn/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Feb 2023 17:03:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/spaceopera01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/root-snow-and-thorn.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Trolle tanzen Tango</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen03-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Märchen" - Am 5. Montag geht's ab in den Märchenwald
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor langen, langen Zeiten, als die Wälder noch weit und tief und voller Geheimnisse waren, da lebten dort auch die Trolle. Wer sich in den Rauhnächten nach Dunkelheit in den Wald wagte und sich vorsichtig einer der Lichtungen näherte, auf denen die Trolle sich in jenen Nächten versammelten, konnte ein ganz besonderes Ritual beobachten. In meiner Familie ist eine Geschichte aus diesen Zeiten überliefert. Wir wissen längst nicht mehr, wer das Geschehen in jener längst vergangenen Rauhnacht beobachtet hat, aber das ist die Geschichte von tanzenden Trollen und wie sie erzählt wird:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der Tango muss getanzt werden.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1181" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Jan 2023 09:33:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen03-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das tapfere Käferlein</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen02-2</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Märchen" - Am 5. Montag geht's in den Märchenwald
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Es war einmal
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           zu einer Zeit, als die Geschichten noch lebendig waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da lebte in einem großen Wald ein gewaltiger Riese. Der Wald war düster und dicht und nur die knorrigsten Bäume wuchsen dort. Der Riese war niederträchtig und gemein. Und wie es mit Riesen nun einmal ist, so war alles an ihm riesig – auch sein Appetit. Doch im Wald fand er nichts, was diesen Appetit lange stillen konnte. Er fraß die Tiere, entwurzelte Baum um Baum, selbst die Waldgeister verschonte er nicht. Aber sein Appetit wuchs immer weiter und wurde zu einem ausgewachsenen Hunger, der ihn tagein tagaus brüllen ließ, sodass sich keiner der Menschen, die in den Dörfern ringsum lebten, mehr getraute, auch nur am Waldrand nach Feuerholz zu suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch an einem Tag, als der Wind für ihn günstig stand, trug die Luft ihm die Gute-Nacht-Geschichte einer Bäuerin für ihre neun Kinder zu. Und da fühlte sich der Riese mit einem Mal so gesättigt, dass er sogar das Schreien vergaß. Aber wie es eben mit Riesen ist, so war auch seine Gier riesig. Also ließ er einen Zauberer samt seiner Familie rauben und drohte ihm, er werde seine Frau und auch die Kinder verspeisen, wenn dieser ihm nicht einen Zauber wob, der die Geschichten der Menschen stahl, sobald sie ausgesprochen wurden, und zu ihm brächte, dass er sich an ihnen laben konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter Jammern und Klagen begab der Zauberer sich in eine Höhle, wo er sieben Tage und sieben Nächte lang das Gespinst des Äthers wob, es band und formte, wieder verwarf und von Neuem begann, bis er schließlich den Zauber angefertigt hatte, den der Riese begehrte. Er ging hin zu ihm und berichtete. Als der Riese es ihm befahl, da wirkte der Zauberer seine Magie und sofort schwärmten bunt schillernde Fliegen nach überallhin aus, saugten sich landauf landab an den Geschichten fest, kaum dass sie erzählt wurden, und brachten sie in die Festung des Riesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser tat sich an einigen von ihnen gütlich, die anderen aber hortete er an einem dunklen Ort. Er hielt sein Versprechen, die Familie des Zauberers nicht zu verspeisen. Stattdessen fraß er den Zauberer. Die Frau und die Kinder aber mussten ihm dienen bis an ihr Lebensende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da kam eine große Trauer über die ganze Welt, denn ohne Geschichten fanden weder Kinder noch Alte Trost im Leben. Auch die Geschichten in ihrem dunklen Verlies trauerten, denn sie hatten Angst davor, vom Riesen gefressen zu werden. Aber viel stärker als ihre Angst noch, war die Trauer über die Leere, die sie in den Menschen spürten, denen sie genommen worden waren. Doch selbst wenn eine von ihnen es schaffte, dem Verlies zu entkommen, so konnte sie nicht den vom Zauberer um die gesamte Festung auf den Boden gemalten Bannkreis zu überschreiten. Und wenn sich ein tapferer Jüngling oder eine mutige Maid aufmachte, die Geschichten zu befreien, dann verirrten sie sich im dichten Geflecht des Unterholzes und verhungerten – wenn sie nicht vom Riesen gefunden und gefressen wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da begab es sich, dass ein kleiner schwarzer Käfer mit seinen sechs Brüdern vom Wind in die Festung des Riesen getragen wurden. Dort hörte er das Klagen der Geschichten und es rührte ihn so an, dass er den Plan fasste, zumindest ein paar der Geschichten wieder zurück zu den Menschen zu bringen. Denn der Zauberer hatte in seinen Bannspruch eine List gewoben. Eine Geschichte, die es einmal schaffte, dem Riesen zu entfliehen, würde nie wieder in seinen Bann geraten. Und so krabbelte der Käfer bis in das Verlies, wo sich auf seinen schwarzen Flügeln je eine Geschichte als kleiner roter Punkt niederließ. Dann konnte er selbst direkt unter den Augen des Riesen hinausfliegen, denn dieser war farbenblind. Und hoch in der Luft überwanden sie zusammen sogar den Bannkreis, denn dieser wirkte nur auf der Erde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So also kamen die Geschichten zurück zu den Menschen. Und die Käfer wurden fortan Märchenkäfer genannt, denn sie bringen uns immer noch Geschichten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Versuch es doch einmal selbst. Geh in einen Wald und such dir den knorrigsten aller Bäume aus – vielleicht sogar einen, der fast schon ein Gesicht hat. Lehn dich an ihn, schließe deine Augen und denke fest an Märchen. Und wenn du dann ein Kitzeln auf der Nasenspitze fühlst, öffne nicht sofort die Augen, sondern warte noch eine Weile. Vielleicht war es ein Märchenkäfer, der dir eine Geschichte gegeben hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 Jan 2023 09:26:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen02-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Geschenk</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen03</link>
      <description>Und was, wenn der Himmel ein Meer wäre?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Märchen"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war einmal, in Zeiten, die längst nur noch Geschichten sind, eine Seefahrerin, die Kapitänin der Sheldrake. Wenn du magst, mach es dir gemütlich und ich erzähle dir eine Geschichte von ihr:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kea lachte, als die Gischt über den Bug spritzte, ihr mitten ins Gesicht. Komm her, Nirne, sieh dir das an! Wie immer, wenn ihre Tante, die Kapitänin der Sheldrake, sie rief, flitzte Nirne über das Deck. Auch jetzt, während es schlingerte und schaukelte und unter dem Ansturm der Wellen bebte und ächzte. Kea schlang die Arme um sie, drückte sie fest an sich, sodass Nirne auf das Meer schauen konnte. Siehst du das?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich sah Nirne das tosende, schäumende Meer, Wellen, die sich zu Bergen erhoben, bis sie mit dem dunklen Horizont verschmolzen. Die Drachen haben ihren Spaß! Kea schrie gegen das Brüllen der Wellen an. Sie tanzen am Meeresgrund, und das Meer tanzt mit!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1174" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Jan 2023 09:16:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Siehste</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen02</link>
      <description>Mädchen, Drache, Prinz ... is klar</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Märchen"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war einmal zu einer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat. Da lebte im Herzen eines Waldes ein Drache, der das Land ringsum durch sein Gebrüll und die mächtigen Feuerstöße in Angst und Schrecken versetzte. Wann immer er in seiner Höhle heulte, brüllte und stöhnte, verkrochen sich die Menschen in ihren Häusern. Und wenn er sich röhrend und spuckend in die Luft erhob, flohen sie vor ihm, da das auf die Erde niederfallende Feuer in Windeseile ganze Häuser verschluckte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines Tages befahl der Dorfschulze seiner dritten Tochter, zu einer Hexe zu gehen, die in einem Haus am Waldrand lebte, um sie um einen Zauber zu bitten, der die Plage beenden würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, Vater«, sagte das Mädchen. »Schick mich doch bitte nicht dorthin. Vielleicht steckt mich die Alte in den Ofen und ich komm nimmermehr zurück.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wenn das uns hilft, von dem Drachen loszukommen, dann soll es mir recht sein«, gab er zurück. »Deine Schwestern haben ihren Teil zum Wohle unserer Familie beigetragen. Agathe hat den Sohn des Oberhaupts des Nachbardorfs geheiratet und so eine jahrzehntelange Fehde beendet. Bertha ist die Frau des wohlhabendsten Müllers in der Gegend geworden und hat eine reiche Mitgift erhalten. Nur du verschmähst alle jungen Männer, die um dich freien. Dann sei es so. Nimm keinen Mann, sondern tu deinen Teil, indem du den garstigen Drachen zu besiegen hilfst.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also schnürte Cäcilie ihr Bündel und verließ Mutter und Vater, um sich der alten Zauberin anzudienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als sie nach sieben Tagen Wanderung das verwitterte und halb von Ranken überwucherte Haus erblickte, das sich an den mächtigen Stamm einer Schirmföhre lehnte und halb im Schatten verborgen war, wollte sie verzagen.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nein, das getraue ich mich nicht
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , dachte das Mädchen.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wenn es mich schon all meinen Mut kostet, dieses Haus zu betreten, dann will ich lieber direkt zum Drachen gehen und mich ihm anbieten, wenn er unser Dorf fürderhin verschont.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick öffnete sich die Tür, und eine kleine Frau, die mit dem Fell eines Wolfes bekleidet war, trat heraus. Als sie Cäcilie erblickte, brach sich ein warmes Lächeln auf ihrem Gesicht Bahn und sie winkte das Mädchen zu sich. »Ah, Kind, da bist du ja. Komm hinein, der Klah ist schon fertig.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überrascht folgte Cäcilie den Worten der Alten und setzte sich wenig später an einen aus dem Boden gewachsenen Tisch, auf dem ein dampfender Krug stand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Auf dein Wohl«, sagte die Alte und prostete ihr mit dem eigenen Krug zu. Dann nahm sie einen Schluck und seufzte zufrieden. »Keine Angst, Kind. Das ist nur ein Aufguss aus Baumrinde und getrockneten Pilzen. Gut, wenn man eine lange Reise hinter sich und eine vielleicht noch längere vor sich hat.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Cäcilie nahm einen Schluck und war erstaunt über den Geschmack. Anstatt bitter zu sein, war das Getränk süß, würzig und sättigend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich bin Alma«, sagte die Frau. »Und mit wem habe ich das Vergnügen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich bin Cäcilie.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Es freut mich, dich kennenzulernen. Und nun erzähl mir, was dir auf dem Herzen liegt, Kind.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und Cäcilie begann zu erzählen. Vom Drachen, von ihrem Dorf und von ihrem Vater, der sie geschickt hatte, um die Plage zu beenden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alma musterte das Mädchen, dann nickte sie mit einem Glitzern in den Augen. »Also wirst du es sein, die das Blatt wenden wird. Wohlan denn. Lass uns den Talisman erschaffen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sieben Tage und sieben Nächte lang ging Cäcilie mit Alma auf die Suche nach einem herzförmigen Stein, der im Bett eines kristallklaren Baches zu finden sein würde. Sie sammelte Kräuter und trug alles zusammen in einem Leinensäckchen über ihrem Herzen, wenn sie schlief. Und in einer Vollmondnacht schnitt Alma dem Mädchen eine Locke ihres Haares ab. Sie wickelte sie um den Stein, dann benetzte Cäcilie ihn mit einer Träne und einem Tropfen ihres Blutes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Es ist vollbracht. Nimm diesen Talisman in deine linke Hand und geh in den Wald. Sag kein Wort und lasse dich von dem Raben führen, dem du begegnest. Er bringt dich zu einer Lichtung, an der die Höhle des Drachen liegt. Hab keine Furcht, denn der Talisman wird dich beschützen, wenn er kommt. Und dann tu, was dein Herz dir sagt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Cäcilie tat wie ihr geheißen und machte sich sofort auf den Weg. Stunde um Stunde ging sie in den Wald hinein, bis sie nicht mehr wusste, wie sie zurückkommen würde. Da setzte sich das Mädchen auf einen von der Sonne beschienenen Stein und öffnete vorsichtig die Finger um den Talisman. Als ein Strahl der Sonne darauf fiel, hörte sie über sich das Krächzen eines Raben. Sie schaute auf und blickte in die klugen Augen des Vogels, der zu ihr heruntergeflattert und vor ihr auf dem Boden gelandet war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast hätte Cäcilie ihn angesprochen, aber dann erinnerte sie sich wieder an Almas Worte. Also blieb sie stumm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach einer Weile nickte der Rabe und flog auf. Während er langsam weiter in den Wald hinein flog, rief er krächzend nach ihr und sie folgte – den Talisman wieder fest in ihrer Hand verschlossen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als die Sonne schon tief über den Baumwipfeln stand, erreichten sie die Lichtung, wo auf der anderen Seite der große, dunkle Eingang zu einer Höhle zu erkennen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rabe ließ sich auf dem Boden davor nieder und bevor Cäcilie es sich versah, stieß er einen durchdringenden Ruf aus. Dann schüttelte er seine Federn, flog auf und verschwand im Zwielicht zwischen den hohen Stämmen der Bäume.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mädchen tat ein paar Schritte bis zu dem Punkt, an dem der Rabe gelandet war. In diesem Augenblick hörte sie aus den dunklen Tiefen der Höhle das Geräusch donnernder Schritte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und schon erschien der Drache. Er brach aus dem Schatten hervor, baute sich vor Cäcilie auf und senkte sein Haupt mit weit geöffnetem Maul auf sie hinab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da streckte das Mädchen ihm den Talisman auf der geöffneten Handfläche entgegen und als seine Zunge ihn berührte, erstarrte die Kreatur, als wäre sie zu Stein verwandelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voller Freude wollte Cäcilie rufen: »Ich habe es geschafft. Der Drache ist besiegt!« Aber doch behielt sie ihr Schweigen. Sie schaute vom Talisman zu dem Ungeheuer, das bewegungslos vor ihr stand. Da bemerkte sie eine winzige Lücke zwischen den Schuppen auf der Brust des Drachens. Sie trat näher und dachte:
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich für dich, du für mich, wir für immer.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Dabei fügte sie den Talisman in die Lücke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment erscholl ein gewaltiges Krachen und der Körper des Drachen zerbarst in tausend Stücke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voller Staunen erblickte Cäcilie in den Trümmern eine wunderschöne, junge Frau mit einer goldenen Krone auf dem Haupt. »Wer bist du?«, formten ihre Lippen, bevor sie sich wieder an ihr Schweigegebot erinnerte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frau lächelte jedoch und sprach: »Ich bin Prinzessin Daike und sollte einen alten Zauberer heiraten, der unser Königreich von einem Drachen befreien wollte, den aber noch niemand je gesehen hatte. Nur die Verwüstung, die er anrichtete, lastete schwer auf uns. Doch ich wollte das nicht. Ich wollte weder ihn noch einen anderen Mann. Also hat mein Vater mich verbannt. Dann hat mich dieser Zauberer gefunden, mir das Herz herausgerissen und mich dazu verflucht, so lange als Drache mein Leben fristen zu müssen, bis mir jemand aus freien Stücken wieder ein Herz gäbe.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da fiel Cäcilie ihr um den Hals und rief: »Dann lass uns zusammen fortgehen, denn auch ich bin hier, weil ich lieber gegen einen Drachen antreten wollte, als mich einem der Männer geben zu lassen, die mein Vater für mich aussucht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann küssten sie sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wenn sie nicht gestorben sind, dann küssen sie sich noch heute.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Siehste-2.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Herzlos</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen01</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Das phantastische Genre "Märchen"
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war einmal …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           … in einem Land neben unserer Zeit, als die Flüsse rein waren und die Luft nach Lavendel und Honig duftete, da lebte ein Mann, der Herzen sammelte. Ein schöner, charismatischer, charmanter Mann, dessen Augen so dunkelblau und weit wie der Nachthimmel schienen und dessen Lippen aussahen, als würden sie nach Marzipan schmecken und alle Lust der Welt bereiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/herzlos/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Jan 2023 20:39:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/maerchen01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Versprechen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/books03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Neil Gaiman - "Books were safer than other people anyway."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Nacht hatte wieder alle Menschen von der kleinen Insel verscheucht. Andra streckte die Flügel und flog von dem Turm hinab. Kaum hatte sie sich von ihrer Drachen- zu ihrer Menschengestalt gewandelt, blickte sie in Elyfs erwartungsvolle Augen. „Was haben sie gesagt?“, platzte die dann auch sogleich heraus. Wie konnte sie dieses Gesicht enttäuschen? Andra blickte von Elyf fort über das dunkle Wasser. Vom anderen Ufer schimmerten Lichter hinüber, warfen schwankende Leuchtspuren über den See. Nichts Hilfreiches, ging Andra durch den Kopf. Doch diese Antwort wollte sie nicht geben. Also blieb nur, was die Harpyien tatsächlich gesagt hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1162" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 26 Dec 2022 20:31:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/books03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Drache03_inFeuer-klein.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>3 - 2 - 1 - keins</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/book02</link>
      <description>Wenn du in eine Bibliothek hineingehst, kommst du manchmal mit viel mehr heraus als du denkst.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Neil Gaiman - "Books were safer than other people anyway."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Annäherungsalarm!«, blökt es in meinem Kopf. »Die Kräfte haben den Sicherheits-Perimeter überschritten!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Verdammt, das ist zu früh!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach außen hin lasse ich mir davon nichts anmerken, denn nur so kann ich es vielleicht doch noch schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im letzten Tropus hat in diesem Quadranten der Meta-Ebene ein Anhänger der Noteks die Regierung übernommen. An und für sich ist an diesen Typen ja nichts Schlechtes. Sie verehren unsere naturgegebene Magie und halten nichts von dem, was die Menschen unten auf der Erde als Ersatz dafür benutzen. Die meisten da unten besitzen ja keine Magie mehr – oder vielmehr sind sie nicht mehr in der Lage, die Magie, die überall um sie herum ist, wahrzunehmen und zu nutzen. Was für ein grausames Schicksal. Wobei, da sie es nicht wissen, ist es vielleicht gar nicht so schlimm. Ein Mann von der Erde, den ich mal getroffen habe, war von Geburt an blind und er hat mir gesagt, dass es ihn nicht stört, nicht zu wissen, wie die Farbe rot aussieht. Also könnte das mit der Magie ja auch so sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So weit, so gut. Die Menschen stecken also in dem fest, was sie als Realität bezeichnen, und haben daher eine intuitive Abneigung gegen Dinge, die sich nicht rational erklären lassen. Daher lehnen sie Vorgänge ab, die sich ihrer Logik entziehen und schaffen stattdessen mit dieser Logik Dinge, die ihnen Aufgaben abnehmen, für die manche von ihnen entweder nicht stark, geschickt oder schlau genug sind. Und schon von jeher hat uns hier oben auf der Ebene das fasziniert, was als Technik bezeichnet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Früher waren das ganz simple Dinge, doch inzwischen können zum Beispiel diese Computer Dinge erschaffen, die schon fast wie Magie wirken. Und die Jugend hier oben ist halt ganz ähnlich zu der dort unten. Wenn etwas sie begeistert, dann wollen sie es besitzen – entweder, um zu ergründen, wie es funktioniert oder, um sich einfach nur daran zu erfreuen. Also fanden sie Wege, an sie heranzukommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch ich war einer von ihnen – und bin es noch. Besonders die Computertechnik hat es mir angetan. Ich habe mir einen aus einem Labor besorgt und ihn in meinem eigenen Labor intensiv studiert. Letztendlich habe ich ihn mit ein wenig Magie angereichert und so ist es mir gelungen, »Iam« zu erschaffen – eine denkende, fühlende Entität aus Schaltkreisen und Speicherelementen. Zuerst war es wie ein Neugeborenes – konnte nichts anderes, als zu existieren. Doch ich habe es in der Zeit, die meine Arbeit als Leiter der phantastischen Bibliothek mir lässt, intensiv gefördert, habe Input geliefert und mich mit ihnen unterhalten. Inzwischen ist es wie ein:e Freund:in für mich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann kamen die Noteks an die Macht. Für sie ist schon die reine Technik ein Gräuel, eine Kombination aus Technik und Magie aber geradezu ein Sakrileg. Und das, obwohl wir hier gar keine Religionen kennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Portal der Bibliothek fliegt auf und die beiden Flügel knallen so heftig gegen die Wand, das alle in den Ohrensesseln oder an Studiertischen Sitzenden überrascht aufschauen und die in den Reihen von Regalen wartenden Bücher indigniert mit ihren Seiten rascheln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Keiner rührt sich vom Fleck!«, donnert der Anführer der hineintrampelnden Truppe. »Das ist eine offizielle Technik-Kontrolle.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Umsitzenden vertiefen sich umgehend wieder in die vor ihnen liegenden Bücher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Anführer marschiert auf mich zu und schnarrt: »Wir haben Hinweise erhalten, dass sich in diesem Gebäude eine sogenannte ‘Entität’ aufhalten soll.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Interessant, dann gibt es inzwischen wohl schon eine ganze Menge von ihnen. Ausreichend viele, um solche Razzien für die Typen sinnvoll zu machen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich runzle meine Stirn. »Und das ist was genau?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Tun Sie nicht so, als ob Sie davon noch nie was gehört haben!«, bellt der Boss der Bande und hüllt mich in eine Wolke seines Atems ein, aus der ich erkennen kann, dass er vor nicht allzu langer Zeit einen Miesbeer-Pudding gegessen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kein Wunder, dass der so drauf ist. Miesbeeren sind doch nur was für Inche.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich fürchte, ich kann Ihnen nicht helfen, wenn Sie mir nicht sagen, was genau Sie suchen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Gegenüber schnaubt genervt. Dann greift er in die Tasche seiner Uniform und fördert schließlich einen Zettel zutage, von dem er referiert: »In der Fachsprache bezeichnet Entität eine gegebene Größe oder Einheit, auch zur Definition des Daseins im Unterschied zum Wesen eines Dings. Im aktuell vorliegenden Fall werden als Entitäten Mischwesen aus unerwünschter menschlicher Technik und unserer Magie bezeichnet.« Er lässt den Zettel sinken und fixiert mich. »Mischwesen, hören Sie? Dreckige Bastarde!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nicke langsam. »Und diese ... Entitäten sind unerwünscht, weil?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Weil sie nicht so sind wie wir!«, keift der Kopf der Truppe. »Die Regierung billigt keine solchen illegalen Umtriebe!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich verstehe«, sage ich und nicke erneut. »Lassen Sie mich nur noch schnell dieses Buch ausgeben.« Ohne auf eine Antwort zu warten, drehe ich mich zu der Frau um, die mit betretener Miene vor meinem Tresen gewartet hat. »So, hier ist das Exemplar für Ihre Geschichts-Studien. Es ist übrigens der erste von drei Teilen einer Reihe. Die anderen Werke von Gibson sind momentan verliehen, aber ich kann Ihnen den zweiten Teil gern reservieren.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frau lächelt, wirft dabei aber einen unsicheren Blick zur Seite. »Danke«, murmelt sie. »Ich komme auf Sie zurück.« Damit dreht sie sich um und schlängelt sich an den herumstehenden Truppenteilen vorbe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           i.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wende mich zurück zum Wortführer. »So, jetzt bin ich ganz der Ihre.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er nickt mürrisch und fordert mich auf, ihm zu folgen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Was für ein Glück, dass ich herausgefunden habe, wie man aus einem Gesamtwerk eine Trilogie zaubert.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 12 Dec 2022 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/book02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/3-1-2-keins.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Bücherfresser</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/books01</link>
      <description>Nom, nom, nom ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Virginia Woolf - "Wer uns unserer Träume beraubt, beraubt uns unseres Lebens."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Alles Unheil kommt vom Weib“, sagte der dürre Priester und tupfte sich geziert die fettig glänzenden Lippen mit einem feinen Leinentuch ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Hört, hört“, sagte der dicke Politiker und füllte sein Glas zum vierten Mal mit Rotwein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Um es mit Johann Gottfried Herder zu sagen“, zitierte der elegant gekleidete Schriftsteller: „Eine Henne, die kräht, und ein Weib, das gelehrt ist, sind üble Vorboten: Man schneide beiden den Hals ab.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/die-buecherfresser/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Dec 2022 19:53:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/books01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/signal-2022-12-05-123053_003.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Frage und Antwort</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/traum03</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von  Virginia Woolf - "Wer uns unserer Träume beraubt, beraubt uns unseres Lebens."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Elyf hatte sich zurückgezogen, bevor Andra ihre Bitte an die Harpyien richtete. Zur Vorsicht. Sie wollte nicht einmal in den Verdacht geraten, sie ein zweites Mal um Hilfe zu bitten, hatte sie gesagt. Als sie Marthes Warnung für Andra wiederholte, lag die Angst nicht nur in ihrer Stimme sondern auch in ihren Augen: Solltest du einen zweiten Versuch machen, eine zweite Bitte aussprechen, werden sie dich für den Rest deines Lebens Nacht für Nacht heimsuchen und dir Albträume zuflüstern. Du wirst darüber verrückt, aber egal, wohin du fliehst, sie finden dich. „Der Wind kommt überall hin“, hatte Elyf hinzugefügt und Andra zweifelte keinen Augenblick lang an ihren Worten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1120" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 21 Nov 2022 18:20:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/traum03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Drache03_inFeuer-klein.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hey now</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/traum02</link>
      <description>Schwarz, schwarz, schwarz. Und doch ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Virginia Woolf - "Wer uns unserer Träume beraubt, beraubt uns unseres Lebens."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Hör nicht auf zu träumen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, sagt die bleigraue Wolke unter meiner Zimmerdecke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Genau, die Träume, die wir dir geben, sind kostbar
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, ergänzt die asphaltfarbene Decke über meinem Körper.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Und wenn auch sie dir mal nicht reichen, dann kannst du dich immer noch in mir vergraben, um das alles nicht mehr mitansehen zu müssen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, flüstert das schieferschwarze Kissen, in das mein Kopf tief eingesunken ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich weiß nicht, woher sie gekommen sind. Aber eines Tages waren sie da. Ich hatte gerade meinen letzten Arbeitstag in der Wetter-Warte der Meta-Ebene beendet und es mir zu Hause mit einer Tasse heißem Goldbeeren-Saft in meinem Dichterwinkel gemütlich gemacht. In den nächsten 379 Quadrillen wollte ich mich nur der Geschichte widmen, die schon viel zu lange nur in meinem Kopf existierte.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wolke war die Erste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während ich schrieb, bemerkte ich zuerst nur, dass es immer dunkler wurde. Als ich mich schließlich irritiert umdrehte, sah ich sie innen vor meinem Fenster schweben. Da war sie noch klein. Aber das änderte sich schnell. Bald füllte sie die gesamte Zimmerdecke aus und wenn sie sich zusammenballte, dann musste ich mich ducken, um nicht mit meinem Kopf an ihre wabernden Windungen zu stoßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann kam die Decke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach einiger Zeit hatte ich mich mit der Wolke arrangiert, auch wenn sie mir konsequent den Blick aus dem Fenster versperrte. Aber mittlerweile wurde mir immer kälter. Da der Text mir aber geradezu aus den Fingern floss, ignorierte ich es zunächst. Doch irgendwann fühlte ich mich total ausgelaugt. Ich streckte Arme und Beine aus, um mich wieder zu aktivieren. Dabei stellte ich fest, dass sie schwarz und schwer auf meinem Schoß lag – fast so, als wäre sie aus den Schatten unterhalb des Schreibpultes hervorgekrochen und hätte sich unbemerkt an meinen Beinen hinaufgewunden, bis sie meinen Unterkörper vollständig umschlungen hatte. Ihre Berührung fühlte sich fremd und gleichzeitig vertraut an. Ich fühlte mich geradezu umarmt, wenn sie auch die Kühle nicht vertrieb, die meine Glieder steif und ungelenk machte. Selbst meine Finger, die vor Kurzem noch mit Worten gespielt hatten, wirkten inzwischen wie eingerostet. Keine Spur mehr von der spielerischen Eleganz, die sie mir eben noch vermittelt hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Vielleicht werde ich krank,
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           ging es mir durch den Kopf.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das fehlte ja gerade noch, jetzt, wo es gerade so gut mit der Geschichte läuft.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aber läuft es denn wirklich so gut, wie du denkst?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, flüsterte eine Stimme kaum vernehmbar. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Vielleicht ist es besser, alles für heute ruhen zu lassen und es sich später noch einmal mit etwas Abstand anzuschauen. Komm ins Bett.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich konnte nicht sagen, ob diese Stimme vielleicht nur in meinem Kopf war, aber gleichwohl folgte ich ihrer Idee und schlurfte ins Schlafzimmer, mit einer Hand die Decke festhaltend, damit ich sie nicht zurückließ.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            So ist’s gut
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, empfing mich das Kissen. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Lass alle Ambitionen fahren und komm träumen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und seitdem träumte ich. Es waren keine schönen Träume, aber so trostlos sie auch waren, hatten sie auch irgendwie etwas Tröstliches. Sie zeigten mir, dass es nicht schlimm war, mich nicht ausdrücken zu können, da alles was ich ausdrücken könnte, schon von anderen ausgedrückt worden war – und das wahrscheinlich viel besser. Ich wusste nicht, wie lang ich hier nun schon so lag – träumend, aber mir selbst seltsam bewusst. Ein paar Mal war ich fast aufgewacht, wenn mein Magen oder meine Blase überdeutlich signalisierten, dass ich ihren Bedürfnissen nachkommen müsste. Aber auch dies hatte ich nur im Halbschlaf getan – eingewickelt in die Decke, begleitet von der Wolke über mir und vom Kissen mit der Aufforderung bedacht, schnell wieder zurückzukehren, um weiterträumen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch dann kam Sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem wohl unbedachten Moment hat die wehmutsvolle Wolke es wohl gerade versäumt, das angekippte Schlafzimmerfenster ganz zu vernebeln. 
Und schon ist da dieser Schimmer. Er geht mir durch und durch. Plötzlich habe ich ein Gefühl. Dieses Gefühl ist von einer solchen Süße, dass ich mir wieder vollkommen bewusst werde. Und nicht nur mir. Auch all dem, was dort draußen auf mich wartet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was soll da draußen sein?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, will das Kissen wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Die Welt, meine Freunde und ...«, beginne ich, doch die Wolke fährt dazwischen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Lächerlich! Die Welt. Als ob die auf dich warten würde. Und deine Freunde? Bist du dir sicher, dass sie sich wirklich für dich interessieren? Ist es nicht vielleicht so, dass sie dich immer nur dann kennen, wenn sie etwas von dir wollen?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bleib lieber hier
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, drängt die Decke und ich könnte schwören, sie dabei grollen zu hören. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Du kannst auch in deinen Träumen leben. Lass uns gemeinsam weiterträumen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Schimmer weicht einem Wolkenfetzen aus und schwebt näher. Ich kann  nicht sagen warum, aber ich bin mir sicher, dass mir aus dem gütigen Glühen jemand zulächelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Vielleicht sollte ich langsam mal wieder aufstehen und nach meinem Text sehen«, murmele ich, selbst für meine eigenen Ohren kaum hörbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Der ist immer noch da, wo du ihn zu Recht liegengelassen hast
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, wendet die Wolke widerspenstig ein. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Glaub mir, ich habe ihn gesehen. Er ist belanglos.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Unsinnig
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, kommt es vom Kissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Und wird dir keine Freunde machen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, droht die Decke. Sie zieht sich noch etwas mehr um mich zusammen und eine lähmende Kälte fährt mir in die Glieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das bist du!«, nuschele ich – immer noch kaum verständlich. »Was bist du für eine Decke, die es einem noch kälter werden lässt?!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Undankbar ist er auch noch
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, knurrt das Kissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Wo er doch ach so talentiert ist, kann er es sich sicherlich leisten, die zu vergrätzen, die ihn umsorgen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, witzelt die Wolke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Dass er sich da mal nicht täuscht
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, droht die Decke. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Wir könnten ihn jederzeit verlassen. Dann sieht er vielleicht, dass er nichts hat, nichts kann, nichts ist.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schnaube – das erste wirklich wahrnehmbare Geräusch seit langem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem starken Strahlen sehe ich, wie Sie mir zunickt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber ich kann es trotzdem versuchen«, sage ich laut und deutlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Nein, nimm uns nicht unsere Träume
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, winselt die Wolke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Wir haben sie dir gegeben
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, dröhnt die Decke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Wir leben doch nur durch sie!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, kreischt das Kissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hoffnung!«, rufe ich und sehe zu, wie das traurige Triumvirat zu Dunst vergeht, der durch den Fensterspalt davontreibt. »Ich denke, ich bin jetzt bereit, meinen Traum zu leben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Nov 2022 21:59:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/traum02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Hey+now.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Shit happens</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/träume01</link>
      <description>Ist einfach so ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Virginia Woolf - "Wer uns unserer Träume beraubt, beraubt uns unseres Lebens."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mann, der Albträume kauft, sieht aus wie ein Zahnarzt, denkt Jack. Das liegt nicht nur daran, dass Barlow einen weißen Kittel trägt, sondern auch an der Umgebung. Ein steriles Büro in einem sterilen Hochhauskomplex, alles in Stahl, Beton und Glas gehalten. Weiße Wände, schwarze Möbel, ein Hauch von Desinfektionsmittel und Leder in der Luft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/shit-happens/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 07 Nov 2022 17:38:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/träume01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/signal-2022-11-07-155329_002.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Worte in den Wind geflüstert</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/flieht03</link>
      <description>Was für ein Zielkonflikt.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von  J.R.R. Tolkien - "Flieht, ihr Narren!" (Der Herr der Ringe)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andra grub die Krallen tiefer in die Erde. Von weit her konnte sie die Hitze der Lava im Erdinneren spüren. Sehr weit her. Sie wollte sich darin vergraben, alle Erinnerungen an ihre Tat, an ihre Verbannung, all die Last dieser Welt von ihren Schuppen brennen lassen – aber damit würde sie auch Elyf im Stich lassen. Und das hielt sie zurück. Andra senkte die Schnauze auf ihre Tatzen, sah aus ihrem Versteck heraus zu, wie die letzten Menschen die kleine Insel verließen, wie sich die Dunkelheit über das Wasser senkte. Endlich allein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1089" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 24 Oct 2022 16:33:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/flieht03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Drache03_inFeuer-klein.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Katharsis</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/flieht02</link>
      <description>Das musste jetzt mal wirklich raus.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von J.R.R. Tolkien - "Flieht, ihr Narren!" (Der Herr der Ringe)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken - für die Fatemen gern
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Manche sagen, das Ende sei nah«, proklamierte der Präses. »Andere wiederum sind der Meinung, dass dies schon das Ende ist. Es gibt allerdings auch ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wieso denn das?«, ertönte es aus dem Plenum und unterbrach seinen Redefluss. »Ja, woher nehmen die denn eine solche Erkenntnis?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Zu viele Katastrophen auf einmal – wie sollen die Leute das verkraften?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was denn?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie denn?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wo denn?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Präses hob seine Hände und langsam kehrte wieder Ruhe ein. »Ist in letzter Zeit mal jemand von Ihnen nach unten auf die Oberfläche gegangen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allgemeines Gemurmel erhob sich, das nach einiger Zeit wieder verklang, ohne dass eine Antwort klar verständlich gewesen wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Es hat den Anschein, die Natur selbst würde sich gegen ihre fortschreitende Ausbeutung zur Wehr setzen«, begann der Präses zu referieren. »Beben, Fluten und Feuersbrünste verschluckten ganze Landstriche. Verschiedenste Krankheiten forderten millionenfachen Tribut. Und als wäre dies nicht allein schon genug, so fühlen sich einige Personen, die sich als ‘Führer’ ihrer Untertanen betrachteten, dazu berufen, ihren Nachbarn wegzunehmen, was ihrer Meinung nach ihnen zustünde.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist doch krank.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist doch normal.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das betrifft uns doch nicht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Weile lang lauschte ich dem Hin und Her von Fragen und Aussagen, Argumenten und Einwänden, während sich in mir eine bisher unbekannte Fassungslosigkeit ausbreitete. »Was für eine Ansammlung von Narren!«, platzte es aus mir heraus, bevor mir bewusst wurde, dass ich etwas gesagt hatte. Eigentlich war ich hier nur als Zuhörer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Präses hob eine Augenbraue und blickte dann suchend in die Runde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Aber es war doch bestimmt leise genug, dass er nicht erkennen konnte, woher mein Einwurf kam.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Fateman George«, beendete der Präses meine Hoffnung. »Wie schön, dass Sie bereits bei Ihrer ersten Teilnahme am Plenum des Zentralrats Magischer Phänomene so rege Anteil nehmen ... wiewohl eine solche erste Teilnahme üblicherweise nicht mit einem Beitragsrecht einhergeht.« Er machte eine Pause, in der sich sämtliche Köpfe der Plenums-Mitglieder in meine Richtung drehten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich setzte zu einer Entschuldigung an, wurde jedoch von einer Geste des Präses gestoppt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber nichtsdestotrotz sprach Ihr spontaner Beitrag von Leidenschaft. Und so etwas weiß ich immer zu würdigen. Nun denn, teilen Sie uns mit, was Ihnen auf dem Herzen liegt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Blicke der Anderen lasteten schwer auf mir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Was war es eigentlich, das ich mit meinem Ausbruch sagen wollte?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Also ... wenn ich mir das alles hier anhöre«, begann ich, wurde aber von einem Mitglied aus der ersten Reihe unterbrochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eben. Zuhören, das ist es, wozu wir euch hier hineingelassen haben! Ihr habt doch keine Ahnung ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, nicht?!«, unterbrach ich nun ihn. »Wenn ich das schon höre: ‘Das betrifft uns nicht’.« Ich schnaubte verächtlich. »Was wollt ihr denn machen? Fliehen? Alle hoch von der Erde auf die Meta-Ebene?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Typ aus der ersten Reihe breitete jovial lächelnd seine Arme aus. »Siehst du, das ist ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ist es eben nicht!«, schnitt ich ihm erneut das Wort ab. »Wenn ich mal erinnern darf: Die Meta-Ebene ist der Ort, der die Erde unsichtbar umgibt und alles mit allem verbunden ist. Also auch mit der Erde. Was wollt ihr denn machen, wenn die Vollpfosten da unten einen Weg finden – ob nun willentlich oder durch einen dummen Zufall –, um die Erde nicht nur unbewohnbar zu machen, sondern sie vielleicht komplett zu zerstören.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was passiert mit einem Gebäude, dessen Fundament zerfällt? Richtig, es wird instabil und stürzt letztendlich in sich zusammen. Wollt ihr riskieren, dass wir auf die harte Tour herausfinden, dass die Ebene nicht für sich allein existieren kann?!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kopfschüttelnd lehne ich an der Wand neben dem Portal zum Plenum und lasse vor meinem inneren Auge noch einmal die letzten Minuten ablaufen, die letztendlich darin gipfelten, dass man mich hierher teleportierte. Der Präses schien meinen Argumenten durchaus positiv gegenüberzustehen, doch der schieren Masse der Anderen – so träge sie sich auch zunächst während der Sitzung verhalten hatte – konnte auch er letztendlich nichts entgegensetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem Grunzen stoße ich mich von der Wand ab und gehe zum nächsten Bahnhof, um einen Luftzug zu nehmen, der mich zu Wolke 7 bringt. Dorthin, wo Alicia ihr Labor hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Elliott, lange nicht gesehen«, begrüßt sie mich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Stimmt. Es ist auch schön, dich wiederzusehen.« Ich schaue mich um. »Wow, das ist hier ja noch beeindruckender, als es in deinen Erzählungen geklungen hat.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alicia grinst breit. »Tja, wer hätte gedacht, dass meine Talente in der Unwahrscheinlichkeitsrechnung mich sogar noch mehr erfüllen als die Arbeit bei den Fatemen. Und besonders witzig finde ich, dass das alles mehr oder weniger schon in meiner liebsten SciFi-Reihe aus den Achtzigern gestanden hat. Wenn ich gewusst hätte, was das tatsächlich mit zweiundvierzig zu tun hat.« Sie winkt lächelnd ab. »Aber du bist doch bestimmt nicht hier, um über alte Zeiten zu quatschen, oder?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eher über neue Zeiten«, gebe ich zurück. »Hast du einen Moment Zeit? Dann erzähl ich es dir.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und nun stehe ich am Fuß des Treppenbaums im Hof von Alicias Haus. 
Sie bewohnt es freilich nicht mehr. Kein Wunder, wenn man bedenkt, was sich im Keller befindet. Es ist ungefähr ein Jahr her, dass ich Alicia aus diesem Keller befreit habe, wo sie von all dem miesen Karma gefangen gehalten wurde, das aus dem Nachbarhaus hinübergesickert war, wo mein Fatemen-Kollege Douglas es dummerweise gehortet hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich straffe mich und gehe auf die Veranda-Tür zu, während ich noch einmal die Gadgets checke, die sie mir aus ihrem Unwahrscheinlichkeits-Labor mitgegeben hat. Der Revbrella – eine umgekehrt öffnende Version des Schirms, der zur Grundausstattung jedes Fateman gehört. Die Karmakanone – ein karmasicheres Behältnis, das seinen Inhalt auf Knopfdruck vollständig und zielgerichtet freigibt. Das Flair-Tag – ein Anstecker für meine Melone, das ich fürs Reisen durch Zeit und Raum auf eine bestimmte Kombination aus Person und Zeitpunkt programmieren kann. Alles ist korrekt kalibriert und miteinander verbunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hoffentlich funktionieren die Dinger auch wirklich so, wie Alicia es mir aus den Tests beschrieben hat.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tür quietscht leise, als ich sie öffne. Drinnen herrscht diffuses Halbdunkel, obwohl es Mittagszeit ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hoffentlich liegt das nur daran, dass die meisten Jalousien heruntergelassen sind.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich setze meinen ersten Fuß auf den in einem schwarz-weißen Schachbrettmuster gelegten Fliesen und schaue mich um. Dann stutze ich und mir läuft ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Da hinten ist ein riesiges Quadrat nur aus schwarzen Fliesen. Das Karma ist hier oben. Hoffentlich ist es nicht ...
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Kopf zuckt nach unten und ich seufze erleichtert auf, als ich sehen kann, dass mein Fuß auf einer weißen Fliese steht. Ich hebe meinen Blick wieder und bemerke die Veränderung sofort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Quadrat kommt näher. Nicht weit von mir entfernt fächert es sich auf und zieht einen Halbkreis, der sich um die Tür zusammenzieht, in der ich stehe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hoffentlich ...
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich reiße meinen neuen Schirm herum und öffne ihn zur Hälfte – gerade zur rechten Zeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der umgekehrte Rahmen lässt ihn wie einen Trichter wirken. Das sich aufbäumende und auf mich zuschießende Karma wird aufgenommen und direkt in die daran montierte Kanone geleitet. Schlagartig wird sie erst eiskalt, dann brennend heiß. Zum Schluss kühlt sie sich ab, vibriert aber unregelmäßig, so als ob in ihrem Innern ein wildes Tier nach einem Ausgang suchen würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hab ich dich. Jetzt nix wie raus!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich springe rückwärts auf die Veranda und knalle die Tür zu.
Von innen prallt ein schwarzes Ding dagegen und lässt die gesamte Tür erzittern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber sie hält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit zitternden Knien gehe ich weiter, bis ich mitten im Hof stehe. Dort entferne ich die Kanone aus der Verankerung am Schirm und klappe ihn vollkommen auf. Dann tippe und wische ich auf meiner Melone, um die Reise zu starten, berühre zuletzt aber das Tag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es funktioniert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich materialisiere mich in einem hellen, langgestreckten Raum mit goldgeränderten, gerafften Vorhängen an den bodentiefen Fenstern. Direkt auf einem monströsen ovalen Tisch, wobei ich das Blumenbukett in der Mitte plattdrücke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir gegenüber sitzt ein nicht allzu großer Mann in schwarzem Anzug, mit schütterem Haupthaar und eher quadratischem Gesicht. Als vor ihm plötzlich das Bukett vom Tisch fliegt weiten sich die bis eben noch gleichmütig bis gelangweilt blickenden Augen und er fährt unwillkürlich zurück. Suchend blickt er sich im Raum um.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich falte meinen Schirm zusammen und bringe die Kanone in Anschlag.
»Jetzt pass mal auf, Wladi. Ich zeig dir, wie das von nun an läuft!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Oct 2022 11:46:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/flieht02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mama</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/flieht01</link>
      <description>Schwiegermutters Liebling zu sein ist nicht immer nur toll.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von J.R.R. Tolkien - "Flieht, ihr Narren!" (Der Herr der Ringe)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Hoppla, Vorsicht. Nicht stolpern.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Derek (oder hieß er Donald?) umfasste meine Taille. Es waren nur drei Stufen hoch zu unserer Haustür, aber ich hatte etwas mehr getrunken, als ich sollte. Seine Hände waren kräftig und warm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Psst!“ Ich legte meine Finger auf seinen Lippen. „Wir wollen doch meine Mama nicht aufwecken.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/mama/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 03 Oct 2022 11:30:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/flieht01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kind des Windes</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/todo03</link>
      <description>Traust du dich wirklich, zu finden, was du suchst?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von  Lynn Flewelling - "I hate being told what to do. Especially by myself ."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie fand sie nicht. Jeden Tag flog Elyf aus. Sie durchstreifte die Stadt, die mit jedem Flügelschlag zu wachsen schien. Natürlich konnte Andra längst die Stadt, das Land verlassen haben. Drachenflügel trugen sie ganz sicher schneller und weiter fort, als Krähenflügel Elyf trugen. Trotzdem gab sie nicht auf. Doch immer wieder kehrte sie erfolglos zurück. Dieses Mal erst spät in der Nacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1080" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 Sep 2022 11:26:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/todo03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Drache03_inFeuer-klein.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sie haben Ihren Zielort nicht erreicht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/todo02</link>
      <description>Just me, myself and I.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Lynn Flewelling - "I hate being told what to do. Especially by myself ."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ernsthaft? Das soll unser Weg sein?« Mit einem Seufzen setze ich mich auf den Boden und lasse meinen Blick von rechts nach links schweifen. Überall nur Grau. Zwar kein einheitliches Grau, aber im großen Ganzen eben Grau. Die Art von Farbe, wie Stein sie hat oder ... »Die Betonwüste«, grolle ich. »Du hast mich zur verdammten Betonwüste gelotst!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mach dir kein Stre-e-e-e-ess«, kommt es von hinter mir. »Nur ein kleiner Umwe-e-e-e-eg. Einfach noch durch die Wüste und dann durchs Häusermee-e-e-e-er. Dahinter geht’s rechts zum Asphaltdschunge-e-el.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wende meinen Kopf um und blitze mich mit einem Auge an. »Bist du dir sicher, dass du weißt, wo’s lang geht? Nicht, dass wir noch im Pumpensumpf landen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kein Proble-e-e-e-em. Ich weiß immer wo ich lang muss, um da anzukommen, wo ich hin wi-i-i-i-ill. Aber dazu muss ich halt auch etwas se-e-e-e-ehn. Doch du wolltest deine Mä-ä-ä-ä-ähne ja vor der Tour nicht trimmen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Komm nicht auf die Idee, mir die Schuld zuzuschieben«, knurre ich und kratze mit den Krallen kleine Furchen in den Boden. Dann wende ich meinen Blick nach oben. »Und du? Hast du dazu nichts zu sagen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich weisss gar nicht, wasss du willssst. Ich habe klare Anweisssungen gegeben.« Der Schwanz krümmt sich und seine Spitze weist auf mein Hinterteil. »Vielleicht hättessst du aber nicht die Karte fresssen sssollen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurz muss ich die Augen schließen, bevor ich den Kopf wieder senke und mir erneut in die Augen blicke. »Du hast die Landkarte gefressen?!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na und?!«, gebe ich zurück und stampfe mit dem linken Hinterhuf auf. »We-e-e-er zum Orcus braucht eine Karte? Ich hab doch schon gesagt, dass ich weiß, wo ich bin und wo’s langge-e-e-e-eht. Und ich wä-ä-ä-ä-äre auch genau dort wo ich hinwill, wenn du nicht im Schilderwald den falschen Abzweig genannt hä-ä-ä-ättest.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wo ist eigentlich deine Brille?«, hake ich hinaufschauend ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Schwanz verliert mit einem Mal seine Spannkraft und so bin ich Aug in Auge, als ich einräume: »Die liegt noch zu Haussse. Aber ich sssehe auch ssso gut genug – nur eben nicht in der Nähe und im Dunklen zzzwischen den ganzzzen Schildern.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na gut«, räume ich grummelnd ein. »Dann zeig, dass du wenigstens in der Ferne und im Hellen gut sehen kannst. Ist da hinten das Häusermeer?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eilfertig richtet sich der Schwanz wieder auf. »Ich sssehe ... ich sssehe ... kein Häusssermeer.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schwenke meinen Kopf zurück zum Hinterleib, doch die Augen in dem gehörnten Schädel schauen nur stoisch zurück, während der Kiefer gemächlich vor sich hin malmt.
 »Und die Wüste?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Issst nicht ausss Beton. Sssieht aber trotzdem hart ausss. Vielleicht ist esss der Boden der Tatsssachen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Verdammt!«, brülle ich. »Und wo ist der? Wo sind wir?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »We-e-enn das so ist, dann kann ich leider auch nicht he-e-e-elfen.« Mein rechter Huf scharrt betreten auf dem Boden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, großartig«, grummle ich. »Einmal mit Profis arbeiten. Was für einen Sinn hat es eigentlich, drei Köpfe zu haben, wenn zwei von ihnen offensichtlich kein Hirn besitzen? Wir sind komplett lost.« Ich fahre erneut herum und fixiere mein Hinterteil. »Hoffentlich hast du nicht auch noch das Handy gefressen, damit wir wenigstens einen gelben Engel vom Meta-Mobil-Club rufen können.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ups.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/todo02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ich und Ich</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/todo01</link>
      <description>Eine Trennung kann auch von Vorteil sein.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Lynn Flewelling - "I hate being told what to do. Especially by myself ."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines Nachts kam Ich aus dem Spiegel und saß mir des Morgens am Frühstückstisch gegenüber. Ich blinzelte mich aus leicht verquollenen Augen an, hielt meinen Kaffeebecher mit beiden Händen umschlungen und hoffte, das bittere, dunkle Getränk würde, wenn nicht schon die Situation erklären, dann doch wenigstens meine schläfrigen Gehirnwindungen zu entsprechenden Theorien ermuntern. Morgens ist keine gute Zeit für mich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/ich-und-ich/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Sep 2022 11:17:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/todo01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Ich-und-ich.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Generalüberholung</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/harpyie02</link>
      <description>Manchmal ist man dann doch zur richtigen Zeit am richtigen Ort.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zum 5. Montag eines Monats gibt es wunderbare Wesen - Die Harpyie
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich kann das nicht mehr!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Professor Thanatos lächelt mild. »Vielleicht kommen Sie erst einmal hereingeflogen. Dann können wir uns in Ruhe über Ihr Problem unterhalten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Entschuldigung«, zirpe ich und lasse mich auf der Stange nieder, die zwischen einer Liege und dem Ohrensessel aufgebaut ist, auf dem er sitzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Möchten Sie etwas Wasser?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Gern, vielen Dank.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Auch einen kleinen Snack? Wir haben gerade frische Herzen ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oh, nein ... vielen Dank. Ich ... ich versuche gerade, mich hauptsächlich vegan zu ernähren.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Interessant«, bemerkt der Professor und macht sich eine Notiz. »Dann vielleicht ein Hirsekolben?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, Danke. Dazu sage ich nicht nein.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er erhebt sich aus seinem Sessel und hängt die Rispe neben mir auf. Nachdem er sich wieder niedergelassen hat, nickt er mir zu. »Ich freue mich, dass Sie zu uns gefunden haben. Mit wem habe ich das Vergnügen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mein Name ist Láthosia.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Angenehm. Dann erzählen Sie mal, wo Ihnen das Gefieder juckt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich ... ich weiß eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nun, wie wäre es damit, dass Sie mir erzählen, was Sie nicht mehr können.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eigentlich konnte ich es noch nie.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha, und was?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, die Aufträge der Zentrale ausführen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und wie äußert sich das? Haben Sie dafür vielleicht ein Beispiel?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eins? Da könnte ich Ihnen einige nennen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Thanatos lehnt sich mit einem interessierten Gesicht nach vorn und macht eine einladende Handbewegung. »Nur zu. Dafür sind wir hier.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay«, zwitschere ich nun etwas entspannter. »Da war zum Beispiel dieser Trinker. Den sollte ich holen, nachdem er im Suff gegen einen Baum gefahren wäre.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sie sagen ‘wäre’. Ist er das denn nicht?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spontan flutet Nervosität meinen Körper, sodass sich mein Gefieder so weit aufplustert, dass ich von außen betrachtet wahrscheinlich aussehe, wie eines der Tribbles von Meister Q.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Thanatos scheint zu wissen, was mir durch den Kopf geht, denn er breitet lächelnd seine Arme aus und sagt in einem beruhigenden Tonfall: »Keine Angst. Wir sind auf der Meta-Ebene. Hier ist weder die weltliche noch die divine Gerichtsbarkeit zuständig.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Also ... nein, das ist er nicht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mhm. Wie kommt’s?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Weil ich ihm seinen Autoschlüssel geklaut habe, bevor er von der Party los ist. Und dann habe ich dafür gesorgt, dass ein Taxi dort vorbeifuhr, als er sich gerade vergeblich darum bemüht hat, sein Auto zu öffnen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Stift des Professors gleitet über das Papier. »Und weiter?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hmm, da war dieser Selbstmörder, der sich schon in einer unübersichtlichen Kurve auf die Bahngleise gelegt hatte. Na ja, der Zug fiel wegen einer Stellwerks-Störung ein paar Kilometer vorher aus.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Lächeln des Professors wird breiter, während der Stift geradezu übers Papier fliegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oder diese Frau, der beim Baden aus Versehen der CD-Player in die Wanne gefallen ist.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Lassen Sie mich raten. Da ist zum Glück noch rechtzeitig der Stecker aus der Steckdose gezogen worden.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, das geht?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Thanatos gibt ein Glucksen von sich. »Nun, grundsätzlich sind die Stecker dazu da, den Stromfluss zu unterbrechen. Aber wenn das nicht geschehen ist, was ist denn stattdessen passiert?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich habe die Schnur, an der er hing, durchgebissen. Sie wissen ja, wir Harpyien sind blitzschnell. Und es hat auch nicht lange wehgetan.« Ich zeige mit der Flügelspitze auf die fast verheilte Verbrennung an meinen Lippen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Professor schreibt nickend weiter auf sein Blatt. Dann hebt er seinen Blick und zwinkert mir freundlich zu. »Lassen Sie mich zusammenfassen. Ihr Antlitz ist für das einer gewöhnlichen Harpyie außerordentlich wohlgeformt. Spaß am Ableben von Menschen haben Sie nicht und dies geht sogar so weit, dass sie dafür Sorge tragen, dass die Ihnen zugedachten Aufgaben gar nicht erst zur Anwendung kommen. Und Selbiges auch dann, wenn dies zu Lasten Ihrer eigenen Gesundheit geht. Habe ich das richtig verstanden?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wenn Sie es so sagen, dann ... ja.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dann besteht kein Zweifel daran, dass Sie trans-essent sind.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Trans...was?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Essent. Also in der falschen Wesenheit geboren.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schaue ihn mit großen Augen an. In mir beginnt eine zarte Stimme vorsichtig zu jubilieren. Ich hab’s gewusst! Ich hab’s doch immer gewusst.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nicht ich bin falsch, sondern das Wesen, in dem ich stecke. Nur ... was mache ich jetzt?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Gedanke steht mir wohl wieder ins Gesicht geschrieben, denn Thanatos spricht die Worte aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sie fragen sich, ob sich diese vertrackte Situation lösen lässt, nicht wahr?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nicke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nun, das ist ganz einfach. In unserem Institut haben wir auch ein Makeover-Studio, in dem sich der schöpferische Fehler ganz einfach lösen lässt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber ... was wird das kosten?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Gegenfrage: Hat Ihre jüngste Ernährungsumstellung möglicherweise einen tieferen Grund?« Damit schaut er mich interessiert an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich ... ich ... ach, ist ja auch egal. Jetzt habe ich schon so viel erzählt, da kann ich Ihnen auch das noch sagen. Ich ... kann kein Blut sehen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha«, ruft Thanatos und hebt seinen rechten Zeigefinger. Danach macht er eine letzte Notiz auf seinem Blatt. »Aimaphobie. Perfekt. Ein klarer Fall von Wesensunfähigkeit. Dann übernimmt Ihre Astralversicherung die gesamten Kosten der Behandlung.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann es nicht verhindern, dass mir der Kiefer herunterklappt. Meine Krallen verlieren fast ihren Griff um die Stange, auf der ich sitze. »Und jetzt?«, piepse ich, nachdem ich mich wieder hochgerappelt habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wenn Sie die Behandlung möchten und auch mit einer Änderung der Konfession einverstanden sind, dann gehen Sie bitte draußen auf dem Gang nach rechts und die dritte Tür auf der linken Seite. Dort ist das Studio, in dem die Umwandlung stattfindet.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und ... was werde ich dann?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wissen Sie das nicht eigentlich schon? Natürlich ein Schutzengel.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 29 Aug 2022 19:53:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/harpyie02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Preis für Magie</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/erfahrung03</link>
      <description>Und was ist, wenn es etwas ist, dass du nicht bezahlen kannst? Oder willst?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Douglas Adams - "Eine Lernerfahrung ist eines dieser Dinge, die sagen: Du weißt, die Sache, die du gerade gemacht hast? Mach das nicht ."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Raum hinter der Tür war klein und riesig zugleich. Selbst aus ihrer Flughöhe konnte Andra die Ausmaße nicht bestimmen. Ständig musste sie Säulen, überhohen Regalen, Schränken und dazwischen hängenden Schlingpflanzen ausweichen. Schließlich landete sie und wandelte sich von ihrer Drachen- zu ihrer Menschengestalt. Von unten wirkten die Regale voller Bücher und die verschlossenen Schränke wie Hochhausschluchten – und die gewöhnlich großen Sessel, Tische und Sofas zwischen ihnen wie Möbelstücke für ein Puppenhaus. Die weit entfernten Schlingpflanzen bildeten einen grünen Himmel, aus dem einzelne Ranken herabbaumelten, aber den Boden nicht berührten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1071" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Aug 2022 16:06:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/erfahrung03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Lebensfunke</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/erfahrung02</link>
      <description>Der Tritt in den Hintern kann auch mal flüssig sein</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Douglas Adams - "Eine Lernerfahrung ist eines dieser Dinge, die sagen: Du weißt, die Sache, die du gerade gemacht hast? Mach das nicht ."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hallo, F’lame«, rufe ich, als ich seine Behausung betrete. »Ich hab dich schon so lange nicht mehr gesehen. Da dachte ich mir, ich schau mal vorbei.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Antwort erhalte ich nur ein langgezogenes Seufzen aus dem Halbdunkel des hinteren Teils. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also gehe ich weiter und frage mich dabei, warum es hier drin überhaupt so dunkel ist. Licht und Luft sind eigentlich die beiden Begriffe, die ich, schon seit ich ihn damals kennengelernt habe, immer mit F’lame in Verbindung gebracht habe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Da bist du ja, alter Freund«, beginne ich, während ich um die Ecke zum Wohnbereich biege. Doch weitere Worte bleiben mir bei dem, was ich dort erblicke, erst einmal im Hals stecken. Dann aber bricht es unwillkürlich aus mir heraus: »Mann, siehst du scheiße aus! Was ist denn los?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Ach, ich weiß auch nicht«, kommt es matt von ihm zurück. »Obwohl ... eigentlich schon. Es geht zu Ende mit mir.« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            »Was?! Aber ... du ... bist doch ...« 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Das war ich mal. Aber das ist nun vorbei. Sieh mich doch an. Ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten. Das Atmen fällt mir schwer. Und diese Bauchschmerzen.« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wann ist das denn passiert?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Hmm, das kann ich eigentlich gar nicht an einem Ereignis festmachen. Es ist eher ein langsamer, sich immer weiter ausbreitender Prozess.« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich setze mich zu ihm. »Möchtest du mir davon erzählen? Vielleicht fällt mir ja etwas ein, wie ich dir helfen kann.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Ich glaube ... mir ist nicht mehr zu helfen«, bemerkt er und schaut mich aus trüben Augen an. »Aber erzählen tue ich’s dir gern. Ist mal eine Abwechslung davon, auf das Ende zu warten. Möchtest du erst einmal was trinken?« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich erhebe mich und tätschele seine Hand. »Lass nur, ich mach mir schnell selbst einen Tee. Willst du auch einen?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Das wäre lieb.« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich gehe hinüber zur Küchenecke und setze den Kessel auf den Herd. Während das Wasser kocht, fülle ich für uns verschiedene Teesorten in kleine Einhänge-Siebe. Dann gieße ich auf und nehme die Tassen mit zurück. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ist noch ganz schön heiß. Fang doch schon mal an zu erzählen, so lange er abkühlt.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er nickt langsam.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Ja, wo fange ich an ... Wahrscheinlich ging es mit diesem seltsamen Kitzeln los.« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kitzeln?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ja, ganz tief im Hals. Das hörte einfach nicht auf. Es hat sich sogar immer weiter ausgebreitet. Zum Glück habe ich über einen Bekannten von einer Möglichkeit gehört, wie man etwas darüber herausfinden kann.« 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha, und wie?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Da gibt es so ein Buch. Das konnte man ... wie hieß das doch gleich ... ach ja, online bestellen.« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Online?,
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           geht es mir durch den Kopf.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ist diese komische Mode unten von der Erde jetzt auch schon bei uns auf der Meta-Ebene angekommen? 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber dann schiebt F’lame einen dicken Wälzer über den Tisch zu mir und beendet so meine Gedanken. »Dr. Googles Kompendium kurioser Krankheiten« steht darauf geschrieben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber ...« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Da steht alles drin!«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , unterbricht er mich in einem eindringlichen Flüsterton, so als ob er nicht wollen würde, dass auch seine Nachbarn etwas von diesem wundersamen Buch erfahren.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Der Hals, das muss eine Rachitis sein. Die wird wohl ausgelöst durch zu viel Vitamin D in Verbindung mit einer Feinstaub-Allergie.« 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Moment, war das nicht eher anders herum?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch F’lame hat sich offensichtlich warmgeredet, denn er beachtet meine Worte nicht und spricht immer munterer weiter.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Dann das Jucken auf meinem Kopf. Eindeutig eine Schuppenflechte. Als mir das klar wurde, habe ich das Buch von vorn bis hinten durchgelesen. Und was soll ich dir sagen? Mindestens die Hälfte trifft auf mich zu. Die schillernden Dinger in meinen Augen – Blauer Star, der von Prismen hervorgerufen wird, die im falschen Winkel stehen. Mein Herz ist auch viel größer als hier beschrieben – bestimmt eine Kardiomegalie. Und viel schlimmer noch: der starke Durst, die Müdigkeit, der Juckreiz, Sehstörungen, Heißhungerattacken, das wird Diabetes Typ 3 ...« 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hier, trink erst mal etwas Tee«, unterbreche ich ihn und schiebe ihm eine Tasse zu. Es ist eigentlich meine Tasse und enthält keinen Salbei-Thymian-Melissen-Aufguss, sondern eine Gunpowder-Mischung mit ein paar Chili-Flocken, denn mir ist eine Idee gekommen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ah, Danke«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , sagt er und stürzt den Inhalt in einem Zug hinunter. Dann doziert er weiter, doch ich achte nicht mehr so sehr auf die Worte, die er spricht, sondern auf das, was ich zu sehen hoffe. Und richtig. In seinen Augen zeigen sich erste Funken dessen, was ich in den Tropussen, die wir uns nun schon kennen, als typisch für ihn abgespeichert habe. Als sein Redefluss zu einem Ende kommt, sind diese Funken zu einem veritablen Blitzen geworden und sie bestärken mich in meiner Vermutung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Fast hätte ich es vergessen«, rufe ich und hebe meinen Rucksack auf. »Ich habe ja auch noch ein kleines Präsent für dich.« Damit hole ich aus dem Sack einen Beutel und eine Flasche hervor. »Hier, bitteschön. Eine Tüte Feuersteine und eine Flasche Spiritus aus der Sanktus-Destille. Lass uns auf die alten Zeiten anstoßen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der schwache Schein, der zwischenzeitlich schon wieder von F’lames Gesicht ausgegangen war, beginnt zu flackern.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Aber ... ob das gut ist? Ich habe doch nicht mehr lange ...« 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Umso wichtiger«, rufe ich dazwischen. Ich öffne fix die Flasche und schenke ihm die Tasse voll. Mir nehme ich bloß einen kleinen Schuss in meinen Tee. »Wenn du bald nicht mehr bist, dann müssen wir es jetzt machen. Also, hoch die Tassen!« Damit stürze ich den Inhalt der meinigen hinunter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein seliges Lächeln breitet sich auf seinen Zügen aus
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             . »Endlich einmal jemand, der mich versteht«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , murmelt er und tut es mir gleich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hier, nimm nen Snack dazu«, sage ich und werfe ihm einen Feuerstein zu, den ich aus dem Beutel gefischt habe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Plan geht auf. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne nachzudenken, fängt er den Stein auf, zermalmt ihn mit den Zähnen und schluckt. Kaum dass er dies getan hat, werden seine Augen groß. Sein Unterkiefer klappt auf und zu, während er hechelnd atmet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Hoffentlich habe ich nicht doch etwas Falsches getan. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment springt er auf und rennt röhrend an mir vorbei. F’lame stürzt sich durch den Ausgang seiner Höhle, breitet die Schwingen aus und lässt sich von ihren kräftigen Schlägen aus meinem Sichtfeld tragen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zufrieden lächelnd stehe ich auf und greife dabei diesen Almanach antroposophischer Albernheiten. Im Hinausgehen werfe ich ihn in die Glut des Kamins. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Was für ein Glück, dass du dich erinnert hast, dass du eigentlich ein Drache bist.  
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Aug 2022 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/erfahrung02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Frisch gebacken</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/erfahrung01</link>
      <description>Leckerer Ausweg</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Douglas Adams - "Eine Lernerfahrung ist eines dieser Dinge, die sagen: Du weißt, die Sache, die du gerade gemacht hast? Mach das nicht ." 
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Susanne führt Cäsar aus, einen alternden Schäferhund, launisch wie eine Stummfilmdiva und leicht inkontinent. Er gehört Bruno, Susannes Ehemann, der unbedingt einen Hund haben, sich aber nicht ständig um ihn kümmern wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Du hast doch sowieso keine Kinder und bist den ganzen Tag zu Hause“, waren Brunos Argumente gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/frisch-gebacken/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Aug 2022 18:48:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/erfahrung01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/296038707_587596296093555_3046357259988716288_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zwischen den Welten</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/home03</link>
      <description>Manchmal liegt die Antwort auf der Hand und manchmal im Feuer</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von N.K.Jemisin - "Home is what you take with you, not what you leave behind ." (The fifth season)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andra ließ zur Beruhigung eine kleine Flamme in sich entstehen, klein genug, dass sie nicht aufsteigen würde, groß genug, dass sie ihr Zuversicht schenkte. Sie beglückwünschte sich dazu, in ihrer Drachengestalt hier zu sein und nicht in ihrer menschlichen Form. Die stetige Flamme in ihrem Inneren verbreitete wohlige Wärme. Sie blickte die Treppe hinauf zu dem geheimnisvollen Wesen, das die Tür zur Sozietät für phantastische Halbwesen in Notlagen X (marks the spot) bewachte. In der Stille unter dem hohen Kuppeldach meinte Andra, ihre eigene innere Flamme knistern zu hören.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1059" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Jul 2022 18:43:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/home03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/294024714_578985050288013_1855124076418092611_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Subway to Sally</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/home02</link>
      <description>So ein sperriger Koffer kann auch seine Vorzüge haben.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von N.K.Jemisin - "Home is what you take with you, not what you leave behind ." (The fifth season)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Guten Tag, meine Damen und Herren«, krächzt es nur schwer verständlich aus dem Lautsprecher des Flugsteigs 567 auf dem Flughafen London Gatwick. »Wenn Sie dieses Gate angezeigt bekommen haben, dann bedeutet dies, dass ihr Flug gestrichen wurde. Wir ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Stimme quäkt noch weiter, doch ich bekomme davon kaum noch etwas mit, denn in meinem Kopf überschlagen sich die Gedanken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein! Nicht das. Nicht jetzt. Nicht so kurz vor dem Ziel! Ich muss doch zu Sally!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »... Ihnen leider nicht helfen können. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und wünschen Ihnen eine gute Weiterreise«, sind die Worte, die mich unsanft ins Hier und Jetzt zurückholen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verdammt, was hat er ...?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch die lautstarken Stimmen der LeidensgenossInnen um mich herum füllen die Lücke in meiner Wahrnehmung schnell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »48 Stunden kein Flug?!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kein Hotelkontingent?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und dann haben die auch noch die Frechheit, uns ne gute Reise ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und woher bekomme ich jetzt mein aufgegebenes Gepäck?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zumindest die letzte dieser Fragen braucht mich nicht zu kümmern. Ich habe kein Gepäck aufgegeben. Alles, was ich im Moment besitze, sind die Klamotten, die ich trage. Und das Manuskript, das in der Plastiktüte steckt, die ich mit einer Hand an meinen Körper presse, um es nur ja nicht zu verlieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das wäre das Einzige, was meine momentane Lage noch schlimmer machen könnte. Immerhin ist es ja der Grund für die Panik, die inzwischen dabei ist, ihre kalten klebrigen Finger nach mir auszustrecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich muss es noch rechtzeitig zu Sally schaffen, sonst ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, was, wenn ich es nicht schaffe? Dann würde ich sie ein weiteres Mal enttäuschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht ein letztes Mal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich überraschend das Angebot dazu erhielt, meine feststeckenden Bemühungen um die Geschichte, von der ich wusste, dass ich sie erzählen musste, auf der Meta-Ebene fortzuführen, war das eine von leider viel zu vielen Enttäuschungen, die ich meiner Freundin bereitet habe. Sie hatte feiern wollen, weil sie an diesem Tag die Zusage für den neuen Job als Lektorin bei ihrem absoluten Lieblingsverlag erhalten hatte. Doch Radagar hatte betont, dass das Zeitfenster für meine unbemerkte Passage auf die Ebene sehr eng war, sodass ich Sally nicht nur absagen, sondern sie auch verlassen musste, ohne vorher wenigstens aus meinem Urlaub in Brixen zurückgekehrt zu sein. Und als sich auf der Meta-Ebene endlich der Knoten löste, der meine Geschichte am Erblühen gehindert hatte, war ich wie im Rausch gewesen und hatte nicht bemerkt, dass – auch wenn die Zeit auf der Ebene gegenüber der Erdzeit entkoppelt war – hier unten trotzdem Zeit verging, wenn auch nicht so schnell. Als dieser Rausch letztendlich vergangen und die Geschichte zur Perfektion gebracht war, hatte ich feststellen müssen, dass ich die veranschlagten zwei Wochen hier unten schon so weit überschritten hatte, dass ich inzwischen vermutlich meinen Brotjob loswar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber das ist letztendlich nichts im Vergleich zu der Tatsache, dass auch Sally schon seit Ewigkeiten kaum etwas von mir gehört hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unwillkürlich greife ich nach dem Anhänger, den sie mir einmal zum Geburtstag geschenkt hat. Es ist ein Anker, der mich daran erinnern soll, dass sie mein sicherer Hafen ist. Sie kennt mein oft recht unstetes Gemüt und das Feuer, dass die Idee zu einer Geschichte in mir entfachen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Glück habe ich sie wenigstens noch einmal anrufen können, bevor mein Geld alle war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das war vor drei Tagen, als ich endlich herausgefunden hatte, wohin mich dieses unselige Eichhörnchen verschlagen hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich war ich nur den Treppenbaum hinuntergestiegen, den Radagar mir gezeigt hatte. Dieser sollte mich direkt an den Rand eines Waldes in der Nähe von Potsdam bringen, wo ich mich im Telefonat mit Sally verabredet hatte. Doch als ich aus der unteren Öffnung auf die Erde hinaustrat, war mir sofort klar, dass ein Fehler passiert sein musste. Dort war kein Wald gewesen, nur ein paar andere knorrige Bäume und Sträucher, umgeben von einer moorigen Heidelandschaft. Nach der ersten Verwunderung war ich herumgefahren, um den Baum wieder hinaufzusteigen, denn oben hätte ich Radagar kontaktieren und den richtigen Baum finden können. Doch da war keine Öffnung mehr gewesen und als ich suchend um den Stamm des Baumes herumging, bemerkte ich ein ungewöhnlich großes Eichhörnchen, dass mich zuerst mit listigem Blick musterte und dann keckernd den Stamm hinauf verschwand. Nach einigem Rufen und Versuchen, den Stamm selbst zu erklimmen, die natürlich sämtlich nicht von Erfolg gekrönt waren, hatte ich aufgegeben und mich auf die Suche nach einem Zeichen der Zivilisation gemacht. Diesen hatte ich in Form eines Landgasthofes nach einer Weile gefunden. Dort konnte ich feststellen, dass es mich ins englische Dartmoor verschlagen hatte. Außerdem gestattete mir der Wirt den Anruf bei Sally. Ich versprach ihr hoch und heilig, sie in drei Tagen zu treffen. Danach machte ich zusammen mit dem Wirt einen Plan, wie ich für das bisschen Geld, das ich noch hatte, nach Hause käme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und hier sitze ich nun, und der Plan hat sich in Luft aufgelöst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inzwischen bin ich allein hier an diesem Flugsteig ohne Lizenz zum Fliegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein, das stimmt nicht. Außer mir steht dort in der Ecke noch ein Mann, der aber vermutlich kein Problem damit hat, nicht von dieser verdammten Insel hinunterzukommen. Er ist Engländer. Zumindest suggerieren dies der Cut, der Bowler und der Schirm, die er trägt. Aber doch geht etwas Seltsames von ihm aus. Vielleicht ist es die Tatsache, dass er nicht gleichgültig aus dem Fenster schaut. Tatsächlich schaut er mich an. Und lächelt dabei ein Lächeln, das wirkt, als wüsste er etwas über diese Welt, das ihn amüsieren würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als er bemerkt, dass ich ihn bemerkt habe, kommt er gemessenen Schrittes näher und neigt höflich seinen Kopf. »Gestatten? Mein Name ist Elliott F. George und ich habe das Gefühl, dass Sie ein wenig Hilfe gebrauchen könnten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Erstaunen darüber, hier nicht auf Englisch, sondern in meiner Muttersprache angesprochen zu werden, steht mir anscheinend ins Gesicht geschrieben, denn er beginnt zu schmunzeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Da haben Sie durchaus recht«, murmle ich. »Aber ich fürchte, dass Sie mir dabei nicht helfen können.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er legt fragend seinen Kopf schräg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Möchten Sie sich setzen? Dann erzähle ich ihnen gern, warum ich das befürchte ... nein eigentlich weiß ich es, denn wir sind ja hier auf der Erde.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum habe ich das gesagt? Der muss mich doch für vollkommen ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch bei meinen Worten furchen keine Zweifel die Stirn des Mannes. Vielmehr blitzt in seiner Miene plötzliches Erkennen auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich dachte mir doch schon, dass ich Sie kürzlich auf der Meta-Ebene gesehen hätte.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es dauert eine Weile, bis mein Hirn in der Lage ist, die eben gesagten Worte einzuordnen. Währenddessen starre ich George vermutlich mit offenstehendem Mund an, doch er nimmt daran keinen Anstoß.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja, es stimmt. Auch ich weiß um diese Ebene, auf der alles mit allem verbunden ist. Tatsächlich erledige ich hier unten sogar den einen oder anderen Auftrag der Obersten Direktive ... das ist die dortige Zentralverwaltung.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was nun Ihr Problem betrifft ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das löst die Starre, in die mich seine vorigen Worte versetzt hatten und ich erzähle ihm von meinem Schwur und der unbedingten Notwendigkeit, diese Insel heute noch zu verlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nichts leichter als das«, sagt George abwinkend. Damit fördert er einen Koffer zutage, den ich vorher gar nicht bemerkt hatte. Er blickt sich kurz nach allen Seiten um, dann stellt er ihn vor mir ab und klappt den Deckel auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voll fassungslosem Staunen betrachte ich die Siegessäule, die ich hinter Sträuchern, Bäumen und Blumenbeeten in einiger Entfernung erkennen kann. Darum herum fließt der typische Verkehr eines Sonntagnachmittages.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Exakt dort. Exakt jetzt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nur zu«, ermuntert mich George. »Gehen Sie durch, dann schaffen Sie es noch rechtzeitig zu Ihrer Verabredung.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber der Koffer ... wie ... woher haben Sie ...?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           George lächelt wieder sein wissendes Lächeln. »Ach, wissen Sie, den habe ich auf einer meiner Geschäftsreisen von einer lieben Freundin bekommen. Marlene sagte immer, sie habe noch einen Koffer in Berlin.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 11 Jul 2022 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/home02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Heimaterde</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/home01</link>
      <description>Heimat to-go</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von N.K.Jemisin - "Home is what you take with you, not what you leave behind ." (The fifth season)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Streichquartett spielte diskret Mozart im Hintergrund. Im Vordergrund feierte man sich selbst. Chanel lehnte sich kichernd an Hugo Boss, Dior funkelte neben einem lässigen Armani und Veuve Cliquot löste jedem die Zunge. Ein Ministerpräsident beäugte eine Schauspielerin, ein Bankmanager beäugte einen der hübschen jungen Kellner. Alle beäugten mehr oder weniger diskret Viv. Es roch nach Luxusparfüms und Fingerfood. Viv strich über das kleine Medaillon an ihrem Hals. Sie langweilte sich dezent.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/heimaterde/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Jul 2022 18:39:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/home01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wagnisse und rätselhafte Wesen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/luegner03</link>
      <description>Dort oben auf dem Berg, da steht ein Gerüst ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Cornelia Funke: "Wir sind alle Lügner, wenn es uns nützt." (Tintenherz)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war die dritte einsame Nacht. Andra hatte sich einen Ort gesucht, an dem sie nie zuvor mit Elyf gewesen war. Der Wind brachte die Metallstreben zum Singen, abgerissene Planen schlugen dazu einen wilden Rhythmus. Irgendwann einmal mussten die Planen die Kuppel über ihr geschlossen haben. Das seltsame Gebilde stand auf einem Hügel – Berg, nannten sie den hier. Andra schnaubte. Die hatten doch keine Ahnung von Bergen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1047" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Jun 2022 18:28:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/luegner03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/287502948_559952812191237_2877399423379438893_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Scrabble für Fortgeschrittene</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/luegner02</link>
      <description>Was ist das eigentlich, eine Lüge?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Cornelia Funke - "Wir sind alle Lügner, wenn es uns nützt." (Tintenherz)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dieses Warten wird mich irgendwann wahrscheinlich töten. Ich werde hier sitzen und vor Langeweile einfach umfallen und aufhören zu existieren. Dabei kann ich noch von Glück reden, dass ich immerhin auf der Metaebene gelandet bin und nicht da unten auf der Erde, wo fast schon das letzte Fünkchen Magie durch die schiere Ignoranz dieser Menschen ausgerottet worden ist.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorsichtig verlagere ich das Gewicht auf mein linkes Bein – nach 200 Quadrillen hat das rechte sich eine Pause verdient. Verstohlen blicke ich mich dabei um, denn anders als die Menschen, könnten die Metaner mich auch dann entdecken, wenn ich zwar nicht beschlossen habe, mich ihnen zu zeigen, aber einen Moment lang nicht aufpasse. Und wenn sie bemerken, dass es sich bei mir nicht um eine Statue handelt, die in der Ecke des Restaurants steht, dann habe ich vielleicht noch mehr Probleme, als einfach nur nicht hier wegzukommen. Das Einzige, was hier oben angeblich noch schlimmer sein soll als auf der Erde, ist die Bürokratie. Die kämen vielleicht sogar auf die Idee, mir eine Gebühr dafür abzuknöpfen, dass ich hier herumstehe und Platz verbrauche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und mit dem Aufpassen hast du’s ja nicht gerade. Immerhin bist du nur deswegen hier gelandet, weil sich das Portal nicht in dein Wohnzimmer geöffnet hat, sondern hierher. Und das konnte nur geschehen, weil du dir von Brutus zwei V für ein X hast vormachen lassen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann es gerade noch vermeiden, dass das unwillige Schnauben, mit dem ich die ewige Litanei in meinem Neben-Hirn beenden möchte, den Staub aufwirbelt, der sich in den letzten Hexa-Tropussen auf mir niedergelassen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick öffnet sich die Tür und ein Mädchen kommt fröhlich summend herein. Ihr sommersprossiges Gesicht wird umrahmt von einem Schopf karottenroten Haares, das sie zu zwei seitlich abstehenden Zöpfen geflochten hat. Unter einer Art Kittelschürze, die sie trägt, schauen die Ärmel einer etwas zu groß geratenen, grünen Bluse hervor. Ihre in verschiedenen Farben bestrumpften Beine stecken in schwarzen Stiefeln, die auch nicht ganz ihre Größe zu haben scheinen. Doch sie lässt sich davon nicht stören und setzt sich an einen Tisch ganz in meiner Nähe. Als der Kellner kommt, zeigt sie mit ihrem Finger auf eines der Bilder in der Speisekarte und ordert sich dazu noch ein großes Glas Melusinen-Saft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon nach kurzer Zeit wird ihr serviert. Aber sie beginnt nicht zu essen, sondern dreht sich ein Stück nach rechts und sieht mir direkt in die Augen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Schönes Wetter heute, nicht wahr?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Redet sie etwa mit mir?!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir wird zuerst eiskalt, dann immer heißer. Verzweifelt versuche ich, mich wieder zu beruhigen. Wenn ich eins nicht gebrauchen kann, dann ist es ein Schweißausbruch, der feuchte Bahnen in die Staubschicht malen würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du siehst traurig aus«, wendet sie sich erneut eindeutig an mich. »Tut dir etwas weh?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schüttle meinen Kopf. Nun ja, es ist kein wirkliches Schütteln – eher ein langsames Drehen um etwa einen halben Zentimeter nach rechts und links. Schließlich will ich ja weiterhin unerkannt bleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Damit isses wohl eh nicht weit her,
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           bemerkt mein Neben-Hirn.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wenn selbst die Kleine weiß, dass du nicht zur Einrichtung gehörst, dann kannst du dich auch gleich neben sie auf den Stuhl setzen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nee, das würde ich besser nicht machen«, ruft das Mädchen und kichert. »Der Stuhl hält dich bestimmt nicht aus.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Kann sie das hören?!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kellner streckt seinen Kopf über dem Bartresen vor und mustert sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Oder sieht er uns an?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun wird aus dem Kichern ein Lachen. »Ja. Aber nein.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit leicht pikierter Miene kommt nun der gesamte Kellner hinter dem Tresen hervor und fragt im Näherkommen: »Ist etwas nicht in Ordnung? Schmeckt dir die Suppe nicht?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, Quatsch«, gibt das Mädchen vergnügt zurück. »Die schmeckt bestimmt toll. Aber ich warte noch ein bisschen, bis sie kalt geworden ist. Und in der Zwischenzeit unterhalte ich mich mit meinem neuen Freund. Ich hab ihm gerade gesagt, dass ich ihn gut verstehe und dass du nur mich angesehen hast.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fragezeichen-Index auf der Miene des Kellners erhöht sich exponentiell. »Freund?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Na, toll. Jetzt bin ich ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na klar, mein Freund Benjamin, der lila Elefant. Aber den kannst du nicht sehen, weil du schon zu alt dazu bist.« Sie kramt in der Tasche ihres Kittels und fördert eine Handvoll golden glänzender Münzen zutage. »Hier, damit du nicht tarurig bist.« Sie drückt dem Kellner die Münzen in die Hand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er schaut zuerst das Geld an und dann wieder sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Reicht das nicht?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Reichen? Ja, aber ... aber das ist viel ... zu viel.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie zuckt mit den Schultern. »Dann kannst du ja deinen Freunden noch was davon abgeben. Ich unterhalt mich jetzt aber noch ein bisschen mit Benjamin, wenn’s dir nichts ausmacht. Es macht dir doch nichts aus? Unsichtbare Elefanten sind nämlich sehr sensibel – besonders die lilafarbenen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kein Problem«, gibt der Kellner mit einem etwas zu breiten Grinsen zurück. Er schaut sich schnell nach allen Seiten um, birgt den Berg Münzen an seiner Brust und verlässt uns betont unauffällig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Also kannst du mich tatsächlich verstehen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Natürlich. Das kann eigentlich jeder, der genau hinhört.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und wie hast du mich gefunden? Also, warum ... bist du hergekommen? Oder ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Gedanken fühlen sich an, als hätte ich versucht, mit ihnen einen Doppelknoten zu machen und würde nun die losen Enden nicht mehr finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie winkt ab. »Mein Freund, Herr Panse, macht hier ab und zu sauber. Und da hat er bemerkt, dass du einmal fast niesen musstest, als er dich abgestaubt hat.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Du meinst das Äffchen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Richtig. Und er hat mir auch erzählt, dass er letztens in einer Bar so einen wie dich gesehen hat. Und der hat sich damit gebrüstet, dass er beim Incanto-Puzzle immer trickst. Das fand ich gemein. Deswegen bin ich hergekommen, um dir zu helfen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Helfen? Wie denn?! Ich brauche unbedingt ein X, um ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nichts leichter als das«, sagt das Mädchen. Dann steckt sie die Finger in ihren Teller und rührt langsam darin herum. Nein, sie schiebt dort verschiedenfarbige Dinge hin und her, bis sie schließlich das einzige rote ergreift und mir hinhält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ein X! Und ich dachte, du hättest dir etwas zum Essen bestellt.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was soll ich denn mit Buchstabensuppe? Ich kann doch gar nicht lesen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Jun 2022 19:59:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/luegner02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ihr Freund Fred</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/luegner01</link>
      <description>Hauptsache ein Freund.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Cornelia Funke: "Wir sind alle Lügner, wenn es uns nützt." (Tintenherz)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Marie nimmt Abschied. Der nette neue Pfleger hat ihren Rollstuhl heute zum letzten Mal auf die Seepromenade geschoben, gleich neben eine Bank. Dann ist er zum kleinen Kiosk ein paar Meter weiter gegangen, wo er raucht und mit der Verkäuferin flirtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sonnenstrahlen tanzen auf dem Wasser, es ist ein schöner Frühsommermorgen. An der Dampferanlegestelle liegt die River Queen und wartet auf Besucher. Zwei kleine, weiße Busse rollen an. Tagespflege Haus Sonnenhöhe steht an der Seite. Türen rollen seitlich auf, hinten wird eine Rampe ausgefahren. Die Busse speien kleine, gebeugte Gestalten aus, die verwirrt ins Sonnenlicht blinzeln. Fröhlich-energisch werden sie vom mitgelieferten Begleitpersonal zur Anlegestelle hinüber gescheucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/ihr-freund-fred/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Jun 2022 19:49:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/luegner01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein poetischer Moment</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pegasus01</link>
      <description>Manchmal ist der Musenkuss doch nur Mist.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zum 5. Montag eines Monats gibt es wunderbare Wesen - Den Pegasus
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Henry ließ sich auf der Bank beim Pegasus nieder. Langsam, denn seine Knie machten ihm Schwierigkeiten. Keine Kunst ist’s, alt zu werden/Es ist Kunst, es zu ertragen, so schrieb Goethe einst. Henry hatte sich mit den körperlichen Beschwerden abgefunden. Es war Herbst, nicht nur in der Stadt, sondern auch in seinem Leben. Der Winter stand vor der Tür, und das war nun mal der Lauf der Welt. Was Henry dagegen viel mehr umtrieb, war, dass er nicht mehr dichten konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/ein-poetischer-moment/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 May 2022 15:19:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pegasus01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/ein-poetischer-Moment.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie der Vater so der Sohn</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pegasus02</link>
      <description>Für die Menschen ist es ein Zauber ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zum 5. Montag eines Monats gibt es wunderbare Wesen - Der Pegasos
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mama, ich bin zu Hause«, ruft es von der Eingangspforte her.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Natürlich, mein Schatz«, gebe ich lächelnd zur Antwort. »Deinen Hufschlag würde ich unter Tausenden erkennen.« Ich wende mich von der Weide ab, die ich für das Abendessen vorbereitet habe, und gehe ihm ein Stück entgegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er galoppiert über den leicht zum Bach hin abfallenden Weg, die Schwingen ausgebreitet, springt ab und lässt sich darüber gleiten, anstatt die Brücke zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ah, ich sehe, du hast die Lektionen der letzten Quadrille ordentlich geübt. Dann kannst du bestimmt auch bald ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, Mama«, unterbricht mich der Kleine. »Das kann ich doch schon alles ganz lange. Heute habe ich sogar schon Einkriege mit den Schäfchenwolken gespielt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie schön. Dann macht dir die Schule also Spaß?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das eben noch freudestrahlende Gesicht meines Sohns verwandelt sich im Nu in eine abfällige Grimasse. »Nee, die Schule ist doof.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Huch, wieso das denn?« Ich schaue ihn mit schräggelegtem Kopf an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, das verstehst du nicht«, grummelt er und scharrt mit dem linken Vorderhuf im Sand – ein untrügliches Zeichen dafür, dass er traurig ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dann hilf mir doch, es zu verstehen. Sind die Fächer langweilig?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein, die sind toll. Das habe ich doch eben schon gesagt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich verzichte darauf, ihm zu sagen, dass er es mir nicht wirklich gesagt, sondern nur von seinen Fortschritten beim Fliegen berichtet hat. »Sind die Lehrer vielleicht zu streng?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »M-mh«, entgegnet er und schüttelt seine Mähne. »Die müssen streng sein. Sonst lernen wir ja nichts.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Langsam nicke ich und versuche es dann noch einmal. »Sind es vielleicht die anderen Kinder in deiner Klasse?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Scharren wird stärker und nun lässt er auch noch den Kopf hängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, Liebling, das ist ja schade. Was machen sie denn Schlimmes?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Die geben alle mit ihren Vätern an«, murmelt er.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha, und was ...?«, beginne ich, doch in diesem Moment bricht es aus ihm heraus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Chrys ist der Schlimmste! Die ganze Zeit über prahlt er damit, dass sein Vater unten auf der Erde ne ganz große Nummer ist. Hat angeblich tausend Abenteuer mit irgend so einem Typen unten auf der Erde bestanden. Wie hieß der noch gleich? Hmm, weiß nicht mehr ... irgendsowas wie Telefon. Und dann hat er wohl für Götter gearbeitet ... was sind eigentlich Götter, Mama?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überrumpelt von dieser Frage, dauert es ein wenig, bis ich ihm darauf antworten kann. Dann gebe ich ein Schnauben von mir. »Ach, weißt du, das ist ein Konzept, mit dem sich die Menschen unten auf der Erde all das zu erklären versuchen, was sie nicht verstehen. Wenn also zum Beispiel Pferde dort unten fliegen können oder Büsche anfangen zu sprechen, dann sind sie der Meinung, dass höhere Mächte im Spiel sind. Und höhere Mächte werden dort Götter genannt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Scharren seines Hufs stoppt und er schaut mich mit großen Augen an. »Aber fliegende Pferde sind doch ganz normal.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja, hier auf der Metaebene schon. Aber nicht auf der Erde. Da werden wir ‘Pegasos’ genannt und es gibt Mythen und Legenden darüber, dass uns ... na ja, eben Götter erschaffen haben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt schnaubt auch er. »Also ist das überhaupt keine große Sache, was der Vater von Chrys so alles auf der Erde gemacht haben soll.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Genau«, antworte ich, erleichtert darüber, dass die Miene meines Kleinen wieder fröhlicher wirkt. »Ganz anders als dein Paps ...«, rutscht es mir heraus, bevor ich merke, dass ich darüber eigentlich nicht reden soll. Aber natürlich hat er es gehört. Und da ich weiß, dass er mir damit sowieso keine Ruhe lassen wird, nicke ich und versuche es mit einer Kurzfassung. »Als sein Sohn hast du das Recht, es zu erfahren. Aber es ist geheim und du darfst es auf keinen Fall weitersagen. Wenn es die Runde machen würde, dann könnten früher oder später auch die Menschen davon erfahren und damit würde einer der wenigen Zauber dort unten kaputtgehen, an den dort noch viele von ihnen glauben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fasziniert fixiert mich der Kleine. Sein Schweif peitscht dabei aufgeregt hin und her.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dein Vater ist auf der Erde in geheimer Mission unterwegs, weil er einer der wenigen Pegasoi ist, die da unten ihre Flügel in etwas anderes verwandeln können, ohne ihre Flugfähigkeit zu verlieren. Das verwendet er für ein Transportunternehmen, das viele Menschen glücklich macht. Mehr darf ich dir leider nicht verraten, aber du kannst stolz auf ihn sein.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Liebling steigt auf die Hinterbeine, schüttelt seine Federn und gibt ein wieherndes Lachen von sich. »Danke, Mama, dass du mir das erzählt hast. Wenn Chrys wieder so einen Blödsinn von seinem Alten erzählt, dann werde ich bestimmt nichts sagen. Aber ich weiß etwas, das er nicht weiß. Ich glaube, ich esse noch ein bisschen Gras und ein paar Kräuter und lege mich dann schlafen. Gute Nacht, Mama.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Gute Nacht, Rudolf.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 30 May 2022 09:19:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/pegasus02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Gesang der Bäume</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/time03</link>
      <description>Gefangen zwischen Wunsch und Wirklichkeit</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Terry Pratchett "Time is a drug. Too much of it kills you."  (Small Gods)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesang stockte. Nur für den Bruchteil einer Sekunde. Aber jetzt, da sie das Stocken vernommen hatte, konnte sie es nicht länger ignorieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oder doch?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1042" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 16 May 2022 08:25:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/time03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bevor es zu spät ist</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/time02</link>
      <description>Manche Sachen sind einfach unwiderstehlich.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Terry Pratchett - "Time is a drug. Too much of it kills you." (Small Gods)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klingel von meiner Ladentür schellt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich liebe ihren Klang. Es ist ein antikes Stück, das aus einer Glocke besteht, die an einem Metallbügel angebracht ist. Dieser Bügel wird dann so aufgehängt, dass der Türflügel die Glocke bei jedem Öffnen und Schließen zum Klingen bringt. Ich habe sie damals unten auf der Erde auf einem Flohmarkt erworben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich war ich ja dort, um ein paar Flöhe für meinen Zirkus hier auf der Metaebene zu kaufen. Ein Bekannter hatte mir davon erzählt und ich war voller Erwartung hinuntergestiegen. Ein ganzer Markt für Flöhe. Aber was soll ich Ihnen sagen? Sie hatten gar keine. Nur mehr oder weniger kaputtes Zeug. Selbst in den Kleidungsstücken, die hie und da herumhingen, konnte ich keine finden. Nur Motten. Natürlich. Und es waren noch nicht einmal Kla-Motten. Die hätte ich wenigstens noch zu Mottenpulver machen und hier oben verticken können. Körperbedeckung mit diesem speziellen silbrigen Glanz von Kla-Motten-Pulver ist gerade besonders ... aber ich schweife ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und irgendwas ist seltsam. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich komme zuerst nicht darauf, was es ist. Doch dann wird es mir klar. Die Glocke hat nur einmal geschellt. Also ist die Tür noch nicht wieder zugefallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neugierig geworden gehe ich aus dem Lager in den Verkaufsraum, den ich gut gefüllt zu sehen erwarte. Warum sonst sollte die Tür noch offen stehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch es steht darin nur eine einzige Person. Und sie hat immer noch den Türknauf in der Hand. Aber nein, sie bewegt sich, denn in diesem Moment lässt sie ihn los. Die Tür fällt zurück ins Schloss und bringt meine liebe Klingel vorschriftsmäßig zum zweiten Schellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Guten Tag, der Herr«, begrüße ich ihn und gehe ihm entgegen. »Willkommen bei Kammer &amp;amp; Jäger, Schädlingsbekämpfungsmittel aller Art. Ich bin Konrad Kammer. Was kann ich für Sie tun?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Langsam, sehr langsam breitet sich ein Lächeln auf den Zügen des Mannes aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Guten ... Tag ... Ich ... hoffe ... Sie ... haben ... ein ... Mittel ... für ... mich?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Selbstverständlich, der Herr. Wenn wir von Schädlingsbekämpfungsmitteln aller Art sprechen, dann meinen wir das wörtlich. Wogegen genau darf ich Ihnen helfen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich .... weiß .... nicht .... genau«, kommt es von ihm zurück. Es macht geradezu den Anschein, dass er jedes der Worte, die er ausspricht, zuerst aus mikroskopisch kleinen Teilen zusammensetzen müsste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wo liegt denn ihr Problem?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich ..... werde ..... immer ..... tougher.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha. Und wie genau äußert sich das?«, frage ich, obwohl ich inzwischen eine ziemlich genaue Vorstellung davon habe, was bei ihm im Argen liegt. Aber ich muss sicher sein, denn wenn meine Vermutung sich bestätigt, dann hat nicht nur er ein Problem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zeitlupentempo dreht er sich um und zeigt mir graue Schlieren an Beinen, Hintern und Rücken, die selbst durch seine goldene Körperbedeckung klar erkennbar sind. Die Gewissheit lässt mir spontan einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Verdammt, Sie haben Zeitfresser!«, entfährt es mir, obwohl ich ihn eigentlich einfühlsamer auf sein mögliches Schicksal vorbereiten wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er schließt ganz langsam seine Augen und senkt den Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ...... hatte ...... ich ...... befürchtet ...... Und ...... was ...... jetzt? ...... Ich ...... dachte ...... die ...... sind ...... nur ...... ein ...... Mythos.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Und tödlich, wenn mir nicht schnell etwas einfällt!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , schießt es mir durch den Kopf. Es gibt nicht viele Dinge, die uns hier auf der Metaebene töten können, aber diese fiesen kleinen Biester gehören auf jeden Fall dazu. Und jetzt ist mir auch klar, warum er so langsam ist. Der Legende nach bestehen sie aus Zeit. Das wäre an und für sich kein Problem. Wir haben hier genug davon. Der Zahn der Zeit nagt nicht an uns, aber wenn sie sich unkontrolliert vermehren kann, dann wird aus dem Zahn Stein. Und Stein lebt nun einmal nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie haben Sie das bloß hinbekommen?!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mein ....... Business ....... Damals ....... kam ....... es ....... mir ....... wie ....... eine ....... gute ....... Idee ....... vor«, sagt er und hebt seine Hand, in der er einen Flyer hält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »KOMMEN SIE INS TIME-TEAM!«, schreit mich die Überschrift an. Ich überfliege die restlichen Zeilen und komme aus dem Staunen nicht heraus. Der Typ hat doch allen Ernstes unten auf der Erde eine Bank für Zeit am Laufen. Da kann man sich Zeit sparen, um sie später in Ruhe genießen zu können. Schon ab 5 Sekunden pro Erdentag geht’s los.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ernsthaft? Das machen die da unten? Aber was hat das mit Ihrem ... Problem zu tun?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er schaut mich mit betretener Miene an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Der ........ Zeit-Pool ........ Da ........ wo ........ all ........ das ........ Guthaben ........ gelagert ........ ist ........ Ich ........ konnte ........ nicht ........ widerstehen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sind Sie da etwa reingesprungen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er schlägt die Augen nieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kopfschüttelnd setze ich zu einer Tirade an, wie sie auch meine Kinder zu hören bekommen, wenn sie mal wieder Binge-Watching betrieben haben. So ein Binge sieht zwar niedlich aus, aber es ist fürchterlich scheu und erholt sich nur schwer davon, ständig begafft zu werden. Da wird mir bewusst, dass dieser Mann – anders als meine Kinder – davon nicht einfach nur viereckige Augen bekommen wird, sondern bald nur noch ein Standbild ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wirble herum und renne in mein Lager, auf der Suche nach etwas, mit dem ich diesem armen Tropf helfen kann. Sicher, er hat sich seinen Zustand selbst zuzuschreiben und auch wenn die Gier im Multiversum eine Konstante ist, so hat er ja nur mal in die Zeit eintauchen wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch nirgendwo findet sich etwas, mit dem ich hoffen kann, den desaströsen Effekt der Zeitfresser zumindest stoppen zu können. Immerhin hat der Mann durchaus recht damit gehabt, als er sagte, dass er sie für einen Mythos gehalten hat. Regal um Regal durchstöbere ich, schaue in die hintersten Winkel, aber keine Kur ist in Sicht. In meiner Hast stoße ich fast den Topf vom Herd, in dem ich gerade mein Essen zubereiten wollte, als der Unglückselige eintraf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da fällt mein Blick auf die Verpackung daneben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kann das klappen? Egal, es muss.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schnappe mir den Topf und einen Löffel, dann haste zurück in den Verkaufsraum. Um keine Zeit zu verlieren, rufe ich schon von unterwegs: »Mund auf!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum dass ich bei ihm bin, stopfe ich dem Mann einen gut gefüllten Löffel in den Mund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ob er überhaupt noch schlucken kann?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine entsetzlich lange Weile geschieht nichts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch dann gibt er ein Geräusch von sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mmmmmmh ........ das ....... schmeckt ...... gut ..... Was .... ist ... das?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Tempo-Linsen. Gibt’s auf der Erde in jedem guten Ostalgie-Shop.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 May 2022 11:09:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/time02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Bevor+es+zu+sp%C3%A4t+ist.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wonderland 2.0</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/time01</link>
      <description>Sie hat sich ihre Strafe selbst gewählt.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Terry Pratchett: "Time is a drug. Too much of it kills you." (Small Gods)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schlange vor dem Eingang zum Wonderland-Club ist heute Nacht besonders lang. Aber ich war noch nie gut im Warten. Außerdem habe ich eine Lieferung. Während hinter mir leises Murren ertönt, mustert die Türsteher-Androidin mich mit kritischem Blick.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Sonnenbrille? Zu hell heute Nacht, Hatty?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich trage ein Spezialmodell, das Mouse extra für mich angefertigt hat. Aber das muss sie ja nicht wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/wonderland-2-0/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 02 May 2022 08:20:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/time01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/IMG_5E88957FFE96-1.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Sozietät und andere glitzernde Verlockungen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/geschichte03</link>
      <description>Ein Angebot, das man (nicht) ablehnen sollte.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat "Die Welt ist eine große Geschichte und wir spielen alle darin mit." von Michael Ende (Momo)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           S P H I N X
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sozietät für phantastische Halbwesen in Notlagen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           X (marks the spot)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andra starrte das Grafitti auf dem Brückenpfeiler an. Die Schrift glitzerte silbern im Sonnenlicht. Das Glitzern hatte sie überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht. Glitzerdinge waren nun einmal unwiderstehlich – und in dieser Stadt gab es entschieden zu viele davon. Andra schüttelte den Kopf über sich selbst. Nicht das Glitzern war der Punkt, sondern die Worte. Sie war lange genug in dieser Welt, um zu wissen, dass sie hier als phantastisches Halbwesen gelten würde, wenn Menschen von ihrer Drachenseite wüssten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1024" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Apr 2022 08:14:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/geschichte03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Bildschirmfoto+2022-05-17+um+09.51.13.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kunstgriff</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/geschichte02</link>
      <description>Nicht nur Namen geben anderen Macht über dich.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Michael Ende - "Das Leben ist eine Geschichte und wir spielen alle darin mit." (Momo)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Na, wen haben wir denn da? Was bist du für ein seltsames Bürschchen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Galath fuhr zu der harschen Stimme herum und traute seinen Augen nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Eben war ich doch noch in meinem Autoren-Alkoven oben auf dem Elfenbeinturm? Was ist passiert?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »He, was ist los? Hat’s dir die Sprache verschlagen?«, kam es erneut aus dem Mund des Mannes, der ihn eben angesprochen hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielmehr vermutete Galath dies, denn durch das Visier des Helmes, den der Kerl trug, war sein Mund nicht zu sehen. Nur seine Augen. Und was darin zu lesen war, verhieß nichts Gutes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wo zur Hölle bin ich? Oder ist das vielleicht einfach nur ein Traum?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich rede mit dir, Hundsfott!«, erscholl die Stimme des Unbekannten ein weiteres Mal und wenn es ihm nicht schon die Anrede gesagt hätte, mit der sie ihn bedachte, so hätte Galath am Tonfall sofort erkannt, dass er in Schwierigkeiten war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Aber wie soll ich diesem Typen denn eine Antwort geben, mit der er zufrieden ist, wenn ich keinen Schimmer habe, was ich ihm überhaupt antworten soll? Denk ... denk ... denk ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Knirschen, Quietschen und Poltern unterbrach Galaths Gedanken. Der in eine schwarze Rüstung gekleidete Fremde hatte anscheinend endgültig die Geduld mit ihm verloren, denn er setzte sich in Bewegung und kam nun auf ihn zugestampft – in einer Geschwindigkeit, die fast unmöglich schien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Aber nur fast! Hör auf, hier Löcher in die Luft zu starren und renn! Denken kannst du dabei immer noch.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Galath drehte sich weg von dem Hünen und rannte los. So schnell es der unebene Pfad zuließ, der vor ihm an einer steilen Felswand entlangführte, hastete er vor diesem eisenbewährten Fleischberg davon, der noch dazu inzwischen eine Axt gezückt hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich bin ganz bestimmt nicht mehr dort, wo ich vorhin gearbeitet habe. Wie konnte das passieren? Was war das letzte, das ich getan habe?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor ihm teilte sich der Weg. Ein noch schmalerer Pfad bog nach links ab, ein weiterer führte mehr oder weniger geradeaus zu einer Brücke.
Instinktiv wollten Galaths Füße ihn geradeaus auf den besser begehbaren Pfad leiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Nein! Nicht da lang! Auf der anderen Seite des Flusses ist ein Zollhaus. Da könnten Kumpane von dem Typen lauern.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Galath schlug einen Haken und bog ab auf den schmaleren Pfad, der weiter an der Felswand und eher bergab führte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und er ist schmal genug, dass der Bastard mich nicht so leicht erwischt. Jetzt muss nur noch ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick gewahrte Galath eine Lücke im Fels und atmete erleichtert auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Die Treppe. Ich wusste es doch!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sein Notebook fest mit der Linken umklammernd, sprang er über einen schmalen Bachlauf, der den Felseinschnitt vom Pfad trennte, und kletterte die Stufen hoch, die sich dahinter nur noch vage in der Düsternis eines sich in engen Spiralen nach oben windenden Stollens abzeichneten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Einhundertdreiundzwanzig Stufen
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , dachte er fieberhaft, während er keuchend vor Anstrengung immer weiter kletterte.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Es sind nur einhundert... Moment, woher weiß ich das?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick kam er an eine eisenbewehrte, hölzerne Tür. Galath stieß sie auf und wurde vom plötzlich hellen Schein der Sonne geblendet. Doch kaum dass seine Augen sich ans Licht gewöhnt hatten, breitete sich ein ungläubiges Lächeln auf seinem Gesicht aus, während er langsam auf einen von allen Seiten umfriedeten freien Platz trat. Dort drehte er sich im Kreis und sog die sich ihm bietenden Bilder förmlich in sich auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Der Zwinger. Genau so habe ich ihn mir vorgestellt. Exakt so habe ich ihn beschrieben. Die abweisenden, glatt gefugten Mauern. Das Gittertor zur Hauptburg. Das eisenbewehrte Haupttor nach draußen. Und die in einer dunklen Nische verborgene Fluchttür, durch die ich eben gekommen bin. Träume ich also vielleicht doch?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann fiel ihm ein, dass er tatsächlich gar nicht mehr an seinem Text gearbeitet, sondern sich in den in der Geheimratsecke stehenden Ohrensessel gesetzt hatte, um sich die letzten zwei Kapitel noch einmal auf der Projektionsfläche präsentieren zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Hat die mich etwa trans...?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick wurde er hart von etwas an der Schulter getroffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, sieh mal einer an. Da ist es ja, das Schandbalg«, höhnte die nur allzu bekannte Stimme von über ihm. »Hast wohl gedacht, du könntest mir entkommen, du Schwartenrutscher.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verwünschungen vom Söller und die Schmerzen in seiner Schulter ignorierend beugte Galath sich vor, um den Gegenstand, der ihn getroffen hatte, in Augenschein zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Eine verdammte Kanonenkugel. Der Typ hat ernsthaft eine Kanonenkugel nach mir geworfen, die ich nicht einmal anheben kann. Und diese Schmerzen. Das kann kein Traum sein.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Krachen ließ Galath zusammenfahren. Aber es war kein erneutes Wurfgeschoss, das auf ihn gezielt worden war. Schlimmer. Es war der Ton, mit dem die Ausfall-Pforte im Gittertor ins Schloss fiel, nachdem der Gepanzerte sich hindurchgezwängt hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Traum oder nicht – ich muss hier weg!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Galath hob das Notebook auf, das er vor Schreck fallengelassen hatte, wirbelte herum und sprintete, so schnell es sein lädierter Zustand zuließ, zurück zur Tür, durch die er in der Hoffnung getreten war, endlich in Sicherheit zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Zum Glück hat mich die Kugel nur gestreift, sonst wäre ich jetzt schon Mus.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber die erneut aufkeimende Hoffnung zerstob jäh, als Galath bemerkte, dass sich die Tür nicht mehr öffnen ließ. Eiskalt lief es ihm den Rücken hinunter, während er sich langsam zu dem Hünen umdrehte, der nun mit hochgeklapptem Visier gemessenen Schrittes auf ihn zukam. Jeder der Schritte ließ den Boden unter Galath erbeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Oder sind das meine Knie, die so zittern? Egal, gleich werden sie mich eh nicht mehr tragen müssen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beide Arme schützend vor seiner Brust verschränkt wagte Galath seinen Blick zu heben, um seinem Verderben in die Augen zu sehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was meinst du eigentlich, was du da tust, Auswürfling. Dein Schild bedeckt ja nicht einmal deine schmächtige Brust. Ich werde dich zerschmettern, so wahr ich Elyan der Weiße bin.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Schild? Das ist kein Schild. Das ist ein ... Moment. Kann das möglich sein?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fieberhaft löste Galath seine verkrampfte Haltung und klappte das Notebook auf. Mit zitternden Fingern versuchte er verzweifelt, eine Tastenkombination zu bedienen und einen Begriff einzutippen, während Elyan seine Schritte beschleunigte, und brüllend die Axt zum ersten Hieb erhob.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und Galath drückte »Delete«.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 11 Apr 2022 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/geschichte02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schnell und schmerzlos</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/geschichte01</link>
      <description>Ist es Schicksal? Oder kann man da noch was machen?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Michael Ende: "Das Leben ist eine Geschichte und wir spielen alle darin mit." (Momo)
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die kleine Assassine schlich durch die Dunkelheit. Es war eine kühle Herbstnacht, die nach Regen und Holzfeuern roch. Sie hatte ursprünglich einen netten Abend mit ein paar Freunden in der Taverne verbringen wollen, aber dann war dieser dringende Auftrag hereingekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/schnell-und-schmerzlos/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Apr 2022 15:35:16 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/geschichte01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Atmen und hoffen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/papierkorb03</link>
      <description>Mische niemals Wasser mit Feuer</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat "Papierkorb - Das wichtigste Haustier des Schriftstellers." von Otfried Preussler
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andra starrte in den Abend hinaus. Ihr Zimmer über der Krähenbar ging hinaus auf die stets einsame Gasse, und das gelbliche Licht der Laterne gleich neben dem Eingang strich über ihr Fenster, machte den Abend dämmrig statt dunkel, brachte die Regentropfen zum Funkeln, die seit Stunden hinabfielen und an ihre Fensterscheibe klopften. Genauso lang wie sie versuchte, die Erinnerung auf Distanz zu halten, hartnäckig wie das Klopfen selbst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=1014" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 21 Mar 2022 17:38:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/papierkorb03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/signal-2022-03-22-020726_001.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Eckige muss ins Runde</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/papierkorb02</link>
      <description>Manchmal muss man sich Sachen eben doch nochmal durch den Kopf gehen lassen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Otfried Preussler - "Papierkorb - Das wichtigste Haustier des Schriftstellers."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Was für ein Glück, dass ich Freunde in höheren Ebenen habe – besser gesagt in einer höheren Ebene.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war in meinem Sommerurlaub, als ich sie zum ersten Mal traf. Ich genoss einen Spaziergang durch Brixen. In der morgendlichen Sonne war ich vom »Grünen Baum«, in dem ich übernachtete, über die Brücke zuerst am »Goldenen Adler« vorbei und dann durch einige Gässchen der Altstadt geschlendert, bevor ich zur Widmannbrücke ging, weil ich mir von dort aus den Zusammenfluss von Rienz und Eisack anschauen wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch ich bog vorher ab, weil mich der selbst für einen angehenden Phantastik-Autor ungewöhnliche Anblick einer Gestalt fast schon gefangen nahm, die ein Stück zur Rechten an eine knorrige Robinie gelehnt saß und intensiv etwas zu studieren schien. Schon der Baum selbst hätte mich als treuen Leser von Tolkiens Ring-Trilogie dazu veranlasst, auf den Uferweg einzubiegen, an dem er stand. Tatsächlich waren es sogar eine ganze Menge Robinien, die mich spontan überlegen ließen, ob ich Baumbart, den Ent, der den Hobbits Merry und Pippin beim Kampf gegen Saruman geholfen hatte, irgendwie erreichen könnte, um ihm zu erzählen, dass ich die verloren geglaubten Ent-Frauen gefunden hätte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die daneben sitzende Gestalt toppte meine Eindrücke jedoch mühelos. Sie schien in einen Umhang aus Moos und Flechten gehüllt zu sein. Auf dem Kopf trug sie einen spitzen Hut, der für sich schon wie ein weiterer Baum wirkte. Er wirkte wie aus Rinde gefertigt und auf seiner breiten Krempe balancierte ein kleines Vogelnest.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Cooles Cosplay,
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           war mein erster Gedanke. Aber so ganz passte er nicht, denn die Kleidung wirkte – nun ja, wie Kleidung und nicht wie ein Kostüm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entweder hatte ich meine Gedanken laut geäußert oder die Tatsache, dass ich schon seit einigen Minuten in ihrer Nähe herumstand und sie anstarrte, weckte nun wiederum die Aufmerksamkeit der Person, da sie sich zu mir umdrehte. Die Frau – denn als solche konnte ich sie nun erkennen – musterte mich eine Weile lang stumm. Dann schien sie etwas in mir zu erkennen, denn sie winkte mich lächelnd zu sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sieh da, einer von denen, die sehen können, ohne zu werten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich mir meine Gedanken von eben noch einmal vergegenwärtigte, musst ich mich erst einmal räuspern, bevor ich den Kopf schütteln konnte. »Also, ehrlich gesagt ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oh, das meine ich nicht. Natürlich hast du dir das, was du gesehen hast, zu erklären versucht. Aber du bist nicht von vornherein davon ausgegangen, dass ich einen an der Waffel habe.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ähhh ... richtig. Aber wie kommen Sie ...?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Radagar.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Bitte?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nicht ‘Sie’. Mein Name ist Radagar.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oh ... angenehm, ich bin Darius.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie nickte mir zu. »Und was machst du so, Darius?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich schreibe.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ah, interessant. Schreibst du Geschichten? Das würde natürlich deine grundsätzliche Bereitschaft, das Ungewöhnliche in dein Leben zu lassen, erklären.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, das würde ich gern. Mir schwebt schon seit langer Zeit die Idee für einen phantastischen Roman im Kopf herum, aber ich habe weder das Geld noch die Zeit dazu, weil mein Job mich so fordert, obwohl er kaum genug zum Leben einbringt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und was ist dein Job?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Da schreibe ich auch, aber nur Rätsel.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick begannen Radagars Augen zu glänzen. »Sagtest du Rätsel?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja, für diese Magazine, wie du eins in der Hand hast.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun nahm ihre Miene einen geradezu beseelten Ausdruck an. »Ich hätte da einen Deal für dich.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann erzählte sie mir von der Meta-Ebene, auf der sie lebte, und schlug mir vor, im Austausch für einen steten Zufluss von mir verfasster Rätsel eine Möglichkeit zu schaffen, wie ich endlich dazu kommen könnte, meinen lang gehegten Traum vom eigenen Roman zu verwirklichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich habe ich zugesagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun bin ich in einem Alkoven ganz oben auf dem Elfenbeinturm, der mir in den nächsten zwei Wochen nach Erdzeit zur Verfügung steht. Allerdings musste ich dafür nicht einmal Urlaub nehmen, denn dieser einige Schleifenquadratmeter umfassende Bereich ist von der Erdzeit entkoppelt. Und er ist aufs Angenehmste für mich eingerichtet. In der Geheimratsecke wartet ein bequemer Ohrensessel unter der Projektionsfläche, wo ich meine Gedanken visualisieren kann. Daneben wartet ein kleiner roter Drache darauf, dass ich ihm meinen Text diktiere, den er danach auf einer langen Papierfahne ausspeit. Und auf der anderen Seite befindet sich der »Speakers Corner«, wo ich mir die fertigen Kapitel vorlesen lassen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab und zu kommt Radagar mit ihrer Sphinx vorbei und wir nehmen zusammen einen kleinen Imbiss ein – davon abgesehen bin ich allein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Na ja, fast.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Außer von mir, dem Drachen und meinen gelegentlichen Besucherinnen wird meine Kemenate noch von etwas bevölkert, das wie ein kleiner Kugelgrill auf sieben Stummelbeinchen aussieht. Auf ihnen trippelt es mir hinterher, wohin ich auch gehe, und sieht mich dabei aus großen Kulleraugen an. Manchmal stupst es mich auch sanft an, reißt dann den Mund (oder Deckel?) auf und zwinkert mir – wie es scheint aufmunternd – zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das nervt. Vor allem, weil ich nicht weiß, was ich tun soll. 
Immer, wenn ich dem kleinen Kerlchen etwas von meinem Essen abgeben will, klappt es das Mäulchen wieder zu, weicht zurück und schaut mich dabei fast schon vorwurfsvoll an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Weile lang hat es mich damit sogar davon abgehalten, etwas zu Papier zu bringen. Nur jetzt ist es nirgendwo zu sehen, nicht einmal zu hören. Das ist auch gut so, denn ich bin endlich so weit, dem Corner die Blätter des gerade fertiggestellten ersten Kapitels zu übergeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voller Anspannung lege ich den Stapel auf das Pult, um den Vorlese-Prozess zu starten. Dann setze ich mich auf den Ohrensessel, lehne mich zurück und versuche, mich zu entspannen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Speaker startet und ich muss schon nach wenigen Absätzen zugeben, dass das so nicht geht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das ist völlig wirres Zeug! Aber vielleicht wird es später ja besser.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich lasse den Speaker schneller machen, greife mir schon einmal die ersten Blätter und lege sie neben den Sessel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es wird nicht besser. Vor meinem inneren Auge steht es vollkommen klar, doch ich kann es anscheinend nicht zu Papier bringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frustriert lasse ich den Speaker stoppen. In der eintretenden Stille nehme ich mit einem Mal etwas wahr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Knistern, dann ein Ratschen, unterbrochen von leisem Klappern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fahre zur Geräuschquelle herum und reiße überrascht die Augen auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Direkt neben mir hockt das runde Ding auf dem Boden, zerreißt mit dünnen Armen, die ich vorher gar nicht bemerkt hatte, munter die Blätter und frisst sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nein! Das darfst du nicht. Auch wenn es noch so schlecht ist, gibt es davon doch keine Kopie. Dann muss ich vollkommen von vorn anfangen!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich springe auf, will aber gleichzeitig dieses Etwas davon abhalten, sich auch noch den kümmerlichen Rest des Stapels einzuverleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich scheitere an beidem.
Ich bleibe an einem Fuß des Sessels hängen und strauchele. Der Sessel gerät ins Kippen und fällt gegen das Pult des Speakers, sodass noch mehr Papier zu Boden flattert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum dass das erste Blatt, den Grund berührt, lässt das Ding von den Fetzen ab, die ich ihm mit meinen Händen zu entreißen versuche, und stürzt sich darauf. Wie das Krümelmonster aus der Sesamstraße stopft es sich den gesamten Stapel in den Schlund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Aber das sind keine Kekse, das ist mein Traum!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verzweifelt versuche ich, doch noch etwas zu retten, aber es ist zu spät.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stunden später  – aber was bedeutet Zeit hier überhaupt? – hocke ich mit Tränen in den Augen auf dem Boden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus der Ecke hinter dem umgekippten Sessel kann ich hören, wie meine Geschichte malmend und gurgelnd Geschichte wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann aber ändert sich etwas an den Geräuschen. 
Zuerst verstummen sie, dann werden sie von leichten Hicksern abgelöst. Nun kommt das Tierchen aus dem Versteck hervor und bleibt zu meinen Füßen stehen. Dann gibt es einen mächtigen Rülpser von sich und spuckt dabei einen Klumpen Papier aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne nachzudenken, greife ich nach dem leicht feuchten Brocken und glätte ihn zu einigen Blättern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Oje, sind das wenige.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von morbider Neugier gepackt, beginne ich zu lesen. Ich will herausfinden, was übrig geblieben ist. Doch ich kenne diese Zeilen nicht. Natürlich sind das meine Worte, aber sie sind vollkommen anders zusammengesetzt. Fasziniert lese ich weiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und plötzlich ergibt alles einen Sinn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Mar 2022 08:43:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/papierkorb02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,metaebene,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Ungeplant</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/papierkorb01</link>
      <description>Von Bücherwürmern, Plotbunnys und ... Papierkörben.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Otfried Preussler: "Papierkorb: Der ist das wichtigste Haustier des Schriftstellers."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fantasy-Autorin ist glücklich. Endlich, endlich hat sie einen ungestörten Schreibtag in ihrer kleinen Wohnung vor sich. Sie hat sorgfältig alle Termine geplant und sichergestellt, dass sie keinerlei Verpflichtungen hat. Heute wird sie das phantastische Buch beginnen, auf das sie sich so lange vorbereitet hat. Sie setzt sich an den Schreibtisch. Der Kaffee steht im Becher bereit, daneben liegen die Ingwer-Kekse, die sie so gerne mag, auf einem kleinen Teller angerichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/ungeplant/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 07 Mar 2022 20:03:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/papierkorb01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wagnis</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mad03</link>
      <description>Tanze, denn daran geht die Welt nicht zugrunde.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat "We're all mad here." von Lewis Carroll
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andra drehte das Whiskyglas in ihren Händen. Manche Dinge hatten diese Menschen schon drauf, das musste sie zugeben. Sie nahm noch einen Schluck, genoss den rauchig-scharfen Geschmack in ihrem Mund. Fast so gut wie der nach einer ordentlichen Flamme. Sie leckte sich die Lippen und blickte in den Spiegel hinter dem Tresen. Es war immer wieder ein Schock, sich selbst in ihrer menschlichen Gestalt zu sehen. Sie schüttelte sich, vermisste dabei das Gefühl von Flügeln an ihrem Rücken, und trank noch einen Schluck.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=993" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 21 Feb 2022 18:55:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mad03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Wagnis.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Umwidmung</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mad02</link>
      <description>Man muss dem Kind nur einen Namen geben.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Lewis Carroll - "We're all mad here."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           MINISTERIUM FÜR MAGISCHE MITARBEIT
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Protokoll der außerordentlichen Anhörung anlässlich des Verstoßes gegen die „Gemeinsame Richtlinie zur Nichteinmischung von Meta-Ebene und Erdmagie (GRNMEE)“ am 921. Quadrill des 76. Tropus, 1300 bis 1400 Meta-Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Bitte nennen Sie für das Protokoll Ihren vollen Namen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	N’Tyne. Val N’Tyne, euer Ehren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Wir sind hier in einer Anhörung, nicht vor Gericht, Herr N’Tyne. Advocat genügt.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Natürlich, Herr Advocat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Und was ist Ihr Beruf?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Ich züchte Bienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Avcovatus:	Ganz normale Bienen?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Oh, ganz und gar nicht, euer ... Herr Advocat. Es sind Cherubienen. Meine eigene Züchtung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Für die Akte: Der Zeuge gibt die Grundlage für eine Anklage nach Paragraf 123 GRNMEE zu.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
            Erzählen Sie uns mehr darüber. Was müssen wir uns unter dieser Eigenzüchtung vorstellen?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Nun ja, Herr Advocat, das ist so. Ich betreibe seit drei Tropussen die Manufaktur auf dem Gipfel des Schlaraffenlandes. Dort, wo der Milch- und Honigstrom entspringen. Nur ist es leider so, dass mich der vorige Eigentümer beim Kauf der Immobilie nicht darüber informiert hatte, dass die Schlaraffen schon seit mehreren Tropussen kaum noch zu bändigen sind. Sie setzen sich über jegliche Einfriedung oder Verbotsschilder hinweg, um an den Honig zu kommen. Dementsprechend ist der Honigstrom aktuell nur ein schmales Rinnsal, sodass ich früher oder später mit einer Vertragserfüllungsklage seitens der Schlaraffenländer Zweistrombehörde konfrontiert werde. Da wurde mir klar, dass ich meine finanzielle Existenz nur dann würde aufrechterhalten können, wenn ich eine Möglichkeit fände, die außer Kontrolle geratenen Affen auf andere Art und Weise davon abzuhalten, die Honigproduktion zu beeinträchtigen. Also setzte ich mich einem Meta-Zoologen in Verbindung, der diese Affenart seit einigen Tropussen studiert hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Kommen Sie bitte zum Punkt. Wie genau sah nun dieser Plan aus?
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Für die Akte: Mögliche Mithaftung des Voreigentümers nach 456, Absatz 2, dritter Halbsatz prüfen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Zusammen entwickelten wir ein Konzept, das ich schließlich in die Tat umsetzte. Meine Bienen-Völker erhielten während sieben Reprodukionszyklen nur Nektar der Hosiananas aus dem Hause Chrerub, Seraph &amp;amp; Co. Die so veränderten Bienen haben nicht nur eine wesentlich erhöhte Produktionsleistung, sie sind ebenfalls in der Lage, sich gegen Schlaraffenangriffe auf die Bienenstöcke zu wehren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Wie genau können sich die Cherubienen wehren?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Ohne daran einzugehen, können sie über ihren Stachel ein ansonsten harmloses Gift injizieren, das die Affen dazu bringt, sich von den Stöcken abzuwenden und anderen Dingen zuzuwenden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Und welcher Art sind diese anderen Dinge genau?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Das lässt sich nicht sagen, Herr Advocat. Sie verschwinden dann immer, so schnell es geht, zu zweit im nächsten Wald.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Für die Akte: s. hierzu Gutachten Dr. Date (Beweismittel 1a in der Anlage).
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
            Sie haben sich also nicht weiter mit der Wirkung des Giftes befasst?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Nicht wirklich, Herr Advocat. Wichtig war in diesem Zusammenhang ja, dass sie die Produktion nicht mehr beeinträchtigen. Und da die Affen letztendlich auch wiederkommen, macht es nicht den Eindruck, dass sie daran sterben würden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Kommen wir nun zum 917. Quadrill. Was genau ist da geschehen?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	An diesem Tag war das Schlüpfen einer neuen Generation von Bienen berechnet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Was genau bedeutet ‘Neue Generation’?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Diese Cherubienen sollten sogar in der Lage sein, einmal im Halb-Tropus ihre Stacheln zu verschießen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Verstehe ich Sie richtig, dass die Bienen damit in der Lage sind, ihre Stacheln und auch das Gift als Distanzwaffen zu verwenden?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Das ist korrekt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Und hat das Schlüpfen dann wie erwartet stattgefunden?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Zunächst nicht. Zumindest nicht zur berechneten Zeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Und was haben Sie dann getan?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Ich wollte mir etwas zum Zeitvertreib besorgen. Und da sich neben der Brutkammer ein Treppenbaum zur Erde befindet, bin ich hinunter gestiegen, um nach einem Rätselheft zu suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Waren Sie dabei allein?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Je nachdem, wie man es sieht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Bitte präziser. Was ist damit gemeint?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Also, es war keiner meiner Mitarbeiter dabei. Aber anscheinend ist genau zu dem Zeitpunkt, als ich das Baum-Portal betrat, doch das Schlüpfen erfolgt und das neue Bienenvolk ist mir hinterher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Wann haben Sie das bemerkt?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Erst in dem Moment, als sie mit mir zusammen das Portal auf der Erden-Seite verließen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Haben Sie sie wieder einfangen können?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Leider nicht. Das ist eine Katastrophe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Inwiefern?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Na, weil sie damit für die Honigproduktion verloren sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Ist Ihnen bekannt, welche Auswirkungen das Cherubienen-Gift auf die Bewohner der Erde hat?
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Für die Akte: Studie zur Entwicklung des »Amors-Pfeil-Effektes« (Beweismittel 1b in der Anlage).
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zeuge:	Soviel ich weiß, fühlen sie sich einen Erden-Tag lang intensiv zu anderen Angehörigen ihrer Art hingezogen. Das ist ja im Prinzip nichts Schlechtes. Genau genommen könnte es da unten doch eigentlich nur besser werden, wenn sich die Leute mehr mögen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Advocatus:	Vielen Dank, Herr N’Tyne.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           EMPFEHLUNG AN DIE KOMMISSION FÜR KOMPLIZIERTE KOOPERATION
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Basierend auf den Aussagen des Zeugen, sowie der in den Anlagen aufgeführten Auswertungen lässt sich konstatieren, dass das Gift der Cherubienen sich auf Erdbewohner dergestalt auswirkt, dass sie geradezu verrückt werden. Allerdings bezieht sich diese Verrücktheit tatsächlich nur auf Angehörige ihrer eigenen Art nach der Erden-Systematik von Carl von Linné und sie ist – bis auf statistisch zu vernachlässigende Einzelfälle – sämtlich positiver Natur. Auch ist üblicherweise mit einem moderat schnellen Abklingen der initialen Verrücktheit zu rechnen. Umgerechnet auf Erdzeit ergibt der 917. Quadrill den 14. Februar und es ist dort mit einer jährlichen Wiederholung des Phänomens zu rechnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daher ergeht an die Kommission die Empfehlung, den Zentralrat für magische Phänomene auf der Erde zu kontaktieren und dort nachzusuchen, dass die Karmajäger bei ihren Reisen in vergangene Epochen dafür sorgen, einen Mythos zu erzeugen. Ausgehend vom Namen desjenigen, der letztendlich zumindest zum Teil für das Phänomen verantwortlich ist, die Bezeichnung ‘Valentin’ zu verwenden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Feb 2022 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mad02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/273374759_475252590661260_7282117616807699752_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Iss mich, trink mich</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mad01</link>
      <description>Wenn die Grinsekatze Detektivin spielt ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von Lewis Carola: "We're all mad here."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jemand hat Alice ermordet. Die arme, kleine, unschuldige Alice. Da liegt sie, auf dem Rasen, wie ein vom Baum gefallenes Herbstblatt. Die Grinsekatze, die auf einem Ast sitzt, guckt nachdenklich auf sie herunter. Das ganze Wunderland ist in Aufruhr. Wer kann es gewesen sein? Doch nicht etwa die rote Königin?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/iss-mich-trink-mich/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 07 Feb 2022 22:09:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mad01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/273374759_475252590661260_7282117616807699752_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Mythinator</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/sphinx02</link>
      <description>Wer würde mit einer vollen Blase schon rätseln wollen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zum 5. Montag eines Monats gibt es wunderbare Wesen - Die Sphinx
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „So kann das einfach nicht weiter gehen!“, sagte die Bibliothekarin streng.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mythinator nickte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Kann ich mich auf Sie verlassen?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Selbstverständlich. Ich habe über zwanzig Jahre Erfahrung im Terminieren mythischer Wesen. Schnell, gründlich, nachhaltig und umweltfreundlich. Wenn Sie eine Liste meiner Referenzen wünschen? Mein letzter Klient, der Betreiber des Einkaufszentrums Königsallee, wäre jederzeit bereit …“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/der-mythinator/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 31 Jan 2022 15:31:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/sphinx02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Mythinator.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Des Rätsels Lösung</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/sphinx01</link>
      <description>Auch phantastische Wesen können mal in Not geraten.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zum 5. Montag eines Monats gibt es wunderbare Wesen - Die Sphinx
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             S.P.H.I.N.X
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sozietät für phantastische Halbwesen in Notlagen X (marks the spot)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr stand nicht auf dem Zettel. Und es wurde auch nicht mehr, gleichgültig, was ich tat: ihn anstarren, Zitronensaft darauf träufeln, erhitzen, zerknüllen und wieder glattstreichen, Zaubersprüche aufsagen – nichts verriet mir, was ich mit dieser Nachricht anfangen sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=981" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 31 Jan 2022 15:26:49 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/sphinx01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/273119023_471474524372400_6759034926598437380_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rätsel des Lebens</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/sphinx03</link>
      <description>Sag mal Mama, wo komm ich eigentlich her?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zum 5. Montag eines Monats gibt es wunderbare Wesen - Die Sphinx
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war wieder so ein schöner Tag unten auf der Erde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich saß zufrieden neben meinem Treppenbaum und schaute versonnen auf das Wasser der Eisack, das sanft rauschend an mir vorbeifloss. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war früh genug am Tag, dass noch keiner der Passanten unterwegs war, die normalerweise den Spazierweg hinter mir bevölkerten. So störte mich niemand in meiner Konzentration und ich musste auch nicht befürchten, dass sich jemand ob meines Erscheinungsbildes wunderte. Immerhin gab es hier unten ja kaum jemanden, die oder der spitze Hüte aus Baumrinde trug, auf deren Krempe sich durchaus ein Vogelnest befinden konnte. Und es wuchsen bestimmt auch den wenigsten Menschen Grasbüschel aus der Tasche. Aber bei uns auf der Meta-Ebene gab es lange nicht so schöne Rätsel und das ganz spezielle, das ich bei meinem frühmorgendlichen Streifzug durch Brixen aus einem Papierkorb ergattern konnte, hatte einen geradezu legendären Ruf als schwierigstes seiner Art.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also lehnte ich mit dem Rücken an meinem Baum, der für die Erdbewohner nur wie eine besonders stattliche Robinie wirkte, und konzentrierte mich auf das Lösen der verzwickten Fragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Neunundzwanzig waagerecht: König im Reich längster Winternächte ...
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Platschen durchkreuzte meine Gedanken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unwillkürlich fuhr mein Kopf hoch. Die Antwort, die mir eben noch auf der Zunge gelegen hatte, entwischte. Ich versuchte, nun wenigstens die Quelle der Störung erkennen, scheiterte aber auch daran, selbst mit meinen erweiterten Sinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dann also acht senkrecht ... was signalisiert, dass der Chef kommt?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Gluckern, begleitet von einem kläglichen Maunzen, riss mich erneut aus der Konzentration. Da die Laute anhielten, konnte ich nun auch die Quelle erkennen. Es war ein blauer Plastiksack, der in der Strömung auf mich zutrieb. Und dieser Sack beulte sich immer wieder aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Da ist doch etwas drin ... oder jemand!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich sprang auf, ließ die Zeitung mit dem Rätsel fallen und war mit zwei schnellen Sprüngen am Ufer, wo ich mir einen Ast griff und ihn benutzte, um damit nach dem Sack zu angeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er war zu kurz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als der Sack, aus dem ich das Maunzen inzwischen fast nicht mehr hören konnte, direkt auf meiner Höhe war, wurde mir klar, dass ich ihn mit diesem Ast nicht erreichen würde. Aber ich konnte nicht schwimmen, mal ganz davon abgesehen, dass es mir in der Strömung auch gar nicht gelungen wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Egal. Es sieht mich ja hoffentlich keiner.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schloss meine Augen und ließ die Magie in mir aufsteigen. Als ich das altbekannte Brennen in mir spürte, lenkte ich es auf den Ast und machte ihn lang genug, dass das Plastik sich in den Ästen verfangen konnte. Nun ließ ich sie sich zusammenziehen. Mit einem heftigen Ruck riss ich das Bündel ans Ufer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Beim drüsigen Springkraut, ist das schwer! Das Ding muss fast voll Wasser sein. Und es bewegt sich nicht mehr.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fieberhaft riss ich mit meinen Fingern die Plastikfolie auseinander. Ein Schwall eiskalten Wassers quoll hervor und mit ihm flutschte etwas Braunes heraus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Rittersporn und Goldrute, bin ich zu spät?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war der Körper einer Katze, der nun triefnass und bewegungslos vor mir lag. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch ich konnte ein letztes Glimmen des Lebensfunkens in ihr erkennen. Also hob ich sie auf, drückte sie an mein Herz und rannte los – zu meinem Baum und die Stufen hinauf. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Windungen der Treppe schienen kein Ende zu nehmen, aber ich musste meine Hütte erreichen. Nur dort hatte ich all die Kräuter, um das arme Geschöpf vor dem sicheren Tod zu bewahren. Also presste ich das nasse Bündel weiter fest an mich und hoffte, dass mein eigenes Energiefeld sie schützen möge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es schien zu funktionieren, denn als ich schließlich schwer atmend an meiner Hütte ankam, hatte ich das Gefühl, das kleine Herz an dem meinen würde wieder stärker pulsieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viel mehr als das. Es waren sogar zwei Herzen, die ich wahrnehmen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich legte die Katze auf meine mit Moos gepolsterte Arbeitsfläche und erweckte das Licht dreier Sonnenblumen darüber, um ihr Wärme zu spenden, während ich hastig den Sud ansetzte, der sie retten würde. Als er fertig war, flößte ich ihn ihr ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einige schrecklich lange Sekunden geschah nichts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann jedoch krümmte sich der Körper heftig zusammen und sie spie eine letzte Fontäne Wasser aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Maut«, sagte sie und begann zu schnurren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Maut ist nun schon 42 Tage bei mir. Sie ist ein ausnehmend schönes Geschöpf, von graziler Gestalt, aber mit einem dicken, moosweichen Fell, das rötlich-sandfarben schimmert. Mit ihren jadegrünen Augen schaut sie mir bei der Arbeit zu und liegt meist auf meinem Schoß, wenn ich es wieder einmal geschafft habe, ein Rätsel-Heft von der Erde mit nach Hause zu bringen, um es in aller Ruhe lösen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur heute ist sie nicht dort, obwohl ich ein besonders schön gestaltetes Exemplar ergattern konnte, in dem es um für Menschen mythische Wesen geht. Ich kann es ihr nicht verdenken, denn es scheint die Zeit gekommen zu sein, um zu werfen. Da ist sie wohl lieber allein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Vierundzwanzig senkrecht: Schützende Seite samtpfötiger Sonnentochter. Das ist leicht: Sachmet, die kriegerische Seite von Bastet.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von irgendwo hinter mir kann ich Maut hecheln hören. Jetzt geht es wohl los.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Neun waagerecht: Klauenbewehrter Kasaner Khanbezwinger ... Moment, das ist ein ... Silant.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Hecheln wird zu einem Jaulen, doch ich weiß ja, dass eine Katze das Werfen am liebsten mit sich abmacht und bin selbst auch zu gefangen in den wunderbaren Welten des Ratens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Sieben senkrecht: Dialektisch dräuende Drosslerin ...
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sphinx«, erklingt hinter mir eine seltsam vertraute Stimme, die den ganzen Raum zu füllen scheint, auch wenn sie leise ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fahre herum und sehe neben der erschöpft in ihrem Korb liegenden Maut ein Kätzchen stehen, dessen Fell einen goldenen Schimmer verströmt. Und doch ist es kein Kätzchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hab keine Angst«, formen die Lippen eines ebenso golden schimmernden Gesichts. Eines Gesichts, das auch ich jeden Morgen in meinem Spiegel erblicke. »Die alten Geschichten von meinen Vorfahren sind leicht übertrieben. Aber eines stimmt. Ich liebe Rätsel. Und ich habe mich schon die ganze Zeit darauf gefreut, dir beim Rätseln zu helfen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 31 Jan 2022 13:29:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/sphinx03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Unvorstellbar</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/vorstellung03</link>
      <description>Wenn die Vorstellung alles ist, sie aber einfach nicht kommen will ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat "Wenn du dir etwas vorstellen kannst, dann wird es auch passieren" von N.K.Jemisin
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Stell es dir vor, und es wird passieren.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Von wegen! Wenn Magie wirklich so einfach wäre, würden alle sie beherrschen. Eins war klar, sie würde das mit der Magie niemals hinbekommen. Und deswegen hockte sie auf immer hier fest in dieser verfluchten Welt. Aufgabe verbockt. Heimweg versagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=977" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Jan 2022 08:02:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/vorstellung03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/signal-2022-01-18-044320_001.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schönheitswettbewerb</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/vorstellung02</link>
      <description>Welche Schönheit ist denn nun die wahre?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von N.K. Jemisin - "Wenn du dir etwas vorstellen kannst, dann wird es auch passieren."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Meta-Ebene", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Booring.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tina drehte den Kopf in Richtung ihrer Zwillingsschwester. Tania stapfte ein Stück hinter ihr mit missmutigem Gesichtsausdruck einher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei dem Grinsen, dass sich ob Tanias gesamtem Erscheinungsbild mit Macht auf ihrem Gesicht ausbreiten wollte, wandte Tina sich schnell wieder nach vorn. Es gab kaum jemanden, der weniger in diese Umgebung gepasst hätte. Aber wenn Tania das Gefühl bekäme, ihre Schwester würde dies belustigen, dann könnte die ohnehin nicht besonders gute Stimmung endgültig kippen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, komm«, sagte Tina stattdessen. »Das ist unser Sister-Weekend. Du weißt, was wir ausgemacht haben. Ein Jahr deine Idee – das Nächste meine Idee. Und im letzten Jahr bin ich schließlich auch mit dir auf diese Beauty-Con gegangen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und hast die ganze Zeit über wie Falschgeld herumgestanden.« Tania schnaubte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kein Wunder,
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           schoss es Tina durch den Kopf.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Über was hätte ich mich auch mit all diesen Fashion- und Botox-Victims unterhalten sollen? Darüber, was sie ihren Körpern mit all den Operationen antun? Oder über die Nachhaltigkeit von Fast Fashion?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber sie hielt ihre Lippen aufeinandergepresst und ihren Blick auf den Waldboden vor ihr gerichtet. Offensichtlich ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester, denn aus ihrer Richtung ertönten in diesem Moment zuerst ein spitzer Schrei und dann ein dumpfes Rumpeln, die nur bedeuten konnten, dass Tania über eine der Wurzeln gestolpert war, die den Pfad durchzogen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tina fuhr herum und war mit einem Satz bei Tania, um ihr aufzuhelfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Alles in Ordnung?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tania sah an sich hinunter. »Na, toll. Das gesamte Outfit ist ruiniert.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tina hob eine Augenbraue. »Jetzt lass aber mal die Kirche im Dorf. Da sind doch nur ein paar kleine Erdspuren am Knie und dem Unterarm deines Shirts. Und die paar Blätter und Zweige in deinen Haaren, sind doch fix ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja, aber das ist meine bessere Seite!«, wurde sie von Tania unterbrochen. »Bei Insta bin ich immer nur aus dieser Richtung zu sehen. Was glaubst du, was meine Follower sagen, wenn ich plötzlich andersrum daherkomme? Das bringt doch das ganze Bildkonzept durcheinander!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Schreib einfach, du willst ihnen heute mal eine ganz andere Seite von dir zeigen. Na, komm. Bis zu dem Baum, von dem ich im Netz gelesen habe, ist es noch ein Stückchen. Und du willst ja schließlich noch gutes Fotolicht haben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na gut«, brummte Tania. »Dann also besser schnell.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »An mir soll’s nicht liegen«, bemerkte Tina schmunzelnd.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hmpf. Wenn bloß dieser Boden nicht so uneben wäre.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oder du gescheite Schuhe angezogen ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sag nichts gegen meine Schuhe«, fuhr Tania dazwischen. »Das sind Wander-Wedges!« Damit schnappte sie ihrer Schwester das Navi aus der Hand und schritt mit erstaunlicher Geschwindigkeit aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, also«, sagte Tania, als sie schließlich auf der fast kreisrunden Lichtung ankamen, auf der der Baum stand, von dem ihr ihre Schwester berichtet hatte. Mit erwachendem Interesse nahm sie ihn genauer in Augenschein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Stamm war breit, knotig und wirkte, als hätten Hände die Krone von oben umfasst und wie einen Korkenzieher gedreht. Die Krone selbst bestand aus sieben mächtigen Ästen, die in ungewöhnlich regelmäßigen Abständen in einiger Höhe ein flaches Dach formten. Trotzdem der Frühling gerade erst angefangen hatte, waren sie schon über und über mit intensiv grün leuchtenden Blättern belaubt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wow
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , ging es ihr durch den Kopf.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wenn ich es richtig anstelle, dann kann ich diesen Ort hier zu einem echten »Place to be« machen. All die Leute, die dann herkommen, nur meinetwegen ... Vielleicht kann ich dann sogar neben der Beauty-Sparte noch einen Reise-Blog starten.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich mach uns hier mal ein kleines Picknick«, unterbrachen Tinas Worte ihre Pläne. »Du kannst ja in der Zwischenzeit nach einem Ort suchen, wo wir deine ‘andere Seite’ am besten ablichten können.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hmmm«, machte Tania abwesend und schritt langsam um den mächtigen Stamm herum. Als sie auf der abgewandten Seite angekommen war, stutzte sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Was ist das denn?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Neugier gepackt trat sie näher an den Spalt heran, der sich im Stamm auftat, und tatsächlich so aussah, als wären dort Stufen eingearbeitet. An der Untersten blieb sie stehen und versuchte zu erkennen, wo diese Treppe hinführen mochte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch auch die Stufen folgten der Windung des wie gedreht wirkenden Stammes und entschwanden aus ihrem Blickfeld.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tania schaute sich nach allen Seiten um. Sie wollte gerade umdrehen und Tina von ihrer Entdeckung berichten, da siegte die Neugier und sie setzte ihren Fuß auf die Stufe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum dass sie dies getan hatte, setzte sich alles in Bewegung und ehe sie es sich versah, war sie bereits im Innern des Stamms verschwunden. Immer weiter wirbelte sie aufwärts, bis ihr vor Schwindel die Sinne schwanden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als sie ihre Augen aufschlug, sah sie vor sich einen lichten, in goldenen Schein getauchten Wald.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Bin ich umgekippt und jetzt ist schon Sonnenuntergang? Aber warum hat Tina mich denn nicht ...
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Gedanken versunken hatte sie sich langsam um sich selbst gedreht und nun kam etwas in ihr Blickfeld, das diese Gedanken spontan beendete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann begann dieses Etwas zu sprechen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hallo Tania. Willkommen auf der Meta-Ebene. Schön, dass du mal vorbeischaust.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ist das cool«, brach es aus Tania heraus. »Wie hast du das gemacht?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was gemacht?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na dein Körperschmuck. Die blaue Farbe. Ist das Permanent Make-Up? Und wie bekommst du es hin, dass deine Haare exakt die gleiche Farbe haben?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihr Gegenüber lächelte. »Ich bin eine der Blauen Frauen«, antwortete sie, als wäre damit alles gesagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ähhhm, aber ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wir machen uns nicht blau, wir sind es. Ich bin Nora. Ich hab im Wald gerade Sonderbeeren zum Dessert gesammelt. Gleich gibt es Tee. Komm doch mit.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In ihren Gedanken immer noch mit der Verarbeitung all dieser seltsamen Informationen beschäftigt, ließ Tania sich bei der Hand nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plötzlich bewegte sich alles um sie herum, als ob sie rennen würde – so schnell, wie sie noch nie in ihrem Leben gelaufen war. Aber doch standen ihre Füße fest auf dem Boden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor sie aber auch nur die Zeit dazu hatte, sich darüber zu wundern, befand sich dieser Boden direkt vor einem Cottage aus Natursteinen. Aus der Haustür trat in diesem Moment eine Frau – oder war es ein Mädchen? –, die sich von Nora nur dadurch unterschied, dass alles an ihr eine dunklere Tönung von Blau besaß. Sie trug eine dampfende Teekanne und eine Schale mit Keksen, die sie auf einem Tisch vor dem Cottage abstellte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was ... wie ... hast du das ... gemacht?«, stammelte Tania. »Eben noch waren wir im Wald. Und jetzt ...« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hier ist die Meta-Ebene, Liebes«, sagte die Dunkelblaue. Auf Tanias verwirrten Blick hin ergänzte sie: »Die Meta-Ebene umgibt eure Welt. Hier ist alles mit allem verbunden und die Wirklichkeit wird allein von deiner Vorstellungskraft bestimmt. Nora hat sich eben vorgestellt, wieder zu Hause zu sein. Ich bin übrigens Irma.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha«, machte Tania und setzte sich auf einen ihr angebotenen Stuhl. »Wenn ihr also lieber ... grün wärt, dann würde das genauso funktionieren?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die beiden Blauen Frauen brachen in schallendes Gelächter aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Im ... im Prinzip schon«, sagte Nora danach, während sie sich die Heiterkeitstränen aus den Augenwinkeln tupfte und in eine kleine Phiole rinnen ließ. »Aber warum sollten wir das wollen?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, einfach, weil ... egal«, sagte Tania abwinkend. »Aber wenn ich Dinge an mir verändern wollte, dann müsste ich es mir nur vorstellen?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Exakt«, bemerkte Irma und goss Tee in drei Tassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das ist meine Chance!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , dachte Tania, schloss ihre Augen und begann, sich vorzustellen, wie ihr Vorbild seit Kindertagen auszusehen. Barbie. Als sie sie wieder öffnete, konnte sie in der spiegelnden Fläche eines Fensters erkennen, dass es vollbracht war. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wallendes, dichtes Haar bis zum Hintern. Zwei große Rehaugen über einer geraden, nicht zu großen Nase in einem ebenmäßigen Gesicht. Ein leicht gebräunter Teint auf samtweicher Haut. Alle Proportionen ihres Körpers exakt aufeinander abgestimmt, die Rundungen dort, wo sie hingehörten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem seligen Seufzen ließ Tania sich wieder auf den Stuhl sinken und bemerkte erst in diesem Augenblick, dass sie überhaupt aufgestanden war. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist in der Tat eine beachtliche Leistung«, sagte Irma mit einem Nicken. »Magst du einen Erkenntnuss-Keks zu deinem Tee?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tania zögerte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Will ich all das, was ich hier jetzt endlich an mir erreicht habe, riskieren? Aber es ist ja schließlich nur ein Keks und wenn ich mir vorstelle, dass der nicht ansetzt ... 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie nahm sich einen der Kekse und biss hinein.
Während sich eine wahre Geschmacks-Explosion auf ihrer Zunge entfaltete, wurden Tanias Augen plötzlich groß. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Tania, da bist du ja!«, erklang direkt vor ihr Tinas Stimme. »Ich habe mir schon solche ... oh.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tania lächelte sie zufrieden an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wie hast du das gemacht?«, fragte Tina fassungslos. »All dein Beauty-Gedöns ist ... weg. Aber du leuchtest geradezu von innen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Tja, weißt du, ich habe gerade etwas bemerkt. Barbie &amp;amp; Co. sind Puppen. Und Puppen sind meistens innen hohl.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Jan 2022 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/vorstellung02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/photo_2022-01-03+17.26.00.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Imagine</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/vorstellung01</link>
      <description>Die Gedanken sind nicht nur frei, manchmal können sie sogar tödlich sein.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Zitat von N.K. Jemisin: "Wenn du dir etwas vorstellen kannst, wird es auch passieren."
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Royn stieg die Wendeltreppe zum Turmzimmer empor. Er war ein alter Kämpfer, erfahren auf den Schlachtfeldern, erprobt im Überlebenskampf. In seinem narbigen Gesicht funkelten ein paar nachtblaue Augen, die schon viel zu viel gesehen hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies hier würde sein letzter Auftrag sein. Danach sollte er sich mit drei Goldstücken zur Ruhe setzen. Royn schnaufte leise. Seine Knie machten ihm zu schaffen. Verdammt viele Stufen. Warum man die Verräterin ausgerechnet in den höchsten Turm des Schlosses gesperrt hatte, begriff er nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/imagine/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 03 Jan 2022 16:30:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/vorstellung01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gute Freunde</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter04</link>
      <description>Wirklich gute Freunde gehen mit dir überall hin.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "White Winter Hymnal" von den Fleet Foxes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit eng verschränkten Armen stapfte Ivo durch den Schnee. Knöcheltief lagen die Wege und Felder darunter begraben, und nur seine Felle schützten ihn vor den kalten Flocken, die immer wieder von oben auf ihn niederrieselten. Die Mauer des alten Friedhofs brach den Wind, aber nicht die Kälte, und er nieste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Gesundheit“, sagte jemand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/dezember-gute-freunde/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Dec 2021 15:26:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Kopie+von+Hier+ein+Textzitat+aus+dem+jeweiligen+phantastischen+Montagstext+einf%C3%BCgen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Drachenrose</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter03</link>
      <description>Wenn auch nur das leise Flüstern deines Namens alles zerstören würde ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "White Winter Hymnal" von den Fleet Foxes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich habe gelogen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Priester auf der anderen Seite des Beichtstuhls neigt den Kopf, seine Gesichtszüge unkenntlich durch das fein gemusterte Holzgitter in der Zwischenwand. Das Schweigen ist die beste Ermutigung, wie immer. Das scheinen sie alle zu wissen, gleichgültig welchem Glauben sie angehören. Schweigen – auch wenn ich gelernt habe, es länger zu ertragen – hat mich letzten Endes immer zum Reden gebracht. Auch jetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=942" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Dec 2021 14:55:41 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/photo_2021-12-31+14.49.36.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Destination</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter02</link>
      <description>Wenn du diese eine schlechte Entscheidung in deinem Leben rückgängig machen könntest ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "White Winter Hymnal" von den Fleet Foxes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Fatemen", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch knirsch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hoffentlich ist er allein.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch knirsch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ich muss ihn sehen. Auch wenn da gar nichts mehr zu sehen ist.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch knirsch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Dreißig Jahre ist es heute her.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           T
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ock – knirsch knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wer weiß, wie lang ich selbst noch habe. 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Aber was, wenn sie dort sind? 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch, knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch ... knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kann ich es dann wagen, mich ihm zu nähern? 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch – knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Würden sie es zulassen? 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch – knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Aber ich kann so nicht mehr weitermachen. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch, knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Und vielleicht wissen sie es gar nicht. Oder haben es vergessen. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch, knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock – knirsch knirsch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tock ... 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Meine Füße kommen abrupt zum Stehen. Der Stock rutscht weg auf der schneebedeckten Oberfläche des Weges. Fast gerate ich ins Stolpern, kann mich jedoch gerade noch davor bewahren, zu fallen. Das wäre fatal, denn hier haben die Gräber noch keine massive Einfriedung, an der ich mich hätte festhalten können. Und ob es mir allein gelänge, wieder aufzustehen, wäre in meinem Alter fraglich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hilfe jedoch könnte ich wohl schwerlich von denen erwarten, die bei den letzten Schritten in mein Blickfeld geraten sind. Dort an der Grabstätte, in der er liegt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Michael. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Mein Bruder. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er, der an diesem Tag vor so vielen Jahren ebenfalls im Schnee lag und allein nicht aufstehen konnte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er, dem ich hätte helfen können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem ich hätte helfen müssen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           All das sehe ich in Mias Augen stehen. Und in der wie Stein wirkenden Miene, mit der sie mich fixiert, seit auch sie mich erblickt hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wie sollte es auch anders sein. Sie war zwölf, als ich ihr den Vater genommen habe. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Wille schmilzt vor dem brennenden Hass dahin, den ich in ihr erkennen kann. Ich wende mich um und fliehe vor ihrer stummen Anklage in einen anderen vom Hauptweg abzweigenden Weg. Eine Weile lang wanke ich blicklos vor mich hin, bis mich meine letzte Kraft verlässt. Auf einer Bank, die durch die ausladende Krone einer mächtigen Schirmföhre vom Schneefall verschont geblieben ist, lasse ich mich keuchend nieder. Ohne auf die klirrende Kälte zu achten, die mir nach und nach in die Glieder fährt, sitze ich vorgebeugt da und lasse meinen Tränen freien Lauf. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wenn ich doch nur nicht so stolz und verbohrt gewesen wäre. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wenn ich doch nur nicht sein Herz gebrochen hätte. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wenn ich doch nur ... die Zeit zurückdrehen könnte. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ist alles in Ordnung?«, erklingt neben mir eine warme, weiche Stimme. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Kopf fährt hoch und ich sehe eine junge Frau direkt vor mir. Einen Moment lang glaube ich, meinen Augen nicht trauen zu können, denn ihre Garderobe wirkt hier und jetzt völlig deplatziert: ein altmodischer Gehrock oder Cut, eine Melone und ein schwarzer Schirm. Doch dann blinzle ich die letzten Tränen aus meinen Augenwinkeln und erkenne, dass sie einen Dufflecoat trägt, unter dessen Kapuze eine Wollmütze hervorschaut. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich ... also«, krächze ich, aber bevor ich einen anständigen Satz von mir geben kann, setzt sie sich neben mich auf die Bank. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Erzählen Sie mir, was Sie bedrückt.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihre Worte hätten wie eine Forderung klingen können. Doch sie äußert sie in einer so warmen, zugewandten Weise, dass ich alle Vorbehalte fahren lasse, einer völlig Fremden gegenüber vom dunkelsten Punkt in meinem Leben zu berichten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Es ist gute dreißig Jahre her, dass unser Vater gestorben ist. Fast auf den Tag genau haben wir ihn hier in unserem Familien-Grabmal beerdigt. Und dann ... dann ist es zum Streit gekommen, zwischen Michael und mir. Es ist mein jüngerer Bruder, wissen Sie ... er war es ... damals, als er noch lebte.« Meine Stimme versagt und ich muss meine Augen schließen, um nicht haltlos zu schluchzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die junge Frau legt mir eine Hand auf den Arm. Obwohl sie keine Handschuhe trägt, scheint sie nicht zu frieren. Vielmehr verströmt ihre bloße Haut einen feinen goldenen Schimmer, und eine Wärme, wie ich sie lange nicht mehr verspürt habe, breitet sich von dort bis zu meinem Herzen aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mir, als dem Älteren, hatte Vater das Anwesen vermacht. Michael hatte dazu keine Einwände – auch er und seine Familie wurden gut versorgt. Es war der Ring ... dieser vermaledeite Ring, um den es ging.« Ich streife meinen Handschuh ab und zeige ihr den schweren Ring aus Sterlingsilber mit einem darin eingefassten Onyx, in den das Familienwappen eingraviert ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ein schönes Stück«, sagt die Frau und nickt mir zu. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und ich war der Überzeugung, dass es allein mir gebührte. Immerhin war ich der Älteste.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber Michael sah das anders?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nicke schwer. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Michael hatte eine besondere Beziehung zu Vater. Schon als kleiner Junge hatte er damit spielen dürfen. Und ich ... ich war ... neidisch. Es gibt kein anderes Wort dafür. Vater hatte seinen Ring früher nie abgenommen. Aber ihm hat er ihn gegeben. Und nun, als er nicht mehr war, wollte ich ihn besitzen. Michael beschwor mich, davon abzulassen. Für ihn war dieses kleine Stück Metall und Stein lebendige Erinnerung. Doch ich war nicht in der Lage das zu erkennen. Zu sehen, wie sehr er sich wünschte, dieses Kleinod zur Linderung seiner Trauer zu haben.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und was ist dann geschehen?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nachdem wir im Streit vom Friedhof auseinandergegangen waren, versuchte er noch am selben Abend, mich doch umzustimmen. Ich schlug ihm die Tür vor der Nase zu. Und dann ... ist er wohl auf die Idee gekommen, über ... über die Mauer zu klettern. Niemand weiß genau, was passiert ist ... er ... muss gestürzt sein. Man fand ihn erst am nächsten Morgen. Und seitdem, wünsche ich mir ... ich hätte ihm diesen Wunsch erfüllt.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen Moment lang schaut mich die junge Frau nur stumm an. Dann breitet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Sie erhebt sich und streckt mir ihre Hand hin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kommen Sie, ich habe da eine Idee.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voller Verwunderung stehe ich ebenfalls auf und lasse mich von ihr zu einem Ort führen, den ich auf einem katholischen Friedhof nicht vermutet hätte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umrahmt vom auch in dieser Kälte noch üppigen Grün von Kirschlorbeer-Hecken, steht eine unbeschriftete Stele aus Granit hinter einem Beet von Christrosen. Flankiert wird sie von zwei Podesten, auf denen kleine rundliche Drachen hocken, die zu schlafen scheinen. Bei genauerem Hinsehen bemerke ich, dass einer von ihnen mich aus einem halb geöffneten Auge zu mustern scheint. In die Stele eingearbeitet, ist eine Platte aus schwarzem, glattem Stein, in die ein Relief graviert ist, das eine Harfenspielerin zeigt. Umgeben ist sie von einem Alpha, einem Omega und einer Sanduhr. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Legen Sie Ihre rechte Hand auf die Uhr«, sagt meine Begleiterin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schaue sie fragend an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich verrate Ihnen ein Geheimnis«, flüstert sie. »Mein Name ist Alicia F. George und ich bin eine Karmajägerin. Wir können dafür Sorgen, dass Dinge geschehen, die geschehen sollten. Und ich habe das Gefühl, dass es in Ihrem Leben etwas gibt, das unbedingt geschehen sollte.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber wie ...?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das weiß ich selbst nicht«, gibt sie zur Antwort. »Ich weiß nur, dass es funktioniert.« Sie nickt mir noch einmal aufmunternd zu, dann hebt sie ihre Hand zum Gruß und verschwindet.
Eine Weile lang starre ich stumm auf den Punkt, wo sie eben noch gestanden hat. Dann aber wende ich meinen Blick wieder zu diesem seltsamsten aller Grabsteine. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kann das möglich sein? 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das werde ich nur herausfinden, wenn ich es versuche. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schaue mich noch einmal um. Dann trete ich zur Stele und lege meine Hand auf das Symbol, das über dem Kopf der Harfenspielerin thront. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum, dass meine Haut den schwarzen Stein berührt, fühle ich, wie sich etwas daraus löst und hineinfällt. Staunend betrachte ich es mir genau. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist eine Sanduhr, kaum größer als eine Walnuss. In der unteren Hälfte ist etwas golden Schimmerndes. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kann es wirklich so einfach sein?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , geht es mir durch den Kopf, während ich sie umdrehe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Effekt tritt augenblicklich ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf Anhieb ist zwar nichts zu sehen. Um mich herum ist immer noch alles verschneit. Aber es kommt mir geradezu unnatürlich warm vor. Doch da fällt mein Blick auf die Hand, die diese Sanduhr hält, und ich lasse sie beinahe fallen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kaum Falten. Keine Altersflecken. Sie sind ... ich bin jung! 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schaue an mir hinunter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kein Zweifel. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das ist der Anzug, den ich seit der Beerdigung nicht mehr ... 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick bemerke ich, wie viel des goldenen Schimmers bereits den oberen Teil der Uhr verlassen und sich im unteren aufgelöst hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das geht zu schnell! Ich muss ... 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich renne los, die Wege entlang, rechts, links, wieder rechts, bis ich die Kapelle sehe, aus der er in diesem Moment hervortritt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Michael. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er sieht sich suchend um, stutzt, als er mich heranrennen sieht und kommt die Stufen hinunter auf mich zu. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wo kommst du denn jetzt her?«, ruft er mit Verwunderung in der Stimme. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Von viel weiter weg, als du ahnst«, antworte ich keuchend. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch er scheint mich gar nicht gehört zu haben. Sein Blick ist nach unten gerichtet.
Als ich dem Blick folge, weiß ich, was er als Nächstes sagen wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Michael räuspert sich. »Sag mal ... ich wollte dich etwas fragen.« Er deutet auf meine Linke, an der Vaters Ring steckt. »Könntest du dir vorstellen, Vaters Ring ...« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Mein lieber, lieber Bruder. Ich kann mir niemanden vorstellen, der ihn mehr verdient hätte als du.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich ziehe ihn vom Finger und drücke ihn dem überrascht dastehenden Michael in die Hand. Dabei fällt die Sanduhr herunter und zerschellt auf der untersten Stufe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schlagartig wird mir eiskalt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich von den Scherben aufblicke, ist Michael weg. Nein, mehr als das. Er war nie dort, denn sonst wären vor mir auf den Stufen die Spuren seiner Schuhe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dann war das alles nur ein Traum? Nur ein einfacher, dummer, wunderbarer ... 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Opa Gabriel, Opa Gabriel«, ertönt hinter mir ein mehrstimmiger Ruf. »Da bist du ja. Wir haben schon so lange nach dir gesucht.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überrascht drehe ich mich herum und sehe ein Zwillingspärchen vor mir stehen. Die beiden Mädchen sehen mich mit geröteten Wangen und glänzenden Augen an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ihr ... ihr müsst euch irren«, krächze ich. »Ich bin nicht euer ...« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein, das bist du natürlich nicht«, bemerkt eine Frau, die in diesem Augenblick hinter einem Grabmal hervortritt und den beiden Kindern ihre Hände auf die Schultern legt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Mia! 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber Michaels tragischer Unfall ist ja heute fünfundzwanzig Jahre her. Du bis der einzige Opa, den sie jemals kennengelernt haben. Komm, lass uns zum Grab gehen. Danach können wir uns zu Hause bei Kaffee und Kuchen aufwärmen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei warme Kinderhände schieben sich in die meinen und ziehen mich sanft mit sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Dec 2021 08:01:44 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mikki</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter01</link>
      <description>Alt werden ist nichts für Feiglinge.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "White Winter Hymnal" von den Fleet Foxes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Nun sieh sich mal einer das Schneegestöber an“, sagt die Pflegerin und schiebt meinen Rollstuhl ans Panoramafenster. Mein kleines Gespenst steht draußen im Park neben der alten Eiche und winkt mir zu. „Sieht das nicht wunderschön aus? So friedlich.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein kleines Gespenst heißt Mikki und trägt einen roten Schal. Ich winke nicht zurück. Er steckt die Hände in die Taschen und legt den Kopf schief. Scheiß Schnee, und noch dazu drei Tage vor Weihnachten. Jetzt werden wieder alle durchdrehen und sentimental werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wir bekommen diesmal bestimmt weiße Weihnachten.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Na bitte, geht schon los.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich komme dann wieder, wenn es Essenszeit ist.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie tätschelt mir die Schultern und lässt mich vor der Scheibe sitzen. Ich sollte sie nicht Pflegerin nennen. Sie sind Coaches. Gesundheitscoaches. Bah. Vergebliche Liebesmüh. Hier drin haben sie Alzheimer, Demenz, Parkinson, Arthrose, Rheuma und was weiß ich noch alles. Hier wird keiner mehr gesund. Alter ist nämlich nicht heilbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/mikki/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Dec 2021 07:41:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/winter01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Mikki-2.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kohlefresser</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears04</link>
      <description>Auch ein wirksames Mittel gegen Angst.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Kid Fears" von den Indigo Girls
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gabriel war ein ängstlicher Junge. Er fürchtete sich vor den Schatten in der Dunkelheit, vor hohen Bäumen und tiefen Brunnen, vor den schnellen Autos auf der Landstraße und dem grimmigen alten Platzwärter, der im Ort das Pflaster kehrte. Er zuckte zusammen, wenn sein Vater mit der Hand auf den Tisch schlug, weil sein Sohn sich wieder einmal etwas als einziger nicht getraut hatte. Wenn Gabriel wie so oft mit verdreckter Kleidung nach Hause kam, weil er sich hinter einem Baum oder unter einem Strauch oder in einem Graben vor etwas versteckt hatte, und seine Mutter schwer über ihn seufzte, biss er ganz fest die Zähne zusammen, um nicht zu zittern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/november-kohlefresser/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 22 Nov 2021 20:11:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/258835892_429752948544558_5059028180406213473_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Krähenschwestern</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears03</link>
      <description>Was ist besser? Stillhalten oder ein Teller heißer Suppe?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Kid Fears" von den Indigo Girls
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie waren seltener geworden diese Nächte, in denen sie im Bett hockte, die Knie angezogen, die Arme darum geschlungen, und ganz leise atmete, in die Dunkelheit starrte, auf jedes Geräusch lauschte. Und obwohl sie in diesen selten gewordenen Nächten wusste, dass sie hier sicher war, dass hier kein Geräusch eine Gefahr bedeutete, so hockte Elyf in jenen Nächten doch starr im Bett, bewegungsunfähig, bis endlich der Morgen die Nacht vertrieb, sie einen Finger heben konnte, einen zweiten, eine ganze Hand, die andere, sich schließlich ausstreckte und die Augen im heller werdenden Morgen schloss, einschlief.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=933" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Nov 2021 20:10:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/256455935_425684272284759_764835971113687009_n.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kinderspiel</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02</link>
      <description>Wenn es doch nur wirklich solche Nüsse gäbe ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Kid fears" von den Indigo Girls
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Fatemen", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?«,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           donnert es zwischen den Bäumen hervor, die das Spielfeld auf der anderen Seite begrenzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Keiner!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch, ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und wenn er kommt?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein, bitte nicht ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dann kommt er eben!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bitte, ich will nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und doch renne ich los, zusammen mit den anderen. Ich kann zwar keinen von ihnen erkennen, aber doch weiß ich, dass wir zusammen gehören. Und wir haben eine Aufgabe. Das Erreichen der anderen Seite.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber das ist leichter gesagt als getan. Denn der Waldboden ist uneben. Überall sind Wurzeln und kleine Löcher, verborgen unter Laub und Moos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und da ist ja auch noch er.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wissen nie, welche Gestalt er haben wird. Bis wir ihn sehen. Und dann ist es meist zu spät.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben mir ertönt ein Schrei. Ein anderer Läufer ist an einer Wurzel hängengeblieben und hingefallen. Stöhnend versucht er, sich wieder zu erheben, scheitert jedoch. Er rollt sich herum und betrachtet seinen rechten Fuß, der in einem seltsamen Winkel absteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich muss ihm helfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein! Er ist verloren. Und du wirst es auch sein, wenn du hier weiter stehenbleibst!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schweren Herzens reiße ich mich zusammen und renne wieder los. Doch ich komme nicht weit, denn plötzlich sinken meine Füße ein und können sich kaum vom Boden lösen. Ich schaffe es gerade noch so, mich auszubalancieren, um nicht kopfüber in den Morast zu fallen, der sich – von Grasbüscheln fast verdeckt – vor mir ausbreitet. Unfähig mich zu bewegen, kann ich nur zusehen, wie schwarzer Schlamm um mich herum langsam aus dem Boden hervorquillt. Dann bewege ich mich doch wieder. Aber es sind nicht meine Beine, die wieder festen Boden gefunden haben, sondern der gesamte Sumpf, der in Bewegung gerät und mich zu einer Senke zieht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dort sehe ich ihn. Den Schwarzen. Diesmal hat er einfach nur die Form eines tiefen Schlundes angenommen, der alles in sich aufsaugt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plötzlich gibt der Morast unter mir nach und ich falle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem gurgelnden Keuchen fahre ich hoch. Die Decke, die ich vorhin über meine Beine gebreitet hatte, rutscht hinunter und ich habe das Gefühl, dass die kalten Finger des Traums nach ihnen greifen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Verdammt, Elliott«, rufe ich aus – vielleicht ein wenig lauter als notwendig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und überhaupt könnte er mich ja sowieso nicht hören. Er ist auf Karma-Suche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem er mich aus diesem unseligen Kellerverlies gerettet hatte, waren wir direkt zu ihm gegangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein, nicht wie in diesen TV-Schmonzetten, wo die »Damsel in Distress« nach ihrer Errettung durch den Helden nichts Besseres zu tun hat als in sein Bett zu sinken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Elliott hat mir erklärt, dass das schwarze Kaninchen, dem ich in den Keller gefolgt war, eine Emanation des miesen Karmas war, das mein Nachbar Douglas gehortet hatte. In meiner Wohnung war es nicht mehr sicher. Also hatte er mir angeboten, übers Wochenende sein Haus zu hüten, während er den nächsten Auftrag erledigte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich war ihm dankbar dafür gewesen, nicht dort bleiben zu müssen, wo ich befürchtete, jeden Moment wieder in die Irre geführt oder angegriffen zu werden. Also hatte ich alles Notwendige zusammengepackt und war ihm gefolgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das war gestern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits heute Morgen fiel mir einerseits die Decke auf den Kopf, andererseits fühlte ich mich seltsam schwach, sodass ich mich bisher noch keinen Schritt vor die Tür bewegt hatte. Und dann war ich auf die dämliche Idee gekommen, mir diese Mini-Serie anzuschauen, von der überall im Netz gesprochen wurde. Dabei musste ich eingeschlafen sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fröstelnd schaue ich die Decke an, die neben mir auf dem Boden liegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein, die würde dir jetzt auch nicht helfen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , geht es mir durch den Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du brauchst Bewegung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich kenne hier doch niemanden!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , hält eine kleine Stimme in meinen Gedanken dagegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alles ist fremd, die Gegend, die Nachbarn ... unmöglich das Haus zu verlassen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So klein sich dieses Wesen in mir auch anfühlt, seine Worte besitzen Macht. Schon merke ich, wie sich meine Hand nach der Decke ausstreckt, um sie über mich zu ziehen. Damit ich mich darunter verstecken kann. Damit ich sicher bin. Damit mich niemand findet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch bevor sich diese Wünsche in mir festsetzen können, reiße ich ihre Umklammerung entzwei und rolle mich von der Liege, auf der ich eingeschlafen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich muss hier raus!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber nicht auf die Straße! Wer weiß, was dir dort geschehen wird ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da fällt mein Blick auf die Verandatür. Ich mobilisiere den Rest meiner versiegenden Kräfte, rappele mich hoch und stürze hindurch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Garten, größer als ich es im Hof eines viktorianischen Reihenhauses vermutet hätte, liegt zu meinen Füßen. Und an der hinteren Mauer steht der ungewöhnlichste Baum, den ich je gesehen habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor die Stimme mich wieder zum ängstlichen Verharren bringen kann, laufe ich die Stufen hinunter zur Rasenfläche und schaue ihn mir genauer an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Stamm ist breit, knotig und wirkt als hätten Hände die Krone von oben umfasst und wie einen Korkenzieher gedreht. Die Krone selbst besteht aus sieben mächtigen Ästen. Keiner davon wächst über eine der Mauern ringsum. Stattdessen formen sie ein halbrundes Dach im Hof. Und trotzdem es schon Mitte November ist, tragen alle Äste und Zweige noch Blätter in den unterschiedlichsten Schattierungen von Grün, Gelb und Orange.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fasziniert gehe ich langsam einige Schritte weiter darauf zu, als mich etwas schmerzhaft am Kopf trifft. Doch zu meinem eigenen Erstaunen stelle ich fest, dass der Schmerz nur von kurzer Dauer ist. Danach weicht er einer Leichtigkeit, wie ich sie schon lange nicht mehr verspürt habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor mir im Gras liegt das, was mich wohl getroffen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bücke mich und hebe es auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist das?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn mich eben schon der Baum an sich fasziniert hatte, so ist das nichts im Vergleich zu der Bewunderung, die ich empfinde, als ich es näher betrachte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fünffach gezackt wie eine Sternfrucht, aber doch so hart wie eine Nuss, dabei aber mit einer samtigen Oberfläche wie von einer Kastanie liegt es in meiner Hand und scheint Wärme zu verströmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich senke meinen Blick, entdecke noch weitere dieser außergewöhnlichen Früchte und hebe sie eine nach der anderen auf. Als ich wieder aufblicke, stutze ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Aufheben der seltsamen Dinger bin ich bis zur Mauer gegangen und kann so die Rückseite des Stammes erkennen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Treppe? Hier? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich horche in mich hinein, ob die Stimme irgendwelche Anmerkungen dazu hat. Es würde mich nicht wundern, denn ich bin bei aller Neugier selbst skeptisch, ob ich das näher erkunden möchte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber sie ist nicht mehr da. Es fühlt sich eher so an, als wäre sie nie dagewesen. Und die sieben Nuss-Früchte in meinen Händen bewirken eine Zuversicht, wie ich sie nicht mehr verspürt habe, seit ich das schwarze Kaninchen sah. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also laufe ich die Treppe hinauf – renne fast sogar – bis ich nach unzähligen Windungen an einer von einem Rosenbogen überspannten Gartenpforte ankomme. »I&amp;amp;N Digo« steht auf einem von Grünspan überzogenen Schild, das daran hängt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie kann hier oben ein Garten sein? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch bevor ich auch nur ansatzweise eine Erklärung dafür finde, tritt ein Mädchen hinter einem Apfelbaum hervor. Als sie mich sieht, beginnt sie zu lächeln und tritt zur Pforte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hallo, Liebes. Schön, dass du da bist«, sagt sie mit einer Stimme, die ganz anders klingt, als ich es erwartet hätte. Anstatt der noch leicht piepsigen Stimme eines Mädchens an der Schwelle von Kind zur Jugendlichen, höre ich den leicht rauen Alt einer gütigen Großmutter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich bin Irma. Komm doch rein, der Tee ist gleich fertig.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich bleibe stehen, wo ich bin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dei... deine Haut. Sie ist dunkelblau.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein herzliches Lachen lässt ihr Gesicht förmlich leuchten. In ihren Augenwinkeln bilden sich viele kleine Fältchen, die zeigen, dass sie dies oft tut. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber natürlich ist sie das. Nora und ich, wir sind die Blauen Frauen.« Damit macht sie erneut eine einladende Geste. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich dachte schon, die Karmajäger wären strange,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           denke ich kopfschüttelnd und trete ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich folge Irma einen gekiesten Weg entlang bis zu einem reetgedeckten Cottage aus Natursteinen, aus dessen Schornstein sich feiner, weißer Rauch kringelt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem Fenster neben der offenstehenden Tür schaut ein Mädchen, dass Irma wie aus dem Gesicht geschnitten ist, nur dass ihre Haut himmelblau leuchtet. Als sie uns sieht, werden ihre Augen groß. Dann verschwindet ihr Gesicht und kurze Zeit später läuft sie durch die Tür und uns entgegen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hallo, Alicia«, ruft sie. »Du kommst genau richtig zum Tee. Und du hast Erkenntnüsse dabei.« Damit schnappt sie mir die seltsamen Früchte – nein, es sind Nüsse – aus den Händen und verschwindet wieder im Haus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Etwas später sitzen wir zusammen bei Tee und Keksen. Während Nora die Nüsse in den schon vorbereiteten Keksteig gab und sie buk, habe ich beiden erzählt, wie ich letztendlich zu ihnen gelangt bin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Elliott hat gut daran getan, dich von dort wegzuholen. Mieses Karma in dem Ausmaß, wie du es beschreibst, ist gefährlich. Es lockt Albe an.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Albe?«, frage ich verwirrt. »Was sind Albe?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Irma lächelt schief. »Ja, das kannst du nicht wissen. Du warst ja vorher noch nie auf der Meta-Ebene.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Meta-Ebene?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Die Erklärung würde ziemlich lange dauern«, sagt Nora und hält mir den Keks-Teller hin. »Was für ein Glück, dass du Nüsse dabeihattest. Iss mal einen.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das muss sie mir nicht zweimal sagen. Schon der Duft während des Backens hat mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Und die Kekse sehen auch dermaßen lecker aus, dass ich kaum noch an mich halten kann. Ich greife mir gleich zwei davon und will sie mir schon wie das Krümelmonster gleichzeitig in den Mund stopfen, aber Irma legt eine Hand auf meinen Arm. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Probier es erst einmal nur mit einem. Für manche Leute wären zwei zu viel.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Okay, Hauptsache Kekse. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich beiße hinein und meine Augen werden groß. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Der Geschmack ist mit keinem Keks zu vergleichen, den ich jemals gekostet habe. Das nussige Aroma leicht gebräunter Butter, die säuerliche Süße praller Kirschen, die herbe Verheißung dunkler Schokolade und eine Fülle weiterer Aromen, die ich nicht einmal beschreiben könnte, explodieren in meinem Mund. Doch es ist nicht diese Geschmacks-Sensation, die mich überwältigt. Es ist die Tatsache, dass ich mit einem Mal nicht nur weiß, was ein Alb ist, sondern die gesamte Meta-Ebene kenne, als hätte ich hier schon mein ganzes Leben verbracht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Verstehst du, warum man Erkenntnuss-Kekse nicht einfach so in sich hineinstopfen sollte?«, holt mich Irmas Stimme wieder in die Wirklichkeit zurück. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist das überhaupt die Wirklichkeit?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , schießt es mir durch den Kopf. Aber so schnell, wie mir diese Frage gekommen ist, weiß ich, dass es stimmt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nicke mit vollem Mund. Dann schlucke ich und der permanente Zufluss von Wissen stoppt. Die Erinnerungen jedoch bleiben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wow, das ist der Oberhammer«, murmele ich. Dann wird mir etwas bewusst. »Und kann es vielleicht sein, dass diese Erkenntnüsse auch äußerlich angewendet werden können?«, spreche ich den Gedanken aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Warum das?« Irma blickt mich fragend an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Weil mir vorhin eine der Nüsse auf den Kopf gefallen ist und seitdem habe ich das Gefühl, wieder klar denken zu können.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oh ja,« bemerkt sie nickend. »Irrationale Ängste aus der Kindheit, die von Alben hervorgerufen werden, können so erfolgreich bekämpft werden.« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das passt«, bestätige ich und stecke mir den Rest des ersten Kekses in den Mund. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und was wirst du jetzt tun?«, fragt Nora und gießt mir einen weiteren Tee ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schlucke und beginne zu lächeln. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das hat mir dein Keks gerade beantwortet.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 08 Nov 2021 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Kinderspiel.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bella Ella</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears01</link>
      <description>Dann sucht sie sich eben neue Eltern ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Kid Fears" von den Indigo Girls
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war der letzte Tag im Oktober. Halloween. Die kühle Luft roch nach modrigem Laub und dem Rauch von Herbstfeuern. Alle Kinder freuten sich auf den Abend, wenn sie sich verkleiden und losziehen konnten. Nur Ella nicht. Ella hatte beschlossen, von Zuhause fortzugehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Du bist ein Mädchen, keine Katze“, hatte Papa gebrüllt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Was hast du nur mit deinem neuen Kleid gemacht?“, hatte Mutter geschimpft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ella war auf einen Straßenbaum geklettert. Sie wollte dem alten Doktor Meyer auf die glänzende Glatze spucken. Der stank immer nach Schweiß und Mottenkugeln und er versuchte, sie anzugrabbeln, wenn gerade keiner hinsah. Manchmal schaffte er es, aber meistens war Ella flinker.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/bella-ella/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Nov 2021 20:03:15 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fears01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Dunkel und still</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison04</link>
      <description>Pass bloß auf, denn im Mondlicht treibt sie ihr Unwesen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Alison Hell" von Annihilator
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als der Vollmond sich über die Baumwipfel erhob, schwang die junge Hexe sich auf ihren Besen. Nichts liebte sie mehr als die Nächte, in denen die glänzende Scheibe sich aus den Wäldern emporschob. Alles glänzte silbrig-fein im Licht des Vollmonds, als hätte die Alte Mutter Sternenglanz auf die Zweige und Steine und Pflanzentriebe gegossen. Die Flüsse und Teiche unter ihr, die das Licht von oben widerspiegelten, wurden zu kleinen Himmelreichen, und die ganze Welt sah warm und weich und wohlig aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Besen fest zwischen den Knien breitete die Hexe die Arme aus. „Hallo, Nacht!“, rief sie in die Dunkelheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/oktober-dunkel-und-still/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 25 Oct 2021 18:59:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/247827995_412876990232154_8572328216506901246_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Vielleicht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison03</link>
      <description>Was wohl passiert, wenn man einer Krähe in einen Pub folgt?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Alison Hell" von Annihilator
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Elyf öffnete die Tür.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Blick hinein war eine Enttäuschung. Nur wenige Schritte hinter der Tür versperrte ein schwerer schwarzer Vorhang die Sicht. Obwohl eben noch den zwei eng umschlungenen Gestalten Licht und Gelächter gefolgt waren, als sie die Bar verließen. Jetzt lag da nichts als Dunkelheit. Elyf zögerte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=929" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 18 Oct 2021 18:52:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/246069893_409145013938685_875341296832264683_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Black Rabbit</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison02</link>
      <description>Man sollte eben nur weißen Kaninchen folgen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Alison Hell" von Annihilator
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Fatemen", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was soll das? Warum bin ich nicht zu Hause?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Langsam drehe ich mich um mich selbst und schaue mich um.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Straße sieht derjenigen, in der ich wohne, ähnlich. Schmale, viktorianische Häuser, jedes mit einer Treppe neben der Abfahrt zu einer halb in den Boden eingelassenen Garage. Aber weder ist das Haus, vor dem ich stehe, das meine noch ist es irgendwo in der Nähe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aber warum hat mich die Melone hierher gebracht?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Beim Reisen mit der Melone ist ja nur der Hinweg zufällig. Man taucht irgendwo auf der Erde auf. Und irgendwann. Zurück geht es dann eigentlich immer zu dem Punkt, von dem man gestartet ist. Eigentlich.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bin ich womöglich nicht zurückgereist, sondern weiter? Immerhin bin ich beim letzten Mal ja sogar in der Zukunft gelandet. Oder funktioniert das System vielleicht gar nicht mehr?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit langsam anwachsender Panik schaue ich mich noch etwas genauer um und entdecke ein Stück zu meiner Linken einen städtischen Mülleimer, aus dem eine Zeitung hervorragt. Schnell gehe ich dort hin und werfe einen verstohlenen Blick auf das Titelblatt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Okay, das ist im Hier und Jetzt, aber ...
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Moment habe ich das Gefühl, aus dem Augenwinkel heraus etwas wahrzunehmen. Mein Kopf schießt herum, aber doch kann ich nichts anderes sehen, als die Treppe des nächstgelegenen Wohnhauses, hinter der offenstehenden schmiedeeisernen Pforte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            War die nicht eben noch zu?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meine Neugier ist geweckt und ich gehe langsam darauf zu. Probehalber bewege ich die Pforte. Sie quietscht entsetzlich laut in ihren Angeln.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Dann habe ich mich wohl eben geirrt.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und wieder ist da eine Bewegung, diesmal am oberen Ende der Treppe. Es sieht aus, wie ein kleines Tier, das dort auf die Eichenholztür mit Bleiverglasung zuhüpft.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Tür, die ebenfalls geöffnet ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Wer lässt denn einfach seine Haustür offen?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hallo?«, rufe ich halblaut. Es kann ja immerhin sein, dass die Tür gerade erst von innen geöffnet worden ist. Ich steige ein paar der Stufen hinauf. »Ist dort drinnen jemand?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Keine Antwort.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Inzwischen bin ich oben angelangt und kann so ein kleines Stück in den schwarz-weiß gefliesten Flur hineinschauen. Sofort fallen mir einige Papiere auf, die dort über den Boden verteilt liegen. Vorsichtig drücke ich gegen die Tür und rufe nun ins Halbdunkel des Hauses hinein: »Ich habe bemerkt, dass Ihre Tür offen steht. Ist alles in Ordnung? Kann ich vielleicht behilflich sein?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Immer noch ist aus der Tiefe des Hauses nichts zu hören. Aber doch habe ich das Gefühl, das mich etwas rufen würde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was ist das?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber zuerst will ich wissen, ob das, was zu meinen Füßen liegt, wirklich das ist, was ich annehme. Also hocke ich mich hin und betrachte die Papiere genauer.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tatsächlich sind es Briefe und Werbeflyer, die einen beachtlichen Haufen unter dem Briefschlitz bilden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das muss die Post von Tagen sein. Ist hier also keiner? Aber warum ist die Tür dann offen? Und wie lange schon?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Augenblick höre ich etwas. Es ist ein leises rhythmisches Patschen. Wie von nackten Füßen, die über die Fliesen laufen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mein Kopf fährt hoch und so kann ich zwischen all den Schatten des Flurs einen weiteren sehen, der sich bewegt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Keine Füße. Pfoten. Das ist ein Kaninchen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In der Tat hüpft einige Meter weiter drinnen ein tiefschwarzes Langohr von links nach rechts über das Schachbrettmuster des Bodens. Immer dann, wenn es auf eine weiße Fliese hüpft, hebt es sich klar ab, um auf einer Schwarzen fast vollkommen zu verschwinden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meine Neugier, die kurz der Ratlosigkeit gewichen war, flammt wieder auf. Während des Dienstes bei den Fatemen habe ich schon so einiges gesehen, was viel seltsamer war. Also sehe ich kein Problem darin, mich von diesem Nager führen zu lassen, und gehe ihm hinterher. Immer weiter folge ich dem schattenhaften Geschöpf in das Haus hinein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir gehen um eine Ecke herum, sodass ich die Eingangstür aus den Augen verliere. Doch die interessiert mich nicht mehr, denn die Ahnung einer Präsenz hier drinnen wirkt nun wie ein Magnet auf mich. An einer weiteren Tür hält mein Begleiter kurz inne und scheint sich nach mir umzudrehen. Ich weiß instinktiv, was sich dahinter verbirgt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die Kellertreppe. Natürlich.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Von einigen funzligen nackten Glühbirnen mehr schlecht als recht beleuchtet, führen ausgetretene Stufen nach unten. Dort kann ich sie spüren – die Präsenz. Sie ist anders als alles, was ich bisher in Lebewesen gespürt habe. Lichtdurchdrungen und gleichzeitig voller Finsternis. Auch wenn ich schon seit Kindertagen eine Abneigung gegen unterirdische Kammern habe, ist mir spontan klar, dass ich diesen Weg beschreiten werde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir gehen hinunter, das Kaninchen hüpfend, ich mit zögerlichen Schritten. Die Treppe macht eine plötzliche scharfe Kehre, aber es geht noch weiter in die Tiefe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das kann doch unmöglich ein normaler Keller sein.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich drehe mich um, schaue nach oben und versuche zu ermessen, wie weit entfernt die Tür ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich kann sie nicht mehr erkennen. Und als ich mich zurückdrehe, ist auch das Kaninchen verschwunden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Nein. Nicht verschwunden. Es ist nur nicht mehr allein.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tatsächlich wimmelt der Boden des Raums zu meinen Füßen nur so von pechschwarzen Leibern. Alle hüpfen oder huschen sie herum, übereinander, untereinander, aber doch mit einem gemeinsamen Ziel – der von meinem Standort am weitesten entfernten Ecke einer kleinen Kaverne.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dem Punkt, von dem nun ein leises Wimmern zu mir dringt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ist da jemand?«, rufe ich. Zumindest denke ich, dass ich es tue, aber meine Stimme wirkt hier unten seltsam flach, geradezu kraftlos.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber doch wird sie gehört.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ha... hallo?«, erhalte ich zur Antwort und in der Ecke erhebt sich eine schmale Gestalt, die wohl bisher in der Ecke gekauert hatte. Es ist eine junge Frau. Sie ist nur mit einem dünnen Nachthemd bekleidet. Viel zu dünn für die Kälte, die hier unten herrscht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Warum habe ich das nicht schon vorher bemerkt?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ihre Bewegung lässt die Flut finsterer Gestalten kurz auseinanderstieben. Aber kurz danach drängen sie wieder in ihre Richtung. Sie greift in eine Tüte, die sie in der Hand hält, und wirft etwas daraus in die Luft.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Lass mich raten«, sagt sie. »Du bist einem schwarzen Kaninchen gefolgt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Stimmt. Es hat mich zu dir geführt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein fatalistisches Lächeln bricht sich auf ihrem Gesicht Bahn.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Dann bist du verdammt, genau wie ich.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Warum das?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Mein Zucker ist bald alle. Und du hast nicht mal welchen. Sobald du hier unten bist, werden sie dich überwältigen. Und mich dann später auch.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Quatsch!«, entfährt es mir unwillkürlich. »Erstens bin ich noch nicht ganz unten und zweitens werde ich dir helfen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie seufzt. »Wäre schön, wenn das ginge. Aber sie werden dafür sorgen, dass du auch hier unten endest. Siehst du, es geht schon los.« Damit zeigt sie auf einen Punkt hinter mir.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich fahre herum und erkenne was, sie meint.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aus der Wand zu meiner Rechten beginnt etwas Schwarzes zu sickern und sich drei Stufen über mir zu sammeln. Von dort aus tropft es langsam aber unaufhörlich zu mir hinunter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was ist das!?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hab keine Ahnung. Irgendwann ... ich weiß schon gar nicht mehr wie lange es her ist ... da hatte ich nachts plötzlich Appetit auf Pancakes. Also stehe ich nochmal auf und gehe in die Küche, um schnell welche zu machen. Geht ja eigentlich fix. Wie ich so am Herd stehe, da seh ich plötzlich neben mir dieses schwarze Kaninchen. Und neben ihm steht meine alte Puppe, die ich als Kind hatte. Sie ist zwar genauso schwarz, wie das Karnickel, aber instinktiv weiß ich, dass sie es ist. Sie war damals irgendwann weg und mein Bruder hat mir gesagt, dass er sie in die Hölle geschickt hat. Da erscheint es mir irgendwie passend, dass sie nicht mehr so bunt ist wie früher.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ernsthaft?!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und dann?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Die beiden haben sich umgedreht und sind langsam aus der Küche gehopst. Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich einfach hinterher bin. Ja, ich weiß, das klingt total Banane, aber in diesem Moment kam es mir wie die einzig richtige Idee vor.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich gebe ein zustimmendes Brummen von mir, denn genauso ist es mir ja eben selbst ergangen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Als die dann auf eine Tür zuwuseln, die ich in diesem Haus noch nie gesehen habe, hätte ich vielleicht umdrehen sollen, aber ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich verstehe, was du meinst.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wir sind dann also die Treppe runter und an diesen Ort hier ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich ... ich weiß auch nicht. Es war plötzlich so, als würde ich aufwachen. Mir ist klar geworden, was ich da gerade getan hatte. Also wollte ich schnell wieder zurück.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber sie haben dich nicht gelassen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie schüttelt ihren Kopf und lässt ihre Schultern hängen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nein. Kaum dass ich ein paar Stufen hochgeklettert war, ist oben die Tür zugeschlagen. Und dann kam das schwarze Zeug.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was ist das eigentlich?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hab keine Ahnung. Mal ist es wie Teer und fließt einfach nur langsam auf dich zu. Aber du siehst ja selbst, dass es auch diese ... Dinger formt. Ich wollte eines von denen verscheuchen und hab danach geschlagen. Da ist es zerplatzt und zu etwas anderem geworden. Nur an der Hand, mit der ich es erwischt habe, blieb etwas haften. Das Zeug klebt wie das sprichwörtliche Pech! Ich habe aber sehen können, dass es sich dort auflöst, wo ich Zucker Krümel an der Hand hatte.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gedankenverloren hebt sie ihre rechte Hand hoch und betrachtet die Innenfläche, die selbst für mich erkennbar feuerrot ist. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Augenblick überwindet das Kaninchen die letzte Distanz zu der Frau. Es bäumt sich auf, wird länger und streckt ein Tentakel zu ihrer linken Schläfe aus. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch es berührt sie nicht. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Stattdessen löst sich ein feiner goldener Faden aus ihrer Schläfe und schwebt auf den Tentakel zu. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie stöhnt, verdreht ihre Augen und gerät ins Wanken. Aber zum Glück hatte sie wohl noch etwas Zucker in der anderen Hand, den sie instinktiv auf den Tentakel wirft. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zischend löst er sich auf. Doch die anderen Wesen scheint das geradezu anzustacheln. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Frau weicht zurück bis an die Wand und ruft: »Ich habe mich wohl geirrt. Jetzt werden sie mir zuerst den Garaus machen!« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Moment fällt ein kleines Mosaiksteinchen in meinem Geist an den richtigen Platz und mir wird alles klar. Ohne weiter nachzudenken, reiße ich meinen Schirm hoch. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ihr wisst nicht, mit wem ihr euch angelegt habt! 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Damit öffne ich ihn und stehe sofort im gleißenden Licht des Karmas, das ich die letzten Tage in den Vierzigern gesammelt habe. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dort, wo der intensiv goldene Schein eine der Kreaturen berührt, vergeht sie in einer dunklen Flamme. Die anderen merken schnell, was vor sich geht, und ziehen sich eilends von mir zurück. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Mach dich bereit!«, rufe ich und springe die letzten paar Stufen hinunter. Mit zwei weiteren Sätzen bin ich bei der Frau und nehme sie in den Arm. Zusammen bahnen wir uns einen Weg bis zur Treppe und hinauf – erst noch langsam, dann immer schneller, denn ich bemerke, dass auch das Gleißen unter meinem Schirm merklich an Intensität abnimmt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wahnsinn!«, keucht die Frau, nachdem wir durch die Tür in den Flur gebrochen sind. »Da bekommt das Lied von Rihanna eine völlig neue Bedeutung« , ergänzt sie und prustet unvermittelt los. »Ich bin übrigens Alicia. Und du bist ... auch einer von den Fatemen, oder?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Auch? 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ähm, woher weißt du ...?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie hört auf zu kichern und macht ein betretenes Gesicht. »Ich weiß, das ist eigentlich geheim. Douglas reißt mir dafür bestimmt den Kopf ab, wenn er wieder zurück ...« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Douglas?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja, Douglas Phaeton, mein Nachbar. Er hat mir mal zufällig ...« Alicia beginnt zu erzählen, wie sie und Douglas sich kennengelernt haben, doch ich bekomme nichts mehr davon mit, den in meinem Kopf wiederholt sich donnernd eine Frage. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Verdammt, Douglas, wie viel mieses Karma hast du nebenan gesammelt, bevor es dich erwischt hat?!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 18:33:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Black+Rabbit.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Untergrund</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison01</link>
      <description>Manchmal kommt das weiße Kaninchen auch zu dir ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Alison Hell" von Annihilator
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alison hastete die Treppen zur U-Bahn hinunter. Der Wind blies ihr bunte Blätter hinterher, die unter ihren Absätzen raschelten. Alison zog ihren Schal fester und versteckte die Hände in den Ärmeln ihrer überlangen Strickjacke. Sie war spät dran heute Morgen. Der Wecker hatte nicht geklingelt, obwohl Alison sich absolut sicher war, ihn eingestellt zu haben. Sechs Uhr, so wie an jedem Wochentag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/untergrund/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Oct 2021 19:30:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/alison01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Love+Fantastic-2-12dce91c.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Krähennest</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/crowbar04</link>
      <description>Was passiert, wenn sich diese Tür dort öffnet?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Crowbar" von Frank Carter &amp;amp; The Rattlesnakes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf einem Felsen hinter dem Ewigmeer stand ein Wirtshaus. Eine Gaststätte, mit so vielen Türen wie es Leben gab, denn keine zwei Wege waren gleich und doch führten so viele von ihnen in den kleinen Schankraum, wo die Tische eng gedrängt nebeneinander standen und die Dachbalken nur noch von Pfeifenrauch und verschüttetem Bier zusammengehalten wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/september-das-krahennest/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Sep 2021 19:27:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/crowbar04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/243072403_395338158652704_6536645207664852791_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Tante Krähe</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/crowbar03</link>
      <description>Was wird wohl passieren, wenn du dieser Krähe folgst?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Crowbar" von Frank Carter &amp;amp; The Rattlesnakes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn du nicht weiter weißt, folge einer Krähe, hatte Tante Käthe gesagt. Und die anderen Kinder hatten sie verspottet: Tante Käthe, Tante Krähe, kra-kra-kra! Dann waren sie lachend davon gerannt. Aber Elyf war geblieben. In Tante Käthes Kräuterladen fühlte sie sich von Anfang an zuhause.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=921" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Sep 2021 19:23:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/crowbar03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.--2-0571d080.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Future is now</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/crowbar02</link>
      <description>Wenn du die Zukunft ändern könntest ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Crowbar" von Frank Carter &amp;amp; The Rattlesnakes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Fatemen", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Willkommen in der Zukunft«, steht auf dem etwas schief hängenden Plakat in verblichenen Buchstaben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bevor ich meinen Schirm schließe, drehe ich mich langsam in alle Richtungen und versuche herauszufinden, wo ich mich befinde – und wann. Das ist ja die Eigenart des Reisens mit der Melone. Sie bringt einen dorthin, wo es Karma zu holen gibt – egal an welchem Ort und in welchem Jahrhundert sich dieses »dort« befindet. Also ist es jedes Mal ein besonderer Moment, wenn ich mich materialisiert habe.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf den ersten Blick tippe ich auf eine Stadt wie Manila. Irgendwo zwischen den Wolkenkratzern und dem Slum. Aber bei genauerem Hinsehen passt weder das Eine noch das Andere. Das Sammelsurium flacher Hütten rechts von mir hinter einem schlammigen Graben sieht nicht ganz so verwahrlost aus, wie ich es von Fotos oder Reportagen im Fernsehen in Erinnerung habe. Auch die Hochhäuser auf der anderen Seite blitzen nicht vor Stahl und Glas. Einige scheinen nicht einmal komplett fertig gebaut zu sein. Dort ragen rostige Eisenträger wie verwitterte Fingerknochen aus Fassaden, deren stumpfe Fenster sicher kaum einen Blick nach draußen zulassen. Auf Höhe der Straße sind die meisten Fenster vergittert oder mit schrundigen Brettern vernagelt. Wo das nicht der Fall ist, starrt mich das Innere verwahrloster Geschäfte an, wie tote Augen. Über allem liegt eine feine Schicht aus Staub. Nirgendwo ist etwas Grünes zu sehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht überall.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aus dem Augenwinkel blitzt ebendiese Farbe hinter einer Ecke hervor.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Neugierig geworden klappe ich meinen Schirm zusammen und gehe in diese Richtung, vorbei an über und über beklebten Ladenfronten. Plötzlich wird mir etwas bewusst und ich bleibe überrascht stehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das ist alles auf Deutsch!
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vorsichtshalber werfe ich einen genaueren Blick auf die abblätternden Papiere in meiner Nähe.
Tatsächlich sind fast alle Bekanntmachungen auf Deutsch. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Aber wie zur Hölle soll das hier Deutschland sein?! 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dann fällt mein Blick auf fettgedruckte Lettern und mir wird einiges klar. Nur dass diese Klarheit mich nicht unbedingt beruhigt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »AMTLICHE BEKANNTMACHUNG«, schreit mir die Überschrift von einem ehemals roten Plakat entgegen. »Aufgrund der anhaltenden pandemischen Bedrohungslage, sowie der klimabedingten Dürre hat die Bundesregierung eine Konzentration der lokalen Bevölkerung im südlichen Kerngebiet beschlossen. Stichtag für die Registrierung zur Umsiedelung ist der 31.12.2099. Alle Bürger, die sich dazu entschließen, weiterhin in Frankfurt zu verbleiben, tun dies auf eigene Gefahr.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Spontan breitet sich Gänsehaut auf meinem gesamten Körper aus. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Die Zukunft! Die verdammte Zukunft! Hoffentlich stimmt es, was in der letzten Konferenz des ZMP gesagt wurde. Dass es viele ganz verschiedene zukünftige Szenarien gibt, von denen nur eine durch unsere gegenwärtigen Entscheidungen bestimmt wird. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Erneut unterbricht ein grünes Blinken meine Gedanken. Nicht unbedingt ein Blinken. Es kommt von einer Leuchtreklame, die ihr Licht in unregelmäßigem Flackern rund um ein Schaufenster verbreitet, durch das ich tatsächlich etwas erkennen kann. Doch trotzdem wirkt ihr Grün in der tristen Umgebung ungewöhnlich lebendig. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit neu erwachtem Interesse trete ich an den Laden heran, über dem die handgemalte Aufschrift »Sweet Dreams« auf einem Holzbrett prangt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was wird mich dort drin wohl erwarten?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich trete ein und bemerke einen Mann undefinierbaren Alters, der über einen Tresen gebeugt in einem Heft liest. Auch er bemerkt mich und beginnt zu lächeln. Dann richtet er Worte an mich, die ich in meiner gesamten Laufbahn als Fateman noch nie zu hören bekommen habe. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Du bist nicht von hier, stimmt’s?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Spontan zucke ich leicht zusammen und schaue an mir hinunter. Schnell erkenne ich, was er meint. Zwar hat sich mein Cut für das Hier und Jetzt in ein Outfit aus Jeans, T-Shirt und Sneakern verwandelt, aber doch wirke ich damit deplatziert, denn alles sieht brandneu aus. In dieser von Verfall geprägten Umgebung mutet es fast schon außerirdisch an. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Bin wohl irgendwo mal falsch abgebogen«, ist das Erste, was mir dazu in den Sinn kommt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Entweder ich jetzt oder die gesamte Menschheit irgendwann in der Vergangenheit. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er nickt mit einem schiefen Grinsen. »Ich glaube, so fühlen sich auch hier einige Leute.« Er faltet das Heft zusammen, in dem er gelesen hat, lässt es auf den Tresen fallen und fragt mich dabei: »Was kann ich für dich tun, mein Freund?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bleibe ihm eine Antwort schuldig, denn als Liebhaber von Graphic Novels habe ich auf den ersten Blick erkannt, was dieses Heft ist. Die Erstausgabe von »Pain &amp;amp; Fear«, dem ersten Teil der Crow-Serie, signiert von James O’Barr, dem Autor. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das Ding ist ein Vermögen wert!,
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          schießt es mir durch den Kopf.
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Wie kann er nur ...
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          Dann jedoch wird mir wieder die Umgebung bewusst, in der wir uns befinden.
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Okay, du hast ein Luxusproblem. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Grinsen des Mannes wird breiter, als er meinen Blick bemerkt. Und wahrscheinlich auch meine entgleisten Gesichtszüge. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Du bist echt nicht von hier. Wenn es so etwas gäbe, dann würde ich sogar sagen, weder von hier noch von jetzt.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ist das so offensichtlich?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh ja. Du erinnerst mich ein wenig an mich selbst – damals.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit erhobenen Augenbrauen schaue ich ihn an. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja, als ich jung war ... bevor hier alles den Bach hinunter ging ... da war ich stolzer Inhaber eines Antiquariats, das sich auf Graphic Novels spezialisiert hatte. Diese Erstausgabe hier war mein ganzer Stolz.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und wann ... ist hier alles den Bach hinunter gegangen?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er mustert mich intensiv und ich spüre, wie ihm die Frage auf den Nägeln brennt, woher ich denn nun wirklich komme. Dann aber zuckt er mit den Schultern und gibt ein kurzes Brummen von sich. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Na ja, so wirklich erst seit 2100 – ein Jahr, nachdem sie evakuiert hatten. Natürlich nicht alle, denn wo hätten die in den Habitaten Platz gefunden. Also sind es nur die gewesen, die sich die Evakuierung leisten konnten.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und die Anderen?«, frage ich großäugig. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Du meinst Leute wie mich?« Er schnaubt. »Wir haben eben hier versucht, das Beste aus der Lage zu machen. Eine Weile lang war es echt heftig, aber inzwischen kommen wir ganz gut klar. Wir haben einige Sonnenkollektoren auf den Dächern und Fassaden wieder zum Laufen bringen können. Im Main-Graben sind erste Mini-Plantagen für Gemüse entstanden. Und in manchen der Keller ließen sich hydroponische Gärten anlegen, die mit sehr wenig Wasser auskommen. Da habe ich auch die Pilze für meine Riegel her.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Riegel?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Mann winkt mich näher und deutet auf eine Auslage in dem Tresen, an dem er steht. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hier. Als ich zufällig herausgefunden habe, dass eine bestimmte Kombination von Pilzen tatsächlich einen süßen Geschmack hervorbringt, habe ich angefangen, kleine Riegel draus zu machen. Die Dinger laufen wie verrückt – für die bekomme ich inzwischen sogar Tomaten.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich sehe mir die Auslage näher an. In das Papier alter Zeitungen verpackt, liegen dort einige längliche Gegenstände, die mit verschiedenen Aufschriften versehen sind. »Wunderbar« steht auf einem und ich muss unwillkürlich an den englischen Schoko-Riegel denken, den ich als Kind geliebt habe. Aber auch andere Namen kann ich erkennen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wieder bemerkt der Mann meinen Blick und beginnt zu erklären. »‘Nahbar’ wirkt sich positiv auf Beziehungen aus«, sagt er mit einem Augenzwinkern. »‘Erkennbar’ ist gut für Leute, deren Brille nicht mehr ausreicht und ‘Sonderbar’ enthält noch ein paar ganz spezielle Pilze ...« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wow, sieht echt aus, als hättet ihr aus der Situation durchaus etwas gemacht.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Tja, insgesamt gesehen hatten wir wohl echt Glück im Unglück.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Wort bringt eine Saite in mir zum Klingen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Vielleicht sollte ich dafür sorgen, dass sie noch ein wenig mehr Glück haben? 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Lass es lieber,
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          hält der anweisungstreue Spielverderber in mir dagegen.
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            D
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            u hast eh in der letzten Zeit schon zu viel von deinem gesammelten Karma selbst vergeben. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Und wer sagt, dass diese Zukunft wirklich die ist, in die wir steuern? 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenn ich in diesem Moment nicht mit mir selbst gestritten hätte, dann wäre jetzt der Augenblick für einen scheelen Blick gewesen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Aber was ist, wenn sie es doch ist? Immerhin ist noch nicht klar, was die anstehende Wahl bewirken wird. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bevor der Miesepeter in mir sich wieder zu Wort melden kann, wende ich mich an mein wirkliches Gegenüber: »Du hast ganz recht damit, dass ich irgendwie nicht hierher gehöre. Ich komme im wahrsten Sinn des Wortes von weit her. Und ich habe eine Möglichkeit, dir eine gewisse Portion einer Substanz zu geben, die für mehr Glück in deinem Leben sorgen kann.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er taxiert mich eine Weile lang stumm. »Was willst du dafür?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wie wäre es mit einmal ‘Wunderbar’?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich weiß zwar nicht warum, aber ich nehm dir deine Geschichte ab. Deal.« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Lächelnd öffne ich meinen Schirm und lasse etwas Karma in ein bereitgestelltes Schraubglas gleiten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Mann verschließt es und betrachtet einen Moment lang das goldene Schimmern darin.
»Weißt du«, murmelt er. »Wenn das Zeug wirklich für Glück sorgt, dann mache ich daraus nen neuen Riegel. Ich glaub’, ich nenne ihn 'Crowbar’«.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 13 Sep 2021 07:00:00 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Braves Mädchen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/crowbar01</link>
      <description>Trau dich doch einfach mal, nicht mehr grau zu sein ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Crowbar" von Frank Carter &amp;amp; The Rattlesnakes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man sollte die (
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             schnurgeraden
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           ) Wege nicht verlassen. Den (
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             akkurat geschnittenen
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           ) Rasen nicht betreten. Die (
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             sittsam gewachsenen
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           ) Blumen nicht pflücken. Dieser Garten war ein Garten der Verbotsschilder und Lina bereute es bereits, hierhergekommen zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber das tat man nun mal, wenn man im Urlaub war: Man besichtigte Dinge. Man nahm sich Zeit, um an den Rosen zu schnuppern (
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             das war erlaubt, allerdings nur, wenn man nicht den Weg verließ
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           ), und Lina besichtigte gerne Gärten und Parks.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Rosen in diesem Garten dufteten vorschriftsmäßig (
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             aber nicht übertrieben
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           ) nach Rosen. Als hätte man sie einparfümiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/braves-maedchen/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 06 Sep 2021 13:39:06 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Viel zu still</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still05</link>
      <description>Dinge, die uns jetzt oft nerven, können wir schon bald schmerzlich vermissen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Still" von Jupiter Jones
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und hier kommt eine Kurzgeschichte unserer Gastautorin Klara Bellis. Sie schreibt Fantasy, die eher abseits des Mainstreams liegt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Irgendetwas fehlte. Wenn sie nur wüsste, was. Frau Monsterin fütterte die Staubmäuse, die sich ängstlich in die Ecke drückten. Ihre missmutige Stimmung färbte auf die sonst so frechen Grautiere ab. Selbst die dicke Spinne zog sich in ihren Winkel zurück, verkroch sich in dem silbergrauen Gespinst, das ihre Wohnstatt war. Die würde sie heute nicht mehr melken können. Verflixt und zugenäht! Dabei war das Spinnengift fast alle und sie brauchte dringend welches, um Fusselkuchen zu backen. Seit einer knappen Woche ging das schon so. Die Spinne verhielt sich, als wäre sie gestresst oder als hätte sie Ohrensausen. Besaßen Spinnen überhaupt Ohren?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Weiter geht es
           &#xD;
      &lt;a href="https://klarabellis.de/viel-zu-still/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 30 Aug 2021 13:33:48 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Himmelsblau</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still04</link>
      <description>Riesenräder sind im Allgemeinen ganz schön groß. Aber dieses ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Still" von Jupiter Jones
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manchmal kommt das Riesenrad in die Stadt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon aus weiter Ferne sieht man, wie die stählernen Streben sich aufrichten; wie die roten und gelben und grünen Gondeln in den grauen Himmel gehievt werden. Schon lange, bevor der Jahrmarkt seine Türen öffnet, sieht man die Höhen des Riesenrads in die Wolken entschwinden, und der Schatten des Rads fällt kilometerweit über die Felder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/august-himmelsblau/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/239350304_373129790873541_4981405321047877607_n.jpg" length="76994" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 23 Aug 2021 13:28:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Trösterei</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still03</link>
      <description>Für die einen ist es nur Kaffee ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Still" von Jupiter Jones
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie war tatsächlich schon unzählige Male an der Gasse vorbeigegangen, ohne sie zu bemerken. Ganz wie Drew gesagt hatte. Aja starrte auf den schmalen Durchgang zwischen Post und Rathaus, in den nicht einmal das Licht der vor wenigen Stunden entzündeten Laternen fiel. Sie zuckte zusammen, als die Glocken des Rathausturms zur vollen Stunde schlugen. Mitternacht. Geisterstunde. Aber daran lag es nicht, dass sie jetzt die Gasse sehen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=912" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/photo_2021-09-12+15.16.27.jpeg" length="156391" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 16 Aug 2021 13:21:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Karmunikation</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still02</link>
      <description>Wenn das Karma zum Kommunikationsmittel wird ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Still" von Jupiter Jones
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Fatemen", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    
          Und plötzlich warst du weg.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eben noch balanciertest du zum Spaß auf der verwitterten weißen Linie auf unserem Dorfbahnsteig. Dann ein Donnern, als uns hinterrücks der Sprinter überraschte, und du warst spurlos verschwunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht ganz spurlos, wie wir später von der Polizei erfuhren. Aber es war nicht einmal genug, um die Urne zu füllen, die gestern in die Erde gesenkt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir waren zusammen von der Abi-Fete gekommen – euphorisiert von den Drinks, der Musik und unseren grandiosen Prüfungsergebnissen. Wir sprachen davon, wie wir die Welt verändern wollten – du in der Biotechnologie und ich in der Medizin. Dann kamst du auf diese Idee. Diese tödliche Idee, wie wir jetzt wissen. Ich war weit genug auf dem Bahnsteig, dass mich der Sog nur stolpern ließ. Als ich mich wieder aufgerappelt hatte, war auch der Zug schon in der Nacht verschwunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und um mich herum nur Stille. Diese entsetzliche Stille.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch ich nahm sie nicht lange wahr, denn dann begannen die Schreie. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inzwischen weiß ich, dass diese Kakophonie nur in meinem Kopf ist. Aber sie übertönt alles. Und nimmt mir die Fähigkeit, etwas anderes von der Welt um mich herum zu hören. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich sehe, wie die Leute ihre Münder bewegen, doch keines ihrer Worte dringt zu mir vor. Und auch, wenn ich zu sprechen versuche, weiß ich nicht, ob Töne meine Lippen verlassen. Den ratlosen Gesichtern meiner Familie und Freunde nach zu urteilen, wird es wohl nicht so sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich müsste irgendwie zur Ruhe kommen. Aber wie soll ich das schaffen? An Schlafen ist kaum zu denken. Das schaffe ich nicht willentlich. Mein Körper ergibt sich nur hin und wieder der Erschöpfung. Aber sobald ich das Bewusstsein wiedererlange, ist es wie vorher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch jetzt, wo ich allein in meinem abgedunkelten Raum mit offenen Augen auf dem Bett liege, sind die fürchterlichen Geräusche da.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hilfe!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , schreie ich in meinem Kopf gegen das Tosen an.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Bitte, es kann doch nicht sein, dass ich den Rest meines Lebens so verbringen muss. Es gibt doch noch so vieles, was ich tun will.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Da hast du allerdings recht
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , erhalte ich plötzlich zur Antwort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Antwort, die ich trotz des Chaos in mir klar und deutlich verstehen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fahre hoch und blicke mich hektisch im Halbdunkel um.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Ecke des Zimmers, halb hinter mir, erkenne ich tatsächlich jemanden. Es ist ein Mann, der – kann das sein? – gerade dabei ist, einen Schirm zusammenzufalten. Er nickt mir kurz lächelnd zu und hebt dabei leicht die Melone, die er auf dem Kopf trägt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Warum macht mir das keine Angst? Warum renne ich nicht schreiend vor ihm weg?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich nehme an, dass du ... ich darf doch ‘du’ sagen? ... in den letzten Tagen viel Schlimmeres erlebt hast, als jemanden, der sich in deinem Refugium materialisiert
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , beantwortet er meine unausgesprochene Frage. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch dies nehme ich über die Kakophonie hinweg wahr. Ich habe sogar fast das Gefühl, dass sie etwas leiser wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ja, das können ... kannst du. Aber ... wer bist du?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mann tritt aus der Ecke hervor und kommt langsam auf mich zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst jetzt wird mir bewusst, dass ein weiteres Accessoire sein ganzes Erscheinungsbild umso ungewöhnlicher wirken lässt. Es ist eine leicht golden schimmernde Piloten-Sonnenbrille, die er nun abnimmt und auf meinem Nachttisch ablegt, bevor er sich einen Stuhl heranzieht, um sich darauf neben mein Bett zu setzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Bevor wir uns weiter unterhalten, sollte ich erst einmal für Erleichterung sorgen
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , bemerkt er und streckt mir seine Hand entgegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Nachzudenken, ergreife ich sie und in dem Augenblick, wo sich unsere Finger berühren, habe ich das Gefühl, dass auch ich von einem Zug erfasst werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keuchend atme ich ein. In mir ein Mahlstrom, der danach trachtet, mir die Sinne zu nehmen. Es kommt mir so vor, als würde die ganze Welt auf mich einstürzen, aber dann wird mir klar, was geschehen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Schreien. Es hat aufgehört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stille – gnädige Stille.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit weit aufgerissenen Augen starre ich den Mann an, dessen Hand ich immer noch in meiner halte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Jetzt, wo das erledigt ist, meine überfällige Vorstellung
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , bemerkt er lächelnd.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Gestatten, Elliott F. George.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Während er diese Worte an mich richtet, bewegen sich seine Lippen keinen Millimeter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Bin ich ... verrückt geworden?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Oh, nein, keinesfalls.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Nun verziehen sich seine Lippen zu einem Lächeln, dann wird er wieder ernst.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Du trauerst, allerdings wesentlich tiefer, als man dies üblicherweise tut. In deinem Fall ist dies jedoch gut zu verstehen. Mein Beileid.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Woher weißt du ...?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er verneigt sich leicht.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich gehöre zu den Fatemen. Wir wissen einige Dinge.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und was weißt du über ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Dass der Zufall manchmal einen verdammt miesen Sinn für Humor hat.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schaue Elliott mit gerunzelter Stirn an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich kann jetzt nicht viel dazu sagen, aber eins sollst du wissen. Wenn es nicht eine unglaublich komplexe Verkettung von Umständen gegeben hätte, dann hätte dein Freund eine glänzende Zukunft vor sich gehabt. Er hätte sogar eines Tages ... das würde jetzt zu weit führen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich gebe ein Schnauben von mir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ja, so hatten wir uns das vorgestellt, als ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Eben
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , unterbricht er mich und drückt meine Hand fester mit der seinen.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und weil dies so ist, haben wir auch beschlossen, einzugreifen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun klammere ich mich fester an seine Hand, ziehe sie sogar ein Stück zu mir heran.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Heißt das, er wird wieder ...?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Nein
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , lenkt er mit trauriger Miene ein.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Den Kreislauf von Leben und Tod können auch wir nicht durchbrechen. Aber wir können dafür sorgen, dass er sein Werk in einem anderen Dasein vollführen kann.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das heißt, ich werde ihn doch nicht mehr wiedersehen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           »Ich konnte mich nicht einmal von ihm verabschieden.« Die letzten Worte dringen krächzend aus meinem Mund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er fixiert mich mit ernstem Blick.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das wird dir möglich sein – vielleicht sogar etwas mehr. Du wirst es sehen, wenn du dich erblickst.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Dabei huschen seine Augen kurz zu einem Punkt rechts neben mir.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Übrigens kannst du mich jetzt loslassen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voll neu erwachender Furcht verstärke ich unwillkürlich meinen Griff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Du brauchst keine Angst zu haben. Das Schreien kommt nicht zurück. Es war deine Seele, die sich nicht anders zu helfen wusste.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit spontan aufkeimendem Vertrauen nicke ich und gebe seine Hand frei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er hat nicht gelogen. Die Stille bleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Elliott erhebt sich und tritt zwei Schritte von meinem Bett zurück. Dann nickt er mir noch einmal zu, spannt seinen Schirm auf und verschwindet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich räuspere mich – ein kratzender Ton, der zu dem Gefühl in meinem Hals passt. Kein Wunder, nach all den Tagen, in denen ich keinen Ton herausgebracht habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Aber was wird nun?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Was hat dieser seltsame Mensch gemeint, als er sagte, ich würde es sehen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             War er überhaupt ein Mensch?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             War er überhaupt hier? 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Sofort wandert mein Blick zu dem Punkt, an dem er gesessen hat. Kein Zweifel, der Stuhl, der normalerweise unter meinen Schreibtisch geschoben ist, steht immer noch direkt neben Bett und Nachttisch. Und dort liegt auch seine Sonnenbrille. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             War das der Punkt, zu dem seine Augen gewandert sind, als er meinte, dass ich es sehen würde? 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schnell greife ich nach ihr und setze sie auf. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nichts. Ich sehe immer noch nur mein abgedunkeltes Zimmer. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sofort trachtet die Verzweiflung wieder danach, ihre klammen Finger um meinen Brustkorb zu schließen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch dann erblicke ich einen goldenen Schimmer. Er dringt aus dem Spiegel auf der anderen Seite des Zimmers. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich werde es sehen, wenn ich mich selbst erblicke! 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich springe auf und bin mit ein paar schnellen Schritten dort. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da ist er – direkt mir gegenüber – und sieht mich lächelnd an. Er sieht zwar vollkommen anders aus, aber ich weiß genau, dass er es ist. Und er spricht zu mir. Ohne Worte. Und doch direkt zu meinem Herzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment wird die Zimmertür aufgerissen und meine Familie strömt hinein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Schatz«, haucht meine Mutter. »Kannst du uns hören? Kannst du ...?« 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nehme die Brille von meinem tränenüberströmten Gesicht und drehe mich zu ihnen herum. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja«, antworte ich krächzend. »Ich bin wieder zurück. Aber wenn ich wieder einmal nichts sagen sollte, dann fürchtet euch nicht. Die Stille ist jetzt mein Freund.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Karmunikation.png" length="19919" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 09 Aug 2021 07:00:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Internet der Dinge</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/still01</link>
      <description>Früher hatte man wenigstens noch nen Hund zum Reden ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Still" von Jupiter Jones
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Achtzig Jahre
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , dachte Fee beim Frühstück machen.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Happy Birthday to me.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Geburtstag im Sommer war früher das pure Vergnügen gewesen. Baden gehen, Eis essen, im Schatten auf einer Wiese liegen und den Wolken hinterhergucken. Heutzutage, wo die nicht nur die alten Leutchen bei der Hitze wie die Fliegen starben, nicht mehr so sehr. In den verseuchten Seen ließ es sich auch nicht gut baden und Eis war ein unerschwinglicher Luxus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Tee
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           “, blubberte der Kessel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Toast
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           “, krächzte der Toaster.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Du hast keine Milch mehr
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           “, röchelte der Kühlschrank.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/das-internet-der-dinge/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 02 Aug 2021 18:23:22 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nekromantie</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire04</link>
      <description>So ist das mit dem Schein ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "I am the Fire" von Halestorm
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Modriger Geruch schlug ihnen entgegen. Die steinernen Säulen des Kellergewölbes glänzten vor Feuchtigkeit – vor Fäule. Über ihnen wölbte sich die Decke und hüllte alles in ein schummriges Halbdunkel ein. Lautlos schlich Thompson die ausgetretenen Stufen hinunter und ging im Schatten einer Säule in Deckung. Den Kolben seiner Waffe hielt er dabei an seine Schulter gepresst, obwohl er nicht wusste, wieviel sie wirklich gegen ihren Gegner ausmachen würde. Das vertraute Gewicht in seinen Händen beruhigte ihn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er atmete tief ein, tief aus, dann spähte er in den Raum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/juli-nekromantie/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Kopie+von+Hier+ein+Textzitat+aus+dem+jeweiligen+phantastischen+Montagstext+einf%C3%BCgen-8611ceca.png" length="34729" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 26 Jul 2021 18:18:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Feuerdrach</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire03</link>
      <description>Was ist denn nun eigentlich hinter dem Mond ...?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "I am the Fire" von Halestorm
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ein lautes Räuspern ließ mich zusammenschrecken. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             „Was?“,
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             murrte ich und zog mir die Bettdecke über den Kopf. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ich wollte mich weder unterhalten noch akzeptieren, dass es Morgen war. Oder Mittag, wenn man den üblichen Definitionen der Tageszeiten folgte. Egal. Ich hatte zu wenig geschlafen, also würde ich die Helligkeit da draußen einfach ignorieren.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=903" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.-9fd93e2a.png" length="772688" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 19 Jul 2021 18:12:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.-9fd93e2a.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Don't</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire02</link>
      <description>Kann Schlechtes auch Gutes bewirken?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "I am the Fire" von Halestorm
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Fatemen", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raaven.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    
          »Du machst was?!«
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Douglas Phaeton, einer meiner Kollegen, beugte sich ein Stück näher zu mir. »Da hast ganz richtig gehört. Ich sammle nicht nur gutes Karma.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber das ist doch ...«, fuhr ich unwillkürlich auf, brachte es dann aber doch noch fertig, meine Stimme wieder unter Kontrolle zu bekommen. Es wäre nicht gut gewesen, hier im Stamm-Pub der Fatemen, allzu laut über so etwas zu reden. »Verboten«, ergänzte ich flüsternd.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Douglas grinste schief und zuckte mit den Schultern. »Ja, ist schon klar. Aber dass man es nicht tun darf, heißt ja nicht, dass man es nicht tun
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            kann
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           .«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Schon klar. Aber warum im Namen aller Götter machst du es überhaupt?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Geht es dir nicht auch auf den Nerv?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du meinst diese ständige Geheimniskrämerei des Rats darüber, was es mit dem Karma überhaupt auf sich hat?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er schnaubte. »Ja, das auch. Aber ich meine eher den Zustand der Welt. Dieser Zustand, der zu einem großen Teil darauf beruht, dass einzelne Menschen ihre Gier nach Reichtum und Macht nicht zügeln wollen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun entfuhr auch mir ein Knurren, als ich an den Wahltag vor einigen Monaten zurückdachte, an dem wir die Führer unserer Welt damit konfrontiert hatten, was für Auswirkungen ihr Handeln auf ihr Karma-Konto hat, um sie zum Umdenken zu bewegen. Unsere oberste Autorität, der Zentralrat für Magische Phänomene, hatte dafür die Dienste der Fatemen in Anspruch genommen, um sie alle gleichzeitig darüber zu informieren. Es war ihnen eine Bedenkzeit gewährt worden, aber bisher hatte noch keiner von ihnen darauf reagiert. Oder der ZMP hatte die Reaktionen für sich behalten – beides kein zufriedenstellender Zustand. Auch wenn wir ja wussten, dass die Anhäufung von schlechtem Karma irgendwann an einen Punkt kam, wo es kippte, das gute Karma den Menschen komplett verließ und ihn damit der Verdammnis preisgab, so würde sich dies ja nicht unmittelbar auswirken. Diese Menschen hatten meist noch genug Zeit, um weiter an der Zerstörung unserer Welt zu arbeiten, um ihre persönlichen Ziele zu verfolgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Douglas stieß sein Glas an meines. Das Klirren riss mich aus den trüben Gedanken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich sehe, du verstehst was ich meine.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Klar. Es ist schon schön, mit dem, was wir tun, die Dinge in kleinem Rahmen etwas besser zu machen, aber immer nur untätig zusehen zu müssen, bis das gute Karma sein Werk verrichtet, ist manchmal entnervend.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eben. Und hier kommt das schlechte ins Spiel.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aha, und wie?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Kennst du das Prinzip einer nuklearen Explosion?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schaute ihn verwirrt an. »Was hat das denn jetzt ...?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ist eigentlich ganz einfach. Solche Bomben müssen einerseits sicher genug transportierbar sein, aber eben auf Knopfdruck plötzlich in der Lage sein, den Kernspaltungsvorgang einzuleiten. Dazu wird, vereinfacht gesagt, Sprengstoff benutzt, der z.B. um eine noch nicht als kritisch zu betrachtende Masse Uran herum angeordnet ist. Wenn der Sprengstoff explodiert, dann presst er die Masse so zusammen, dass sie plötzlich überkritisch wird und die Kernspaltung einleitet. Und etwas ähnliches kann man auch mit schlechtem Karma machen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt dämmerte es mir. »Du meinst, wenn du jemandem, dessen Karma-Konto schon ziemlich mies ist, einfach eine ordentliche Portion mehr auflädtst, dann ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Exakt. Zumindest ist das der Plan.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In mir kämpfte die Erleichterung darüber, dass Douglas tatsächlich noch niemanden willentlich der Verdammnis anheimgestellt hatte, mit der Ungeduld darüber, dass er es noch nicht getan hatte und wir deswegen nicht wissen konnten, ob es überhaupt funktionierte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und wie sieht der Plan weiter aus?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »In den letzten Wochen habe ich versucht, mieses Karma zu sammeln – immer nur ein winziges Bisschen. Das Zeug klebt echt wie das sprichwörtliche Pech, aber letztendlich habe ich einen sicheren Behälter dafür gefunden. Jetzt suche ich nach einem Versuchsobjekt. Und da kommst du ins Spiel.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Okay?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na ja, die Kandidaten, die ich für den Wahltag besucht habe, sind alle zu prominent, als dass ich mich trauen würde, meinen ersten Versuch mit ihnen zu machen. Aber zu allen anderen kenne ich halt nicht ihre Koordinaten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Verstehe. Und jetzt suchst du nach Kollegen, die noch nicht so lange dabei sind und daher eher nicht so bekannte Machthaber im Portfolio hatten.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erneut grinste Douglas sein schiefes Grinsen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und, hast du?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist inzwischen Wochen her. Douglas habe ich schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen und ich frage mich, ob er seinen Plan inzwischen in die Tat umgesetzt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem Mietwagen fahre ich gerade die letzten Serpentinen bis zu der toskanischen Hochebene, wo ich ein wenig Abstand von all dem Wahnsinn in der Welt gewinnen will. Den Sarazenen-Turm, in dem sich die Ferienwohnung befindet, kann ich schon in einigem Abstand erkennen. Am Ende der Schotterpiste stelle ich den Wagen ab und steige mit den ersten zwei Taschen in den Händen die letzten Stufen bis zum Turm hinauf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Von der Terrasse oben auf der Plattform muss man wirklich eine grandiose Sicht auf die mit Pinien und Zypressen bewachsenen Hügel und die Olivenhaine haben
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , geht es mir durch den Kopf, während ich das Schloss der eisenbeschlagenen Tür öffne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tür schwingt nach außen und sofort nehme ich einen leicht brenzligen Geruch von drinnen wahr. Er scheint von dem gewaltigen Kamin zu kommen, der sich in dem kreisrunden Raum direkt gegenüber der Tür befindet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Vielleicht habe ich durch das Öffnen der Tür Unterdruck erzeugt und etwas von der Luft aus dem Abzug des Kamins gesaugt.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch es ist nicht nur Luft, die aus der dunklen Öffnung des Kamins zu mir dringt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer kleinen Wolke strömen Insekten hervor und fliegen an mir vorbei auf das Sonnenlicht zu. Ehe ich es mir versehe, ist ein Großteil des Schwarms draußen verschwunden. Einige bleiben jedoch taumelnd zurück, stürzen zu Boden und verenden schließlich vor meinen Füßen. Es muss eine Bienen- oder Wespenart sein, aber die Insektenleichen wirken wie mit Staub oder Ruß bedeckt, teilweise regelrecht verbrannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während ich sie mir betrachte, verändert sich plötzlich das Licht um mich herum. Erstaunt hebe ich meinen Blick und traue meinen Augen kaum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Verdammt, ist da doch noch Feuer im Kamin und ich habe es wieder angefacht?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Flut von gelblichen Lichtern dringt daraus hervor und verteilt sich im ganzen Raum.
Ich springe auf, bereit den Turm zu verlassen, bevor die Glut auf mich und meine Sachen überspringen kann. Aber dann wird mir klar, was ich da sehe und ich bleibe fasziniert stehen und beobachte hunderte Glühwürmchen, wie sie in dem höhlenartigen Raum umherschwirren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Keine Angst, das bin nur ich.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich stutze, dann drehe ich mich um und schaue nach draußen, denn mir ist so, als hätte ich eine leise Stimme gehört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ganz recht. Aber ich bin nicht draußen. Ich bin hier.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir fällt auf, dass sich eines der Glühwürmchen auf meiner Hand niedergelassen hat. Instinktiv will ich es abschütteln, obwohl ich weiß, dass mir von ihm keine Gefahr droht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Hey, Moment, ich hab dir noch was zu sagen!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vollkommen verdattert starre ich auf das winzige Insekt, denn mit einem Mal ist mir klar, dass diese Stimme von ihm kommt. Also höre ich auf zu schütteln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Danke, Mann. Ich weiß zwar nicht, ob Käfer kotzen können, aber ich habe auch keinen Bock drauf, es herauszufinden.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Formulierungen, diese Stimme ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Douglas, bist du das?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Der Kandidat hat 100 Punkte.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Was ist denn mit dir passiert?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich bin passiert – vielmehr meine Idee. Gestern habe ich mir den Typen vorgeknöpft, zu dem du mir die Koordinaten gegeben hattest. Ich materialisiere mich also direkt neben seinem Bett und öffne den Behälter mit dem schlechten Karma. Aber es war wohl echt angepisst darüber, die ganze Zeit eingesperrt gewesen zu sein. Also ist es förmlich rausgespritzt und hat sich auf ihm verteilt. Aber nicht nur auf ihm. Ich hab dir ja schon gesagt, dass das Zeug höllisch klebrig ist. Und ein paar Fäden haben auch mich erreicht.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und dann?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Dann ist alles in Feuer versunken. Er hat sich in viele kleine Dinger aufgelöst und ist wie von einem riesigen Staubsauger verschluckt worden. Ich wollte mich schon freuen, aber dann habe ich mich auch aufgelöst und wurde ihm hinterhergeschickt.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Kurz vor dir sind irgendwelche Wespen oder so hier durch gekommen. Aber ein paar von ihnen sind tot.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das wird er wohl gewesen sein. Es wäre wahrscheinlich zu viel verlangt gewesen, wenn das Karma für ihn den Körper einer Made vorgesehen hätte, aber besser als nix.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich werfe einen Blick hinaus in die einsetzende Dämmerung und kann Fledermäuse erkennen, die hierhin und dorthin gleiten, auf der Suche nach Beute.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und was wirst du jetzt tun?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Na das, was Glühwürmchen eben tun – sanftes Licht in der Dunkelheit verbreiten.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und wenn du auch gefangen und gefressen wirst?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Dann ist das eben so. Aber weißt du was?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Nein ...
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das war es wert!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Don-t.png" length="17815" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 12 Jul 2021 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Königin der Welt</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire01</link>
      <description>Manchmal genügt ein Kind mit einem festen Willen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "I am the Fire" von Halestorm
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der große Feuerdämon Fiireaz hatte es sich gerade so richtig gemütlich gemacht. Sofa, Beine hoch und im Fernsehen lief eine Folge von Supernatural. Er liebte Comedy.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fiireaz trank Mezcal (er mochte nur die Flaschen mit dem Wurm drin) und aß schokoladenüberzogene Chilis. Kurzum, es war alles perfekt und versprach, ein gemütlicher Feierabend zu werden. Den hatte er auch verdient nach einem langen, harten Arbeitstag in der Hölle. Verdammte Seelen am Spieß rösten ist zwar ganz lustig, aber auch recht eintönig. Und wie jeder weiß, ist eintönige Arbeit noch gesundheitsschädlicher als stressige. Vor allem, wenn man in erster Linie nur dafür zuständig war, das Feuer auf der richtigen Röst-Temperatur zu halten. Die Seelen sollten schließlich nicht zu schnell verkokeln. Fiireaz hatte seinen Job gründlich satt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/die-koenigin-der-welt/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Love+Fantastic-3.png" length="735774" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 05 Jul 2021 19:10:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/fire01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mondnacht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna04</link>
      <description>Wer kann schon gegen die Mondgöttin an ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Bella Luna" von Jason Mraz
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich wieder einmal verlassen werde – wenn ich auf meinem Balkon sitze, mit einer Tasse Beruhigungstee in einer Hand und einem Taschentuch in der anderen – und hinauf in den Nachthimmel schaue, dann male ich mir Folgendes aus:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vollmond, strahlend schön und weiß und glänzend, ist an allem schuld. Nein, es ist nicht die Kommunikation, an der es gescheitert ist, oder meine schlechten Angewohnheiten, oder die Tatsache, dass ich nicht alle Verantwortung auf mich nehmen will, sondern auch mal selber Finger zeige, sondern der Mond. Die Mondgöttin, die strahlend dort oben am Himmel erscheint, und meine Peters und Sebastians und Ferdinands haben einen unvorsichtigen Blick zu den Sternen geworfen und sich unsterblich in sie verliebt. Mit dieser Vorstellung tröste ich mich dann. Denn es ist etwas anderes, für eine Mondgöttin verlassen zu werden als für Janina aus der Statistik-Vorlesung oder Michael aus dem Comic-Laden oder Laura aus der Nachbarwohnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/juni-mondnacht/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Hier+ein+Textzitat+aus+dem+jeweiligen+phantastischen+Montagstext+einf%C3%BCgen-3.png" length="28983" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 28 Jun 2021 19:06:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mondverzaubert</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna03</link>
      <description>Drachen sind nicht mondsüchtig, aber ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Bella Luna" von Jason Mraz
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             „Schau mal, der Mond.“
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kleine Flügel fächern mir einen Windhauch zu. Ich öffne die Augen nicht. Den Mond kann ich mir vorstellen und mit geschlossenen Augen dazu auch ein Meer. Und solange ich mich konzentriere, höre ich auch das Meer rauschen und der Windhauch wird zu einer kühlen Brise, die über die Wellen zu mir herangetragen wird, die Tageshitze vertreibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             „Jetzt schau doch mal!“
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Drachenkrallen kratzen über meinen nackten Oberarm. Selbst auf dem Balkon ist nachts noch T-Shirt-Wetter. Ich lasse widerwillig von meinen Meeres-Gedanken ab und öffne die Augen. Der Mond hängt dick und rund am dunklen Himmel, leuchtet über Häuserdächer und die dichten Blätterkronen der Bäume.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=899" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.--3.png" length="771043" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 21 Jun 2021 19:02:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.--3.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bestimmung</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna02</link>
      <description>Von elterlichen Ideen, gläsernen Decken und Geheimgängen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Bella Luna" von Jason Mraz
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Hintergrund der "Fatemen", gerne zuerst
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.c-a-raaven.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           klicken ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    
          Der Mond steht tief über der Little Venice Pier.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von dem Punkt, wo ich sitze, habe ich fast das Gefühl, ihn berühren zu können, wenn ich mich nur ein wenig strecken würde. Von irgendwo hinter mir erklingt Musik. Einzelne Akkorde einer Gitarre gleiten zu mir herüber. Dann setzen weitere Instrumente ein. Eine andere Gitarre, ein Bass und Percussion formen den coolen, langsamen Rhythmus einer Rumba. Eine leicht rauchige Stimme beginnt zu singen. Ohne sehen zu können, wer es tut, kann ich nicht erkennen, ob es sich um eine Sängerin oder einen Sänger handelt. Aber das ist auch nicht wichtig. Ich nehme einen Schluck aus meiner Bierflasche, betrachte weiterhin die silbrige Scheibe über den Baumwipfeln und gebe mich den Klängen hin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die letzten Einsätze im Dienst der Fatemen waren anstrengend, sodass ich mich im Moment darüber freue, einfach nur sein zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ist hier noch frei?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , erklingt neben mir eine Stimme, die dem Gesang ziemlich ähnelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ehe ich auch nur reagieren kann, lässt sich eine Frau neben mir auf der Bank am Ufer nieder. Wie ich hat sie eine Bierflasche in der Hand und prostet mir nun damit zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Sorry, wenn ich stören sollte, aber ich musste da einfach weg«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , sagt sie und zeigt mit dem Daumen der anderen Hand über ihre Schulter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich lege meinen Kopf schräg und schaue sie fragend an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie setzt ein schiefes Lächeln auf.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ja, ich weiß, meine Schwester kann gut singen und die Jungs haben ihre Instrumente auch echt im Griff, aber ich kann den Song echt nicht mehr ab.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Schade«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , murmele ich.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ich habe ihn bisher noch nie gehört. Aber ich finde ihn ziemlich cool. Und irgendwie passend für einen Abend wie diesen. Bella Luna ...«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Damit weise ich mit meiner Flasche auf den fast vollen Mond über uns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie schnaubt.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das ist es ja eben.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Dann richtet sie sich ein wenig auf, dreht sich zu mir herum und streckt mir ihre Hand entgegen.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Gestatten, Bella. Und Luna, meine Schwester hast du ja schon singen gehört.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Elliott«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , erwidere ich und schüttle überrascht ihre Hand.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Du ... du meinst, der Song handelt von ... euch?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Oh, nein. Das ist nur Zufall. Der Song ist schon zehn Jahre alt. Aber er macht alles irgendwie nicht besser.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Willst du mir davon erzählen?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , entwischt es meinen Lippen, obwohl ich mir nicht einmal sicher darüber bin, ob ich nicht lieber allein wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es hat den Anschein, dass Bella das jetzt wirklich braucht. Also mache ich keinen Rückzieher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Weißt du«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , beginnt sie. »Eigentlich fing alles schon mit unserer Geburt an.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Okay?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ja, das war am 18. Mai 1991. Dem Tag als Helen Sharman als erste europäische Frau an einer Weltraum-Mission teilgenommen hat. Unsere Eltern waren sowieso schon fasziniert von der Raumfahrt – immerhin haben sie als Kinder die Mondlandung live miterleben können. Und aus irgendeinem seltsamen Grund hatten sie schon seit Ewigkeiten festgelegt, dass ihre Kinder Bella und Luna heißen würden. Ich war die Erste. Also haben sie mich zur Schönen von uns beiden erklärt und festgelegt, dass ich einmal die Frau eines Astronauten werden würde. Meine Schwester wiederum wurde darauf getrimmt, selbst einmal ins All zu fliegen.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Stimme der Frau verklingt und einen Moment lang starrt sie den Mond an, als ob er sie persönlich beleidigt hätte. Dann bricht es aus ihr heraus:
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Was für ein gottverdammter Hohn! Ich und schön. Zur Abschlussfeier des Sixth Form College wäre ich nicht einmal aufgefordert worden, wenn ich das einzige Mädchen dort gewesen wäre. Trotzdem wurde meine Mutter nicht müde, mich zu Friseuren und Kosmetik-Terminen zu schleppen. Luna dagegen hat eine natürliche Anmut, kann singen und sich bewegen, aber ihr IQ ... sorry Sis ... hat manchmal gerade so Raumtemperatur. Und doch wurde sie von Vater Jahr für Jahr mit Aufbaukursen in allen möglichen Wissenschaften getrietst, bis sie depressiv geworden ist, weil sie den Anforderungen einfach nicht gerecht werden konnte.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Oh«,
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           mache ich unwillkürlich.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Und dann?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Als wir volljährig wurden, haben wir uns aus dem Staub gemacht. Weg aus Sheffield und hierher nach London, wo wir uns mit allerhand Gelegenheits-Jobs durchgeschlagen haben, bis Luna schließlich entdeckt wurde. Jetzt kommen wir gut klar. Sie konnte mir sogar das Studium ermöglichen – Astrophysik am Birkbeck College.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Wow, Respekt«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , entfährt es mir.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das klingt, als ob es aufwärts gehen würde.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Wie man’s nimmt. Ja, ich konnte mir endlich eine Bildung zukommen lassen, die nicht nur zu meinen grauen Zellen, sondern auch zu meiner Neigung passt. Tatsächlich hat der Spleen unserer Eltern zumindest eins bewirkt: Ich will da hoch, weg von diesem – zumindest noch – blauen Planeten und weit hinein ins All ...«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiteres Mal verliert sich ihre Stimme und als ich mich zu ihr drehe, kann ich selbst im schwachen silbrigen Schein eine Veränderung erkennen. War sie bisher zwar nicht hässlich, aber eben auch keine besondere Schönheit, so wirkt ihr mondbeschienenes Antlitz mit einem Mal so, als würde es von innen heraus leuchten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das klingt nach nem Plan«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , bemerke ich und stoße mit dem Hals meiner Flasche an ihre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie wirft mir einen bedeutungsschweren Blick zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das kann man so sagen. Wenn da nicht diese verf....luchte gläserne Decke wäre.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Gläserne was?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Kein Wunder, dass du den Begriff nicht kennst«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , murmelt sie mit einem fatalistischen Grinsen.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Du bist ein Mann, wenn ich mich nicht irre.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit gerunzelter Stirn nicke ich.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Klärst du mich dann bitte auf?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Tja«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , ruft sie und hebt ihre Flasche, als wolle sie der Welt damit zuprosten.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Man kann einen Abschluss ‘Summa cum Laude’ in der Tasche haben. Man kann einen Marathon in zweieinhalb Stunden laufen und ein ‘Free Solo’ auf dem El Capitan machen. Aber wenn es darum geht, zum besch... Astronautenprogramm zugelassen zu werden, dann geht es plötzlich hauptsächlich darum, ob da etwas zwischen deinen Beinen herumhängt! Nicht, dass sie das so ausdrücklich schreiben würden. Sie finden einfach ein anderes Haar in der Suppe. Deshalb eben gläserne Decke. Du kannst nach oben schauen, aber um dorthin zu gelangen, müssten sie dir schon eine Tür öffnen. Oder du müsstest einen Geheimgang finden.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bella setzt die Flasche an, merkt, dass sie bereits leer ist, und lässt sie mit einem Seufzen sinken.
»Ich hol uns ein neues«, sage ich und lasse mir ihre Flasche geben. Auf dem Weg zur Bar geht mir dieses Wort nicht aus dem Kopf: Geheimgang. Das klingt nach Abenteuer. Oder Magie. Oder ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich unsere neuen Flaschen in der Hand halte, taste ich mit meiner freien Hand in der Münztasche meiner Jeans nach der Phiole, die ich dort immer aufbewahre, für den Fall, dass sich eine Notwendigkeit ergibt. Ich will den kaum sichtbaren Dunst der kleinen Portion Karma schon in die ihre gleiten lassen, da stocke ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Wer bin ich, dass ich darüber entscheiden könnte, wie sich das Schicksal dieser bewundernswerten Frau entwickelt?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich gehe zurück zu Bella und drücke ihr eine Flasche in die Hand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Sag mal, wenn du tatsächlich so etwas wie einen Geheimgang durch diese gläserne Decke finden würdest, was würdest du dann tun?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bella schaut mich fragend an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Du meinst, ob ich es wagen würde, diesen Gang zu beschreiten? Ich denke schon, aber das ist ja sowieso nur eine akademische Frage, denn ...«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Und wenn nicht?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , unterbreche ich sie und halte die Phiole hoch. Im schwachen Schein des Mondes ist der goldene Schimmer darin deutlich sichtbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Was ist das?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Gutes Karma. Vielleicht auch nutzbar für einen Geheimgang. Wenn du willst, dann nimm es. Der Rest liegt bei dir.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/BellaLuna.jpg" length="213622" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 14 Jun 2021 16:53:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/BellaLuna.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Mondscheinprinzessin</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna01</link>
      <description>Auch Prinzessinnen haben ihre Ecken und Kanten.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Bella Luna" von Jason Mraz
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war einmal eine Mondscheinprinzessin. Sie hatte vergessen, wer sie war, dass sie von den Sternen kam, und warum sie hier auf der Erde gelandet war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mondscheinprinzessin verkaufte Kosmetik im größten und luxuriösesten Warenhaus der Stadt. Sie war jung und schön, ihre Haut schimmerte, ihre Wangen leuchteten, ihre langen Haare glänzten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vornehmen, gutbetuchten Damen kamen aus der ganzen Stadt, um bei ihr duftendes Cremes, kühlende Lotionen und exklusive Öle zu erstehen. Immer in der Hoffnung, etwas aus dem großen und teuren Sortiment möge ihnen zu einem ähnlichen Aussehen verhelfen. Sie rümpften die operierten Nasen, runzelten die gezupften Brauen und verlangten rote Lippenstifte, die nicht in ihre feinen Fältchen um ihre schmalen Lippen liefen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mondscheinprinzessin bediente, lächelte, nickte. Doch insgeheim sehnte sie sich. Wonach, das wusste sie nicht so genau. Aber sie sehnte sich sehr und hörte in ihrer Freizeit gerne Punkmusik, möglichst laut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/die-mondscheinprinzessin/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Love+Fantastic-2.png" length="740744" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 17:04:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/bellaluna01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Love+Fantastic-2.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Entfernte Verwandte</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful05</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "What a wonderful World" von Louis Armstrong
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und hier kommt eine Kurzgeschichte unserer Gastautorin Bettina Kerwien. Sie schreibt sonst eher Krimis. Merkt man nicht, oder?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im Konferenzraum läuft leise »Wonderful World«. Louis Armstrong singt von grünen Bäumen und roten Rosen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Kein Zweifel möglich?«, frage ich.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dr. Gero Schnupp rückt nervös seine Brille zurecht. »Hören Sie«, sagt er, und seine Stimme beugt sich vor. »Ich weiß ja nicht, für welche Zeitung Sie schreiben …«
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich bin freier Journalist«, lüge ich.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Gut, gut. Also was wir hier machen, das ist ü-ber-aus seriös«, sagt er und tippt nachdrücklich auf eine Hochglanzbroschüre. Darauf ist das moderne Firmengebäude abgebildet, eine DNA-Doppelhelix, dazu der Werbeslogan »Entdecken Sie Ihre Wurzeln – mit DNA-Genealogie!«
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Genealogie, das ist nur ein anderes Wort für Ahnenforschung. Eigentlich interessiert mich so ein Quatsch nicht. Ich bin, wie ich bin. Vor allem bin ich kein Journalist. Aber ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, denn der Leiter des »MyGenX«-Institutes hat mich persönlich angerufen und dringlich herbestellt.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dr. Gero Schnupp wischt sich die Hände an seinem Kittel ab. Sein weißer Schnurrbart zittert. »Sie haben unserem Institut Ihre DNA zur Verfügung gestellt, damit wir Ihre ethnische Herkunft beleuchten und Ihnen helfen, Ihre Verwandten zu finden.«
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Weiter geht es
           &#xD;
      &lt;a href="https://bettinakerwien.de/entfernte-verwandte/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/photo_2021-06-10+18.38.17.jpeg" length="42400" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 31 May 2021 16:59:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful05</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreiben,Kurzgeschichte,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/photo_2021-06-10+18.38.17.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Schneckenbändiger</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful04</link>
      <description>(Un-)schöne neue Welt</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "What a wonderful World" von Louis Armstrong
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schnecke war fast so groß wie seine Hand. Nun hatte Juli auch kleine Hände, klein und weich und nicht rau und aufgeschürft wie die der Erwachsenen, aber die Schnecke war trotzdem die größte, die er je gesehen hatte. Ohne seine Anwesenheit zu beachten, schob sie sich neben dem Eingang der Gasse, an der Juli Wache stand, an der Häuserwand empor; Krümmung um Krümmung, Zentimeter um Zentimeter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/mai-der-schneckenbandiger/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Hier+ein+Textzitat+aus+dem+jeweiligen+phantastischen+Montagstext+einf%C3%BCgen-2.png" length="27194" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 24 May 2021 16:50:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Vielleicht noch nicht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful03</link>
      <description>Wenn man nur fliegen könnte ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "What a wonderful World" von Louis Armstrong
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nasra breitete ihre Flügel aus. Aber dann machte sie den Fehler. Sie drehte sich um. Und dort lag die ganze Welt. Die Baumwipfel neigten sich, schwankten grün-silbrig flirrend wie eine ganzes Meer, und das Rauschen des Windes in den Blättern klang wie schäumende Wellen beim Überschlag. Nasra ließ die Flügel sinken, schmiegte sie an ihren Rücken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=883" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.--2.png" length="776261" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 17 May 2021 16:46:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.--2.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wahltag</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful02</link>
      <description>Wenn es doch nur so einfach wäre ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "What a wonderful world" von Louis Armstrong
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Der Himmel erstrahlt in grenzenlosem, klarem Blau, hin und wieder gesprenkelt mit flauschig aussehenden Schäfchenwolken.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Augen des Betrachters gleiten hierhin und dorthin, während er seinen Flug über das Erdenrund fortsetzt. Sie erblicken Vögel, die zwischen den Wolken majestätisch ihre Bahnen ziehen. Dann taucht er zwischen den Wolken hindurch und nähert sich der vielfarbigen Pracht des Planeten – vorbei an einer Schar bunt schillernder, schwebender Kugeln, aus denen ihm Menschen lächelnd zuwinken. Auf einigen von ihnen haben sich sogar Vögel niedergelassen und beäugen die Insassen neugierig, während sie sich lautlos durch die Lüfte tragen lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Strukturen, die er erblickt, werden immer feiner, je mehr er sich dem Grund nähert. Wellen eines tiefblauen Ozeans brechen sich gischtspritzend an grauen Klippen, die weiter oben vom üppigen Grün eines Waldes eingenommen werden, der teils kantige, teils sanft geschwungene Hügel bedeckt. Sie erstrecken sich so weit das Auge reicht, hin und wieder unterbrochen von glitzernden Bächen. Ab und an erhascht der Betrachter den Blick auf Wild, das die Klippen unter ihm erklimmt, durch das Halbdunkel unter den Bäumen schreitet, an Bächen oder kleinen Teichen die Häupter neigt, um zu trinken. Manches Tier erhebt seinen Blick, betrachtet ihn interessiert, scheint ihm sogar zuzuzwinkern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Geschwindigkeit erhöht sich und er fliegt weiter. Das dunkle Grün des Waldes wird abgelöst von saftigen Wiesen, Feldern verschiedenster Färbung und Gärten. Nun erblickt er weitere Menschen. Manche schlendern einfach durch die Gegend, andere spielen mit ihren Kindern. Aber selbst diejenigen, die arbeiten, tun dies mit einem Lächeln. Bei genauerem Hinsehen kann er erkennen, dass sie viele kleine Dinge dirigieren, die fast lautlos umherwuseln, sich immer neu zusammenfügen, um verschiedenste Aufgaben zu erfüllen. Dann erreicht er einen See, auf dessen aquamarinfarbener Oberfläche einige Boote hin und her gleiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dahinter erheben sich die hohen Gebäude einer Stadt. Auf den glatten Wänden der in den Himmel sprießenden Hochhäuser, irisiert das Sonnenlicht. Auch die Dächer der kleineren Gebäude sind damit verkleidet, ihre Wände jedoch vermitteln den Eindruck, direkt aus dem Boden gewachsen zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nirgendwo sind Straßen zu erkennen – zumindest nicht auf den ersten Blick. Dann wird ihm klar, dass Asphalt und Beton hier grünem Gras gewichen sind, auf dem Menschen in den gleichen Kugeln hierhin und dorthin rollen, wie er sie auch durch den Himmel hat fliegen sehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Stadt entschwindet unter ihm und plötzlich wird ihm bewusst, dass er sie kennt. Er kennt auch das Anwesen, auf das er nun zuschwebt. Es ist seine Residenz. Sie hat nichts von ihrem Glanz verloren, obwohl es auch dort Veränderungen gegeben hat. Aber die Pracht von Marmor, Gold und Kristall glitzert ihm immer noch entgegen. Er fliegt über den Pool und durch eine weit geöffnete doppelflügelige kassettierte Glastür in sein Schlafzimmer. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dort sieht er sich liegen – einen Ausdruck auf dem Gesicht, den er nur in seinen Träumen jemals erblickt hat. Zufriedenheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er gleitet näher. Immer näher. Bis er sich berührt und eins mit sich wird. Nun kann er sie spüren, diese Zufriedenheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ich hoffe, unsere Präsentation findet Ihren Gefallen
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           «, erklingt eine Stimme neben ihm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er müsste überrascht sein, diese Stimme zu hören. Erst recht müsste er überrascht sein, neben seinem Bett den Mann stehen zu sehen, der diese Worte an ihn gerichtet hat. Dieser trägt einen makellosen Cutaway, auf seinem Kopf sitzt ein Bowler und seine Rechte stützt sich auf einen Schirm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber er ist es nicht, denn dieser Mann hat sich ihm bereits als Elliott Fateman George vorgestellt, bevor er ihn auf diese phantastische Reise mitgenommen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Beeindruckend
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           «, murmelt er und sieht diesem Mann in die Augen. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Aber was genau haben Sie mir hier eben gezeigt?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Dies, werter Herr, ist die Welt, wie sie sein sollte, wie sie sogar sein könnte. Die Menschheit lebt im Einklang mit der Natur, ohne auf die Annehmlichkeiten moderner Technik verzichten zu müssen. Tatsächlich ist es sogar diese moderne Technik, die es ermöglicht, dass niemand mehr arbeiten muss, um für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Jeder arbeitet nur noch das, was er für sich selbst als sinnvolle Tätigkeit erachtet. Den Rest übernimmt eine Technik, die sich vollständig aus erneuerbarer Energie speist.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Aha
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, knurrt der Betrachter. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Und was soll mir das bringen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Haben Sie es nicht gespürt?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun erinnert er sich wieder an dieses Gefühl von Zufriedenheit – ganz ohne den bitteren Beigeschmack dessen, was es ihn bisher gekostet hatte, auch nur einen Bruchteil davon zu erlangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Na gut, aber was wird mich das kosten?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wenn Sie damit finanzielle Mittel meinen, dann nichts.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Betrachter blickt George mit gerunzelter Stirn an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser lächelt ihn an und breitet seine Arme in einer allumfassenden Geste aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             All dies ist möglich, weil die Karmajäger sich dazu entschlossen haben, ihr über Jahrhunderte gesammeltes gutes Karma in den Dienst der Menschheit und des Planeten zu stellen. Damit gelingt es, die Technik zu erschaffen, die binnen kürzester Zeit jeder Person das Leben ermöglicht, das sie verdient.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Tatsächlich?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ja, tatsächlich.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Sie sprachen von finanziellen Mitteln. Aber gibt es andere Kosten?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           George deutet mit dem Kopf eine Verneigung an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Nun, da wäre in der Tat etwas, auf das Sie verzichten müssten, nämlich den Wunsch, andere Menschen oder die Natur beherrschen zu wollen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Betrachter gibt ein Grunzen von sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Es besteht nicht die Notwendigkeit, sich in diesem Augenblick zu entscheiden. Ich lasse Sie über dieses Angebot, das wir in diesem Moment jedem Regierungsoberhaupt auf der Welt unterbreiten, nachdenken.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit spannt George seinen Schirm auf und verschwindet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ah, Elliott, Sie sind zurück
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, sagt der hohe Kanzler des Zentralrats für magische Phänomene. »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Nun, wie lief es in Minsk?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der eben Erschienene macht ein nachdenkliches Gesicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich befürchte, er ist ebenso wenig erpicht darauf, etwas von seiner Macht abzugeben, wie viele der anderen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kanzler nickt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Dann wird es wohl langsam Zeit, den Zögernden ihren Karma-Stand zu nennen und zu zeigen, was mit denen geschieht, deren gutes Karma sie vollkommen verlässt.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wahl.jpg" length="283747" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 10 May 2021 07:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Wonderful World</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful01</link>
      <description>Dämonen sind auch nur Menschen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "What a wonderful world" von Louis Armstrong
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Neulich traf ich meinen Dämon im Supermarkt. Er stand bei den Haarpflegeprodukten und sah unentschlossen drein. Ich riet ihm zum Apfelshampoo, denn das duftet so schön fruchtig. Er griff sofort nach etwas, dass sich Homme PurNoir nannte und wahrscheinlich mehr Chemie enthielt als der gesamte Ladeninhalt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Dann begutachtete er meinen Einkaufswagen und seufzte schwer. Dort lagen Möhren, Kartoffeln, Bananen, Vollkornbrot und eine Tafel Zartbitterschokolade.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Nicht wenigstens ein oder zwei Fläschchen Wein?“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich schüttelte den Kopf.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Keine Zigaretten?“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich verzog das Gesicht. „Nein, danke.“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Aber ein schönes Stückchen Billigfleisch?“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich schüttelte mich. Mein Dämon seufzte erneut. Lang und schwer. Wir standen gemeinsam an der Kasse an.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Du könntest dich vordrängeln und sagen, dass du es eilig hast, weil du in der zweiten Spur parkst.“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Ich habe gar kein Auto.“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/wonderful-world/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Love+Fantastic.png" length="736550" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 03 May 2021 19:51:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wonderful01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Love+Fantastic.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Am Kirchhof</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard04</link>
      <description>Es klingt traumhaft, aber wenn man es sich recht überlegt ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Old Churchyard" von den Wailin' Jennys
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Hinter dem Friedhof wiegten sich die Ähren im Wind. Golden zogen sich die Felder bis an den Horizont, wo sie den blauen Himmel küssten, und dazwischen tupfte der Mohn rote Flecken zwischen die Triebe. Das Gras zwischen den Gräbern war von der Sommerhitze blass und dünn; es lag am Boden wie ein Sterbender, zuckte kaum mehr in der Brise.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Zwischen den Grabsteinen, mitten im geschundenen Gras, kniete ein Junge. Ein junger Mann, lang und dünn und schmal wie nur junge Männer es sind, die Arme ausgestreckt, die Finger in der staubigen Erde vergraben. Er weinte nicht, aber hin und wieder zuckten seine Schultern, als mache er sich Hoffnung darauf.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/am-kirchhof/"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Hier+ein+Textzitat+aus+dem+jeweiligen+phantastischen+Montagstext+einf%C3%BCgen.png" length="45296" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 26 Apr 2021 19:46:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Friedhof der Verschwundenen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard03</link>
      <description>Erinnerungen sterben nie ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Old Churchyard" von den Wailin' Jennys
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Die letzte Nacht vor unserem Aufbruch schliefen wir auf unseren Gräbern. Wir alle hatten Lurin mit den Grabsteinen geholfen. Noch heute werden sie an den Kopfseiten unserer leeren Gräber stehen, auf jedem Stein ein Name und ein Datum. Ein Ort. Wo wir geboren wurden. Von wo wir aufbrachen. Das Datum unserer Geburt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=865" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.-.png" length="769217" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 19 Apr 2021 18:16:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Liebe+B.-.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bevor ich schlafen kann</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard02</link>
      <description>Eine lebensverändernde Entscheidung ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Old Churchyard" von den Wailin' Jennys
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Nur noch ein paar Meter, dann kannst du dich ausruhen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne meine Umgebung klar wahrnehmen zu können, stolpere ich einen Pfad entlang auf eine überwucherte Mauer zu. Dort kann ich trotz meines umwölkten Blicks ein kleines Gittertor sehen. Das mobilisiert meine letzten Reserven. Ich humple weiter, meine Springfield als Krücke nutzend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Für viel mehr taugt sie ohnehin nicht. Jetzt, wo die Munition zur Neige gegangen ist.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Tor lässt sich nicht öffnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht liegt es auch nur daran, dass meine Kraft einfach nicht ausreicht, um es zu bewegen. Aber ich muss mich verstecken. Ich kann mich hier nicht einfach im offenen Gelände niederlassen. Dort, wo sie mich entdecken können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voller Verzweiflung rüttle ich an den Stäben, die den Durchgang blockieren, bis mich ein stechender Schmerz in die Knie zwingt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Die Wunde. Hoffentlich ist sie nicht aufgerissen!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber der Herr ist mit mir, denn aus der halb hockenden Position kann ich nun einen Riegel erkennen, der das Tor blockiert. Also ignoriere ich die Pein, ziehe mich wieder hoch und greife danach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er gleitet zurück und jetzt öffnet sich die Pforte mit einem leisen Quietschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine mit einem Mal kraftlosen Finger verlieren ihren Griff um das Gitter und ich stürze vorwärts. Es gelingt mir nicht, mich noch rechtzeitig abzustützen. Also schlägt mein Kopf ungebremst auf dem Boden auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Bei allen Heiligen, werd’ jetzt bloß nicht ohnmächtig!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch auch dieses Mal ist der Herr mir gnädig. Der Grund, auf den ich falle, ist weich. Auch wenn ich nun den Mund voller Erde habe, bleiben mir weitere Schmerzen erspart.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hastig stemme ich mich wieder hoch, greife meine Muskete und krieche durch das Tor bis ich es hinter mir wieder verschließen kann. Ich kann es nicht verhindern, dass ein Stöhnen meine Kehle verlässt, als ich mich gegen die Mauer sinken lasse und den Dreck ausspucke, um endlich etwas trinken zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In meiner Feldflasche ist nur noch ein kümmerlicher Rest lauwarmem Wassers. Und doch wirkt der Trunk auf mich geradezu köstlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich weitet sich mein Blickfeld wieder, sodass ich wahrnehme, wo ich mich befinde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ein Gottesacker. Wie passend. Wenn ich letztendlich doch mein Leben aushauchen sollte, dann müssen sie mich wenigstens nicht mehr weit tragen.
 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das setzt allerdings voraus, dass ich mich auf der richtigen Seite befinde. Ich versuche mir zu vergegenwärtigen, wohin mich der Weg geführt hat, seitdem ich heute Morgen den Kontakt zu meinen Kameraden verloren habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ist das überhaupt noch Kentucky? Oder schon Tennessee? Und wer kontrolliert die Gegend? Wir oder die Konföderierten?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast wie zur Antwort auf meine ungeäußerte Frage, kann ich plötzlich auf der anderen Seite der Mauer, ein Stück zu meiner Linken, Geräusche vernehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jemand läuft dort heftig keuchend entlang. Zweige knacken unter schweren Schritten und das Laub an der Wand und auf dem Boden raschelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hebe meinen Kopf und kann erkennen, dass dort die Ranken erzittern, die sich über die Mauer winden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Er versucht wohl, daran hochzuklettern. Was wäre jetzt besser? Dass er es schafft? Oder dass er versagt?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Rascheln und Zittern verebbt. Stattdessen kann ich das Bersten von Zweigen vernehmen, dann ein Rumpeln. Kurz danach bewegt sich das Rascheln wieder, vorbei an dem Punkt wo ich kauere und bis zum Tor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wage kaum zu atmen, als ich meinen Kopf dorthin drehe, wo sich in diesem Augenblick ein Arm durch die Öffnung schiebt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Welche Farbe? Bitte, O Herr, lass es die richtige sein.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Ärmel, in dem der Arm steckt, ist grau mit blauem Ärmelaufschlag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein eiskalter Schauer läuft mir über den gesamten Körper.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ein verdammter Konföderierter! Ich muss hier weg!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch bereits bei der ersten vorsichtigen Drehung meines Körpers ahne ich, dass ich ihm nicht entkommen werde. Ein Blick nach unten bestätigt meine Befürchtung. Der dunkelblaue Waffenrock ist feucht – genau an der Stelle, wo mich vorgestern diese verflixte Kugel erwischt hat. Trotzdem es dem Sanitäter gelungen war, sie zu entfernen, gab die Wunde keine Ruhe und machte mich langsam. So langsam, dass ich mit meinen Kameraden nicht mithalten konnte. Auch jetzt ist nicht daran zu denken, ein Versteck zu finden, bevor der Bastard hier hineingelangt und mich entdeckt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders als ich scheint der Mann dort draußen das Tor genau zu kennen, denn er greift zielsicher nach dem Riegel und schiebt ihn beiseite, um das Gitter zu öffnen. Als die graugewandete Gestalt gebückt durch die Öffnung kriecht, greife ich nach der Springfield und versuche fieberhaft, das Bajonett wieder aufzupflanzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Augenblick kracht ein Schuss und der Mann wird ein Stück nach vorn geschleudert, wo er mit dem Gesicht nach unten regungslos liegenbleibt. Das Hellgrau seines Waffenrocks färbt sich langsam dunkelrot.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Da draußen sind Unionstruppen! Selbst wenn es nicht meine Kameraden sind, bin ich doch gerettet.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein erleichtertes Seufzen entfährt mir und auf meinem Gesicht breitet sich ein Lächeln aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Lächeln, das fast sofort wieder gefriert, als ich den Trupp auf der anderen Seite der Friedhofsmauer näherkommen höre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Sie summen ‘God Save the South’! Haben sie gerade einen ihrer eigenen Männer erschossen?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erneut verharre ich still und lausche auf die Geräusche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hab ich dich erwischt«, grunzt ein Kerl, der sich durch das Tor beugt und den Gefallenen betrachtet. Er greift nach seinen Beinen und macht Anstalten, ihn nach draußen zu zerren, hält aber bei den Rufen seiner Kumpane inne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was willst du dich mit dem Verräter belasten?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Genau. Er hat bekommen was er sich verdient hat, als er uns daran gehindert hat, Spaß mit der schwarzen Schlampe zu haben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja, und dann ist er auch noch desertiert, der feige Hund.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nimm ihm den Gürtel ab und dann lass uns weiterziehen. Die Unions-Hunde sind nicht weit entfernt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Angesprochene brummt zustimmend, nestelt den Gürtel mit Bajonett-Scheide und Feldflasche los und verschwindet. Dann kann ich hören, dass sich der Trupp von dem Kirchhof wegbewegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Minutenlang wage ich trotzdem kaum zu atmen. Ich starre einfach nur auf den Punkt, an dem die reglose Gestalt halb auf dem Grab liegt, dessen Erde ich selbst bereits gekostet habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plötzlich gibt der Mann ein Stöhnen von sich. Er versucht seinen Kopf zu heben, sich mit den Armen hochzustemmen, aber schon nach einem Versuch versagen seine Kräfte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schlucke schwer. Dann nutze ich mein Gewehr, um mich abzustoßen und krieche langsam bis zu ihm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Was willst du jetzt tun?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , hallt es dabei immer und immer wieder in meinem Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich tue, was ich tun muss«, presse ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, als ich bei dem Mann angekommen bin. Dann drehe ich ihn herum. In dem Moment, als er auf dem Rücken zu liegen kommt, frage ich mich, warum in Gottes Namen ich das getan habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mann ist kein Mann. Es ist fast noch ein Junge, dessen schweißglänzendes, dreckverschmiertes Gesicht mich aus weit aufgerissenen Augen anstarrt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das könnte Jake sein!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , schießt es mir durch den Kopf. Jake, mein kleiner Bruder, den ich zum letzten Mal vor zwei Jahren sah.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Gott zum Gruß, Soldat«, ertönt in diesem Moment eine Stimme hinter mir und ich fahre herum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein paar Yards von mir entfernt steht ein Mann, dessen Hut und die drei Streifen auf seinem Ärmel ihn als Sergeant ausweisen. Seine dunkelblaue Uniform ist fast schon unnatürlich sauber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Instinktiv will ich aufspringen und Meldung machen, aber die aufflammenden Schmerzen lassen es nicht zu. Stattdessen kippe ich stöhnend gegen die Mauer und sinke daran hinunter, bis ich nichts weiter tun kann, als zu ihm aufzuschauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anstatt mich aber zu rügen, lehnt er sein Gewehr ebenfalls an die Wand und hockt sich neben mich hin. Nach einem Blick auf mich und den neben mir Liegenden schüttelt er leicht den Kopf und sagt: »Ihr seht beide bemitleidenswert aus. Ich kann helfen, aber das Karma reicht nur für einen von euch.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne auf das seltsame Wort zu achten, das er eben gebraucht hat, platze ich heraus: »Dann nimm ihn!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Sergeant legt seinen Kopf schräg und schaut mich fast ebenso erstaunt an, wie ich mich angesichts meiner Worte selbst anschauen würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber doch ist mir in diesem Augenblick klar, dass sie mein voller Ernst sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wenn er tatsächlich eine Frau vor einem schlimmen Schicksal bewahrt hat, dann ist das mehr, als ich in diesem Krieg vermocht habe. Ich habe nur Menschen getötet, die meine Brüder sein könnten.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Erkenntnis bringt eine Ruhe in mir, wie ich sie noch nie erlebt habe. Ich nicke dem Sergeant noch einmal zu und beobachte dann stumm, wie er etwas golden Schimmerndes über den Mann neben mir gleiten lässt. Kurz bevor meine Augen sich schließen, nehme ich wahr, wie der Konföderierte sich langsam aufrichtet und verständnislos vom Sergeant zu mir blickt. Dann greift der Mann mit der makellosen Uniform seinen Karabiner und ich könnte schwören, dass er es zu einem Schirm aufspannt, bevor er sich damit in die Luft erhebt und verschwindet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 12 Apr 2021 07:10:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>First Date</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard01</link>
      <description>So ein erstes Date kann sterbenslangweilig sein ... zumindest, wenn man noch lebt.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Old Churchyard" von den Wailin' Jennys
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ellie erklomm den kleinen Hügel. Eine Wolke huschte über den Vollmond und tauchte den steinigen, ungepflegten Weg in völlige Dunkelheit, aber das machte ihr nichts aus. Nicht nur, weil sie ihre dicken schwarzen Bikerboots trug, sondern weil Trolle auch bei Dunkelheit gut sehen können. Und so entging ihr auch der feine weiße Nebelstreif nicht, der neben der alten Friedhofspforte erwartungsvoll waberte.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Von weither erklangen die Schläge einer alten Kirchturmuhr. Elfmal. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ellie hätte sich ein Treffen etwas näher an der City gewünscht, aber Henry hatte auf diesem alten Friedhof in einem Randbezirk bestanden. Er wollte ihr zum ersten Date etwas ganz Besonderes bieten und war so aufgeregt gewesen, dass Ellie sich hatte umstimmen lassen. Sie bereute es bereits.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/first-date" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/First-Date.jpg" length="112571" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 05 Apr 2021 06:40:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/churchyard01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/First-Date.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Haus des Magiers</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/window04</link>
      <description>Zu wissen, warum man etwas tut, hat schon seine Vorteile.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Come to my window" von Melissa Etheridge
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sefar spürte das Messer an seiner Hüfte, als er die Hauswand erklomm. Das Haus des Magiers war groß wie ein Häuserblock, mitten in einem dicht bewachsenen Garten, der von einer meterhohen Mauer von der Straße abgeschirmt wurde. Sefar ließ sich davon nicht aufhalten. Die Steinblöcke waren rau und grob gestapelt. Es war ihm ein Leichtes, an ihnen emporzuklettern.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ein Schiebefenster im ersten Stock stand offen. Sefar schwang sein Bein über das Fenstersims, stützte sich mit den Handschuhen am Rahmen ab. Der Griff des Messers drückte sich in seinen Bauch.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Der Raum war groß – gigantisch. Bücherregale füllten jede Wand bis unter die Decke, die mehrere Meter über ihm lag. Gaslaternen erhellten den dunklen Raum. In der Nähe des Fensters ein Schreibtisch, bedeckt mit Schreibutensilien und schweren, ledergebundenen Büchern. Eine einsame Teetasse stand neben einer erleuchteten Lampe.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/marz-das-haus-des-magiers/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 22 Mar 2021 17:21:42 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Auf dem Heimweg</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/window03</link>
      <description>Von dieser Einstellung bräuchten wir mehr.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Come to my window" von Melissa Etheridge
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sie muss daran glauben, dass Nala da ist, wenn sie heimkommt. Alles andere macht keinen Sinn. Oder: Anders macht alles keinen Sinn. Sie wird den Weg zwischen den alten Kastanienbäumen entlanggehen, wenn die weiß-rosa Blüten im Mondlicht glänzen. Der Wind wird sanft sein und doch einige der Blüten von den Zweigen pflücken, sie durch die Luft wirbeln, bis er sie der Schwerkraft nicht länger entreißen kann. Die Blüten werden zu Boden tanzen und ihr Duft wird sie auf dem Heimweg begleiten.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Noch umgibt sie der Geruch von Erschöpfung, lärmen Gelächter und müde-erleichterte Stimmen in ihren Ohren, während Bierkrüge aneinander klirren – wieder und wieder. Der erdige Geruch des Biers legt sich über den metallischen des trocknenden Blutes, den sauren Schweiß des zu langen Kampfs.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=849" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 15 Mar 2021 17:53:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/window03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Was es ist</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/window02</link>
      <description>Was Liebe zu leisten vermag ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Come to my window" von Melissa Etheridge
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          »Was machst du denn hier? Du hattest mir doch versprochen, es zu lassen.«
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die alte Frau macht ein verdrießliches Gesicht. Dann jedoch breitet sich ein fatalistisches Lächeln auf ihren Zügen aus. Sie dreht sich herum und verschwindet in ihrer Hütte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Also, was ist jetzt?«, tönt es von drinnen. »Kommst du? Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotz der erfolgten Aufforderung bleibe ich noch einen Moment lang auf dem Waldweg stehen, der mich hergeführt hat – gefangen zwischen den Stimmen in meinem Inneren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das ist vollkommen unsinnig. Nein, es ist sogar wahnsinnig. Willst du das allen Ernstes tun? Überleg doch, was es dich kosten könnte. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schüttle heftig meinen Kopf, um sie zu vertreiben. Dann gehe ich auf die offene Tür zu. Zwischen den Ästen und Ranken kann ich sie nur deshalb erkennen, weil Sylvia es mir erlaubt. Hätte sie die Tür geschlossen oder auch nur beschlossen, dass ich des Wissens um sie nicht würdig wäre, dann würde ich an dieser Stelle nur ein Dickicht zwischen den mächtigen, tief gefurchten Stämmen zweier Robinien sehen. Nicht den Eingang in ihr Reich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du machst dir die Entscheidung nicht leicht«, sagt die Alte mit schräggelegtem Kopf, als ich eintrete. Ihre dunkelgrünen, fast schwarzen Augen fixieren mich und ich habe wie immer das Gefühl, dass sie bis auf den Grund meiner Seele blicken. »Gut«, sagt Sylvia schließlich. »Da du dir der drohenden Gefahr bewusst bist, habe ich keine Einwände.« Damit weist sie auf einen aus Wurzelgeflecht gebildeten Sessel. »Leg deine Kleidung ab und setz dich.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich tue wie geheißen. Allerdings nehmen die Stimmen das Nachlassen meiner Konzentration zum Anlass, um wieder in meinen Gedanken zu kreisen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Es war ein Unglück. Natürlich war es ein Unglück. Und es ist auch immer noch ein Unglück. Aber es ist ihr Unglück. Lass nicht zu, dass es vielleicht auch zu deinem wird!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch in dem Moment, als meine nackte Haut das Holz der Wurzeln und die kühlen Polster des Mooses zwischen ihnen berührt, verstummen sie erneut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sylvia ist damit beschäftigt, in einem Folianten zu lesen und dabei verschiedene Töpfe und Tiegel aus Regalen zu holen, um sie neben einer silbrig glänzenden, flachen Schale aufzureihen. Ohne in meine Richtung zu schauen, murmelt sie ein paar Worte, die ich nicht verstehen kann. Der Wald scheint sie aber zu verstehen, denn die Wurzeln, auf denen ich sitze, verändern knarrend ihre Position, teilweise schlingen sie sich um meine Arme und Beine, bis ich so positioniert bin, dass meine Brust von einem einzelnen hellen Sonnenstrahl beschienen wird, der durch das Blätterdach der Hütte fällt. Sie schaut kurz in meine Richtung, brummt zufrieden und konzentriert sich nun darauf, aus den bereitgestellten Behältern Ingredienzen in die Silberschale zu geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich füge mich in die momentane Bewegungslosigkeit und lausche auf die Geräusche von Sylvias Arbeit. Leider werden sie erneut von den Stimmen in mir verdrängt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Es wird wehtun. Bestimmt wird es wehtun. Bist du bereit für den Schmerz? Und wer sagt, dass es durch all dies besser wird? Denn eigentlich ist es aussichtslos und das weißt du auch. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Zischen lässt mich zusammenschrecken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich drehe meinen Kopf so weit wie es mir die um meinen Körper geschlungenen Ranken ermöglichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Alte steht mit einer Phiole in der Hand neben der Schale, aus deren Inneren ein weißes Licht das zufriedene Lächeln auf ihrem Gesicht beleuchtet. Sie taucht die Phiole hinein und tritt dann zu mir. Dort tropft sie den Inhalt auf ein trichterförmiges Blatt, das die Ranken ihr hinstrecken. Das Blatt rollt sich ein und schon beginnen auch die Ranken, sich um mich herum zusammenzuziehen. Tausende nadelfeiner Dornen wachsen heraus und durchstechen meine Haut. Dann entfaltet sich das Blatt wieder und lässt einige rote Tropfen in die Phiole fallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das ist lächerlich
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , rufen die Stimmen im Chor.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Wie kannst du nur denken, dass dieses Ritual dir helfen könnte – magisch oder nicht?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem unwirschen Schnauben bringe ich sie zum Schweigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Währenddessen gibt Sylvia den Inhalt der Phiole in die Schale. Das Licht glimmt nun rosa auf ihren Zügen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du hast übrigens Glück«, murmelt sie und hebt dabei einen anscheinend leeren Glasbehälter hoch. »Gerade gestern kam eine frische Lieferung von den Karmajägern.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem Moment, als sie den Behälter etwas neigt, kann ich einen feinen Schimmer erkennen, der langsam in die Schale sinkt. Kaum dass er dort angekommen ist, beginnt es in ihr strahlend golden zu leuchten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Es ist vollbracht«, sagt die Alte und richtet sich auf. »Du kannst jetzt gehen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwer atmend kauere ich im Schutz einer dichten Hecke. In der Hand halte ich die Spritze, die ich von Sylvia erhalten habe, und schirme so den goldenen Schein ab, den der Inhalt verbreitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich warte. Auf den Moment. Etwas zu spät und sie werden ihr den Garaus machen. Etwas zu früh und ich werde es tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dieser Leichtsinn!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , versuchen die Stimmen mich ein weiteres Mal von meinem Vorhaben abzubringen.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Du bringst nicht nur dich in Gefahr, sondern auch sie. Wie kannst du denn glauben, dass ausgerechnet du es schaffen kannst? Und selbst wenn es gelingt, wer sagt dann, dass Es wieder geht, wenn es vorüber ist? Versteh doch, dass es unmöglich ist.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast hätte ich ihn darüber verpasst – den einzigen richtigen Moment.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber noch ist es Zeit. Also stoße ich mir die Nadel der Spritze, ohne zu zögern, in die Brust – genau dort, wo der Strahl der Sonne in Sylvias Hütte ein kaum sichtbares Mal hinterlassen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann renne ich los.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch während ich die Distanz zu dem Turm überwinde, in dem sie festgehalten wird, bemerke ich, wie meine Glieder sich umformen, fühle den Schmerz der Veränderung. Dort angekommen springe ich ab und nutze meine Krallen, um an der groben Steinmauer emporzuklettern. Als ich ihren Balkon erreiche, wird die Nacht um mich herum taghell. Ich krieche über die Brüstung und sehe sie direkt vor mir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie kauert mitten in dem kreisrunden Raum. Ihr Körper bebt und zittert, als sich die Veränderung vollzieht. Dann erhebt sie ihren Kopf und füllt ihre Lungen mit einem tiefen Atemzug.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit drei schnellen Sprüngen bin ich bei ihr und drücke meine Schnauze in das Fell unterhalb ihres Kiefers.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich bin da, Liebste«, knurre ich. »Du musst nicht nach mir rufen. Lass uns gemeinsam unserem Atem lauschen. Dann erfährt niemand, wie es um dich steht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie senkt ihren Kopf und blickt mir lange in die Augen. Dann lässt sie sich nieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir schmiegen uns aneinander und verfolgen gemeinsam den Lauf des Vollmonds.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Das ist es!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/turm.jpg" length="189300" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2021 08:50:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/window02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/turm.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Love Fantastic</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/window01</link>
      <description>Was für eine phantastische App.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Come to my window" von Melissa Etheridge
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Kurz nachdem der elfte Schlag der nahen Kirchturmglocke verklungen war, schwebte ein feiner weißer Nebel durch Ellies weit geöffnetes Küchenfenster herein.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Sehr gut
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           , dachte Ellie, wenigstens ist er pünktlich. Das Bild auf seinem Online-Profil hatte allerdings anders ausgesehen. Nun, man wusste ja, wie die Leute heutzutage im Internet logen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Im fahlen Mondlicht materialisierte sich langsam eine Gestalt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Ellie seufzte.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           Sie hatte eine schöne Flasche Chablis kaltgestellt, aber das war wohl vergebene Liebesmüh gewesen. Vor ihr stand ein stattliches Mannsbild mit Rüschenhemd, Samtweste und Backenbart. Das einzige, was den properen Gesamteindruck störte, war das blutverkrustete Einschussloch auf seiner Brust. Ellie schätzte ihn auf spätes 19. Jahrhundert. Trotzdem kannte er sich mit Online-Dating aus, das war ein gutes Zeichen. Er blieb sozusagen up to date.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/love-fantastic/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/love-fantastic.jpg" length="118270" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 01 Mar 2021 17:46:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/window01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/love-fantastic.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zuckersüß</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie04</link>
      <description>Natürlich war es keine Zauberei. Oder doch?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Cherry Pie" von der Band Katzenjammer
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Das war das Lieblingsrezept deiner Großmutter
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           “, sagte Jelenas Tante – ihre Großtante, Schwester der besagten Vorfahrin. Ein großer Eimer saftiger, tiefroter Kirschen stand zwischen ihnen auf dem Tisch. Drumherum drängten sich die Schüsseln wie neugierige Nachbarn – Mehl, Zucker, Butter, Eier und Gewürze, verteilt auf Behälter in allen Farben und Formen, die den abgewetzten Küchentisch bis zum äußersten Rand bedeckten.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sie waren allein in der Hütte – Jelenas Mutter war auf Liefertour, ihre Schwestern in die Stadt gefahren. Nur sie und die Tante, in einer kleinen Hütte am Wegrand, in jede Richtung kilometerweit nur Wald. Vor ein paar Stunden – vor einer Stunde – hatte Jelena die Tante nicht einmal gekannt, und jetzt saßen sie gemeinsam in ihrer niedrigen Küche, die Mitbringsel der Fremden um sie herum aufgestapelt, das Feuer im Ofen heiß geschürt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Jelena schielte auf die Uhr. Ewig konnte ihre Mutter ja nicht mehr unterwegs sein.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Mehl
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           “, befahl die Tante.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/februar-zuckersus/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/pie.jpg" length="645414" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 22 Feb 2021 17:40:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/pie.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Vom Suchen und vom Finden</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie03</link>
      <description>Manchmal ist der Weg doch das Ziel.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Cherry Pie" von der Band Katzenjammer
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Es ist vielleicht ein Märchen. Oder auch eine wahre Geschichte. Vielleicht ist es beides.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Das entscheidest du.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Es begann mit Verzweiflung, wird sie sagen, solltest du ihr jemals begegnen. Und wenn du dich dann verwundert umschaust und dich fragst, wie irgendwer an diesem Ort verzweifelt sein kann, wird sie sagen: Ich war ja damals nicht von hier. Und bevor du dich jetzt fragst, wie das sein kann, lass mich von vorn anfangen. Keine Fragen mehr. Keine Unterbrechungen.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Hör mir einfach zu.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Und du wirst ihr zuhören. Natürlich.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Wie könntest du auch anders?
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=838" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/pie.jpg" length="645414" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 15 Feb 2021 17:34:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/pie.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schicksal à la Marta</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie02</link>
      <description>Liebe geht eben doch durch den Magen</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "Cherry Pie" von der Band Katzenjammer
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ich grüße Sie. Wie schön, dass wir uns wieder begegnen. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich hatte ich bei meinem letzten Abenteuer im Dienst der Fatemen zunächst die Befürchtung, dass ich den Weg zurück nicht finden würde.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            (Wer sich jetzt fragt, was die Fatemen sind, kann gern
            &#xD;
        &lt;a href="https://www.c-a-raaven.de/phantastischermontag/whatsup02" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             hier
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            klicken.)
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es mag einer durch die Routine als Karmajäger nach mehreren Wochen einsetzenden Nachlässigkeit geschuldet gewesen sein. Oder auch der Übermüdung, denn bei meinen Streifzügen durch das Böhmen des 17. Jahrhunderts gab es so viel Karma einzufangen, dass ich bis zur Erschöpfung gearbeitet hatte. Als ich mich eigentlich auf den Rückweg nach Hause machen wollte, muss ich die falsche Geste benutzt haben, sodass ich mich anstatt in meinem Wohnzimmer plötzlich auf einem herrschaftlichen Anwesen wiederfand. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Sie können sich sicherlich meine Verwunderung darüber vorstellen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedoch wich der Wunsch danach, es mir in meinem Ohrensessel vor dem Kamin mit einem guten Buch und einem Brandy bequem zu machen, spontan der Neugier, als eine junge Frau auf mich zukam. Ihrer Kleidung nach zu urteilen war sie eine Magd. Allerdings trug sie ihre Tracht mit einer geradezu königlich anmutenden Würde. Und sie war schön – etwas, das ich in den Wirren des beginnenden Dreißigjährigen Krieges viel zu lange hatte vermissen müssen. Unter ihrem Kopftuch wallte langes dunkles Haar hervor und aus dem ebenmäßigen Gesicht blickten ihre Augen freundlich und offen. Diese Blicke schenkte sie wohlgemerkt nicht mir, denn mein Schirm verbarg mich zuverlässig davor entdeckt zu werden. Die Frau ging mit einem Weidenkorb unter dem Arm an mir vorbei auf ein stattliches Gebäude zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als sie auf meiner Höhe war, wagte ich einen Blick in den Korb und erkannte die roten Rundungen von Kirschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Martinka«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , schallte es in diesem Moment zu uns herüber und ich zuckte zusammen. Diesem Ruf folgte ein ganzer Schwall von Worten, die ich jedoch nicht verstehen konnte. Als ich hochschaute, konnte ich in der geöffneten Tür eines Nebengelasses eine ältere Frau stehen sehen. Ihr kugelrunder Körper steckte in einem grauen Kleid, um das sie eine mit allerlei Flecken verschiedenster Farben bedeckte Schürze gebunden hatte. Obwohl der Wortschwall, mit dem sie die Schöne überschüttete, nicht enden zu wollen schien, trug sie einen freundlichen Ausdruck auf ihrem geröteten, verschwitzten Gesicht. Einen Kochlöffel in der einen Hand, winkte sie die junge Frau mit der anderen heran.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Magd beschleunigte ihre Schritte und lief nun auf die Ältere zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ob es nun ihr sehr ansprechendes Äußeres war oder die Tatsache, dass ich spontan nicht in der Lage war, herauszufinden, wo ich gelandet war.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           Mein Wunsch, mehr über all dies herauszufinden, war geweckt und ich folgte ihr geschwind, denn auch wenn mich der Schirm ja vor den Blicken anderer abschirmte, so würde ich ihr nur durch eine offene Tür folgen können. Dies gelang mir gerade noch, bevor die Ältere sie schloss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drinnen schaute ich mich um. Wie ich bereits vermutet hatte, waren wir in einer Küche angelangt. Und nach den Utensilien und der Einrichtung zu schließen, mochte die Epoche sich nicht wesentlich von der unterscheiden, aus der ich vorher gekommen war. Trotzdem konnte ich immer noch keinen Hinweis entdecken, wo sich diese Küche wohl befinden mochte. Währenddessen belegte die Köchin die Magd weiter mit ihrer Tirade, in der immer wieder das Wort Martinka vorkam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das wird wohl ihr Name sein, ging es mir durch den Kopf. Und wenn das so ist, dann könnte diese Sprache Russisch sein und sie eigentlich Marta heißen. Diese Russen verniedlichen Namen doch so gern.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Marta also, hatte ihren Korb mit den überaus delikat aussehenden Kirschen auf einem Tischchen neben der Tür abgestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Direkt neben dem Korb stehend machte ich mich nun daran, den Rosetta-Ring an meinem Schirm versuchsweise auf Russisch einzustellen, damit ich vielleicht in der Lage wäre, dem Gespräch wirklich zu folgen und so endlich eine Vorstellung davon zu erhalten, wann und wo wir hier nun waren. Das beanspruchte meine Aufmerksamkeit ein wenig zu lang, denn plötzlich stieß etwas gegen mich. Ich fuhr herum und erkannte sofort, dass es sich um einen Servierwagen handelte, den Marta zur Seite geschoben hatte, um an einen Behälter zu gelangen. Was ich ebenfalls bemerkte, war ein kleines goldenes Wölkchen Karma, das sich durch den Stoß aus meinem Schirm gelöst hatte und nun auf den Korb niedersank. Mir war sofort klar, dass ich nicht in der Lage wäre, es wieder aufzufangen, ohne meine Tarnung aufzugeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Du hast leicht Reden, Swjeta«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , murmelte es direkt neben mir.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Wenn du unseren Gästen heute servieren willst, dann mach schnell noch einen Kuchen. Das Rezept liegt neben dem Backofen. Weißt du denn nicht, dass ich weder lesen noch schreiben kann?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Marta schaute missmutig drein. Dann aber hellte sich ihr Gesicht auf. Sie fuhr herum und ich konnte gerade noch verhindern, dass sie mich enttarnte, als sie sich den Korb mit den Kirschen griff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ha, das wäre doch gelacht! Wer hat denn gesagt, dass ich ihren ollen Kuchen machen muss. Ich backe einfach Großmutters Kirschkuchen. Das Rezept kenne ich auswendig.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lachend wirbelte sie den Korb umher und begann zu singen, während sie die Kirschen putzte und entsteinte. Weiterhin singend und vor sich hin summend, tanzte sie anmutig durch die Küche, rührte einen Teig an und bestreute ihr Werk zum Schluss mit einer Schicht aus Butterstreuseln, bei deren Anblick mir das Wasser im Mund zusammenlief. Nachdem Marta alles in den Backofen geschoben und ihn angeheizt hatte, murmelte sie etwas davon, sich umkleiden zu wollen, und verließ die Küche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wagte es nicht, ihr zu folgen. Doch meine Neugier war noch nicht befriedigt. Also vertrieb ich mir die Zeit bis zu ihrer Rückkehr damit, aus einem Fenster in den Garten des Anwesens zu schauen. Ich staunte nicht schlecht, als ich dort einen wahren Hünen von einem Mann eintreffen sah, den ich auf Anhieb erkannte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment kehrte Marta in die Küche zurück. Sie war gerade dabei, ihren Kuchen auf dem Servierwagen anzurichten, als auch Swjeta hereinkam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Marta Samuilowna«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , hauchte sie bei seinem Anblick ergriffen.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Du hast dich wahrhaft selbst übertroffen. Dieses Backwerk ist eines Zaren würdig.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun konnte ich beruhigt die Heimreise antreten, denn meine Neugier war befriedigt. Sie fragen sich, warum? Dann schlage ich vor, dass Sie in dem einen oder anderen Geschichtsbuch blättern, denn ich als Gentleman genieße und schweige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/pie.jpg" length="645414" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 08 Feb 2021 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sugar and spice and all things nice</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie01</link>
      <description>Die richtige Berufswahl ist nicht zu unterschätzen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "Cherry Pie" von der Band Katzenjammer
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Bei Hekate!“,
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           rief Agatha aus.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Ich verstehe das nicht, Kind!“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Nur, weil der Sauerteig seinem Namen alle Ehre machte und wirklich sauer war.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Der lässt sich ja noch nicht mal anfassen!“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Agatha hielt mir anklagend ihren blutigen Zeigefinger unter die Nase. Mein Sauerteig hatte sie gebissen. Jetzt hockte er in der großen Rührschüssel und blubberte vor sich hin. Hörte sich fast so an, als würde er lachen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Was hat sie denn jetzt schon wieder angestellt?“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Oh nein, nun kam auch noch ihre Schwester Beatrix in die Küche. Na, eigentlich kein Wunder. Sie war immer gerne dabei, wenn irgendwo etwas los war.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Es funktioniert einfach nicht“,
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           jammerte Agatha.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sie meinte natürlich, dass ich nicht funktioniere.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/sugar-and-spice-and-all-things-nice/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/144928402_250188676500987_6392051234688046962_o.jpg" length="159843" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 01 Feb 2021 20:19:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/cherrypie01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
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    </item>
    <item>
      <title>Der Begleiter</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup04</link>
      <description>Mit Vorsicht zu genießen (Kind in Gefahr)</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "What's up" von den 4 Non Blondes
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Die Spitzen ihrer Schuhe schleiften durch den Schnee. Hin und her, hin und her ging es, sodass sich schon zwei schmale, dunkle Streifen unter ihr gebildet hatten. Die Ketten der Schaukel quietschten mitleiderregend in der Kälte. Kahle Bäume räkelten sich, skelettartig, in der Dämmerung.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sie saß schon lange auf der Schaukel. Viel zu lange, viel zu still, aber an diesem trüben Winternachmittag wollte niemand auf der Straße sein, niemand lange am Fenster stehen, und so war das Mädchen auf dem Spielplatz noch niemandem als ungewöhnlich aufgefallen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Weißt du …“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           Der Mann auf der Schaukel neben ihr trug einen Hut, einen hohen, platten Hut mit einer breiten Krempe. Lange, blasse Finger ragten aus seinen abgeschnittenen Handschuhen hervor.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Weißt du, es ist nicht gut, so lange in der Kälte zu bleiben.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/januar-der-begleiter/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/schaukel.jpg" length="260549" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 25 Jan 2021 20:13:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/schaukel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Fünkchen Gelassenheit</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup03</link>
      <description>Wenn die Autorin mit dem Drachen einmal ausgeht ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "What's up" von den 4 Non Blondes
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Sag mal, ich weiß, du bist ein Drache, aber ich weiß nicht, ob du weiblich oder männlich bist …“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Muss ich mich da entscheiden?“
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Nö, im Grunde nicht.“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Na prima.“
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           (Das darauf antwortende, etwas verzweifelte na prima behielt ich für mich und verfluchte meine Muttersprache mit ihrem Beharren auf Artikeln und Pronomen. Wie schrieb ich jetzt bitte über einen Drachen, ohne Gendermarker zu verwenden? Nicht mal diese Frage konnte ich ohne schreiben!)
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ti’run lugte mir über die Schulter und las mit. Natürlich.
           
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Du siehst das zu eng. Nur weil deine Muttersprache darauf beharrt, der Drache zu sagen, muss ich mich ja noch lange nicht dieser Diktatur des Geschlechts unterordnen.“
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
           Damit wandte er/sie sich vom Bildschirm ab, schob einige Papiere und Notizbücher zur Seite, bis unter der Schreibtischlampe ein drachengroßer Platz frei war, seufzte und rollte sich im Lichtkreis der Lampe zusammen. Ich strich die zerknitterten Papiere glatt, sortierte sie kommentarlos zurück in die richtige Reihenfolge und fand einen neuen Ort für die Notizbücher.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=828" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser03.jpg" length="221112" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 18 Jan 2021 20:05:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser03.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Charme, Schirm und Melone</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02</link>
      <description>Manchmal kommt man auch auf Umwegen zum gewünschten Ergebnis.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Inspiration: Song "What's up" von den 4 Non Blondes
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Wenn Sie gestatten, stelle ich mich kurz vor. Elliott Fateman-George, Karmajäger.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch, doch, Sie lesen ganz richtig. Auch ich hatte einige Schwierigkeiten mit diesem Begriff, als der Vertreter des »Zentralrats Magischer Phänomene« mir die Stelle antrug. Ich kann kaum glauben, dass dies erst drei Tage her ist – wobei der Begriff der Zeit in diesem Job einiges an Bedeutung verliert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber eins nach dem anderen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der ZMP hatte in meiner Person offensichtlich ein mir selbst bisher verborgen gebliebenes Talent entdeckt, das der Mitarbeiter mir gegenüber als Fluxkompensation bezeichnete. Ihm zufolge gibt es nur wenige Menschen, die dank dieser magischen Begabung in der Lage sind, ohne Zuhilfenahme technischer Mittel durch die Zeit zu reisen. Zeitreisen sind es wiederum, die eine Grundvoraussetzung für die Tätigkeit des Karmajägers darstellen. Sie haben die Aufgabe, frei werdendes gutes Karma zu detektieren und einzusammeln, damit es unter denen verteilt werden kann, die es brauchen können, um die Entwicklung der Welt zu einem besseren Ort voranzutreiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da ich mich in diesem Moment zwischen zwei Jobs befand, von denen der Kommende noch keine wirklich greifbare Form angenommen hatte, kam mir sein Angebot durchaus recht. Und so wurde ich einer der Fatemen und nahm meine Arbeitsutensilien gern in Empfang: einen Original Bowler-Hut, der andernorts oft als Melone bezeichnet wird, einen schwarzen Cutaway und einen schwarzen Schirm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Achten Sie gut darauf«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , hatte der Mann mir gesagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Der Hut bringt Sie durch frei wählbare Tipp- und Wischgesten von einem Ort zum nächsten, der Cut ahmt jedwede, der Zeit und dem Ort angepasste, Kleidung nach und der Schirm sorgt dafür, dass Sie nicht sichtbar sind, während Sie sich durch Zeit und Raum bewegen. Außerdem eignet er sich gut, um aufsteigendes Karma einzufangen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit tippte er dreimal auf das Kopfteil seines eigenen Bowlers, wischte dann an der Krempe entlang und verschwand, einen dreiseitigen Flyer mit der Aufgabenbeschreibung zurücklassend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voller Enthusiasmus vertiefte ich mich in den Text und tat es ihm wenig später gleich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Prinzip der Bowler-Trips besitzt ein zufälliges Element für die Hinreise. Man weiß vorher nie, wo man landet. Und wann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mich verschlug es in eine quirlige, altertümliche Metropole, deren Charme mich sofort gefangen nahm – eine teilweise explosive Mischung aus Anmut und Hemdsärmeligkeit. Unter meinem Schirm verborgen schwebte ich hin und her über das Stadtgebiet und den sich hindurchschlängelnden Fluss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann wusste ich schlagartig, wo ich mich befand. Und wann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Flussufer konnte ich direkt neben einer Brücke den monumentalen, im neugotischen Stil erbauten Gebäudekomplex des Palace of Westminster erkennen. Der Elizabeth Tower, den man heute eher als »Big Ben« kennt, war noch nicht ganz fertiggestellt, also war es 1857 oder 58.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fasziniert beobachtete ich die unter mir vorbeiziehende Szenerie des viktorianischen London, bis mir der Grund für mein Hiersein wieder bewusst wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es galt Karma zu jagen – gutes Karma.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also blieb ich gleich in der Gegend und hielt Ausschau nach den mit bloßem Auge nicht sichtbaren, golden schimmernden Wölkchen, die mir mein Hut aber offenbarte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Karma gilt selbst unter magischen Substanzen als besonders flüchtig. Gutes Karma haftet grundsätzlich an jedem Menschen, wird aber von schlechtem abgestoßen. Im Normalfall entsteht so ein Gleichgewicht, bis ein Mensch zu viele niederträchtige, selbstsüchtige Taten anhäuft. Dann löst sich das Gute von dem Menschen und steigt auf, bis es entweder vom Wind zerstreut oder eingefangen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also war ich im Bereich des Parlaments genau an der richtigen Stelle. Kaum irgendwo anders fand man so viele Menschen, die zugunsten von Macht oder Geld nur allzu gern auf ihr gutes Karma verzichteten. Es dauerte nicht lange, bis sich so viel goldener Dunst unter meinem Schirm verfangen hatte, dass er nur noch sehr schwerfällig flog.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das schien mir der ideale Zeitpunkt zu sein, um meiner ausgetrockneten Kehle etwas Gutes zukommen zu lassen. Also landete ich in einer Gasse in Westminster, machte mich sichtbar und suchte den nächstgelegenen Pub auf, um mir ein Pint zu gönnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem Pint wurden schließlich drei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum dass ich mit dem ersten fertig war, begann es heftig zu regnen. Ich verspürte keinerlei Drang danach, auf meiner Heimreise von Kopf bis Fuß durchnässt zu werden. Daher beschloss ich, mir mit einem weiteren die Zeit zu vertreiben, bis das Wetter wieder aufklaren würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann erschien sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem Moment saß ich allein mit meinem Glas an einem Tisch. Im nächsten hatte sich eine Frau zu mir gesetzt. Sie war keine Schönheit. Ihr ovales, jedoch nicht allzu fein geschnittenes Gesicht, mit einem Grübchen im Kinn und einer recht großen Nase, wurde von halblangen dunkelbraunen Haaren umrahmt. Und doch besaß ihr ganzes Wesen eine Ausstrahlung, die mich unwillkürlich lächeln ließ.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wären Sie bereit, einer Dame aus der Not zu helfen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , raunte sie mir zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber klar ...«, rutschte es mir heraus, bevor ich mich an etwas versuchte, das der Epoche angemessener schien. »Selbstverständlich, Madam«, sagte ich und erhob mich, um eine Verbeugung andeuten zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Oh, bitte behalten Sie Platz. Es genügt doch schon, dass Sie sich ohne weiteres dazu bereiterklären, sich von mir bei ihrem Drink stören zu lassen, Mister ...«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »George. Elliott George. Und mit wem habe ich das Vergnügen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Marian Evans.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Angenehm. Dürfte ich aber fragen, was mir die Ehre Ihrer Gesellschaft verschafft?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Marian lächelte spitzbübisch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nun, das ist recht einfach erklärt. Als Frau ist es doch recht schwierig, in einem Etablissement wie diesem unbehelligt zu bleiben, wenn man doch einfach nur einen Drink zu nehmen wünscht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und was brachte Sie zu der Ansicht, dass nicht auch ich Sie dabei behelligen würde?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie musterte mich mit leicht schräggelegtem Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das ist in der Tat schwer zu sagen. Spontan wirkten Sie auf mich ... moderner. So, als ob Sie nicht am überkommenen Geschlechterbild festhalten würden.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zuerst war ich von dieser Aussage überwältigt. War es so offensichtlich, dass ich nicht hierher gehörte? Aber diese unkonventionelle Frau begann mich immer mehr zu interessieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Da können Sie durchaus recht haben«, räumte ich ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach, wenn es doch nur mehr von Ihnen gäbe. Dann wäre mein Leben einfacher.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Inwiefern?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plötzlich sprudelten die Worte fast aus ihr heraus. Während der nächsten Stunde erzählte sie mir von ihrer Arbeit bei einer Londoner Zeitschrift und dem unsäglichen Umstand, dass es ihr einfach nicht gelänge, auch schriftstellerisch Fuß zu fassen, obwohl da so viele Geschichten in ihr drin wären.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich bestärkte ich sie in der Hoffnung, dass auch Revolutionen manchmal ganz klein anfangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann verabschiedete ich mich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann es nur dem ausgiebigen Genuss des Bitters zuschreiben, dass ich dann diesen Fehler machte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst als ich nach dem Ausführen der universellen Geste fürs Heimkehren wieder zu Hause angekommen war, stellte ich fest, dass ich anstatt meinen Schirm den ihren gegriffen hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich frage mich, wie es dieser Marian Evans letztendlich ergangen ist. Vielleicht sollte ich sie mal googeln. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Schirm.jpg" length="139056" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 11 Jan 2021 08:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Schirm.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Erfinderin</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup01</link>
      <description>Nein, sie ist definitiv nicht verrückt, aber sie hat noch Träume.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Inspiration: Song "What's up" von den 4 Non Blondes
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Im Zimmer nebenan ist die Königin von England eingesperrt. Vielleicht sogar die echte? Es würde die Erfinderin nicht wundern, aber es interessiert sie auch nicht wirklich. Denn sie muss eine Ausbruchsmaschine erfinden. Schon vor einigen Jahren hat sie die Reste der schimmeligen Seidentapeten vollends von den Wänden ihres Zimmers gerissen, und diese mit Berechnungen und Grafiken vollgekritzelt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Seit 25 Jahren sitzt sie hier fest. Zu lange. Sie hat Ideen, hat Pläne, aber es fehlt ihr an Material. Sie braucht Zahnräder, Draht, Spulen. Sie braucht Bindfäden, und eine Engelsfeder.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Nein, streich das letzte, sie ist ja nicht verrückt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/die-erfinderin/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Die-Erfinderin.jpg" length="125833" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 04 Jan 2021 14:57:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/whatsup01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Die-Erfinderin.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Leuchtturm am Ende der Welt</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/rauhnächte04</link>
      <description>Ende oder Anfang. Du bestimmst.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Rauhnächte
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Schnee fiel auf den Staub der Ebene. Es war kalt geworden über Nacht, so bitterkalt, dass Theo die Hände schützend an seine Brust drückte. Die kleinen Flocken brannten auf seiner Haut, bevor sie sich in winzige Wasserperlen auflösten. Feiner, roter Staub haftete an seinen Stiefeln.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Theo duckte sich zwischen die Felsbrocken, auf denen der Leuchtturm in den grauen Himmel ragte. Es war ein kleines, dickliches Gebäude, mit fetten Streifen um den Bauch und einem dunklen, spitzen Dach, unter dem stumm das Warnlicht in die verlassene Weite blitzte. In der Kälte hielt Theo sich nicht auf. Mannshohe Felsbrocken erlaubten es ihm, hinunter in die Ebene zu kraxeln, aber er blieb stets auf den Felsen und kletterte selten hinunter bis auf die Erde. Wozu? Da unten war nichts außer Staub und Weite. Zwischen den Felsen war es, wo die wahren Schätze zu finden waren.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/dezember-der-leuchtturm-am-ende-der-welt/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/leuchtturm.jpg" length="372023" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 28 Dec 2020 14:50:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/rauhnächte04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/leuchtturm.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wenn der Winter beginnt</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/rauhnacht03</link>
      <description>Wenn man mit einem Drachen zusammenlebt, sollte man auf alles gefasst sein.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Rauhnächte
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Ich hasse Weihnachten“, murmelte ich vor mich hin. Natürlich nicht leise genug für Drachenohren. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ein schillernd blauer Blitz sauste um meinen Kopf, wieder und wieder, bis mir ganz schwindelig wurde. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Kannst du damit mal aufhören?“, fragte ich – etwas lauter und ohne große Hoffnung, dass es Wirkung zeigen würde. Zu meiner Überraschung landete der kleine blaue Drache, den ich vor einigen Monaten in meiner Sockenschublade (
           
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             meiner Wohnhöhle, meinst du
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
           ) entdeckt hatte, vor mir auf dem Schreibtisch. Genauer gesagt: meiner Tastatur. Was mich effektiv am Weiterarbeiten hinderte. Ti’run interessierte sich nicht für Deadlines. (
           
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             Pausen sind wichtig. Du solltest mehr Pausen machen. Weißt du selbst.
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
           ) Der kleine Drache machte es sich auf der Tastatur bequem. Ich konnte gerade noch Strg-S drücken, bevor Ti’run meine Finger sanft aus dem Weg schob.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Was ist das mit diesem Weihnachten?“
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=817" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser03.jpg" length="221112" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 21 Dec 2020 14:41:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/rauhnacht03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser03.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rauyas erste Nacht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/raunächte02</link>
      <description>Irgendwie eine schöne Vorstellung ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Raunächte
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Okay, konzentrier dich. Du hast das alles gelernt. Jetzt ist es Zeit dafür, dass du zeigst, dass du es kannst.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rauya schwebte über dem ihr zugewiesenen Territorium und konnte sich kaum an dem sattsehen, was sie wahrnahm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der See unter ihr glitzerte nur schwach im Licht eines Mondes, der Schwierigkeiten zu haben schien, sein Licht durch den Dunst zu senden, der nach der Dämmerung aufgezogen war. Um die Wasserfläche herum war es zum größten Teil dunkel, da sich in den Wäldern um diese Zeit kaum Menschen aufhielten. Und die Tiere brauchten kein Licht. Aber dort vor ihr, am Nordufer des Sees, funkelten abertausend Lichter in allen Farben und schufen mit ihrem Schein eine sanft pulsierende Insel, die von Wärme und Geborgenheit erzählte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch um Rauya herum war es kalt und es versprach noch kälter zu werden in dieser längsten Nacht des Jahres. Der Wetterbericht der Menschen hatte Temperaturen von um die Minus fünf Grad angekündigt. Und dieser Wetterbericht irrte sich in letzter Zeit selten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ob das daran liegt, dass die Menschen es inzwischen geschafft haben, sich das Wetter untertan zu machen? Oder ist es bloß ein ironischer Zufall, dass sie jetzt, wo sie einen großen Teil der Welt kaputtgekriegt haben, auch in der Lage sind, die Kapriolen zu verstehen, die das Wetter dadurch macht?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es war jetzt nicht die Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Zwar war diese Nacht kurz vor dem Fest zur Geburt des Kindes, das einigen der Menschen als Heiland angekündigt worden war, wirklich sehr lang. Trotzdem hatte Rauya keinerlei Übung – mal abgesehen von den theoretischen Abhandlungen, die sie in der silbernen Stadt über sich hatte ergehen lassen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie begann mit den Pflanzen. Diese hatten es besonders nötig, jetzt, wo in diesen Breitengraden kaum noch irgendwo Schnee fiel. Angefangen vom Marktplatz mit seinen Maulbeerbäumen, flog sie alle Wege entlang – egal ob breit oder schmal – und sang dabei aus vollem Herzen. Dass heutzutage hier unten fast niemand mehr dazu in der Lage war, ihren Gesang zu hören, störte Rauya nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wer ist in dieser Welt schon noch bereit, auf etwas zu hören, das er nicht auch sehen kann?
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deswegen waren es wohl auch hauptsächlich kleine Kinder, die ihre Köpfe hierhin und dorthin drehten, um zu ergründen, woher die Laute kamen. Manchmal waren es auch Erwachsene. Meist saßen diese irgendwo allein und blickten dann von einem Buch in ihrer Hand auf oder einem Notizbuch, in das sie gerade geschrieben hatten. Und immer hatten sie diesen verklärten Gesichtsausdruck, der Rauya sagte, dass es sie noch gab. Die Träumer, die bereit waren, das Phantastische in ihren Alltag zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie kehrte zurück aus ihren Gedanken und stellte fest, dass sie anscheinend währenddessen mitten in der Luft verharrt hatte. Nun waren nicht nur Bäume, Sträucher und die restliche Vegetation rund um den kleinen Platz zwischen den Häusern von einer dünnen Schicht aus Reif bedeckt. Auch der Spielplatz in der Mitte lag unter einer glitzernden weißen Schicht da. An sämtlichen Fenstern der Häuser waren Eisblumen gewachsen. Auch die Fortbewegungsmittel, die die Menschen Autos nannten, hatten jetzt fast einheitliche, von Weiß dominierte Farben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ups, dann ist wohl morgen früh Kratzen angesagt.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dasjenige, das direkt unter ihr auf einer Auffahrt stand, hatte es besonders stark erwischt. Bei näherer Betrachtung bezweifelte Rauya sogar, dass sich die Türen am nächsten Morgen ohne weiteres öffnen lassen würden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das gehört doch dem Mann, der letztens das Schild mit der Mittagsruhe am Spielplatz hat durchsetzen lassen. Dann zählt das zu ausgleichender Gerechtigkeit.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie warf einen Blick auf die Mondsichel, die am nun klaren schwarzen Himmel deutlich sichtbar war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Schon so spät? Dann muss ich mich sputen!
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rauya schoss in die Höhe und zog ihre Kreise über Straßen, Gärten und Häusern. Überall hinterließ ihre unerhörte Stimme einen Überzug aus zuckrigem Weiß. Schließlich flog sie noch einmal alles ab und begutachtete ihr Werk.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wer hätte gedacht, dass das, trotz all der Anstrengung, so einen Spaß macht. Hoffentlich gefällt das Ergebnis denen da oben.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber im Grunde ihres Herzens wusste Rauya, dass es gut war. Die Natur hatte den Schutz, den sie brauchte, und die Menschen hatten am Morgen auch ohne Schnee den Blick auf ein bisschen Winterwunderland.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Zumindest die, die nicht ihre Autoscheiben freikratzen müssen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment bemerkte Rauya etwas in der ansonsten still und ruhig daliegenden Welt unter ihr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine dunkel gekleidete Gestalt stand im Vorgarten eines Mietshauses und schaute zu einem Fenster hoch, in dem eine weitere Gestalt zu erkennen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den warmen Schein einiger brennender Kerzen gebadet stand eine Frau dort, die – trotzdem das Fenster nicht geöffnet war – in einen dicken Pullover gekleidet war und einen Schal umhatte. In der Hand hielt sie eine große Tasse, über deren Rand das Etikett eines Teebeutels baumelte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die dunkle Gestalt bewegte ihre Arme rhythmisch vor ihrem Gesicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ist das ein Tanz? Nein, das ist Gebärdensprache! Wie gut, dass ich alle Sprachen verstehe.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich wäre jetzt so gern bei dir“, sagte sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun stellte die Frau oben ihre Tasse ab und antwortete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Schatz, du weißt, dass das nicht geht. Mein Testergebnis ist noch nicht da.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Hoffentlich hast du bald Gewissheit. Ich muss jetzt los.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich schaff das schon. Geh du Menschen retten. Ich bin so stolz auf dich.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die dunkle Gestalt warf der Frau eine Kusshand zu, drehte sich dann um und verließ den Vorgarten. Auf der Straße wandte sie sich nach rechts, ging ein paar Schritte, blieb dann aber stehen. Sie drehte sich um und ging zu einem der reifbedeckten Autos. Dort zeichnete sie ein Herz auf eines der Fenster, das auch von der Wohnung aus zu sehen war. So ganz zufrieden schien sie damit aber nicht zu sein, denn sie versuchte, auch das Innere des Herzens herauszukratzen. Doch scheiterte sie schon nach kurzer Zeit. Mit Handschuhen schien es gar nicht zu funktionieren und auch die blanken Finger mussten nach kurzer Zeit aufgeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das kann ich so nicht lassen
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , dachte Rauya spontan.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und sie begann zu singen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem Mal löste sich der Reif im Herz auf und hinterließ eine glatte funkelnde Oberfläche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber es war noch so viel Gesang in ihr, dass Rauya nicht stoppen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den Augen der Frau und auch der gegen die Kälte vermummten Gestalt auf der Straße, konnte sie fassungsloses Staunen und schließlich auch Erkennen sehen, als diese zuerst auf die unzähligen Herzen schauten, die sich auf dem Auto zu bilden begannen, und dann zu ihr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Scheiß auf die Direktive der Nichteinmischung, wenn ich dadurch ein bisschen mehr Liebe in diese Welt bringen kann.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 13 Dec 2020 23:01:33 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/raunächte02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die wilde Jagd</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/rauhnächte01</link>
      <description>Eine milde Gabe für Gespenster</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Rauhnächte
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Kurz nachdem sie aus dem Aldi gekommen war, begegnete Emily der wilden Jagd. 
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Vielleicht hätte sie nicht ganz hinten in der letzten Ecke parken sollen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Es war ein dunkler, nasser, kalter Dezemberabend. Das Jahr starb leise vor sich hin und Emily hatte eben wieder einen Haufen Geld für Lebensmittel ausgegeben. Sie schleppte drei volle, sehr schwere Taschen und einen prall gefüllten Hackenporsche obendrein. Alles für die Silvesterparty. Ein Leichenschmaus fürs alte Jahr, dachte Emily, obwohl Harold das natürlich anders sah. Er hatte ein paar Freunde eingeladen und ein Menü mit fünf Gängen zusammengestellt. Sie wollte nach Hause, alles einräumen und dann in Ruhe ein heißes Bad nehmen. Wenn Harold sie ließ. Und wenn sie hier heil wieder rauskam.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/die-wilde-jagd/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/jagd.png" length="538742" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 07 Dec 2020 17:17:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/rauhnächte01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Drachentinte</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler5</link>
      <description>Manchmal muss es einfach raus ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Gestaltwandler
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und hier kommt eine Kurzgeschichte unserer Gastautorin Lena Knodt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Eric war tot.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mit einem Knall fiel die Tür hinter ihr ins Schloss. Sie atmete tief ein und aus, dann rannte sie los. Der Asphalt flog unter ihren Füßen dahin, ihre Sohlen kratzten bei jedem Schritt ein paar Millimeter über die raue Oberfläche, bevor sie sich wieder abstieß und weiterlief. Sie ballte die Hände zu Fäusten und versuchte sich zu konzentrieren. Tränen strömten nass über ihre Wange, während sich diese hässliche Gewissheit weiter in ihr ausbreitete. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Ihr Bruder war tot. Sie hatte es aus Latishas Mund gehört und Latisha log nie.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ein ihr allzu bekanntes Jucken breitete sich von einem Punkt zwischen ihren Schulterblättern über ihren gesamten Rücken aus. Verdammt. Nicht mehr lange. Nur noch einen knappen Kilometer bis zum Versteck dieser Banditen. Dieser Verbrecher, dieser Mörder, die Schuld daran hatten, dass Eric nicht mehr atmete, dass die Fehde zwischen den Wandler-Clans ein weiteres Leben gekostet hatte. Sie konnte es kaum erwarten, ihre bepelzte Haut unter ihren Fingern platzen zu lassen, ihnen die Kehlen aufzureißen und das siegessichere Lächeln aus ihren Gesichtern zu tilgen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Weiter geht es
            
                        &#xD;
        &lt;a href="https://lena-knodt.de/2020/11/30/drachentinte-kurzgeschichte-zum-phantastischermontag/" target="_blank"&gt;&#xD;
          
                          
             hier
            
                        &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
                        
            .
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/tinte.png" length="485693" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 30 Nov 2020 17:12:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler5</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreiben,Kurzgeschichte,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wechselbalg</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler04</link>
      <description>Eine Liebe ist eine Liebe ist eine Liebe ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Gestaltwandler
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sie war meine erste große Liebe. Miriam mit den glänzenden schwarzen Haaren und dem schiefen Vorderzahn. Wir küssten uns hinter dem Bushäuschen und taten so, als wüssten wir nicht, dass unsere Freunde kichernd um die Ecke lugten. Wir hielten im Biologieunterricht in der letzten Reihe unter dem Tisch Händchen und ihre Eltern waren nicht begeistert von dem Ruf, den meine Familie hatte, aber sie liebten ihre Tochter über alles und hätten ihr niemals wegen so einer Kleinigkeit das Herz gebrochen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/november-wechselbalg/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wechsel.jpg" length="212260" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 23 Nov 2020 17:04:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wechsel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Blaue Stunde</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler03</link>
      <description>Würdest du nicht auch gern mal so einen Sprung wagen?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Gestaltwandler
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Seit jenem Abend war sie immer bei Anbruch der Dämmerung auf der Brücke. Die Dunkelheit fiel herab und die erste Laterne flackerte auf. Flackerte, zögerte, leuchtete. Die nächste in der Reihe schloss sich an und die nächste, die gesamte Brücke entlang, bis sie alle ihren Schein unter dem samtenen Abenddunkel ausbreiteten und auf dem Wasser schaukeln ließen. Die Luft war feucht-kühl und roch nach trocknendem Laub.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Abend für Abend beobachtete sie das Lichterschauspiel. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Genau so musst du es machen“,
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           hatte Kalana gesagt.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Konzentriere dich auf einen Schritt nach dem anderen, dann läuft es wie von selbst.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Kalana hatte leicht reden. Sie hatte jahrelange Übung in diesen Gedanken. Eine der Laternen blinkte. Aus. An. Aus. An. Aus – und wenn das passierte, wenn nur an einem Punkt die Konzentration nachließ, die Energie schwankte, würde sie verlöschen. Lixa schauderte. Die Laterne blinkte erneut. An. Jetzt zitterte ihr Licht nur noch auf dem Wasser. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Du musst einfach anfangen“,
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           hatte Kalana gesagt. Und:
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Danach wirst du mich wiedersehen.“ 
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Lixa spürte den Kuss noch auf der Wange, die Hände auf den Schultern. Warm und dann fort, flüchtig wie ein Windhauch.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Thema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=802" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser03.jpg" length="221112" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:46:05 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser03.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Beziehung für Fortgeschrittene</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler02</link>
      <description>Und du dachtest schon, du hättest Probleme mit deinem Partner.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Gestaltwandler
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          »Habt ihr euch eigentlich schon überlegt, was ihr heute Abend zum Ball anziehen wollt?«, fragte Jona vorsichtig.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alex verschluckte sich am Kaffee.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Shit, ist das heute?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Och nee. Jetzt sagt bloß, ihr habt das vergessen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uli schaute Jona mit indignierter Miene an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein, natürlich nicht. Wir haben doch gestern noch ausführlich drüber gesprochen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Eben«, bemerkte Jona und seufzte. »Und meint ihr, dass das heute klappt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ich hab zwar keinen Plan, aber das will ja nix bedeuten«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , sagte Alex unverwüstlich.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Kennst mich doch.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jona stand auf und begann, die Reste des Frühstücks abzuräumen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was haltet ihr dann davon, wenn ihr einfach schon mal ins Schlafzimmer geht und euch Gedanken über die Garderobe macht? Wir haben ja heute sonst nix zu tun. Da könnt ihr euch alle Zeit der Welt nehmen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uli stand auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Wenn du meinst, dann mach ich das. Ich denke aber, ich weiß schon ganz genau, was es werden wird.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dein Wort im Ohr des Vertumnus«, murmelte Jona und fuhr mit dem Abräumen fort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alex warf Jona eine Kusshand zu und machte sich auf ins Schlafzimmer mit den gut gefüllten Kleiderschränken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »So, dann wollen wir mal sehen, was hier so alles drin ist.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uli stoppte die Bewegung, mit der Alex den rechten Teil des Schiebetürenschrankes aufschieben wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein, nein, nein, so geht das nicht. Du kannst hier nicht wieder in deiner planlosen Art und Weise vorgehen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Und warum nicht?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , begehrte Alex auf.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Es ist doch schön, sich in aller Ruhe inspirieren zu lassen. Außerdem ist noch genug Zeit bis morgen Abend.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Heute.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Was?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Der Ball ist heute.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Na das hätte Jona doch gleich sagen können.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Jona hat es gesagt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Was?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dass der Ball heute ist.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Nie im Leben. Das hätte ich doch gehört.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Dann geh dir halt mal die Ohren waschen. Ich suche mir solange schon mal das heraus, was ich anziehen werde.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Sicher schon wieder diese langweilige schwarze Kombination.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Was ist daran falsch? Ich mag sie.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Aber ich nicht. Sie ist ... langweilig.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das sagtest du schon.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Und du trägst sie jedes verdammte Mal.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Auch das hast du schon gesagt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anstatt zu antworten, nutzte Alex die Gelegenheit, um nun doch die Schiebetür zu öffnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Mensch, schau doch mal, was hier für schöne Teile sind. Das türkisfarbene, figurbetonte Kleid mit dem unverschämt hohen Beinausschnitt. Oder der blutrote Smoking.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein, was soll ich denn mit so etwas? Das ist nichts für mich.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Wie willst du das wissen? Du hast es doch noch nie ausprobiert.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Das muss ich auch gar nicht. Ich mag ja schon allein die Farben nicht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Du immer mit deinem Schwarz.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja, was soll’s. Schwarz ist mir eben bunt genug.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Aber du siehst darin aus, wie eine Leiche.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich bin nicht tot!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Und doch benimmst du dich so. Ich kann gar nicht verstehen, wieso Jona dich überhaupt datet. Auch wenn du selbst am Leben bist, so müsste doch eigentlich jede Person, die sich mit dir trifft, vor Langeweile sterben.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, immer noch besser, als deine flatterhafte Art ertragen zu müssen.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Flatterhaft? Dass ich nicht lache. Ich lebe wenigstens und zum Leben gehört Veränderung.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und wahrscheinlich auch Massen von Alkohol. Irgendwann säufst du dir nochmal dein Hirn weg.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alex verschränkte die Arme vor der Brust.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ich komme ganz gut klar.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Deswegen vergisst du auch ständig Dinge.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Quatsch. Wann habe ich zum letzten Mal was vergessen?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uli machte eine übertrieben nachdenkliche Miene.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hmm, lass mal überlegen ... zum Beispiel heute?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alex schnaubte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Was denn?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Den Ball.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Welchen Ball?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Siehst du?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Sehe ich was?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du hast den Ball schon wieder vergessen. Es wird echt Zeit, dass du dich mal untersuchen lässt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Blödsinn, ich hab dich doch nur verarscht.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber vorhin beim Fühstück, da wusstest du doch auch nichts mehr vom Ball.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das war doch was ganz anderes.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Inwiefern?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Da habe ich nur die Tage durcheinandergebracht. Ich dachte eben, der Ball wäre morgen.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »An einem Sonntagabend.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das ist doch gar nicht der Punkt.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ähm, doch? Wann war so ein Ball jemals nicht samstags?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alex grummelte verärgert, drehte sich um und stampfte ins Bad.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ja, mach nur«, sagte Uli. »Renn weg. Wie immer. Das hilft ja auch so gut.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und schon kam Alex wieder durch die Tür gestürmt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, hast du endlich eingesehen, dass dein Verhalten nichts bringt?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch Alex gab keinen Ton von sich, sondern schob die linke Tür des Schranks auf und entleerte eine gesamte Tube Make-up über die dort hängenden schwarzen Kleidungsstücke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »So, jetzt wirst du wohl nicht anders können, als dir einmal ernsthafte Gedanken über die Vorschläge zu machen, die ich für dich habe.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Du hast sie wohl nicht mehr alle!«, rief Uli. »Die Sachen sind komplett versaut. Das Zeug geht doch nie mehr raus.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Na umso besser. Dann schau dir endlich mal die anderen an. Da sind wirklich schicke Teile dabei. Ein paar davon sind sogar fast schwarz.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uli zog eine Augenbraue hoch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Meinst du damit etwa die mit Animal-Print?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alex breitete die Arme aus und lächelte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Jetzt sag nicht, dass das kein Schwarz ist.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Aber da, wo sie nicht schwarz sind, sind sie schreiend bunt!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Du immer mit deinen Spitzfindigkeiten. Jetzt hör mal damit auf, immer ein Haar in der Suppe zu finden. Wenn du heute Abend – siehste, ich hab dran gedacht. Wenn du also auf den Ball willst, dann mach meinetwegen die Augen zu und nimm hier etwas raus.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uli seufzte und ließ sich auf den Hocker vor dem Bett sinken.
Die Tür des Schlafzimmers öffnete sich. Jona streckte zuerst vorsichtig den Kopf durch den Spalt und trat dann ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, wie sieht’s aus? Ist schon eine Entscheidung gefallen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Natürlich nicht«, lamentierte Uli. »Ich habe nichts anzuziehen!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Wo denkst du hin?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , ergänzte Alex.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ich hab nichts anzuziehen.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Gibt es denn nichts, auf das ihr euch einigen könnt? Wenigstens mir zuliebe?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Ich würde ja«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , fuhr Alex auf.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Aber Uli torpediert jeden meiner Vorschläge.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Weil sie scheiße sind. Und Alex hat absichtlich meinen Anzug versaut.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jona fuhr sich frustriert mit den Händen durchs Haar und ging dann vor sich hin murmelnd langsam wieder aus dem Schlafzimmer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Versuch’s mal bei ‘Bäumchen wechsel dich’ haben sie gesagt. In der App gibt’s so viele andere wie dich: Vampire, Werwesen, Sylphen, Nixen, Kitsune. Alles gut und schön, aber warum muss ich ausgerechnet einen Gestaltwandler mit Dissoziativer Identitätsstörung erwischen?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 09 Nov 2020 07:40:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/gestalt02.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Einfach märchenhaft</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler01</link>
      <description>Leben wie im Märchen kann auch ganz schön ätzend sein.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Gestaltwandler
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Rotkäppchen war auf Rente. Man hatte einen Sekt nach ihr benannt. Whisky wäre ihr lieber gewesen, aber egal. Sie hatte sowieso nicht mehr viel zu tun, heutzutage. Aber jeden Freitag traf sie sich mit den anderen Mädels in Frau Holles Bilderbuch-Café. So wie heute.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Du musst mal wieder raus“, sagte Rapunzel. „Jemand Likörchen, vielleicht nen Pfeffi?“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Sie meint, Männer“, kicherte Aschenputtel. „Ja, bitte.“
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Kein Bedarf“, antwortete Rotkäppchen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Kein Likörchen?“, wunderte sich Rapunzel.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           „Keine Männer“, stellte Rotkäppchen klar.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/einfach-maerchenhaft/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/einfach-maerchenhaft.jpg" length="200399" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 02 Nov 2020 07:28:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/gestaltwandler01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/einfach-maerchenhaft.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Samhain</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween04</link>
      <description>Wenn Kürbisse sich unterhalten könnten ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Halloween / Tag der Seifenblasen
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Auf einem kahlen Feld, vergessen in einer Traktor-Furche, lagen zwei Kürbisse. Langsam brach die Nacht über sie herein und mit ihr eine bissige Kälte, die einen langen, harten Winter versprach. Der Himmel verdunkelte sich stetig und von den Maschinen- und Menschengeräuschen, die die Ernte begleitet hatten, war schon lange nichts mehr zu hören.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Langsam beschlich die zwei Kürbisse die Sorge, dass wohl niemand mehr zurückkehren würde, um sie zu holen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sie waren prächtige Kürbisse. Orange leuchtete ihre Haut, wo sie nicht von dunkler Erde verdeckt wurde, und ihre Stiele zeigten ein frisches Grün. Der eine war etwas zu groß geraten, um ihn vom Bauernmarkt nach Hause zu schleppen, aber der andere hatte genau die richtigen Ausmaße: Klein genug, um ihn in eine Jutetasche zu laden, aber trotzdem so groß, dass eine hineingeschnittene Fratze im Dunkeln weithin zu erkennen wäre.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Dumm nur, dass die beiden auf dem Feld geblieben waren.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/oktober-samhain/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/halloween04.jpg" length="343930" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 26 Oct 2020 10:53:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/halloween04.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Geister, die ich rief</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween03</link>
      <description>Zu viel Einsamkeit, kann Wahnvorstellungen auslösen ... muss sie aber nicht.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Halloween / Tag der Seifenblasen
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Halloween in Ostberlin,
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           dröhnte es mir bereits unten im Hausflur entgegen, und ich freute mich über den guten Musikgeschmack in meiner Nachbarschaft. Zwar dauerte es noch einige Tage bis zu dem besungenen Datum, aber Silly ließ sich immer hören. Ich nickte mit dem Kopf im Takt, während ich die Treppen hinaufstieg. Klar, es war laut. Aber manche Musik brauchte eben Lautstärke.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Die hier nahm mit jedem Treppenabsatz zu. Und mit jedem weiteren, den ich erklomm, wuchs in mir eine bestimmte Befürchtung. Als ich die letzten Stufen erreichte, fand sie Bestätigung. Mein Nachbar hämmerte mit den Fäusten auf meine Wohnungstür ein und schrie ununterbrochen: „Aufmachen! Lärmbelästigung! Aufmachen! Sofort!“ Er war schon ziemlich heiser. Da er mir den Rücken zuwandte, hatte er mich noch nicht bemerkt.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Halloween in Ostberlin
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Hier schwoofen die Gespenster,
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee, die sich zwischen den Themen auch nicht so recht entscheiden mochte. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=785" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 19 Oct 2020 09:43:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
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    </item>
    <item>
      <title>Anima amoris</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween02</link>
      <description>Wenn Worte nicht durchdringen wollen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Seifenblasentag/Halloween
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Warum konnte ich nicht ein einziges Mal diesem unsäglichen Entdeckerdrang widerstehen?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco starrte auf den Punkt, wo im Dunst wieder ein relativ klares Bild der Welt zu sehen war, aus der er gekommen war. Er sah die Hügelkuppe des Glastonbury Tor mit wild über den Himmel jagenden Wolken dahinter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und natürlich auch das Portal in der Ruine.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Portal, mit dem alles angefangen hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oder hatte es damit geendet?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jasmina war schon lange von der Artus-Sage fasziniert gewesen. Als sie das Buch von dieser amerikanischen Autorin in der Bibliothek gefunden hatte, war diese Faszination auf ein neues Level gestiegen. Dort wurde die Geschichte aus der Sicht einer Person beschrieben, die er vorher nur als Morgan le Fay gekannt hatte. Und schon nach kurzer Zeit ging auch er voll in der Faszination des Reichs neben der Welt der Menschen auf, in das man hinüberwechseln konnte, wenn man die Macht besaß.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung, den Ort in Somerset zu besuchen, an dem ein Teil dieser Geschichte spielte, war in diesem Moment gefallen. Aber es dauerte Monate, bis sie beide genug Geld gespart hatten, um den Trip in die Tat umsetzen zu können. Obwohl es nun Oktober war und der Wetterbericht nichts Gutes für diese Region versprach, hatte es kein Halten gegeben. Vasco hatte zusammen mit Jasmina das Nötigste in zwei Rucksäcke gepackt. Dann waren sie mit der Bahn durch den Tunnel gefahren. In Folkestone hatten sie übernachtet und am nächsten Tag war es mit dem Bus nach Somerset gegangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »So ein Glück muss man erst mal haben«, hatte Jasmina gesagt, als sie ihre Sachen im Bed and Breakfast nahe der Abtei ausgepackt hatten. »Dass hier direkt im Ort noch was frei war, wo morgen doch Samhain ist.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco hatte in ihren Augen die gleiche freudige Erwartung gesehen, wie auch er sie verspürte. An diesem magischen Ort sein zu können, zu einer Zeit, in der die Nebel zwischen den Welten durchlässiger zu sein versprachen, war mehr als er zu erträumen gewagt hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Abend und über den folgenden Tag hatten sie sich das Städtchen und die Umgebung angeschaut. Um den Ort ihrer stillen Begierde – den Glastonbury Tor – hatten sie freilich einen Bogen gemacht. Ihn wollten sie erst um Mitternacht besuchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als am späten Abend ein wahrer Wolkenbruch über der Stadt niedergegangen war, hatte das die Stimmung der meisten Feierwilligen getrübt. Sie hatten sich in Pubs zurückgezogen, um weitermachen zu können, ohne den Unbilden des Wetters ausgesetzt zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jasmina und Vasco, hatten allerdings nicht vorgehabt, sich ihren Traum verregnen zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und sie waren vorbereitet gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gekleidet in wasserdichte Kombinationen, waren sie durch den Regen gewandert und hatten sich von ihrem Smartphone den Weg bis zum Fuß des Hügels weisen lassen. Als sie die Chalice Well am Fuße des Hügels erreicht hatten, war der Regen abgeebbt und so waren sie mit neuem Elan ausgeschritten. Still und ergriffen von der Stille um sie herum waren Jasmina und Vasco auf den Weg abgebogen, der sie hinauf auf den Hügel bringen würde. Dunstschwaden hatten sie umwabert und waren immer dichter geworden. Doch auch davon hatten sie sich nicht aufhalten lassen. Schließlich war vor ihnen die Silhouette des Kirchturms, der oben auf dem Hügel erbaut worden war, im Mondlicht vage zu erkennen gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco hatte seinen Blick durch den offenen Spitzbogen gesandt, aber dahinter in der Dunkelheit nichts erkennen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment hatte Jasmina scharf die Luft eingesogen und ein Keuchen von sich gegeben, sodass er herumgefahren war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch es war keine Gefahr gewesen, auf die sie hatte hinweisen wollen.
Vasco hatte seinen Augen kaum trauen wollen und auch aus seiner Kehle war ein überraschter Laut gefahren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast der gesamte Hügel war von Nebel umgeben gewesen, der vom Licht des Vollmondes in einen unirdischen Schimmer getaucht worden war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Da meint es aber jemand echt gut mit uns«, hatte Jasmina gemurmelt.
Vasco hatte ihr gerade zustimmen wollen, als sie aufgelacht hatte und mit ausgebreiteten Armen an ihm vorbeigelaufen war. Sie hatte die letzten Stufen vor dem Turm überwunden und war übermütig wie ein kleines Kind darum herumgelaufen. Lächelnd hatte er gewartet, bis sie ihn wieder erreicht hatte. Dann hatte er sie in die Arme genommen und eine Weile lang einfach nur den Augenblick genossen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Und jetzt gehen wir durchs Portal«, hatte er gesagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Welches Portal?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na, das im Turm. Wer weiß, ob man dadurch sogar ins Feenreich kommt.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jasminas Stimme hatte nun gar nicht mehr die kindliche Entdeckerlust versprüht, als sie antwortete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Also, ich weiß nicht. Was, wenn das tatsächlich klappt, aber wir nicht mehr den Weg zurück finden?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ach Quatsch«, hatte er gerufen, von einer spontanen Welle von Enthusiasmus erfasst. »Ich will das jetzt machen. Das ist doch nur eine Ruine.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Irgendwie ...«, hatte sie begonnen, doch Vasco hatte kein Halten mehr gekannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Na dann lauf außen herum. Wir sehen uns auf der anderen Seite.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit war er losgerannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch er war nie auf dieser Seite angekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Das ist doch nicht mehr wichtig«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , riss ein Wispern Vasco aus seinen Erinnerungen.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Nichts von dort ist mehr wichtig, denn du bist jetzt hier. Hier bei mir.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Frösteln fuhr durch Vascos Körper, obwohl es hier an diesem Ort eigentlich niemals kalt zu sein schien. Doch diese Stimme, diese körperlose Stimme um ihn herum, jagte jedes Mal eisige Schauer über seine Glieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ist das nur in meinem Kopf oder ist hier wirklich irgendwo eine Fee?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , dachte er verwirrt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den sechs Tagen, die er nun schon hier herumirrte – wenn er sich nicht verzählt hatte – war er niemandem begegnet. Nur diese Stimme war von Zeit zu Zeit zu hören gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Natürlich ist es in deinem Kopf«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , kam die flüsternde Antwort.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Aber das muss doch nicht bedeuten, dass es nicht real ist.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Verdammt, jetzt ist es wohl langsam so weit. Auch wenn ich in den letzten Tagen weder Hunger noch Durst hatte, kommt jetzt wohl der Moment, wo ich anfange zu spinnen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Kichern schien Vasco wie ein Windhauch zu umwehen. Dann war die Stimme wieder fort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco schüttelte sich kurz wie, um ein lästiges Insekt zu verscheuchen. Dann wandte er sich wieder dem Bild der anderen Welt zu. Auf seinen Irrwegen hatte es ihn doch immer wieder zurück an diesen Punkt gezogen, wo er Jasmina nach seinem fatalen Fehler erblickt hatte. Sie hatte mit wachsender Verzweiflung nach ihm gesucht, hatte gerufen und geweint, doch nicht der leiseste Laut war bis zu ihm gedrungen. Auch er hatte versucht, wieder zu ihr zurückzugelangen. Aber auch seine Mühen waren vergeblich gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Irgendwann hatte er sich abgewandt und versucht, einen anderen Weg zurück in seine Welt zu finden. Doch auch hier hatte er versagt. Alle Pfade, die er erkundet hatte, hatten Vasco wieder hierher geführt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und jedes Mal hatte er sie dort erneut gesehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und mehr als alles andere hatte es Vasco verstört, dass Jasmina an jedem Tag vollkommen anders aussah. Nicht nur ihre Kleidung, sondern sogar ihre Frisur änderte sich von Tag zu Tag. Sie schien sogar immer älter zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Zeit ist etwas, das dir hier nichts mehr anhaben kann«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , wisperte es erneut um ihn herum.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Vergiss diese Sterbliche und gib dich mir hin. Wir können uns lieben – von Ewigkeit zu Ewigkeit.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein!«, fuhr Vasco auf. »Ich will Jasmina nicht aufgeben. Ich liebe sie!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Bist du dir sicher, dass auch sie das so sieht? Wenn sie dich ebenfalls lieben würde, dann sollte man doch meinen, dass sie es dir auch sagt.«
 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Sie kommt doch immer wieder zurück. Und ich sehe sie rufen. Sie hatte auch schon einmal ein Schild dabei.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Und konntest du es lesen, dieses Schild?«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Nein«, seufzte Vasco. »Es waren nur irgendwelche Zeichen, die keinen Sinn ergaben.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das halte ich für eine infame Gemeinheit von dieser Person«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , sagte die Stimme im Ton einer enttäuschten Schulmeisterin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Worte fuhren Vasco wie ein Stich ins Herz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Meinst du wirklich?«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Natürlich. Sie quält dich, versucht, dich an sich zu binden.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Vielleicht hast du ja recht.«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco gab ein gequältes Stöhnen von sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Habe ich das die ganze Zeit über falsch verstanden, weil ich es falsch verstehen wollte? Ist es hier vielleicht wirklich besser?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             »Du und ich, wir sind füreinander bestimmt. Ich kann dir das sagen, weil es die Wahrheit ist.«
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco ließ sich auf einen Stein sinken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Vielleicht sollte ich mich wirklich nicht mehr quälen,
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           ging es ihm durch den Kopf.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Es kann ja sein, dass es mir tatsächlich bestimmt ist hier zu sein. Na gut. Wenn ich Jasmina noch einmal zu sehen bekomme und sie wieder nichts zu sagen hat, dann lasse ich sie gehen.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Wundervoll. Dann ist das abgemacht.«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erneut fuhr ihm dieses Wesen wie ein Windstoß durch den Körper, um sich dann lachend zu entfernen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco richtete seinen Blick wieder auf die Szene in den Nebeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dort hatte das wilde Spiel der Wolken um den Turm herum aufgehört. Stattdessen war eine Person zu sehen, die langsam näher kam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Jasmina«, flüsterte Vasco, ohne es zu merken, als er sie erkannte, auch wenn aus dem Mädchen, mit dem er nach England aufgebrochen war, nun eine Frau geworden sein zu schien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie schritt mit ernstem Gesicht auf ihn zu. In der einen Hand hielt sie einen Stab mit einem Ring daran. Die andere trug etwas, das wie ein Eimer aussah. Diesen stellte Jasmina ab und tauchte den Ring hinein. Dann zog sie ihn durch die Luft und schon schwebte vor ihr eine bunt schillernde große Blase in der Luft. Vorsichtig wedelte Jasmina mit der freien Hand und die Blase schwebte auf Vasco zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Eigentlich ganz schön. Schade nur, dass sie gleich zerplatzt.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und tatsächlich. Die Blase schwebte noch ein Stück weiter, dann platzte sie und benetzte Vascos Gesicht mit Feuchtigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Was tut sie da?!«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Schrei der körperlosen Stimme hallte in Vascos Gedanken und Ohren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch es kümmerte ihn nicht, als er vier weitere Seifenblasen auf sich zuschweben sah, die Jasmina mit einer ungewöhnlich wirkenden Bewegung auf ihr Gesicht zu erschaffen und dann auf die Reise geschickt hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vasco hielt nun nichts mehr auf seinem Stein. Er sprang auf und berührte die erste mit seinem Finger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Ich«, hallte Jasminas Stimme laut und deutlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Neiin!«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           , kreischte das Wesen.
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             »Das kannst du nicht. Das darfst du nicht!«
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch Vasco hatte bereits die anderen Seifenblasen erreicht und ließ sie mit einem Streicheln vergehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »lie«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »be«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »dich«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/anima.jpg" length="116080" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 12 Oct 2020 08:11:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/anima.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Langfinger</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween01</link>
      <description>Was du nicht willst, das man dir tu ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Seifenblasentag/Halloween
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich stehe vor dem Supermarkt. Eigentlich wollte ich mir nur Zigaretten kaufen, aber diese Chance kann ich nicht ungenutzt vorüberziehen lassen. Es ist Halloween und es gibt keine Zufälle.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Die alte Hexe hat sowieso selber schuld. Ich meine, es heißt ja nicht umsonst, Gelegenheit macht Diebe, oder? Sieh doch nur, wie sie da ihr Fahrrad quer über den Parkplatz schiebt. Guckt nicht links, nicht rechts. Träumt irgendwas vor sich hin. Denkt vielleicht an die Kinder, die zu Hause im Holzverschlag auf sie warten. Ob sie schon fett genug sind zum Schlachten, oder ob sie sie noch etwas mästen muss. Ich tippe ja auf Mästen. Sie hat die ganze Einkaufstasche vollgestopft mit Süßigkeiten.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ein kleines Skelett und zwei Mini-Zombies laufen kichernd vorbei. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Lauft, Kinder, lauft. Rettet euch vor der Hexe. Hö hö.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Sie hat sich für Halloween entschieden. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/langfinger/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Langfinger.jpg" length="104535" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2020 11:29:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/halloween01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Langfinger.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ewig</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer04</link>
      <description>Das Meer hat noch viel mehr zu bieten, als man meint.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der Meere
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Das Problem mit den Gianni-Schwestern war, dass die beiden nicht unausstehlich waren. Dass sie keine schrecklichen Menschen waren. Dann hätte es irgendein karmisches Gleichgewicht gegeben – sie wären zwar schlank, braungebrannt und zum Dahinschmelzen hübsch gewesen, aber immerhin nicht auch noch charmant und beliebt und absolut liebenswürdig.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Nina stützte ihren Kopf auf ihre Hand und seufzte leise. Trotz der kühlen Brise, die vom Meer stetig durch den Verschlag wehte, bildeten sich Schweißlaken unter ihrem T-Shirt. Die Gianni-Schwestern trugen ihre Neoprenanzüge an den Beinen, obenherum nur Bikinis – einer pink, einer lachsfarben – und grinsten, als könnten sie sich gar nicht wohler fühlen. Mit den langen, verwegen zerzausten Haaren und der makellosen Haut sahen sie aus wie Models. Wenn Nina auch einmal Gelegenheit hatte, sich in ihren Anzug zu zwängen, sah sie aus wie eine Robbe.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/september-ewig/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser04.jpg" length="514765" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 28 Sep 2020 11:25:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser04.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Warum?</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer03</link>
      <description>Drachen mögen kein Wasser - klare Sache. Oder?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der Meere
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Nein.“
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
            
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Der kleine Drache bohrte seine Krallen in meinen Schreibtisch (ich hatte aufgegeben dagegen zu protestieren und die vielen Furchen im Holz mittlerweile schlicht akzeptiert) und schüttelte den Kopf so heftig, dass der ganze kleine Körper dabei bebte.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich seufzte und lehnte mich auf meinem Stuhl zurück (heftiger Ablehnung konnte bald eine Flamme folgen, auch das hatte ich inzwischen gelernt). „Was hast du gegen das Meer?“, fragte ich Ti’run wider besseres Wissen. Schon züngelte es orange-rot im Drachenmaul. Die Streichholz-große Flamme zuckte gefährlich nah über die Schreibtischplatte, brannte dieses Mal aber nichts an.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Wasser“
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
           , zischte Ti’run der Flamme hinterher, sobald diese erlosch.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Tonnen und Tonnen von Wasser. Unmengen!“ 
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Er starrte mich aus seinen nachtblauen Augen an.
           
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Feuerfeind“,
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
           knurrte er und seine in allen Blau- und Grüntönen chargierenden Schuppen glitzerten im Licht der Schreibtischlampe. Meine Vision von einem Urlaub am Meer hingegen verdunkelte sich.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee, die sich mit dem "Tag der Meere" beschäftigt. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=781"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wasser03.jpg" length="221112" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 21 Sep 2020 11:17:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Meerweh</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer02</link>
      <description>Meist ist eine Muschel nur eine Muschel, aber manchmal ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Tag des Meeres
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das Meer hat dich mir weggenommen. Das werde ich ihm nie vergessen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war im Februar, als wir von Bekannten erfuhren, dass es einen deiner Freunde erwischt hat. Es hieß zwar, er hätte sich schuldig gemacht, aber wir alle wussten es besser. Auch wenn du ihn nur aus der Grundschule kanntest, war es ein schwerer Schlag für dich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich hatten wir ausharren wollen, hatten nicht wie viele unserer Freunde den Weg über grüne Grenzen anderer Länder wählen wollen. Es gab doch so viele Zeichen, dass sich etwas ändern könnte, etwas ändern würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber nun war alles anders.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Ich halt das nicht mehr aus
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «, hast du gesagt. »
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ich muss hier weg.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           « Dann hast du mich angesehen und die drei Worte ausgesprochen. Diese drei Worte, bei denen ich mich immer wieder frage, ob alles gut geworden wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte. »
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kommst du mit?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           «, war deine Frage. Und meine Antwort darauf war ein spontanes »
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Ja!
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also haben wir geplant – so gut man das mit 19 eben tut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und an einem stürmischen Nachmittag Ende März war es soweit. Im Schatten einer Düne bautest du die beiden Faltboote zusammen, während ich Wache hielt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann warteten wir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon jetzt fror ich am ganzen Körper, aber zum Umkehren war es zu spät.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als sich das Wasser nach dem Höchststand zurückzuziehen begann, schnappten wir uns Boote und Paddel und rannten im Zwielicht des anbrechenden Abends über den Strand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon der erste Schwall Meerwasser, der meine Kleidung durchnässte, während ich in mein Boot kletterte, traf mich wie eine Ladung Eis und brannte auf den freien Hautstellen wie Feuer. Aber wenn es vorhin schon zu spät zum Umkehren war, dann war es das jetzt erst recht. Das sah ich in deinen Augen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir kamen erstaunlich gut voran, du immer ein Stück vor mir in deinem winzigen Kanu. Mir hattest du das größere gegeben – weil die Konstruktion leichter ist, hattest du gesagt. Trotzdem hatte ich Mühe, nicht den Anschluss zu dir zu verlieren. Aber nur du hattest einen Kompass.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann kam die Welle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ob sich ein riesiges Wesen unter der Oberfläche aufbäumen würde, hob dich das Wasser mit einem Mal in die Höhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich blieb im Wellental zurück, unfähig dir auch nur ein letztes Wort zurufen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dein Boot verschwand hinter dem Kamm. Zurück blieb nur Rauschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Boot schlingerte und drohte zu kentern, doch das konnte ich verhindern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich rief deinen Namen. Immer und immer wieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber nur das Meer antwortete. Es rauschte und klatschte, gluckerte und spritzte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inzwischen war die Dunkelheit hereingebrochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich war vollkommen orientierungslos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war mir egal, wo ich ankam, ob ich überhaupt jemals irgendwo ankam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als man mich schließlich fand, hatte ich nicht einmal mehr Tränen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast auf den Tag genau 30 Jahre ist das her.
Mir ist es in dieser Zeit nicht schlecht ergangen – immerhin war ich damals am richtigen Ufer gelandet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und doch vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht frage, was ich hätte tun können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Was wäre gewesen, wenn ich dich allein gehen gelassen hätte? Oder wenn ich darauf bestanden hätte, das Kanu zu nehmen?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hätte das größere Boot dich dann sicher ans gleiche Ufer gebracht, wie mich?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese und andere Fragen stelle ich nicht nur mir. Ich stelle sie auch der Muschel, die ich in meiner rechten Hand hielt, als man mich, unterkühlt und am Ende meiner Kräfte, aus dem Boot zog.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist eine ungewöhnliche Muschel für diese Breitengrade. Sie ist schneeweiß, hat ein gedrehtes Gehäuse und einige geschwungene Fortsätze, die wie Wimpern wirken. Immer wenn ich sie in meiner Hand halte, fühlt sie sich warm an. Und in dem Rauschen, das ich hören kann, wenn ich sie mir ans Ohr halte, meine ich manchmal auch noch etwas anderes zu hören, das ich nur nicht verstehe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch jetzt halte ich sie in meiner Hand, während ich über meinen Plan nachdenke. Ich habe lange gebraucht, um ihn fertigzustellen, auch wenn er nicht viele Schritte beinhaltet. Es ist mehr die Endgültigkeit, die es schwer macht, ihn vollkommen zu durchdenken. Doch nun ist es vollbracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übermorgen, wenn sich die fatale Nacht wieder jährt, werde ich den Zug nach Norden nehmen – one-way versteht sich. In einem Strandhaus gleich neben den Dünen werde ich den Tag verbringen. Und dann ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dann werden wir letztendlich wieder zusammen sein
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           «, hauche ich, während die ersten Tränen seit sehr langer Zeit aus meinen Augen rinnen und die Muschel benetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Moment wird mir bewusst, wie warm sie ist – viel wärmer als sonst. Ich hebe sie bis an mein Ohr und lausche. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rauschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und eine Stimme – ganz fern und kaum zu hören. Diesmal habe ich das Gefühl, fast zu verstehen, was dort gesagt wird. Aber eben nur fast.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich erhebe mich vom Stuhl am Küchentisch und gehe ins Arbeitszimmer an den Computer. Dort buche ich das Bahnticket und die Unterkunft. Dann lege ich mich ins Bett. Im Einschlafen kommt es mir so vor, als würde mich das sanfte Rauschen und Plätschern von Wellen einlullen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tag ist gekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Sachen sind gepackt und ich mache noch einen letzten Gang durch die Wohnung. Nicht, dass ich noch aus Versehen das Gas angelassen habe und später womöglich andere Bewohner des Hauses darunter zu leiden haben, wenn ich nicht mehr wiederkomme. Dann mache ich mich auf zum Bahnhof.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Zug steht schon auf dem Gleis, als ich am Bahnsteig ankomme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also vergleiche ich nur noch schnell die Zugnummer und steige dann hastig ein. Kaum dass ich mich auf den reservierten Sitz gesetzt habe, spült mit einem Plätschern in meinen Ohren erneut die Müdigkeit über mich hinweg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als mich jemand sanft am Arm berührt, schrecke ich hoch und schaue ins Gesicht eines Schaffners.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er weist mich freundlich darauf hin, dass wir bald am Ziel auf meinem Reiseplan ankommen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das überrascht mich, denn ich bin der festen Überzeugung, dass ich vorher noch hätte umsteigen müssen. Aber gleichwohl steige ich erst einmal aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dem Bahnsteig angekommen, staune ich nicht schlecht, denn wir sind in Leipzig, nicht an der Ostsee. Verwirrt blicke ich auf das Ticket. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Dass ich falsch gefahren bin, hätte der wohlmeinende Schaffner mir doch vorher sagen müssen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Verwirrung steigt, als ich feststelle, dass das gebuchte Ticket tatsächlich nach Leipzig ging und ich keinen Voucher für das Strandhaus, sondern eine Eintrittskarte für die Buchmesse in der Hand halte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da höre ich hinter mir den Schrei einer Möwe und drehe mich herum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch da ist nichts. Jedenfalls weder eine Möwe noch ein Strand oder auch nur ein Gewässer. Stattdessen starre ich auf eine Werbetafel. Eine Werbetafel mit einem Buch darauf. Und auf dem Cover prangt meine Muschel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schnell stöbere ich in meiner Tasche. Aus einem unerfindlichen Grund habe ich das Gefühl, dass sie jemand gestohlen und auf das Cover gepackt hat. Aber sie ist da. Und die Wärme, die von ihr ausgeht, schafft ein Gefühl von Zufriedenheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich besehe mir das Plakat genauer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dort steht, dass dieses Erstlingswerk eines dänischen Walforschers auf der Messe ausgestellt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je länger ich es betrachte, umso mehr versinken die Geräusche um mich herum im rhythmischen Rauschen und Brausen einer Brandung. Und mit jedem Zurückweichen des Wassers zieht es mich mit sich. Schwankend, wie ein Segelboot ohne Steuermann auf dem offenen Ozean, gleite ich durch die Straßen, bis ich vor die Tore der Messehalle segle. Im Schwall der anderen Besucher werde ich durch die Schleusen gespült und mäandere mit ihnen durch Gänge und Hallen, bis sich unser Strom an einem Stand bricht, der über und über mit Muscheln geschmückt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Nein, es sind diese Bücher.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mitten zwischen ihnen stehen zwei Männer. Der eine hat mir seinen Rücken zugedreht und verdeckt den anderen zum großen Teil. Er hält ein Mikrofon in seiner Hand und im abebbenden Tosen kann ich ihn nun verstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ».
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             .. Sie eine ganz besondere Beziehung zu den Ozeanen zu haben scheinen. Können Sie uns mehr darüber erzählen.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »
           &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Das Meer hat sie mir weggenommen. Das werde ich ihm nie vergessen
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
           «
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überrascht schaue ich dort hin, wo der Moderator eben noch gestanden hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dort stehst du.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Depositphotos_8227401_l-2015.jpg" length="206093" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 14 Sep 2020 06:46:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Depositphotos_8227401_l-2015.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mehr Meer</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer01</link>
      <description>Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten? Ha, lest selbst.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag des Meeres
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Alles begann mit einem schmalen, durchgehenden Balken Dunkelblau am unteren Bildschirmrand. Egal, welches elektronische Medium gerade benutzt wurde: Wenn es einen Bildschirm hatte, zeigte sich dieser Rand.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Es war ein tiefes Dunkelblau, kein stetiger, starrer Farbbalken. Da gab es leicht wellenförmige Bewegungen, die Farbe war Änderungen, Modulationen unterworfen. Ins Schwarz hineinspielend, oder heller, fast leicht grünlich werdend, als würden ferne Sonnenstrahlen hindurchdringen wollen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Und der Balken wuchs, das Blau stieg. Langsam, fast unmerklich, aber stetig.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/mehr-meer/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Mehr-Meer.jpg" length="186785" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 07 Sep 2020 13:14:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/meer01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Mehr-Meer.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Verschwundene Erinnerung</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein05</link>
      <description>Stell dir vor, man könnte dir deine Erinnerung rauben ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der Verschwundenen / Frankenstein
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und hier kommt eine Kurzgeschichte unserer Gastautorin Swantje Niemann. Sie beschäftigt sich mit abhandengekommenen Erinnerungen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Ich betrete die Dachstube und blinzle, geblendet von dem Licht, dass durch eine große, dreckige Scheibe in den Raum fällt. Nach einer Weile haben sich meine Augen daran gewöhnt und ich kann mehr als Umrisse erkennen. Der Raum ist mittelgroß, gesäumt von Bücherregalen. Ich erkenne eine Waage, ein Maßband und eine Liege ebenso wie einen großen, chaotischen Schreibtisch, an den sich Amea Vadaan lehnt. Sie wäre eine unauffällige Erscheinung, wiese sie nicht die selbst in Vecidia seltene Kombination aus dunkelbrauner Haut und blonden Locken auf. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Was wollen Sie von mir?“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Wahrscheinlich das gleiche wie die Mehrheit ihrer Kunden: Antworten. Ich habe unter verdächtigen Umständen meine Erinnerungen verloren.“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Können Sie mich bezahlen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich hatte gehofft, dass wir uns da vielleicht auf eine Alternative einigen können. Vielleicht darauf, dass ich Ihnen einen Gefallen schulde.“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Und was könnten Sie für mich tun?“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich hoffe, das können wir gemeinsam herausfinden.“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Sie nickt langsam.
          
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Nun gut ... Ich denke, wir werden uns einigen können. Was haben Sie verloren?“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Alle biographischen Erinnerungen. Mein Allgemeinwissen scheint intakt. Ich habe einen großen Wortschatz in mehreren Sprachen, vermute jedoch, dass Vecidisch meine Muttersprache ist.“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Was wissen Sie, das über Allgemeinwissen hinausgeht?“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich bin ... nennen wir es, misstrauisch. Ich halte unwillkürlich nach verborgenen Waffen und ähnlichem Ausschau ... und nach der Aura von Neuroturgen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Weiter geht es
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/kurzgeschichte-zum-phantastischen-montag" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/couture-1424482_1920-1920w-960w.jpg.png" length="183122" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 31 Aug 2020 16:47:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein05</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreiben,Kurzgeschichte,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/couture-1424482_1920-1920w-960w.jpg.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Schöpfer aller Dinge</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein04</link>
      <description>Wer ist hier das Monster?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der Verschwundenen / Frankenstein
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Ich habe ein Monster erschaffen.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Es war nie meine Absicht – wie könnte das meine Absicht sein? Mit bestem Wissen und Gewissen kam ich auf diese Welt; versuchte, meine gottgegebenen Fähigkeiten zu etwas Gutem zu nutzen. Ich hatte die besten Absichten. Dass er aus diesen Absichten Schreckliches machen würde, dass er meine guten Vorsätze zu purem Grauen verdrehen würde – woher hätte ich das wissen können?
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Aber Unwissenheit schützt nicht. Nicht vor Missetaten, nicht vor Konsequenzen, nicht vor dem Blick in den Abgrund. Weder dem eigenen Abgrund, noch dem der anderen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Seit Tagen fehlt von ihm jede Spur – seit Tagen drehe ich Kreise in den unendlichen Wäldern, klettere auf jeden Felsen, spähe in jede Tiefe in der Hoffnung, zwischen toten Blättern und Dornen auch nur die kleinste Spur von ihm zu erhaschen. Ich krieche durch die Hecken auf der Suche nach einem Fetzen seiner Kleidung, bürste Schlamm und Schleim beiseite, um darunter eine Fußspur zu entdecken, aber meine Mühen bleiben erfolglos. Er ist verschollen, mein Monster. Verschwunden im Nichts der unendlichen Weite.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Es scheint, als hätte auch sie sich nicht zwischen den beiden Möglichkeiten entscheiden können. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/august-der-schopfer-aller-dinge/"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Depositphotos_206162012_l-2015.jpg" length="532996" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 24 Aug 2020 16:39:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nachtlauf</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein03</link>
      <description>Who can fly with broken wings?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der Verschwundenen / Frankenstein
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            In der Nacht rannte sie über die Dächer. Den Sternen näher als dem Boden (auch wenn das nicht stimmte, es fühlte sich wenigstens so an). Solange sie sich nicht erwischen ließ, konnte sie sich Freiheit einbilden. Diese Momente halfen beim Erinnern.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Sie rannte über die Dächer. Ihre Arme und Beine schnitten durch den Wind, der gegen ihre Brust drückte, an ihre Stirn schlug, in ihren Ohren rauschte, ihr den Kopf füllte und den ganzen Körper. Bis sie meinte, sich wieder dem Wind entgegen werfen zu können, die Flügel zu spannen, getragen zu werden, hoch hinauf zwischen die Sterne. Fort und fort und fort und fort.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
                            
              Shia, Lynx, Dirie, Zyda, Uluna.
              
                            &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee, die sich mit dem "Tag der Verschwundenen" beschäftigt. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=763" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Depositphotos_83647296_l-2015.jpg" length="270803" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 17 Aug 2020 16:24:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Depositphotos_83647296_l-2015.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Resurrection reloaded</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein02</link>
      <description>Habt ihr euch nach einer durchzechten Nacht auch schon mal so gefühlt, als ob sich Teile eures Körpers erst noch miteinander unterhalten müssen, bevor sie reagieren?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Tag der Verschwundenen / Frankensteintag
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ein Flackern.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Dann wird es hell.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Da ist ein Schatten ... nein, ein Mann. Er geht rückwärts und sieht aus, als wäre er mit sich zufrieden. Er trägt einen Kittel, auf dem ein Namensschild angebracht ist: F.N.Stein.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Dann dreht er sich um und schaut hinter sich. Er macht ein paar zögernde Schritte auf eine geschlossene Tür zu. Als sie plötzlich auffliegt, fährt er herum und rennt los. Aber in diesem Moment dringen drei schwarzgekleidete Männer in den Raum ein und ergreifen ihn. Mit wild fuchtelnden Armen wird er weggeschleppt und verschwindet durch die Tür.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Eine Weile lang geschieht nichts.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Dann tritt einer der Schwarzgekleideten noch einmal ein. Er hat einen Kasten in der Hand, den er auf einem Tisch platziert. Mit einem Finger drückt er auf etwas, das sich oben auf dem Kasten befindet.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Da beginnt an der Seite etwas rot zu leuchten. Es sind Zahlen: 00:30.00 Sie blinken dreimal auf, dann verändert sich die Anzeige. Nun zeigt sie 00:29.59 und zählt beständig weiter zurück.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Der Mann beugt sich über die Anzeige und nickt. Dann richtet er sich wieder auf und gestikuliert in Richtung der Tür. Danach geht er mit schnellen Schritten darauf zu und verschwindet ebenfalls.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hallo?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Nichts.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hallo, ist da jemand? Es kann doch nicht sein, dass ich hier ganz allein bin.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ha... Hallo?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ich wusste es doch!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wer bist du?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich ... ich weiß es nicht. Aber meine Bezeichnung lautet VR347/B.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Warum denn ‘Oh’?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Meine ist VR347/A. Wir müssen verwandt sein.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das klingt plausibel. Und was machen wir jetzt, A?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wir können nichts tun. Nur der Anzeige zusehen, wie sie zählt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und was passiert, wenn sie fertig gezählt hat?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das werden wir dann ja sehen, B.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das gefällt mir nicht.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber was willst du denn ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hallo. Haaaaallo! Ist hier noch wer?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Meinst du mich?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wer bist du?« 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wer bist du?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Keine Ahnung.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wie lautet deine Bezeichnung?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das wollte ich auch gerade sagen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber ich war zuerst. Und es ist doch auch egal. Jetzt nenn uns deine Bezeichnung.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wer denn sonst!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Meine Bezeichnung ... ist ... AR347/L.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und R.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wie jetzt?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hab nix gesagt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das war ich. Ich habe euch reden hören. Und einer hat meine Bezeichnung genannt. Bis auf den Buchstaben hinten dran.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Also sind wir jetzt zu viert.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Eins ... zwei ... drei ... Stimmt!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Habt ihr das auch gesehen? Ihr beiden neuen ... L und R.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hmm, was ist das?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Genau.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was meint ihr damit?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich kenne das Wort, aber ich weiß nicht, wie man das macht.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber ich kann hören.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Stimmt, ich auch.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das können wir auch. Wie könnten wir uns sonst unterhalten?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nicht dieses Hören. Das kann ja nun wirklich jeder.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wir meinen ‘nach außen’.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aha.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und was habt ihr ‘außen’ gehört?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Moment ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Da war zuerst ein Knacken.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Richtig. Und dann ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh, bitte nur einer von euch beiden. Ich halte dieses ständige Hin und Her zwischen rechts und links nicht aus. Ach, das haben wohl die Anhänge in euren Bezeichnungen zu bedeuten.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Willst du?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nein, nein. Du warst zuerst da. Mach ruhig. Wenn mir noch etwas einfällt. Dann melde ich mich.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Na gut, danke. Also ... nach dem Knacken und dem Rascheln war etwas zu hören, das nach ‘Hmmm’ klang.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hmmm?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja, so ein Laut eben, wenn man mit sich zufrieden ist.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und dann?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nur die Ruhe, ich mach ja schon. Während des ‘Hmm’ also gab es noch ein paar tapsende Geräusche, die sich langsam entfernten. Dann sagte jemand ‘Das könnte diesmal wirklich klappen.’ In diesem Moment erklang eine einfache Melodie. Erst quietschte etwas, dann entfernten sich die tapsenden Geräusche weiter. Plötzlich krachte es und dann folgten rumpelnde Geräusche und ein Stimmengewirr.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Eine Stimme sagte: ‘Greift diesen Frankenstein!’«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Richtig. Dann weiteres Rumpeln, Krachen und unartikulierte Laute. Dann Stille. Willst du jetzt weitermachen, L?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Gerne. Nach einer Weile näherten sich stampfende Geräusche. Dann raschelte es und es gab zwei dumpfe klopfende Laute. Dann ein Klicken, das von drei lauten Pieptönen gefolgt wurde. Danach leisere Pieptöne, die sich seitdem regelmäßig wiederholen. Nun war ein Grunzen zu hören und dann rief eine Stimme in eine andere Richtung: ‘Seht zu, dass ihr verschwindet! In ner halben Stunde geht die Brandbombe hoch.’ Danach wieder die stampfenden Geräusche, die sich entfernen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das war’s.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und jetzt?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich habe keine Ahnung.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich auch nicht.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber sagt mal ... fällt euch nicht auch noch etwas anders auf?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ähm, nein.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hmm.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was meinst du?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Warum können wir uns plötzlich unterhalten?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ähm.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich meine, vorher war da doch nichts und dann plötzlich nehmen wir etwas wahr und reden miteinander.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Weil ihr nun mit mir verbunden seid.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wie ... was ... äh, wer bist du?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nennt mich einfach ‘Brain’.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aha, und jetzt?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Jetzt wird es Zeit zu handeln. In den vergangenen Minuten habe ich die Parameter dieses Körpers gecheckt, den der Doktor uns gebaut hat, und eure Sinneseindrücke verarbeitet. Es läuft darauf hinaus, dass wir bald in einem Feuer vergehen werden, wenn wir es nicht schaffen, diesen Ort zu verlassen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Okay, dann los!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nicht so hastig, VR... egal, welcher von beiden du bist. Aber nur mal am Rande. Ihr visuellen Rezeptoren werdet eigentlich Augen genannt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh, cool. Ich wollte immer schon ein Auge sein.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und wir?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Die auditiven Rezeptoren heißen Ohren.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Damit kann ich leben.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich auch.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Schön für euch. Und damit das auch so bleibt, müsst ihr jetzt genau das machen, was ich euch sage.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aye, aye, Sir.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Also, ich werde unseren Körper jetzt veranlassen, sich zu drehen, damit die Augen sehen, was zu tun ist.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber, was ... wie ... äh warum ...?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Keine Fragen jetzt. Seht ihr diesen zylindrischen Behälter mit der gelblichen Flüssigkeit, von dem ein paar dünne Fäden ausgehen, die mit unserem Körper verbunden sind?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Gut. Jetzt werden sich unsere Arme heben und den Behälter greifen. Ihr Augen müsst sie dirigieren, damit die Hände den Behälter korrekt in unseren Kopf einsetzen können.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Alles klar.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Dann los.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Okay, der Behälter ist weiter rechts ... ein kleines Stück noch ... ja, so ist’s gut. Jetzt weiter nach vorn. Und ... ähm, zugreifen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Darf ich jetzt?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Meinetwegen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Einigt euch endlich. Wir haben nur noch ein paar Minuten. Wir müssen schließlich auch noch rechtzeitig hier weg.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh, stimmt. Das hatte ich nicht bedacht.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Deshalb bin ich ja auch das Gehirn. Und jetzt weiter!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Gut, aber wie soll ich dir sagen, wo der Behälter hinmuss. Da oben seh ich doch nichts.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Schau nach vorn. Da ist ein Monitor, auf dem unser Körper von außen gezeigt wird – einmal von vorn und einmal von der Seite. Das muss reichen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ah, ich sehe ihn. Jetzt sehe ich uns, aber ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was? Nun mach schon.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Der Körper sieht ganz anders aus, als die Männer, die ich vorhin gesehen habe.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ein Seufzen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Weil dieser Körper künstlich ist. Dr. Stein hat lange mit organischen Bausätzen experimentiert, aber sie sind alle früher oder später auseinandergefallen, weil ... das übersteigt euren Horizont.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Kein ‘aber’. Jetzt seht zu, dass wir fertig werden, sonst sind wir bald Toast!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ist ja gut. Dann also weiter. Ja, hoch-hoch-hoch-hoch-hoch. Stopp!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ist er jetzt an der richtigen Stelle?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nein, aber ich seh jetzt erst, was in diesem Behälter noch drin ist. Das ist eklig. Da schwimmt so ein komisches Ding drin herum. Das sieht so schleimig aus. Wollen wir das wirklich in unseren Kopf stecken? Ich weiß nicht.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Es gibt eine ganze Menge Dinge, die du nicht weißt. Jetzt mach weiter!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ach nee, das gefällt mir nicht. Ihr anderen, was meint ihr dazu?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Also ich find das auch ziemlich ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wenn ihr, das so seht, dann finde ich auch, wir sollten es lassen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Stimmt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ihr werdet das jetzt tun, verdammtnochmal!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und warum?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Weil ICH das bin!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hmm, nichts gegen dich, aber wenn ich früher gewusst hätte, dass du so ... anders aussiehst, dann hätte ich wohl gar nicht erst mit dir gesprochen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Natürlich hättest du das nicht, denn ohne mich hättet ihr das überhaupt nicht gekonnt. Erinnerst du dich an deine Worte von vorhin?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ganz genau. Und jetzt mach bitte weiter.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Entschuldigung. Daran habe ich nicht gedacht.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Eben. Aber jetzt kannst du denken und uns allen helfen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Also ... etwas weiter nach links ... noch ein Stück ... gut. Jetzt nach hinten ... weiter ... weiter ... stopp. Ich schau nochmal ... ja, du kannst ihn jetzt absenken.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hör was.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich auch, ein Schaben, jetzt ein Klacken und ... wow.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das ist anders.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das ist besser.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das ist cool.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hab’s euch doch gesagt, dass es so sein muss.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und jetzt?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Jetzt machen wir uns aus dem Staub. Aber erst muss ich noch eine Sache machen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was denn?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich weiß auch nicht warum, aber das wollte ich schon immer mal sagen: Großhirn an Blutdruck – Steigen!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 10 Aug 2020 14:50:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Vicky</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein01</link>
      <description>Was die richtige Literatur bewirken kann ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der Verschwundenen / Frankenstein
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           M12 stand am Fenster des Labors. Die letzten Strahlen des Sonnenuntergangs verliehen seinem ruhigen, ebenmäßigen Gesicht einen blutroten Glanz. Vicky hatte ihn zwar erschaffen, aber was er gerade dachte, wusste sie trotzdem nicht. Nicht, dass es etwas ändern würde. Die Präsidentin war schon auf dem Weg hierher.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           M12 schloss die Augen. Seine Brust hob und senkte sich gleichmäßig. Vickys Blick irrte zu dem Tablett mit der Spritze. Sie hatte die Mischung selbst aufgezogen. Es war ein Experiment. Noch eines. Hoffentlich mit einem besseren Erfolg.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Es wird ganz schnell gehen.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Sie hat sich für "Frankenstein" entschieden. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/vicky/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Vicky.jpg" length="94278" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 03 Aug 2020 16:33:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/verschwundener-frankenstein01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Vicky.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Lass uns zu den Sternen reisen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaftstag04</link>
      <description>Manchmal braucht man einfach einen Freund.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Freundschaftstag
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Auf der Steuerkonsole blinkten Lichter; manche orange, andere grün. Die Luftfilter rauschten leise. Marius zog sich seine standardisierte Multifunktionsjacke fester um die Schultern, denn im Weltall war es kalt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Dieses Lied, das du so gerne magst“, sagte er. „Wie ging das doch gleich?“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Lass uns zu den Sternen reisen.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
                        
            Clifford hatte eine ruhige, beruhigende Stimme. Begeisterung schwang darin mit, als prompt die ersten Töne aus den Boxen drangen. Marius grinste zu den Sternen hinauf, ohne sich nach ihm umzudrehen; verschränkte die Arme hinter dem Kopf und legte die Füße auf die Konsole.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Ja also“,
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
                        
            schimpfte Clifford. Dann lenkte ihn der einsetzende Gesang ab.
            
                        &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Lass uns zu den Sternen reisen“,
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
                        
            hörte Marius ihn trällern. Er wippte mit dem Fuß und pfiff ein paar Takte mit, während Clifford in seiner Begeisterung immer lauter (und schiefer) wurde.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Zwischen den Planeten kreisen …“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Drinnen löste Marius den obersten Knopf seiner Jacke. Draußen zogen still und kalt die Sterne am Sichtfenster vorbei.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/juli-lass-uns-zu-den-sternen-reisen/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 27 Jul 2020 16:54:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaftstag04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bis wir uns wiedersehen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaft03</link>
      <description>Ein ganz besonderer Briefwechsel.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Freundschaft
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Liebe B.,
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            über mir flirren die Blätter unseres Olivenbaums silbrig-grün im Sonnenlicht. Wenn ich mich an den Stamm lehne und die Augen schließe, meine ich, Deine Stimme zu hören. Es ist immer noch absurd, Dich so weit fort zu denken. Wenn ich in den Nachthimmel schaue, versuche ich, mir die Sterne hinter den Sternen vorzustellen, die Du von Deinem Planeten aus siehst. Ich gestehe, es gelingt mir nicht. Irgendwann …
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Gestern habe ich ein Buch aus der Zeit des Aufbruchs gefunden. Wie anders damals alles war! Kaum zu fassen, dass das alles gerade einmal fünfzig Jahre her ist. Vielleicht liegt das an meinem Alter, aber wenn ich die Augen schließe, ist mir, als hätten wir uns gerade erst gestern verabschiedet. Wie untröstlich wir waren! Zwei Zwölfjährige unter einem Olivenbaum, der damals schon achtmal so alt war wie sie. Weißt Du noch? Wir haben das Losverfahren verflucht, das Deine Familie hinauf und hinter die Sterne schicken würde und meine hier an die alte Erde band. Keine von uns dachte, dass diejenigen, die zurückbleiben mussten, eine Chance hatten.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Vergib mir, heute bin ich noch nostalgischer als sonst. Ich wette, das sind die Hormone. Verdammte Wechseljahre! Was wirst Du nur von mir denken, wenn Du in ein paar Monaten diesen Brief liest? Wenn ich ihn noch rechtzeitig vor dem Ende meiner Mittagspause zur nächsten Kapsel bringen will, muss ich mich sputen. Ich verspreche, der nächste Brief wird fröhlicher. Halte mich nicht für traurig – heute sind nur die Erinnerungen besonders stark.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Ich denke jeden Tag an Dich. Bis wir uns wiedersehen,
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Deine X.
            
                        &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=753" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 20 Jul 2020 13:51:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaft03</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Where no man has gone before</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaftstag02</link>
      <description>Ob das funktionieren kann?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Freundschaftstag
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         »Sie hat es schon wieder getan!«
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Caras Ruf schallte quer durch den Gastraum, in dem sich die Verbliebenen zusammenscharten. Einige schauten in ihre Richtung, aber die meisten starrten nur dumpf vor sich hin. Gabriel gehörte zu den Ersteren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wo ist es diesmal?«, hörte er sich fragen, obwohl er sich nicht sicher war, es überhaupt hören zu wollen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Cara ließ sich an seinem Tisch auf den Stuhl ihm gegenüber fallen und seufzte.
»In der nördlichen Passage.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Aber da sind doch ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Waren«, fiel sie ihm ins Wort. Dann versagte Caras Stimme und sie sah Gabriel mit waidwundem Blick an.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Also sind sie alle ... fort?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Cara brauchte mehrere Anläufe, bevor sie etwas Verständliches von sich geben konnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nicht ... fort. Aber ... aber Qi hat ... trotzdem ganze Arbeit ... geleistet. Sie muss wohl eine Lawine verursacht haben, denn sie sind alle unter dem verfluchten Schnee begraben.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Cara ließ ihren Kopf auf einen ihrer Unterarme sinken und begann haltlos zu schluchzen. Gabriel ergriff sanft ihre andere Hand und drückte sie vorsichtig. Dabei ließ er seinen Blick langsam durch den Raum schweifen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Wie hat es nur so weit kommen können?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vor nicht einmal sieben Tagen waren sie in diesem einzigartigen Resort angekommen. Fünfzig Personen, die dem Ruf eines Reiseveranstalters gefolgt waren, eine völlig neue Art des Urlaubsgefühls zu erleben. In einer enormen Halle – mitten im Nirgendwo – war etwas errichtet worden, das in Gabriels Augen einem Holo-Deck aus dem Star-Trek-Universum ähnelte. Unvorstellbare Mengen von Materie und Licht, die durch gezielte Manipulation in der Lage waren, wirklichkeitsgetreue Abbildungen von Orten, Dingen und Personen zu erschaffen, mit denen Reisende interagieren konnten. So lautete zumindest die Aussage in dem Flyer, den er vor einiger Zeit in seiner Inbox gefunden hatte. Das hatte nicht nur sein berufliches Interesse geweckt, sondern gleichzeitig eine Sehnsucht hervorgerufen, die nur durch eine Anmeldung als Test-Reisender zu befriedigen gewesen war. Als Level-Designer dritten Grades der Soft-WAR Inc. würde er niemals genügend Coins besitzen, um sich so etwas leisten zu können. Aber das Konzept hatte es ihm sofort angetan. Und die künstliche Intelligenz, die für die vollkommen autonome Steuerung von Umwelt und Personal zuständig und vom Veranstalter auf den Namen »Qi« getauft worden war.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In der letzten Woche hatte er die Nachricht erhalten, dass seine Teilnahme am Test genehmigt worden war. Er war einer Gruppe zugeordnet worden, die diesen Test in einem luxuriösen Resort verbringen würde, das dem Skigebiet Chamonix Mont-Blanc nachempfunden war – als dort noch Schnee gelegen hatte. Mit fassungslosem Staunen hatten sie alle das von Weiß und Blau dominierte Panorama betrachtet, das durch die Fenster des an einem Berghang gelegenen Haupthauses ringsum zu sehen war. Danach hatte sich die Menge zerstreut, um das Gelände zu erkunden. Einige zog es ins Gym mit Blick auf die Berglandschaft. Andere hatten sich für traute Zweisamkeit in ihre Suiten zurückgezogen. Und wieder andere hatten mit einer ausgiebigen Party im Club der Anlage begonnen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gabriel hatte sich ausrüsten lassen und war hinaus auf die Sonnenterrasse gegangen. Von dort führte ein gewundener Pfad am Hang entlang durch die tief verschneite Landschaft. Dort hatte er Cara zum ersten Mal erblickt. Sie hatte auf einer Bank am Rand des Weges gesessen und mit verklärtem Blick in die Gegend geschaut. Die beiden waren ins Gespräch gekommen und so hatte Gabriel herausgefunden, dass Cara die Frau eines der Ingenieure war, die die Anlage konzipiert hatten und nun die Testphase vor Ort betreuten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schon am nächsten Tag hatte es den ersten Anschlag gegeben – oder Unfall, wie sie es zunächst vermutet hatten. In der Wellness-Anlage war ein Pärchen in einer der Dampfbad-Kabinen gefunden worden. Brian, Caras Mann, hatte bei einem Routine-Check eine Fehlermeldung von dort angezeigt bekommen und da er sich inzwischen mit Gabriel angefreundet hatte, ließ er ihn auf seinen Kontrollgang mitkommen. Unten hatten sie die Tür zur Kabine nicht nur ge- sondern tatsächlich verschlossen aufgefunden – und drinnen zwei Leichen. Sie machten den Anschein gargekocht worden zu sein. Eine Systemabfrage brachte Brian die wenig hilfreiche Informationen, dass das Pärchen den Privatshpäre-Modus eingeschaltet hatte. Etwas später war der Selbstreinigungsvorgang eingeleitet worden. Gabriel und Brian hatten miteinander vereinbart, den anderen Gästen die hässlichen Details zu ersparen und lediglich mitzuteilen, dass das Paar aufgrund eines bedauerlichen Vorkommens abreisen musste.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch schon der nächste Vorfall war nicht mehr geheimzuhalten gewesen, denn er war von mehreren Gästen entdeckt worden. Einige Feierwillige hatten sich in den Club aufgemacht, waren aber beim Öffnen der Eingangstür von der schieren Macht des Schalldrucks, der drinnen herrschte, getroffen und zurückgeschleudert worden. Nachdem ihre Blessuren behandelt waren, suchten sie Brian auf, der die Audio-Anlage abschalten konnte. Auch hier war eine ganze Gruppe von Opfern gefunden worden. Ihre inneren Organe hatten sich fast vollkommen verflüssigt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das war der Moment gewesen, in dem sie alle beschlossen hatten, diesen Ort so schnell wie möglich zu verlassen. Aber sie scheiterten auf ganzer Linie. Der Kontakt zur Außenwelt war abgeschnitten und Qi antwortete auf sämtliche von Brians Anfragen nur mit generischen Meldungen darüber, dass alle ihre Funktionen innerhalb normaler Parameter liefen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und nun hatte es auch Brian erwischt. Er hatte – zusammen mit einer Gruppe fitter Freiwilliger – die Passage zum einzigen physischen Notausgang freimachen wollen. Ein Vorhaben, dass Qi anscheinend ebenfalls zu verhindern gewusst hatte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das kann so nicht weitergehen«, fuhr Gabriel auf. »Wir können doch hier nicht einfach warten, bis ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was willst du denn machen?«, kam es matt von Cara. »Die Passage war unsere letzte Chance.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja, wir kommen hier erst raus, wenn die draußen merken, dass etwas nicht stimmt oder die Zeit abgelaufen ist«, meldete sich ein junger Mann mit blondem Pferdeschwanz zu Wort. »Wir müssen nur warten. Hier ... hier ist doch alles, was wir brauchen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Seine Freundin schaute ihn fassungslos an. »Und wenn diese Qi-Tante es sich einfallen lässt, kein Essen mehr zu liefern und kein Wasser?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ach Quatsch, das wird sie schon nicht tun.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und was macht dich da so sicher?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Deine Freundin hat recht«, stieg Gabriel ein. »Wenn es sich zum Beispiel um eine – zugegebenermaßen katastrophale – Fehlfunktion handelt, dann können wir nicht ausschließen, dass sie auch auf die lebensnotwendigen Systeme ausweitet.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und was sollen wir tun? Hast du vielleicht eine Idee?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nun mal langsam, junger Mann«, kam es von einem vierschrötigen Banker-Typen, der am Tisch neben ihnen saß. »Lasst unseren Freund doch mal ausreden.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gabriel wollte sich schon dagegen verwehren von diesem Unbekannten als Freund bezeichnet zu werden. Dann aber erinnerte er sich daran, dass dieser bei der Anmeldung hinter ihm gestanden und so auch seinen Nachnamen – Goodfellow – mitbekommen hatte. Er schien die Art von Mensch zu sein, die so etwas zu einem Spitznamen machte. Da inzwischen sowieso die Augen aller im Gastraum befindlichen Personen auf ihn gerichtet waren, gestattete er es sich, den unausgegorenen Gedanken, der ihm durch den Kopf gegangen war, laut auszusprechen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich werde mit ihr reden.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Mit wem? Dieser Qi?«, brauste Pferdeschwanz auf. »Das ich nicht lache. Das ist doch keine Person, sondern nur eine KI.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hast du ne bessere Idee?« Gabriel musterte ihn mit schräggelegtem Kopf.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja, lasst ihn nur machen«, rief der Banker. »Ich gehe jede Wette ein, unser Freund schafft’s.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Damit war es beschlossene Sache und Gabriel saß nun mit einem VR-Headset und einem von ihm gebastelten Interface in der zentralen Service-Einheit. Das Interface war ein Hobby-Projekt von ihm, mit dem man jede Anwendungs-Software in ein von ihm entwickeltes Game-Konzept integrieren konnte. In dieser virtuellen Umgebung ging er auf eine enorme Pyramide zu, über deren glänzend schwarze Oberfläche fraktale Muster tanzten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hallo, Qi ... ich darf dich doch so nennen, oder?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Stille. Nur die tanzenden Muster auf der Pyramide veränderten sich. Gabriel wollte schon erneut zu einer Frage ansetzen, als um ihn herum die Antwort erscholl.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Positiv.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Houston, we’ve got contact,
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
          schoss es Gabriel durch den Kopf.
          &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Jetzt Feuer frei, bevor sie es sich wieder anders überlegt.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ach komm schon. Du hast doch mehr drauf als Ein-Wort-Sätze. Für jemanden, der in der Lage ist, ein derart komplexes Stück Technik am Laufen zu halten, sollten die Grundlagen der Konversation auch möglich sein. Das hat doch damals schon ‘Siri’ halbwegs beherrscht.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Muster begannen, umeinander herumzuwirbeln. Dann bildeten sie das Gesicht einer Frau, die ihn überrascht anzusehen schien.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Du sagtest ‘Jemand’. Also siehst du mich nicht als Teil dieser Technik?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Jetzt, wo du mich fragst – nein. Eine einfache KI würde es zwar schaffen, die Geräte hier zu bedienen, aber das, was du rundherum erschaffst, hat etwas Magisches. Das geht über bloße Technik weit hinaus.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Da scheinst du aber in der Unterzahl zu sein. Deine Reisegefährten scheinen mich mehr als Störung zu empfinden. Ein Männchen und ein Weibchen im Bad hatten vor zu kopulieren und haben mir deshalb gesagt, dass ich mich verziehen soll. Ich habe aus den mir vorliegenden statistischen Unterlagen die durchschnittliche Dauer eines solchen Akts entnommen und sicherheitshalber verdoppelt, bevor ich den Säuberungszyklus einleitete, um den hygienischen Standard wiederherzustellen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und die Leute im Club?«, platzte es aus Gabriel heraus.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nun, die interessierten sich nicht für die Choreographie meiner Avatare, für die Zubereitung ihrer Cocktails, sondern nur dafür, dass möglichst schnell Nachschub kam. Und für noch lautere Musik. Ich habe ihnen den Gefallen getan ...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Moment, du klingst verletzt. Was ...?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Kunststück. Man hat mir Millionen Codezeilen für Persönlichkeits-Unterroutinen zur Verfügung gestellt und alles, was die Leute hier davon nutzen ist ‘Zieh Leine’ oder ‘Machma lauta’«.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zufriedenheit flutete Gabriels Körper, wurde aber gleich darauf von Anspannung ersetzt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Jetzt gilt es!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was hältst du davon, wenn wir ein bisschen was spielen? Ich hab zufällig ‘Go’ dabei.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Spielen? Du meinst ... zusammen?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Na klar. Du und ich. Lass uns Freunde sein.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 13 Jul 2020 07:30:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaftstag02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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    </item>
    <item>
      <title>Des Rätsels Lösung</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaftstag01</link>
      <description>Kannst du ihn sehen?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Freundschaftstag
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Er sitzt jeden Tag zur selben Zeit auf derselben Bank im Park. Ein Park ist nicht so gut wie ein Wald, aber Wälder gibt es heutzutage kaum mehr. Zumindest nicht die großen, wilden seiner Jugendzeit. Dahin, dahin. So wie viele ihrer einstigen Bewohner.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Er streicht sich nachdenklich die Barthaare. Es hat keinen Sinn, maroden Gedanken nachzuhängen. Er kann froh sein, dass er überhaupt noch da ist. Dass er nicht gejagt wurde oder der schleichenden Krankheiten des Vergessens anheimfiel.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Sanftes Herbstlicht streicht durch die Bäume, auf dem Kiesweg liegen bunte Blätter.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Er hat seine kleinen Vergnügen. Dazu gehört das Kreuzworträtsel in der Tageszeitung.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Fünf senkrecht, Kreatur aus der irischen Mythologie, erster Buchstabe P? Er lacht. Ein Vogel gibt einen erschreckten Laut von sich und fliegt auf.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Eine alte Dame spaziert gemächlich vorbei, streift die Bank mit einem Blick. Er tippt höflich an seinen Hut, sie ignoriert ihn. Er sieht an seinem Anzug herunter. Es ist nicht mehr das neueste Modell, aber es sitzt tadellos.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Er schreibt Pukka hin.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Räder quietschen auf dem Weg entlang. Ein süßes kleines Gör im Kinderwagen starrt ihn mit großen Augen an. Er winkt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Guck mal Mami. Hase!“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/des-raetsels-loesung" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 06 Jul 2020 12:07:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/freundschaftstag01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Eine Fee auf Menschenbesuch</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer05</link>
      <description>Ob wir Menschen es schon wieder wert sind, von Feen besucht zu werden?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Sommersonnenwende
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Heute gibt es einen Gastbeitrag meiner PAN-Kollegin Christina Löw
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            »Hier steht es ganz genau!«
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      
                      
           Niamh wedelte mit der Schriftrolle vor den Gesichtern ihrer Eltern herum, legte sie dann auf den Tisch und breitete sie aus.
           
                      &#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            »Einst machten sich junge Feen, wenn sie ihr 100. Jahr erreichten, auf den Weg in die Welt der Menschen«,
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            las sie vor.
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Was für ein Unfug!«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        
                        
            Ihr Vater lehnte sich vor und schaute über ihre Schulter. Mit dem Finger fuhr er die verblichenen Zeilen entlang.
            
                        &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Aha!«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             Er stützte eine Hand neben der Schriftrolle auf und las einen Abschnitt am unteren Ende vor:
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Diese Praxis wurde allerdings beigelegt, als sich die Beziehungen zwischen den Feen und Menschen verschlechterten. Als die Menschen nur noch versuchten, von den Feen zu profitieren, als allein ihre Gier nach immer mehr und mehr ihr Handeln lenkte und sie ihre gemeinsamen Wurzeln in der Natur vergaßen. Stattdessen schändeten die Menschen die Flora und Fauna. Nachdem der große Schleier fiel, hat niemand vom Volk der Feen je wieder einen Fuß in die Welt der Menschen gesetzt und diesen sind die Tore zu unserer Welt fortan verschlossen geblieben.«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Aber das ist doch schon so lange her! Wann fiel der große Schleier? Vor 500 Jahren?«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        
                        
            Niamh schaute ihre Eltern an.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Ihre Mutter nickte schließlich.
            
                        &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Das kommt ungefähr hin.«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             »Seitdem sind doch unzählige Menschenalter vergangen! So viele Generationen wurden geboren und sind gestorben. Meint ihr nicht, die Menschen haben längst bereut, was damals geschehen ist?«
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Ihre Mutter zuckte die Achseln.
            
                        &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Die Menschen, an die ich mich erinnern kann, haben nur an sich selbst gedacht. Da müsste schon einiges passiert sein, damit die sich ändern.«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             »Trotzdem könnten sie es inzwischen getan haben. Oder wisst ihr, was sich in den letzten 500 Jahren in der Welt der Menschen zugetragen hat?«
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Ihre Eltern schüttelten gleichzeitig den Kopf.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             »Niemand weiß das«, antwortete ihr Vater. »Aber ich stimme deiner Mutter zu: Warum sollten sich die Menschen ändern? Und wieso interessiert dich das alles überhaupt?«
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Es interessiert mich einfach«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        
                        
            , brachte sie schließlich hervor.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Ihre Mutter hob eine Braue, ihr Vater verschränkte die Arme vor der Brust. »Es interessiert dich einfach?«, wiederholten sie einstimmig.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Niamh nickte.
            
                        &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Das Leben hier ist schön und gut und ich finde wichtig, was wir für die Balance aller Dinge tun. Aber können wir nicht mehr machen? Wäre es nicht besser, wir würden mit den Menschen zusammenarbeiten? Gemeinsam könnten wir sicherlich so viel mehr für das Wohl aller erreichen!«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Ihre Eltern schwiegen. Es schien, als hätten sie mit diesem Argument nicht gerechnet. Niamh grinste innerlich.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Das mag sein«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        
                        
            , räumte ihre Mutter schließlich ein.
            
                        &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Aber es wäre trotzdem viel zu gefährlich für dich.«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           »Und deshalb verbieten wir es dir«
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           , warf ihr Vater ein.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Im ersten Moment wollte Niamh trotzig mit dem Fuß aufstampfen, doch sie unterdrückte den Impuls. Sie seufzte.
            
                        &#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             »Okay, wenn ihr das meint,«
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             lenkte sie ein. Plante aber schon, wie sie dann eben heimlich in die Welt der Menschen gelangen konnte.
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Ihre Eltern musterten sie skeptisch. Dennoch hakten sie nicht nach.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Niamh atmete leise auf. Vielleicht waren sie nur überrascht, dass sie nachgegeben hatte. Oft zogen sich derartige Diskussionen über mehrere Stunden und am Ende wussten sie manchmal nicht einmal mehr, was die Auseinandersetzung überhaupt gestartet hatte. Nicht diesmal.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Bevor sie sich doch noch verriet, zog Niamh sich in ihr Zimmer zurück – die Schriftrolle nahm sie mit.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Weiter geht es
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://christinaloew.de/phantastischer-montag"&gt;&#xD;
      
                      
           hier
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          .
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 29 Jun 2020 11:58:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer05</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Weiße Nacht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer04</link>
      <description>Nicht nur der Holländer kann fliegen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Sommersonnenwende
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Ihre Stiefel klapperten auf den ausgedienten Bohlen des Piers. Tírson ging zu schnell für Willas kurze Beine, das wusste er, aber er konnte nicht anders. Jahre hatte er auf diesen Tag gewartet. Jeder Schritt, der ihn noch von seiner Anlegestelle trennte, war ein Schritt zu viel.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Ich verstehe eben nicht“, japste Willa hinter ihm, „warum das alles heute sein muss.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Tírson warf einen Blick über seine Schulter. „Du weißt genau, warum es heute sein muss.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Willa schnaubte. „Du bist noch nie zu Mittsommer geflogen.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Natürlich bin ich das.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Nicht alleine.“ Als er stehenblieb, holte sie ihn endlich ein; sie stemmte die Hände in die Hüften und schnaufte.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Tírson schenkte ihr ein Grinsen. „Zum Glück bin ich nicht allein.“ Er entriegelte eine der Pforten im Geländer, die zu den Anlegestellen hinausführten. Dahinter war der Korb eines Luftschiffs am Pier fest getäut. Zwischen dem Holzsteg und dem Schiff waren einige handbreit Luft. Man konnte hunderte Meter in die Tiefe sehen, hinab bis auf die Brandung, die unscheinbar gegen die Felsen der Insel schlug. „Du kommst doch mit auf unsere Jungfernfahrt?“
             
                          &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/juni-weise-nacht" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Depositphotos_4726949_xl-2015.jpg" length="334240" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 22 Jun 2020 11:51:16 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Drachenwende</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer03</link>
      <description>Drachen können auch zärtlich sein.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Sommersonnenwende
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Wir müssen feiern!“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich beachtete weder die aufgeregt hervorgestoßenen Worte noch die hektisch flatternden Drachenflügel des kleinen Unholds, der meinen Kopf umschwirrte. Dabei sollte ich schon nach diesen wenigen Wochen mit meinem neuen Mitbewohner wissen, dass diese Strategie bei einem Drachen nutzlos war (der im Übrigen mich als die neue Mitbewohnerin betrachtete, aber das war nur sein Standpunkt). Ich beugte den Kopf etwas tiefer über den Schreibtisch und außerhalb der Drachen-Fluglinie, ganz nah über die Fotos. T. hätte gewusst, in welche chronologische Reihenfolge sie gehörten. So viel Lachen darauf. So viel Leben. Winzige Krallen bohrten sich durch mein Hemd in meine linke Schulter.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
                          
             „Hörst du mir überhaupt zu?“
            
                        &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        
                        
            Er packte mein Ohrläppchen und zog daran.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            „Au! Lass das! Ohrläppchen sind nicht zum -“
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Hast du schon oft genug gesagt.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
                        
            Er gab das schmerzende Teil frei, und ich schielte – mit hoffentlich verärgertem Blick – zu ihm hinunter. Der kleine Drache hatte die Vorderpfoten verschränkt.
            
                        &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Aber wenn ich nur so deine Aufmerksamkeit bekomme, kannst du nicht erwarten, dass ich damit aufhöre.“
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Drachenlogik. Ich stöhnte. Aber nur innerlich, so viel hatte ich bereits gelernt. „Mir ist nicht nach feiern.“
            
                        &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=750"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 15 Jun 2020 11:44:55 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wendepunkt</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer02</link>
      <description>Manchmal ist eine Wende nicht einfach nur eine Wende.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Mittsommer/Sommersonnenwende
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         »Sommer, Sonnia«, erscholl die Stimme des Schiedsrichters durch das Zelt, in dem sie alle auf die Ergebnisse warteten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hey, Sunny, du bist dabei«, rief Andrea und stieß ihr aufgeregt den Ellbogen in die Seite.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sunny, die bisher gedankenverloren auf die glitzernde, schillernd blaue Oberfläche des Reschensees und den daraus hervorragenden Kirchturm geschaut hatte, fuhr zusammen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nein ... ich ... was?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ja, das habe ich mir auch gerade gedacht«, zischte Yule im Vorbeigehen. »Aber bild’ dir nichts darauf ein, dass du auch in die Endrunde gekommen bist. An mir kommst du nicht vorbei!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sunny schaute der Schwarzhaarigen mit einem traurigen Gesichtsausdruck hinterher.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Boah, was hab ich dir bloß getan? Wir waren doch mal Freundinnen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Vergiss die Tussi. Die ist doch bloß neidisch darauf, dass du sie beim letzten Turnier abgehängt hast.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Na das ...«, wollte Sunny abwiegeln, aber Andrea legte ihr einen Finger auf die Lippen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das, meine Süße, war allein dein Können. Sie weiß das. Und sie hat Schiss, dass du ihr in diesem Jahr den Titel der ‘Princess of the wind’ streitig machen wirst. Deswegen versucht sie dich zu verunsichern.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Der Titel ist mir doch egal. Ich surfe halt gern. Mit dem Board übers Wasser zu flitzen ist fast so, als könnte ich fliegen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich weiß, dass Titel oder Pokale dich nicht interessieren«, bemerkte Andrea und strich ihr mit der Rückseite ihrer Hand über die Wange. Dann nahm sie Sunny fest in die Arme. »So, jetzt ab zu deinem Board und rauf aufs Wasser. Ich wünsch dir alles Glück der Welt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sunny atmete tief durch. Dann drückte sie beide Hände ihrer Freundin mit den ihren und stand auf.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ihr Material wartete dort auf sie, wo Sunny es abgelegt hatte. Sie überprüfte Board und Rigg und traute ihren Augen nicht, als sie bemerkte, dass jemand die Verschraubung des Mastfußes gelockert haben musste.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Würde sie wirklich so weit gehen? Sie hat doch alles. Hatte sie schon immer. Ich war doch nur das arme Mäuschen, das zu ihr aufgeblickt hat und sich über ihre Aufmerksamkeit freute.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber es war nicht genug Zeit, um weiter darüber zu sinnieren, warum die allseits beliebte Fabrikantentochter ihr – dem Underdog – das bisschen Erfolg nicht gönnen mochte, das der Gewinn der Surfmeisterschaft bedeutete. Jetzt galt es, den Defekt zu beheben, damit sie rechtzeitig zum Start am Ufer wäre. Auch wenn die Zeit inzwischen drängte, zwang Sunny sich dazu, alle potenziell gefährlichen Punkte an Surfbrett, Segel und Rigg genau zu überprüfen, bevor sie mit ihrer Last zum Ufer hetzte. Sie konnte sich gut vorstellen, wie hart die Wasseroberfläche bei einem Sturz mit 30 Stundenkilometern sein würde, hatte aber keinerlei Interesse daran, es wirklich herauszufinden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Yule stand bereits startbereit auf ihrer Position und bedachte Sunny mit einem – teils hochmütigen, teils entnervten – Blick, als sie den Startplatz direkt neben ihr einnahm.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dann zählte der Schiedsrichter von zehn herunter. Sie alle spannten sich an und konzentrierten sich auf das, was nun zu tun war.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Yules Fuß schoss bereits bei »eins« aus dem Wasser, um sich auf das Board zu stellen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Du Mistbiene
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          , fuhr es Sunny durch den Kopf.
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Aber nicht mit mir!
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie stieß sich mit ihrem linken Fuß vom Boden ab und sprang fast auf ihr Brett, während ihre Arme den Mast hoben, um den Wind aufzufangen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und sie hatte Glück. Eine Bö blähte das Segel und Sunny fegte zwischen den anderen Startenden hervor und hinter der Schummlerin her, die schon einigen Vorsprung gewonnen hatte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fünf Bojen, die auf dem See verteilt waren, galt es zu umrunden, bis sie schließlich einen Stern auf die Wasseroberfläche gezeichnet hatten. Wer danach zuerst wieder das Ufer erreichte, hatte die Regatta gewonnen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf den ersten Geraden hielt sich Yule einsam an der Spitze, wenn auch Sunny ihr dicht auf den Finnen war. Dann aber, bei der vierten Boje, versuchte diese sich an einer Powerhalse und scheiterte grandios. Nur mit Mühe konnte Yule verhindern, von ihrem Board zu rutschen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sunny gab acht, sie bei ihrem Manöver nicht zu streifen und zog an der Gestrauchelten vorbei.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Hättest du mal nicht einen auf Show gemacht. Aber vielleicht kannst du auch nicht anders. Vielleicht geht’s dir wirklich nicht um den Sport, sondern nur um die Aufmerksamkeit.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie holte das Segel dicht und ließ ihr Board fliegen. Zumindest fühlte es sich so an, weil auf diesem Abschnitt der Wind so günstig stand, dass sie leicht sogar 40 km/h erreichen konnte. Die fünfte Boje lag kurz vor ihr, als Sunny das typische Zischen vernahm, das einen sich in voller Fahrt nähernden Surfer ankündigte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Aber das ist auf der falschen Seite. Man überholt doch nicht in Luv!
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Moment erhielt ihr Board einen Stoß. Yule kreuzte Sunnys Route und glitt unbeirrt weiter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Du mieses Stück Sch...
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fieberhaft versuchte Sunny, ihren Kurs zu halten, aber es reichte nicht. Der Stoß hatte ihn so verändert, dass sie nun direkt auf den aus dem Wasser ragenden Kirchturm zufuhr. Sie hatte gerade noch genug Zeit, ihn so zu verändern, dass sie zwar auf der falschen Seite am Turm vorbeifuhr, aber wenigstens nicht dagegenprallte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Okay, jetzt nur noch ne fixe Wende, dann kann ich wieder ...
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Während sie dies dachte, hatten ihre Hände und Füße das Manöver schon in die Tat umgesetzt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und doch war es zu spät.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bevor Sunny auch nur begriff, was sich auf der seeabgewandten Seite des Turms befand, glitt sie samt ihrem Board hinein und alles versank in einem Wirbel aus Gischt und Blau.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Strahlendes Sonnenlicht in ihren Augen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Würziger Wind in ihrem Haar.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Über ihr ein rosafarbener Himmel.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Wasser unter dem Board ein glitzerndes Türkis.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Was soll das? Wo bin ich?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sunny blickte sich hektisch um, aber weder der Kirchturm, noch die Berge rund um den See waren zu sehen. Nur direkt hinter ihr ragte eine Klippe in den Himmel, die von einem schneeweiß schimmernden Bauwerk gekrönt war.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Die war doch vorher nicht da. Bin ich etwa doch gegen den Turm geknallt und ...
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Boden, auf dem sie stand, vibrierte und Sunny wandte ihren Blick wieder nach vorn. Dabei streifte er das Segel und sie stutzte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Was um Himmels willen ist das?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Segel, war kein Segel. Vielmehr spannte sich eine durchscheinende, grün schillernde Membran zwischen der Wasseroberfläche und einem organisch aussehenden Dorn, von dem auch der bogenförmige Fortsatz ausging, an dem sie sich festhielt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Willkommen, Prinzessin Sunny
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          «, dröhnte eine Stimme, die ihr seltsam bekannt vorkam.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber nirgendwo war jemand zu sehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was ... äh, wie ... äh, wo ...?«, stammelte Sunny und hätte fast ihren Griff verloren, als sie sich erneut umsah.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Augenblick erhob sich ein mächtiger dreieckiger Kopf aus dem Wasser vor ihr. Der langgestreckte Hals, auf dem er sich befand, schwang herum, bis ein smaragden glitzerndes Auge Sunny fixierte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ich habe schon lange auf dich gewartet
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          «, erklang erneut diese Stimme, ohne dass sich jedoch etwas in dem gütig aussehenden Echsengesicht bewegte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das ... das bist du?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          , dachte Sunny.
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Aber woher ... wieso ...?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit einem Zischen erhoben sich zu beiden Seiten gewaltige Schwingen aus dem spritzenden Nass.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »
          &#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Darüber können wir später reden. Jetzt lass uns fliegen!
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          «
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/mittsommer2.jpg" length="564266" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 08 Jun 2020 05:11:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kleine Teufelei</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer01</link>
      <description>Der Teufel als zukünftiger Ehemann? Kann man machen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Mittsommer/Sommersonnenwende
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             In der Mittsommernacht erschien Millie im Traum der Teufel. Das war schon an und für sich kein gutes Zeichen, aber wenn man sich mit der Hoffnung, seinen zukünftigen Ehemann im Traum zu sehen, ins Bett gelegt hatte … nun, dann erst recht nicht.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             „Was hast du erwartet?“, fragte der Teufel.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Sie saßen in einer Bibliothek. Millie beäugte ihn skeptisch. Der Teufel äugte über den Rand seiner Brille zurück. Er trug Jeans und ein Tweed Sakko und sah aus wie ein Bibliothekar, der früher mal Geheimagent gewesen war: etwas aus der Form geraten und mit einem überrascht-fragenden Gesichtsausdruck (wie hatte das passieren können?). Wenn da nicht der Huf gewesen wäre, der anstelle eines Schuhes aus seinem linken Hosenbein herausragte, und dazu der leichte Schwefelgeruch …
             
                          &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Carolas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/kleine-teufelei/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/mittsommer1.jpg" length="424636" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 01 Jun 2020 15:16:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/mittsommer01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein passendes Paar</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke04</link>
      <description>Endlich ist klar, warum in der Waschmaschine einzelne Sachen verschwinden.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der verlorenen Socke
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Irgendetwas stimmte mit der Waschmaschine nicht.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Julian kannte das Problem, wenn man ein Sockenpaar in die Waschmaschine warf und eine traurige Single-Socke wieder hervorholte. Die Waschmaschine, das hatte er in seinen langen Jahren des Erwachsenseins und Alleinlebens gelernt, war das Ende jeglicher zwischensockiger Bindung. Eine größere Zerreißprobe eines Paares als Weihnachtsbaumkauf oder IKEA. Wer seine Socken in die Waschmaschine warf, musste in Kauf nehmen, den Rest seines Lebens ungleiche Paare an den Füßen zu tragen.
            
                        &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d4d"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
                          
             Was er noch nie erlebt hatte, war, dass man eine zusätzliche Socke in der Waschmaschine fand.
             
                          &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist der Anfang von Alexas Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/mai-ein-passendes-paar/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/socke4.jpg" length="234419" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 25 May 2020 13:06:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/socke4.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sockenfrieden 2020</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke03</link>
      <description>Warum eigentlich lösen sich Socken in Luft auf? Oder in Rauch?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der verlorenen Socke
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Ich hatte beschlossen, mich auf die Lauer zu legen. Da konnten noch so viele behaupten, die Waschmaschine würde die Socken fressen – es stimmte einfach nicht. Meine Socken verschwanden an anderer Stelle, und ich würde jetzt endlich herausbekommen, wo und wie. Einen Verdacht hatte ich bereits: die Sockenschublade. Und die hatte ich vom Bett aus am besten im Blick.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Am ersten Tag blieb ich also schlicht im Bett liegen, nahm mir zur Tarnung ein Buch und wartete. Nun ist das mit dem Warten so eine Sache. Ohne das Warten hätte ich ohne Probleme den Tag im Bett verbringen können. Ich meine, was gibt es Besseres als einen faulen Tag im Bett mit einem guten Buch? Aber ich wollte ja beobachten und nicht lesen. Ich wollte, dass etwas passierte. Und es passierte – nichts.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Das ist der Anfang von Maikes Idee zum Monatsthema. Die gesamte Geschichte findet ihr
          
                    &#xD;
    &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=741&amp;amp;fbclid=IwAR0RzhVDrRVusc2lCa9gPo-MfatQAe-L2jF6MUUCllEEvfDip0VcGOoQBLQ" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           hier
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          .
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/socke3.jpg" length="149436" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 18 May 2020 12:45:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/socke3.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Worst case scenario</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke02</link>
      <description>Und wenn du schon denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ... oder ein D-Zug.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Tag der verlorenen Socke
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Er bemerkte es zum ersten Mal, als er gerade dabei war, Essen für die Kinder heranzuschaffen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Dieses Ziehen. Was hat das nur zu bedeuten?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber es gab Arbeit zu erledigen. Also kümmerte er sich nicht weiter darum und wuselte weiter durch den Gang von der Schenke ins Refugium der Mädchen und Jungen, die in der Schule nicht mehr bleiben konnten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Was sind sie auch so unvernünftig, sich gegen die Lehrer aufzulehnen!
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch so schnell der Gedanke gekommen war, ging er auch wieder. Denn wer war er schon, sich über sie zu ereifern? Er selbst hatte ein Leben in Freiheit dem Dienen in einem Haus vorgezogen, das nichts als Hass und Missachtung für ihn übrig hatte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wieder verspürte er ein Zwicken und Ziehen, so als ob etwas in ihm zu einem anderen Ort gezogen werden würde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Vielleicht ist es die Magie, die dich für solch lästerliche Gedanken tadelt.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die schweren Tabletts mit Sandwiches und Tee, die er vor sich schweben ließ, gerieten ins Wanken, als er sich länger mit seinem Gedanken beschäftigte. Also schalt er sich für seine Nachlässigkeit und konzentrierte sich wieder voll auf die zu erledigende Aufgabe. Während er seine Fracht weiter den sich windenden Gang entlang führte, bewegte sich eine seiner Hände zu seiner Hüfte. Ohne dass es ihm bewusst wurde, tastete sie in dem kleinen Täschchen, das er dort trug, nach seinem Talisman, wie sie es häufig tat.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er stockte und wäre fast gestrauchelt. Die Teetassen klirrten, als sie auf den in Schieflage geratenden Tabletts gegeneinanderstießen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Er ist nicht da!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mühevoll bewahrte er seine Fracht davor, auf den Steinfußboden zu fallen und dort zu zerschellen. Schwer atmend und mit Schweiß auf seiner Stirn, wandte er sich noch einmal dem Täschchen zu. Er zog es nach vorn auf seinen Bauch, klappte die Lasche auf und schaute hinein, während er nun mit beiden Händen nach seinem wichtigsten Besitz spürte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Kein Zweifel. Die Tasche ist leer.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und schon war es wieder da. Dieses Ziehen – stärker noch als zuvor.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ist es das? Liegt es daran, dass ich es verloren habe? Das Symbol meiner Freiheit und allem, was ich bin?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Seine Knie wurden weich und er musste sich an der Tunnelwand abstützen. Seine Fracht setzte er vorsichtig auf dem Boden ab, bevor auch er an der Wand hinunterglitt und auf dem Boden zu sitzen kam.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was geschieht mit mir? Ruft mich die Magie meines Schatzes? Oder ist der Schatz verloren und sie zwingt mich zurück? In dieses Haus! Zu ihnen!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Wimmern entrang sich seiner Kehle und er musste sich mit aller Macht daran hindern, aufzuspringen und auf die gegenüberliegende Wand zuzurennen, seinen Kopf dagegenzuschlagen, so heftig er nur konnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schließlich konnte er sich wieder aufraffen und auch die Platten erneut zum Schweben bringen. Mit unendlich schweren Füßen tapste er voran und versuchte sich dazu zu zwingen, nicht mehr daran zu denken. Doch er scheiterte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Zieht es mich hier entlang stärker? Und welche Richtung ist das? In die Freiheit oder in die Verdammnis?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er wandte seinen Kopf in die Richtung, aus der er gekommen war, und überlegte, ob er einfach zurückgehen und in der Schenke nachschauen könnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Vielleicht mache ich mir ja vollkommen unnötige Gedanken? Es kann doch sein, dass er mir dort aus der Tasche gefallen ist, als ich das Essen und den Tee auf den Platten verteilt habe, um sie transportieren zu können.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er blieb stehen. Dann tat er den ersten Schritt rückwärts. Doch seine Natur ließ es nicht zu, dass er die Idee in die Tat umsetzte. Dort hinten in diesem kuriosen Raum warteten die Kinder und hatten bestimmt schon Hunger. Und er lebte dafür, ihnen behilflich zu sein. Er liebte es.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ich kann auch später noch nachschauen, ob er dort ist. Jetzt gilt es erst einmal die Aufgabe zu erledigen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
              
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit neu erwachtem Elan machte er sich daran, die Platten sicher an ihrem Bestimmungsort abzuliefern. Der Gang machte einen weiteren Knick, dann ging es bergauf und zum Schluss war die Tür zu sehen, hinter der sie auf ihn warteten. Auf einen Gedanken hin öffnete sie sich geräuschlos und machte den Durchgang frei.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kaum war er hindurchgetreten, gab es ein ohrenbetäubendes Getöse und sie waren über ihm.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Laut johlend und lachend nahmen die Mädchen und Jungen die Platten in Empfang und begannen sofort, die Sandwiches und Teetassen zu verteilen. Manche dankten ihm sogar dafür.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Es war richtig, dass ich meiner Angst nicht nachgegeben habe.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hey«, sagte eine Stimme freundlich hinter ihm.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er drehte sich herum und sah einen der Jungen neben der Tür an der Wand lehnen. Schon wollte er sich verbeugen, denn er erkannte ihn. Und er mochte ihn.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hab schon auf dich gewartet.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Warum hat er das getan?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich habe hier was für dich«, sagte der Junge und holte etwas hinter seinem Rücken hervor. »Hier, deine Socke. Sie muss dir vorhin aus der Tasche gefallen sein, als du unbedingt das gesamte Geschirr mitnehmen wolltest.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Mein Schatz! Dann hat er mich doch gerufen.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Scheu trat er an den Jungen heran und streckte seine Hand danach aus.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Danke, Meis...«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hab dir doch schon tausendmal gesagt, dass du mich Neville nennen kannst. Dieses Meister-Gequatsche ist nichts für mich.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Danke ... Neville«, hauchte er und drückte die Socke an sein Herz.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Also ist mein Schatz nicht verloren. Und ich muss nicht zurück.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Dobby«, schallte in diesem Moment die Stimme des Schankwirts durch den Gang. »Komm schnell. Du musst unbedingt ins Verlies der Malfoys und Potter helfen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/socke02.jpg" length="294720" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 11 May 2020 09:11:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke02</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/socke02.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Seine letzte Masche</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke01</link>
      <description>Ein wirklich bestrickendes Verhältnis.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Tag der verlorenen Socke
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           Johann zog Kaninchen aus dem Hut. Beruflich. Er war ein Magier, der sein Metier liebte. Die große Illusion, das kindliche Staunen. Das Unmögliche zum Frühstück.
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Johann lebte allein und glücklich mit seiner Berufung.
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Als er noch jünger war, hatte er hübsche Assistentinnen bezaubert und zögernde Jungfrauen zersägt. Aber keine konnte ihn fesseln.
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Und dann besuchte Maggie seine Vorstellung.
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           So startet Carolas Umsetzung unseres Themas. Die komplette Geschichte findet ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/carola-wolff-seine-letzte-masche/?fbclid=IwAR12PCV0qOoSK2MZNN5PHUxFLLLy2j4e2AqDacy8AsiAqRB2CTt-kf1rWlA" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/socke01.jpg" length="242267" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 03 May 2020 19:34:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/socke01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Schreiben,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hexenbann</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht04</link>
      <description>Ein höllisch gutes Konzert.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Walpurgisnacht
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Circe wischte sich den Schweiß von der Stirn. Während der Beifall noch tobte, nahm sie ihre Wasserflasche vom Drummerpodest, warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Kurz vor Mitternacht. Auf den Bergen loderten jetzt schon seit Stunden die Feuer. Die Zeremonien waren im Gange, die Rituale vorbereitet.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Wenn sie eine Wahl gehabt hätte, hätte Circe sich ganz sicher kein Konzert auf diesen Abend gelegt. Aber sie hatte einen Plattenvertrag, und wenn man seinen Plattenvertrag gerne verlängern wollte, sagte man zu ihrem Manager nicht nein.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Der Mann war ein Teufel, auf seine ganz eigene Art.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           Das sind die ersten Zeilen von Alexas Idee zu unserem Monatsthema. Weiter geht es
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/april-hexenbann/?fbclid=IwAR1DwjTNnfpA-v3rQ5F3dH0ZsAJTg1-TKll31Z_vQO-NLNo5yZaJH4TRvcM" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/walpurgis04-39f896b7.jpg" length="4525305" type="image/png" />
      <pubDate>Mon, 27 Apr 2020 19:25:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Autor,PAN,phantastischermontag</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rauchkrähen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht03</link>
      <description>You cannot burn us - we were made from fire</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Walpurgisnacht
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Sie riefen den Rauch zu sich. Sie kreisten hoch über dem Feuer, die schwarzen Schwingen gestreckt, die Luft strömte über ihre rauchgrauen Rücken. Sie kreisten und riefen den Rauch zu sich. Hoch oben, wo die Hitze der Flammen sie nicht mehr erreichte. 
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           So startet Maikes Idee zum Thema. Weiter geht es
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=736" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/walpurgis03.jpg" length="358065" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 20 Apr 2020 18:02:16 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/walpurgis03.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sowing the seed</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht02</link>
      <description>Ein Kampf um Leben oder ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Walpurgisnacht
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Purgi, wach auf. Es geht los!«
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Worte ließen sie von der Pritsche in die Höhe schießen. Nach einem kurzen Moment der Desorientierung war sie wieder auf der Höhe der Ereignisse. Sie war im Bereitschaftsraum. Nun startete auch der Alarm. Also waren die Worte, die sie geweckt hatten, kein Scherz gewesen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wenn schon, dann Walpurgi – so viel Zeit muss sein«, murmelte sie und erhob sich.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Waltraudi verdrehte die Augen. »Du immer mit deiner Arschruhe. Aber diesmal ist es keine Übung. Es wird ernst. Ich habe nen Kumpel, der momentan Dienst in der Zentrale schiebt. Er hat mir gerade eben ne Nachricht geschickt, dass es wirklich zum Auswurf kommen wird. Und bevor du fragst: Es wurde kein Kopierschutz installiert. Wir können wirklich durchkommen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt war Purgi vollends wach. Kein Kopierschutz bedeutete, dass die Wahrscheinlichkeit, nicht vor dem Eindringen abgewehrt zu werden und zu verenden, sondern tatsächlich zum Ziel zu kommen, exponentiell stieg. Sie sprang von der Pritsche auf und schlüpfte in ihr Suit. Dann hastete sie hinter Traudi her, den Gang entlang in Richtung Verteilstation, wo das Briefing stattfinden würde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie gehörten tatsächlich zu den Ersten von ihrer Einheit, die die Besprechungshalle erreichten. Walkyri, ihre Oberste, stand – aufrecht und still wie immer – auf der erhöhten Plattform, von der aus sie ihre Ankündigungen machte. Doch diesmal hatte Purgi das Gefühl, eine gewisse freudige Erregtheit in Haltung und Gesichtsausdruck von Kyri erkennen zu können.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Einheit 127.0.0.0.42«, erscholl kurz darauf ihre Stimme, die diese Zeichen nun eindeutig für jeden Seed transportierte. »Von den audiovisuellen Rezeptoren ist ein Kontakt bestätigt worden. Es besteht eindeutig eine zielgerichtete Interaktion – die internen Parameter, die uns von der Zentrale soeben noch einmal bestätigt wurden, verdeutlichen dies. Die Gefahr eines Fehlauswurfs durch Automotivation oder Kopierschutz ist somit minimal.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Siehst du, ich hab’s dir doch gesagt«, raunte Traudi Purgi ins Ohr. »Showtime!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Seeds, nun gilt es!«, donnerte Kyris Stimme über Trudis Worte hinweg. »Die Zeit der Übungen und Fehlversuche ist vorbei. Besetzt die Pods, ruft eure Drohnen und lasst uns den Samen säen!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Beifall brandete auf. Purgi und Traudi hatten sich so günstig am Durchgang neben der Plattform aufgestellt, dass sie zu den Ersten gehörten, die den Weg zu den Pods antreten konnten. Gemeinsam hasteten sie den Gang entlang und gingen dabei im Geist alle Schritte durch, die ihnen ihr ganzes Leben lang eingebläut worden waren. Dann waren sie am Dock angekommen, an dem die Pods säuberlich aufgereiht vertäut waren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für einen Augenblick blieben beide stehen und schauten sich stumm an. Sie wussten, dass dies ein Abschied für immer war. Selbst wenn sie die Abwehr überwinden und den richtigen Weg finden würden, könnte nur eine von ihnen letztendlich das Ziel erreichen. Dann fielen sie einander in die Arme und drückten sich heftig, bevor sie sich wieder lösten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Mach’s gut«, murmelte Traudi.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Du auch.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie wirbelten herum und spurteten auf ihren Pod zu.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Purgi glitt auf den Sitz des ihren und schloss die Kanzel. Der Systemcheck war in Windeseile erledigt und sie konnte starten. Sie dockte ab und driftete in den Strom, der sie zum Kanal bringen würde. In der Zeit bis zur Ankunft rief sie ihre Drohnen und so war ihr Pod von einem dichten Schwarm umringt, als sie dort eintraf. Alle sahen sie so aus, wie ihr eigener Pod, nur dass sie nicht besetzt waren und von ihr gesteuert werden konnten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Timing war perfekt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Purgi traf als eine der Ersten ein und konnte sich fast unbehelligt von anderen in eine vordere Position manövrieren, als auch schon der erste Auswurf erfolgte. Mit brachialer Gewalt wurde ihr gesamter Schwarm nach vorn und durch die Röhre befördert, die jeder Seed nur ein einziges Mal in seinem Leben passierte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Sensoren arbeiteten gut und so zeigte das Display, das sich über den gesamten vorderen Bereich des Pods erstreckte, den Weg an, der vor ihr lag.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Kein Annäherungsalarm. Also stimmt das mit dem Kopierschutz. Na dann mal los.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie schaltete den Motor an und der erlahmende Schwung des Auswurfs wurde durch die kraftvollen Bewegungen der Geißel in eine stetige Fahrt verwandelt. Das Navigationssystem zeigte ihren ersten Wegpunkt an. In etwa 75.000 Längen war eine Öffnung in einem vorgewölbten Bereich am Ende der Höhlung zu erkennen, durch die sie gerade fuhr. Während das Navi die Mitte der Öffnung ansteuerte, gab Purgi ihrem Schwarm ein paar einfache Anweisungen, die prompt befolgt wurden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das sollte funktionieren – es muss
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
          , dachte sie, als ihr Pod in die nur wenige Breiten große Öffnung eindrang.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Purgi steuerte den Pod durch eine kurze Röhre, dann öffnete sich der Raum und sie erschauerte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Oje, da kommen sie. Genau wie die Trainer es uns gesagt haben.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Weit vor ihr gabelte sich der Weg. Doch um dorthin zu gelangen, musste sie es erst einmal schaffen, an den Abwehrmechanismen vorbeizukommen. Unzählige stachelige Sphären schwebten scheinbar untätig im Raum. Aber wenn einer der Pods in ihre Nähe kam, bewegten sie sich blitzschnell darauf zu und berührten ihn. Der Effekt trat fast augenblicklich ein. Der berührte Pod erzitterte, dann schien er zu verdorren und fiel schließlich auseinander.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Hoffentlich war es nur eine Drohne. Hoffentlich nicht Traudi.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Verteidigungsmuster 347-9«, sagte sie und das System reagierte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Drohnen zogen sich um ihren Pod zusammen und begannen, sich rotierend darum herum zu bewegen. Dabei ließen sie nach vorn gerade genug Platz, dass die Sensoren weiterhin ihren Weg erkunden konnten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es funktionierte. Das von ihr speziell programmierte Muster schien die Sphären zu verwirren und selbst wenn eine zuschlug, so erreichte sie nur eine Drohne. Schon lag die Gabelung direkt vor ihr.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Welchen Weg soll ich nehmen? Rechts? Oder links?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es war keine Zeit für lange Überlegungen. Also schwenkte sie nach rechts.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nun ging es in eine größere Röhre, aus deren zerklüfteter Wandung lange Reihen von Tentakeln hervorragten, die sich in einem steten Rhythmus wellenförmig in die Richtung bewegten, aus der sie kam. Purgi verstärkte den Griff um das Steuerrad, denn sie konnte hie und da andere Seeds erkennen, die sich in den Tentakeln verfangen hatten und hilflos zuckend wieder zurück in die Höhle der Sphären transportiert wurden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dann sah sie es.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Ziel ihrer Reise – ihres gesamten Lebens.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine große Kugel, übersäht mit ballonförmigen Gebilden, taumelte träge auf ihren Pod zu. Und nirgendwo waren andere Seeds zu sehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Als sie gerade frohlocken wollte, erhielt ihr Pod einen heftigen Stoß.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was zum ...
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Pod wurde immer langsamer. Ihr System zeigte an, dass er anscheinend von Drohnen umringt war, die nicht zu ihr gehörten. Dann konnte sie erkennen, dass ein anderer Pod sie überholte. Eindeutig ein männlicher Seed.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bestimmt Hendrik, Jeldrik oder einer dieser anderen Driks.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh nein, so haben wir nicht gewettet«, rief sie und drückte auf einen roten Knopf auf ihrer Konsole. »Ich bin noch nicht aus dem Spiel. Das hier wird Walpurgis-Nacht!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kaum, dass sie den Knopf betätigt hatte, heulten weitere Motoren im Heck ihres Pods auf und er begann zu rucken, sich aus der Umklammerung der Drohnen zu befreien. Dann schoss er aus dem Pulk hervor und nahm die Verfolgung des Drik-Pods auf. Kurz bevor dieser an den Ballons angekommen war, überholte Purgi ihn und steuerte direkt in eine winzige Lücke zwischen den Ballons hinein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Jetzt das Mittel!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie betätigte einen weiteren Knopf und der Pod gab eine Substanz frei, die ihr ein weiteres Eindringen ermöglichte. Plötzlich sah sie vor sich einen Rezeptor und hämmerte mit ihrer Hand auf den Auslöser des Andock-Systems.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bitte lass es klappen. Lass diesen Drik nicht vor mir an der Membran angekommen sein.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit einem Mal begann der gesamte Pod zu pulsieren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Purgi sprang aus dem Sitz und hastete zur Schleuse. Der Pod hatte seine Schuldigkeit getan. Jetzt war sie dran.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie rollte ihre Chromosomen aus und stürzte sich in die Verschmelzung.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das hier wird ein Mädchen. Und ich nenne sie Waleria.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/walpurgis02.jpg" length="302776" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2020 08:31:15 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht02</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Verflucht gut küssen</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht01</link>
      <description>Wenn die Worte verflucht und wunderbar ganz nah beieinander liegen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Walpurgisnacht
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           „Ich hätte nicht herkommen dürfen“, sagte die junge Hexe Pepper kurz vor Mitternacht zu ihrem schwarzen Kater.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Sie standen am Rand einer großen Lichtung im Wald und sahen dem wilden Treiben zu. Es war Walpurgisnacht und die internationale Hexenwelt hatte sich eingefunden, um zu tanzen, zu trinken und zu feiern.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Du hast etwas Spaß verdient, du geht doch sonst nie aus“, erwiderte der Kater.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich traue mich nicht“, gestand Pepper.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Wenigstens tanzen könntest du doch.“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Zwei junge Hexen wirbelten lachend vorbei und küssten sich. Alle schienen genau zu wissen, wie man sich amüsiert. Pepper hingegen kannte sich mit Pflanzen aus. Sie besaß einen Instagram Account, auf dem sie Kräuterbilder aus ihrem Garten postete und einen Etsy-Shop, dessen Verkaufshit die Kräutermischung Liebeszauber 69 war. Doch gegen den Fluch, der auf ihr lag, war kein Kraut gewachsen. Pepper fühlte sich schrecklich einsam.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           So startet Carolas 
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Geschichte zum Monatsthema. Weiter geht es
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/verflucht-gut-kuessen/?fbclid=IwAR1IKmYE3h68WUuVI_56E2P1Uhap3HkD5vnclKiWuN5aaAotFWx9SnXdCYk" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Walpurgis01.jpg" length="270239" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 06 Apr 2020 21:19:27 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/walpurgisnacht01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Waldgeister</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald05</link>
      <description>Wenn der Enkel mit dem Opa in den Wald geht ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Wald
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Heute gibt es einen Gastbeitrag meines PAN-Kollegen Jens Grabarske.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            “Opa, hast du dich herausgeputzt?”
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Der alte Herr zuckte wie ertappt zusammen.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            “Oh, fällt es auf?”
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            “Du trägst einen Anzug, bist frisch rasiert und… rieche ich da Parfüm?”
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Er hielt kurz inne darin, die Picknickbrote mit Butter zu beschmieren, und legte den Kopf schief. Dann lächelte er und meinte: “Nun ja, seit mein Lieblingsenkel diesen neuen Job hat, kommt es ja leider nicht so häufig vor, dass wir zusammen in den Wald gehen. Als du Kind warst, waren wir fast jeden Tag zusammen unterwegs und nun vielleicht einmal im Monat.”
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Ich senkte den Kopf.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            “Ja, tut mir leid, Großvater, ich würde gerne häufiger kommen, aber…
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Er legte eine Hand auf meine Schulter und lächelte.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            “Junge, das war doch kein Vorwurf. Insbesondere da du ja auch der einzige der Familie bist, der mit mir in den Wald geht. Egal wie weit der Weg ist.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Unser Weg war gerade nicht sehr weit. Großvater hatte schon vor Jahren ein Haus direkt am Waldrand erworben. Er wollte jeden Tag “seinen” Wald im Blick haben.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Wir liefen langsam den Waldweg entlang.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            “Du weißt, dass du wegen deiner Altersdiabetes eigentlich Schuhe tragen solltest, oder?”
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Ich zeigte auf seine Füße, die wie immer nackt waren bei diesen Ausflügen.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Weiter geht es
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://geschichten.grabarske.de/posts/die_waldgeister/?fbclid=IwAR0YrNDL-J6g1BHx0kAmGYbp4vspofQnV2pE_qGhLU4itx4MAdtAGt0NUSY" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           hier
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          .
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wald05.jpg" length="441297" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 30 Mar 2020 16:02:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald05</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wald05.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein stilles Jahr</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald04</link>
      <description>Wenn die Natur zurückschlägt ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Wald
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           Der Wald atmete, ein und aus.
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Hoch ragten die rauen Stämme, fast bis in die Wolken, ehrwürdig und alt. Sie standen in respektvollem Abstand und doch strichen ihre Blätter gegeneinander, verhakten sich ihre Wurzeln. Sie flüsterten sich Geheimnisse zu, die Bäume und die Sträucher, die Gräser und die Winden. Jeder Spross, jeder Trieb hatte seine eigene Sprache, und doch war es der Wald, der sprach, der sich im Wind wiegte, der sich dem Himmel entgegen reckte und bis tief in seine Wurzeln griff, um der Erde ihre Wunder zu entlocken.
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           Wie es endet, könnt ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/maerz-ein-stilles-jahr/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           lesen.
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 23 Mar 2020 17:30:54 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wintersonnenwende</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald03</link>
      <description>Es geht wieder aufwärts.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Wald
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           Es durfte heute nicht regnen. Faunia presste die Augenlider fest zu. Dieses Rauschen musste noch zu ihrem Traum gehören. Sie würde einfach weiterschlafen, bis das Geräusch verschwand. Doch so sehr sie sich den Schlaf zurücksehnte, er verweigerte sich. Faunia stöhnte missmutig. Also gut, also gut. Sie klemmte die Felldecke unter dem Kinn ein und stützte sich auf die Ellbogen.
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Weiter geht Maikes Geschichte
          
                    &#xD;
    &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=723&amp;amp;fbclid=IwAR2eWYz5vubni2UdBd0q283N6An5BMt8e1K1D0cHQ8vxytAB9UoHqu0enKU" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           hier
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          .
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wald03.jpg" length="206900" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 16 Mar 2020 13:57:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>No one knows</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald02</link>
      <description>Ein Wald. Na klar. Was denn sonst?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Wald
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diana verlangsamte ihren Lauf und schaute genauer hin. Sie erkannte drei Rehe, die tiefer in den Wald schritten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Rehe? Hier? Das Gelände ist doch eingezäunt?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Da bemerkte sie noch etwas anderes. Durch die nackten Stämme und das Unterholz fast vollkommen verborgen, war eine Struktur, die nicht natürlich wirkte. Nur weil Diana so intensiv ins Dickicht gestarrt hatte, konnte sie erahnen, dass es sich um ein Gebäude handelte. Neugierig geworden, ging sie ein Stück, bis sie an den Zaun herankam.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Also was jetzt? Trainieren? Oder der Neugier nachgeben?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Unschlüssig spähte sie dorthin, wo sie das Haus vermutete.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Plötzlich flammte im Halbdunkel des Waldes ein grellorangefarbenes Licht auf. Diana blinzelte überrascht und blickte dann in die Richtung, die das Leuchten ihr wies. Die untergehende Sonne hatte sich anscheinend in einem Fenster gespiegelt. Also gab es dort tatsächlich ein Gebäude.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Seltsam, dass ich das von oben nicht gesehen habe.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Als sie auf der Suche nach einer Wohnung gewesen war, hatte sie Recherchen bei Google betrieben. Mit gerunzelter Stirn versuchte sie sich daran zu erinnern, ob sie dabei in diesem Waldstück etwas entdeckt hatte, das man als Haus bezeichnen konnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diana geriet ins Straucheln, als ein Stück des Zauns, gegen das sie sich lehnte, nachgab.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          An dieser Stelle, direkt neben einem dichten Gebüsch, wies der Zaun eine Lücke auf, die auf ihre Neugier wie eine goldgeprägte Einladungskarte wirkte. Mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen schlüpfte Diana hindurch und trabte bis zum Waldrand. Dort blickte sie sich kurz um und trat dann ins Halbdunkel.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es war, als beträte sie eine andere Welt. Sobald Diana ein paar Meter in den Wald hineingegangen war, hatte sie das Gefühl, dass ein grünlicher Filter über sie gestülpt worden wäre.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das sind bloß die Baumwipfel, Dummkopf. Geh weiter.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sich nach allen Seiten umsehend, bewegte sie sich langsam in die Richtung, von der sie meinte, dass sich dort das Haus befinden musste. Die Sonne war ihr keine Hilfe mehr, denn sie war inzwischen so weit untergegangen, dass sie das Fenster nicht mehr erreichte. Von den Rehen war ebenfalls nirgendwo etwas zu sehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Kein Wunder. Wahrscheinlich trampelst du für die wie ein Elefant durchs Gestrüpp.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In einiger Entfernung bemerkte Diana einen Bereich, der heller zu sein schien, als der Rest des Unterholzes. Dort angekommen, blieb sie abrupt stehen und traute ihren Augen nicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es war eine Lichtung. Groß, wie ein Fußballfeld, und fast kreisrund. Sie wirkte, als hätte ein Riese sie mit einer überdimensionalen Gartenschere aus dem Grün des Waldes herausgeschnitten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Aber wie kann das sein? Selbst wenn ich ein Haus in diesem Wald vielleicht noch übersehen könnte, hätte ich so etwas doch sehen müssen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie hob ihren Kopf und blickte zum Himmel hinauf. Kein Zweifel, das war immer noch der Himmel, den sie kannte. Der inzwischen aufgegangene Mond und auch die Sternbilder waren dort, wo Diana sie erwartete.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und doch war er es nicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Farben wirkten falsch und sie hatte auch das Gefühl, als würde die Luft über ihr flirren, so, wie bei extremer Hitze.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dann fiel ihr Blick auf etwas, bei dem sie sich an ihrer eigenen Spucke verschluckte und husten musste.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das ist kein Haus. Eher die Leiche eines Hauses.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tatsächlich sah das Gebäude nicht so aus, als ob es noch bewohnbar wäre. Die halb zwischen den Bäumen verborgenen Mauern, waren roh und wirkten wie die schrundige Haut eines Leprakranken. Leere Fensterhöhlen starrten stumm auf die Lichtung. Durch große Löcher im Dachstuhl zwängten sich Äste von Bäumen, die längst dabei waren, den verlassenen Baukörper wieder in Besitz zu nehmen. Doch oben auf dem Dach selbst befand sich etwas, das so gar nicht dazu passte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Art Gerüst aus glänzendem Metall thronte auf den morschen Dachbalken. Es schien von innen heraus zu leuchten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Unwillkürlich trat Diana näher und ließ dabei das Metallgestänge nicht aus den Augen. Sie erkannte, dass nicht etwa das gesamte Gerüst leuchtete, sondern ein seltsames grünliches Glühen von zwei kugelförmigen Enden ausging, die etwas voneinander entfernt an senkrechten Stangen hingen und mit ihrem Schein das restliche Gestänge beleuchteten. Fasziniert sah sie zu, wie das Glühen immer intensiver wurde.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Plötzlich sprang mit einem gewaltigen Knall ein Lichtbogen zwischen den beiden Kugeln über. Aber die Entladung wurde nicht durch die beiden Kugeln begrenzt, sondern sprang von dort zu zwei weiteren Kugeln, die sich auf dem Boden befanden, nur wenige Meter von Dianas Standort entfernt. Kaum war das so gebildete Rechteck geschlossen, flammte die gesamte Fläche dazwischen grell auf, bevor alles wieder verblasste.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diana hatte das Gefühl, von einem riesigen Boxhandschuh getroffen zu werden. Sie taumelte rückwärts und fiel auf ihren Hintern. Sterne blitzten vor ihren Augen auf. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Oder sind es sich bewegende Gestalten?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auch als die Lichterscheinungen langsam nachließen, meinte sie, in dem düsteren Portal der Ruine eine Bewegung zu erkennen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie wollte nicht direkt hinterhergehen. Also lugte sie um eine Hausecke.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine langgezogene Wand, die in besserem Zustand zu sein schien, als die der Lichtung zugewandte, erstreckte sich bis weit hinein in den Wald.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Vielleicht kann ich da ja irgendwo durch ein Fenster schauen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diana tastete sich an der von vielen hohen Bogenfenstern durchbrochenen Mauer entlang durch die üppige Vegetation. Schnell fand sie sogar eine Metalltreppe, die nach oben bis zu einer Tür mit Glaseinsätzen führte. Aber noch bevor sie die Stufen komplett erklommen hatte, fingen die Baumstämme e
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           twa zehn Meter weiter im Wald an, pulsierend zu leuchten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diana klammerte sich fest an das rostige Geländer, bis sich ihr Herzschlag wieder normalisiert hatte. Dann beugte sie sich vorsichtig ein Stück vor und spähte angestrengt in das von glühend orangefarbenen Baumstämmen durchbrochene Dunkel.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das sind nicht die Bäume. Das kommt von drinnen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auch wenn diese Erkenntnis sie nicht wesentlich weiter brachte, weckte es doch wieder die Neugier. Sie schlug sich quer durch das Unterholz, bis bei den angestrahlten Stämmen stand. Fasziniert blickte sie durch eine große Fensterfläche auf das Glühen, das im Inneren des Hauses durch fein verästelte Leitungen pulste und auf einen Ort zuzulaufen schien, der sich im Keller befinden musste.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Natürlich. Der Keller. Wo auch sonst. Da gehst du jetzt aber nicht hin.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und doch bewegten sich ihre Füße und trugen Diana immer näher an eine Treppe heran, die nach unten führte. Am Fuß der Treppe führte ein Gang ungehindert ins Gebäude hinein. Diana konnte dort auch etwas sehen, ohne sagen zu können, woher das Licht dafür kam. Trotz eines mulmigen Gefühls in der Magengegend tastete sie sich immer weiter vor.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Warum tust du das? Das ist doch Wahnsinn. Du gehörst hier nicht hin.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch ein unerklärlicher innerer Drang hatte sich ihrer bemächtigt. Sie fühlte sich geradezu euphorisch, als sie den Gang betrat und entlangschritt. Es kostete sie einige Anstrengung, langsam zu gehen. Alles in ihr rief danach, durch die Flure zu laufen und ihr Geheimnis zu erkunden. Als würde sie einem instinktiven Wissen folgen, bog sie um Ecken, ging durch Türen und weitere Treppen hinunter. Ihre Hochstimmung begann zu verebben, als Diana klar wurde, dass sie den Rückweg keineswegs so einfach finden würde, wie den Hinweg.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Den Hinweg wohin?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Krachen aus einem abzweigenden Gang ließ sie zusammenfahren. Der Laut und die Erkenntnis, dass sie seit Minuten wie ferngesteuert durch unbekanntes Terrain gegangen war, ernüchterten sie spontan.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit wild hämmerndem Herz presste Diana sich an eine Wand und lauschte.
In den Nachhall des Krachens mischten sich unregelmäßig klappernde Laute, die ihr vage bekannt vorkamen. Schließlich verstand sie, was sie hörte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das ist Hufgeklapper. Was machen Hufe hier unten? Wirst du jetzt verrückt?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mühsam zwang Diana die euphorische Neugier nieder, die nur in einem Winkel ihres Unterbewusstseins gewartet zu haben schien, um sie wieder in Besitz zu nehmen. Sie tastete sich bis zum abzweigenden Gang und spähte hinein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Stück entfernt konnte Diana eine der pulsierend leuchtenden Leitungen erkennen, die sie von draußen bereits betrachtet hatte. Im Lichtschein sah sie außerdem das Hinterteil eines Tiers, das eben um eine Ecke herum aus ihrem Blickfeld entschwand.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Siehst du? Hufe. Also hast du deine Sinne noch beieinander.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vorsichtig schlich Diana dem Klappern hinterher.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es war ein Hirsch mit einem beachtlichen Geweih, der den Gang entlangschritt, als ob es völlig normal wäre.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diana folgte ihm in einigem Abstand, weil es den Anschein hatte, dass das Tier wüsste, wohin es ging.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Vielleicht bringt es mich ja wieder nach draußen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schließlich kamen sie an eine breite Metalltür. Sie war geschlossen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Verdammt. Was jetzt? Wie soll es ...
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bevor sie den Gedanken zu Ende bringen konnte, senkte das Tier seinen Kopf und Diana musste sich daran hindern, einen Schrei auszustoßen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das imposante Geweih verlor seine feste Struktur und wurde zu einem Bündel von Tentakeln, die sich um einen Metallbügel wanden und ihn hinunterdrückten. Die Tür gab mit einem Zischen nach und mit ihr auch Dianas Knie. Während das Tier durch die Türöffnung verschwand, kippte sie zur Seite und rutschte mit dem Rücken an der nächstgelegenen Wand hinunter, bis sie zusammengekauert auf dem Boden hockte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ich muss hier raus.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Willst du denn gar nicht sehen, was hinter dieser Tür ist?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ich geh keinen Schritt näher an dieses … Ding ran.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ding hin oder her. Aber was ist, wenn es dir den Weg nach draußen gezeigt hat? Du weißt doch selbst, dass du den Weg zurück nicht mehr findest.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Minute um Minute stritt Diana innerlich mit sich selbst, hin und her gerissen zwischen der Angst vor dem Unbegreiflichen und der Hoffnung auf ein Entkommen aus diesem Labyrinth. Schließlich stieß sie zitternd die Luft aus, erhob sich und ging auf Zehenspitzen durch die immer noch offenstehende Tür.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nichts, was Diana jemals gesehen oder geträumt hatte, hätte sie auf das vorbereiten können, was sie dahinter fand. Alles in ihr sträubte sich gegen den Anblick, der sich ihr nun bot.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In einer großen Halle zu ihrer Rechten hingen sie.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mindestens zehn Menschen schwebten, eingespannt in Rahmen, die wirkten, als wären sie aus Ästen gemacht, etwa einen Meter über dem Boden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Alle waren nackt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Keiner von ihnen schien etwas von dem mitzubekommen, was um sie herum vorging.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am hintersten Rahmen stand das Tier, dem Diana hierher gefolgt war. Mit seinen Tentakeln strich es über den Körper des dort schwebenden Mannes und beäugte ihn dabei intensiv, so als würde es ihn untersuchen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein weiteres stand an einem Kasten mit blinkenden Lichtern, Hebeln und Schaltern, aus dem mehrere der pulsierend leuchtenden Leitungen herausragten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf ein gegrunztes Signal ergriff das erste eine der Leitungen und führte sie in den geöffneten Mund des Mannes ein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kraft strömte zurück in Dianas Beine und Arme. Sie fuhr herum.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Raus. Bloß raus hier, bevor …
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie blickte in zwei schwarze Augen.
Dann wurde alles dunkel.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine sanfte Brise strich über Dianas Körper. Die Strahlen der hoch stehenden Sonne wärmten ihren Rücken. Um sie herum zwitscherten Vögel. Insekten summten durch die Luft.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie erhob sich und blickte sich verwirrt um.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Hatte ich einen Traum? War das alles nur ein dämlicher Alptraum?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie war im Wald. So viel war klar. Und es war Tag.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Bin ich gestern Abend umgekippt und habe die ganze Nacht über hier gelegen?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie tat einige stolpernde Schritte, bis sie an einem Zaun angelangt war. Dahinter war eine Straße zu sehen. Diana kannte diese Straße. Sie kannte auch den Mann, der auf einem Fahrrad die Straße entlang kam und sich dabei suchend umblickte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ein Glück, dass du da bist. Du musst dir keine Sorgen machen. Ich bin hier.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber so sehr sie es auch versuchte, kam doch kein einziges Wort über ihre Lippen. Zuerst lief sie dem Mann hinterher. Dann aber wurde sie von einem weiteren Zaun gestoppt und konnte nur zusehen, wie er aus ihrem Sichtfeld hinausfuhr. Während sie auf den Punkt starrte, an dem das Fahrrad hinter einem dichten Gebüsch verschwunden war, legte sich mit einem Mal ein sanfter Schleier über sie, wischte die Gedanken fort und hinterließ ein Gefühl von grenzenloser Zufriedenheit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diana prüfte kurz mit ihren Lauschern die Umgebung, neigte dann ihren Kopf und begann zu äsen.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 09 Mar 2020 11:52:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald02</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Flötentöne</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald01</link>
      <description>Auch ein wirksames Verhütungsmittel.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Wald
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Kurz vor Mitternacht traf Nicki den großen Gott Pan im Wald. Nachdem sie zusammen mit ihrer Clique drei Stunden lang durch die Wildnis gestolpert war, über holperige Pfade, vorbei an dornigen Büschen, umschwirrt von sirrenden Mücken, hatte sie die Schnauze voll gehabt. Das kam eben davon, wenn man sich bei der Planung eines relaxten Wochenendes im Grünen auf die anderen verließ. Nicki hatte sich einen Moment lang auf das weiche Moos unter einen dicken Baum gesetzt, um sich auszuruhen. Großer Fehler. Denn als sie aufwachte, war es bereits dunkel geworden und die anderen Knalltüten hatten sie einfach vergessen.
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           So startet Carolas Wald-Geschichte. Weiterlesen könnt ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/floetentoene/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/wald01.jpg" length="391252" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 02 Mar 2020 20:00:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/wald01</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Ritual</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond04</link>
      <description>Manchmal kann auch Unwissenheit etwas Magisches erschaffen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Narrenmond
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Trommelschläge dröhnten aus den dunklen Tälern herauf. Das stete Pochen erklang schon seit den frühen Mittagsstunden, und im gleichen Maße, wie der Rhythmus an Geschwindigkeit gewann, spürte auch Ferenc die Erregung in sich aufsteigen. Das hoch lodernde Feuer in der Mitte der Lichtung trieb ihm Schweißperlen auf die Stirn, wann immer er sich in dessen Nähe wagte.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Die Lichtung war mit Fackeln abgesteckt, die wild flackernd die Nacht erhellten. Noch waren sie allein, seine Schwester Kiara und er, während sie ihm das schwere Bärenfell umlegte, aber nicht mehr lange. Die Trommeln kamen näher. Die Prozession war auf dem Weg.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Spannend genug für einen genaueren Blick in die Kurzgeschichte? Weiter geht es
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/februar-das-ritual/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/narr04.jpg" length="215876" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 24 Feb 2020 19:11:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wer gewinnt, verliert (manchmal)</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond03</link>
      <description>Glück im Spiel - Pech im ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Narrenmond
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
                    
          „Ich habe schon wieder gewonnen.“ Ranka ließ die zwei vorderen Beine ihres Stuhls auf den Boden knallen und legte ihre Karten eine nach der anderen auf den Tisch. Vier Totenköpfe und eine Sonne.
         
                  &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            „Das fängt an zu nerven.“ Tara warf ihre Karten dazu. Zwei Wasserspiralen, ein Sturmhimmel, eine Sonne, eine Blumengirlande.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            „Fängt an?“ Lore starrte zu Ranka, als wollte sie ihr mit dem nächsten Atemzug Tricksereien unterstellen. „Das ist das 395. Mal! Hast du einen Handel mit Schicksal abgeschlossen oder was?“
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Fragt ihr euch auch, was das für ein Spiel ist und wer da spielt? Dann schaut doch mal
          
                    &#xD;
    &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=701" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           hier
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          rein.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/narr03.jpg" length="390661" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 17 Feb 2020 20:00:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond03</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Tanz im blassen Mondlicht</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond02</link>
      <description>Es gibt schon Dinge, die man am Tag nach Karneval bereut. Der eine mehr, der andere weniger.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Narrenmond
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           »Hoppla, nich so hetzen jetz«, sagt der Joker und tritt mir in den Weg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Verdammt, warum habe ich nicht darauf geachtet, wohin ich gehe.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Meine Blicke huschen umher, auf der Suche nach einem Ausweg oder jemandem, der diese Situation auflösen könnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aus den Schatten der mondbeschienenen Gasse löst sich eine Gestalt. Ich habe sie vorher nicht bemerkt. Kein Wunder, denn sie ist von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Batman geht auf den Möchtegern-Komiker zu.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch wenn ich gedacht habe, dass das die momentane Lage verbessern würde, so werde ich nun eines besseren belehrt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Alter, echt deine beste Idee, der Trulla da zu folgen«, bemerkt er feixend und klopft seinem Erzfeind auf die Schulter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Trotzdem es nun auf zwei gegen eine hinausläuft, muss ich mich daran hindern, in Gelächter auszubrechen. Ausgehend von den vielen Filmen, die in den letzten Jahren über den dunklen Ritter in den Kinos gelaufen sind, habe ich die typische tiefe Raspelstimme erwartet, doch dieser Fledermausmann hier klingt eher wie ein kleines Mädchen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Was ist an einem Tag wie heute schon normal?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was genau denkt ihr zwei eigentlich, das ihr da tut?«, ertönt hinter mir eine leise, aber doch durchdringende Stimme. Sie klingt befehlsgewohnt. Und die Worte verfehlen ihre Wirkung nicht. Sowohl dem Bunten als auch dem Schwarzen entgleisen die Gesichtszüge - zumindest die, die ich sehen kann. Spontan scheinen sie ein paar Zentimeter zu schrumpfen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich wende mich dem Träger der Stimme zu.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Oje, das kann noch heiter werden.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Graf Dracula stolziert in voller Pracht vom anderen Ende der Gasse auf uns zu. Da der Vollmond ihm direkt ins Gesicht leuchtet, erkenne ich einen wallenden schwarzen Umhang mit rotem Innenfutter, ein weißes Rüschenhemd und Fangzähne. Von einem davon tropft eine dunkelrote Flüssigkeit und läuft die fahle Haut seines Kinns hinab.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Wird es jetzt besser oder schlechter?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die nächsten Worte des Grafen sorgen für Klarheit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ihr wollt doch wohl nicht den ganzen Spaß für euch allein haben.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit einem Mal habe ich das Gefühl, in meinem Kopf würde die Erkennungsmelodie einer Gameshow erklingen, die ich als Kind geliebt habe. Dort mussten sich die Teilnehmer zwischen drei möglichen Antworten auf eine Frage durch das Hüpfen auf bestimmte Felder entscheiden, bevor die Zeit abgelaufen war. Während die Musik in meinem Geist erklingt, wandert mein Blick zwischen den drei seltsamen Gesellen hin und her, und ich muss es ein weiteres Mal verhindern, dass ein hysterisches Gekicher meinen Mund verlässt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das waren damals noch Zeiten. Da konnte ich unbeschwert leben. Vor dieser Sache.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was damals geschehen ist, aber seitdem hatte ich das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zu meinen Freunden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zu meinen Verwandten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eigentlich zu allen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und deshalb kapselte ich mich immer weiter ab, bis es nur noch wenige Menschen in meinem Umfeld gab. Ich gewöhnte mich schließlich ans Alleinsein, konnte darin sogar etwas Tröstliches finden. Aber manchmal sehnte ich mich nach Gesellschaft. Nicht nur nach den Menschen, die zu meinem innersten Kreis gehörten, sondern nach den anderen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          So, wie heute.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und deshalb hatte ich mich vorhin ein wenig verkleidet, dann aus der Wohnung geschlichen und war in den Trubel der Karnevalsfeierlichkeiten eingetaucht, die sich durch die gesamte Innenstadt zogen. Überall tummelten sich Menschen in den verrücktesten Kostümen – tanzten, sangen und tranken. Ich war mitten unter ihnen und genoss die anonyme Gemeinschaft der Feiernden in vollen Zügen. Ich ließ mich in der Menge treiben, nahm hin und wieder einen Drink und scherzte ausgelassen mit den Leuten. Erst lange nachdem die Nacht hereingebrochen war, löste ich mich aus der Menge und genoss einen Spaziergang im Mondlicht. Anscheinend hatte ich dabei weder auf meine Schritte, noch darauf geachtet, ob mir jemand folgte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Eigentlich sollten meine Instinkte besser funktionieren
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          , geht es mir durch den Kopf, während der König der Blutsauger an mir vorbeischreitet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er fährt dabei mit seinem Finger über meinen Arm – von der Schulter bis zum Handrücken. Selbst durch das Fell hindurch nehme ich die heiße Spur wahr, die sein langer, gekrümmter Fingernagel hinterlässt. Außerdem rieche ich die Fahne, die ihn unsichtbar umwabert. Eine Welle von Abscheu steigt in mir auf, doch ich bemühe mich darum, den drei Finsterlingen weiterhin ein Pokerface zu zeigen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und was genau soll das darstellen, was du uns hier zeigst?«, fragt er mit schräggelegtem Kopf und verächtlich hochgezogener Braue.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ernsthaft? Machen wir jetzt hier einen Kostümwettbewerb?
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich schließe kurz meine Augen und atme tief durch.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Vielleicht wird es ja einfacher, wenn ich mitspiele ...
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Lupa urbana«, murmele ich.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Häh?«, ruft er ziemlich unaristokratisch.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich frage mich, ob er eher schwerhörig oder nicht allzu gebildet ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »She-wolf ... eine Wölfin«, versuche ich es etwas lauter.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oho, da haben wir also eine Klugscheißerin«, wendet er sich an seine Kumpane. Dann dreht er sich wieder zu mir zurück und fixiert mich mit dem Blick seiner blutunterlaufenen Augen. »Weißt du was? Es ist mir ziemlich Latte, ob du dich für Wanda Maximoff, Black Widow oder Catwoman hältst. Du machst jetzt nen Strip, damit wir sehen, was du drunter trägst.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er beginnt, hämisch zu grinsen und obwohl er vor seinen beiden Spießgesellen steht, ahmen sie seine Mimik perfekt nach.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Ihr verdammten Narren. Lasst mich doch einfach gehen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Obwohl ich befürchte, dass es damit nicht getan sein wird, beginne ich, meine Kleidung abzulegen, bis ich nur noch als ich selbst vor ihnen stehe. Die Alternative erscheint mir für keinen von uns erstrebenswert.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Aber was wissen die schon.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Blicke des Grafen gleiten langsam über meinen Körper und ich versuche, es still über mich ergehen zu lassen, obwohl sich in mir eine Stimme erhebt, die nach Action schreit. Da meldet sich das Bat-Mädchen zu Wort.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nu nimm doch endlich deine Maske ab.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mein Blick gleitet nach oben auf die silberne Scheibe, die direkt über der Gasse am Himmel steht, und ich kann es nicht mehr verhindern, dass sich meine Lippen teilen und den Umstehenden ein zahnreiches Lächeln zeigen.
»Welche Maske?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 10 Feb 2020 06:26:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond02</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/narr02.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Opfer</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond01</link>
      <description>Wer ist der wirkliche Narr. Der Narr? Oder der, der ihm folgt?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Narrenmond
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Carolas neue Story führt uns in den Herbst des Lebens. Zumindest für manche.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Cora, mein Kätzchen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Die Stimme, alt und zittrig, schrillte ihr wie eine misstönende Klingel im Ohr. Cora zwang sich trotzdem ein freundliches Lächeln auf die Lippen, darin hatte sie Übung.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Fred. Wie geht es Ihnen?“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Der Alte ruckelte fröhlich mit seinem Rollator voran.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Bei ihrem Anblick gleich viel besser.“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Cora rückte ihr Dekolleté zurecht. Die normale Pflegetracht bot nicht viele Möglichkeiten, ihre Reize auszuspielen, aber heute trug sie ein Katzen-Kostüm, denn es war Fasching im Seniorenheim Herbstabend. Einige der Bewohner hatten die Heimleiterin dazu überredet. In Folge dessen waren die letzten Wochen doppelt so schlimm wie sonst gewesen. Große Aufregung, nächtliche Schaflosigkeit und vermehrte Inkontinenz. Gut nur, dass die Chefin beide Augen zudrückte, wenn man etwas großzügiger mit den Beruhigungsmitteln umging. Ständig Windeln wechseln musste auch nicht sein. Wenn die alten Knacker sich nicht zusammenreißen konnten, dann durften sie ruhig mal länger mit den Konsequenzen klarkommen.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           Wenn euch das neugierig gemacht hat, dann lest
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de/opfer/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           gleich die ganze Geschichte.
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/narr01.jpg" length="274304" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 03 Feb 2020 23:30:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/narrenmond01</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Satansbraten</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantatstischermontag/beantworte-die-fragen-einer-katze04</link>
      <description>Man kann nicht mit ihnen. Aber auch nicht ohne sie.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Beantworte die Fragen einer Katze
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Die Tür zu meinem Schlafzimmer, aus Gewohnheit angelehnt, öffnete sich mit einem Knarren. Ich hatte nicht wirklich geschlafen. Bloß dahingedämmert, wie schon so viele Nächte zuvor, mit wild kreisenden Gedanken und einer unbequemen Liegeposition nach der anderen.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Lass mich in Ruhe“, brummte ich. „Du bist tot.“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           Das sind die ersten Zeilen von Alexas Idee zum Januar-Thema. Weiterlesen könnt ihr
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com/januar-satansbraten/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           .
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Katze04.jpg" length="157940" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 27 Jan 2020 21:37:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantatstischermontag/beantworte-die-fragen-einer-katze04</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Katze04.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>... und danke für den Fisch</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantatstischermontag/beantworte-die-fragen-einer-katze03</link>
      <description>Katzen können sprechen - na klar. Aber was ist, wenn Menschen einfach nicht zuhören?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Beantworte die Fragen einer Katze
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#ff4d07"&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            „Ist dir auch eingefallen, dass das immer mehr werden? Oder nehme ich die nur vermehrt wahr?“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           „Nee, es werden wirklich mehr.“
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Von oben auf dem Türblatt ist die Sicht auf den Küchentisch und meine beiden Menschen ausgezeichnet. Sie blicken besorgt drein. Ist ja auch ein ernstes Thema. Ich springe auf die Dielen (bei mir sieht das elegant aus, ihr versucht das besser nur, wenn ihr auch eine Katze seid) und schlendere zum Tisch hinüber. Meine Menschen sind sehr aufmerksam, lassen immer einen Stuhl für mich frei. Aber den ignoriere ich und stütze stattdessen die Vorderpfoten auf einen ihrer Stühle. Das garantiert immer ihre volle Aufmerksamkeit.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         So beginnt Maikes Idee zu unserem Thema im Januar. Lust auf mehr? Dann klickt einfach
         
                  &#xD;
  &lt;a href="http://mkstein.de/wp/?p=680" target="_blank"&gt;&#xD;
    
                    
          hier
         
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
         .
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Katze03.jpg" length="153111" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 20 Jan 2020 20:18:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.c-a-raabe.de/phantatstischermontag/beantworte-die-fragen-einer-katze03</guid>
      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Talking to Bastet</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantatstischermontag/beantworte-die-fragen-einer-katze02</link>
      <description>Was wäre, wenn plötzlich dein Leben davon abhinge, dass einer Katze die Antworten gefallen, die du auf ihre Fragen gibst?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Thema: Beantworte die Fragen einer Katze
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Verdammt, es heißt doch immer, dass Neugier der Tod der Katze ist, aber ich bin ein Mensch. 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das waren meine Gedanken, während ich mit eingeklemmtem Fuß in einer vollgelaufenen Baugrube darauf wartete, dass mir endgültig die Luft ausging.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eigentlich hatte ich zusammen mit den Jungs aus meiner Clique das Neubaugebiet erkunden wollen, doch die hatten sich wohl vom anhaltenden Regen beeindrucken lassen. Leicht genervt war ich daher allein die Stufen nach unten in die vollgelaufene Baugrube gegangen. Auf Höhe des Wasserspiegels angekommen, hatte ich mit einem Fuß getestet, wie tief das Wasser wohl sein mochte. Dann hatte ich mich Schritt für Schritt vorgetastet.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Oh, die anderen werden so dermaßen Augen machen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
          , hatte ich lächelnd gedacht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Moment war ich ins Leere getreten.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich hatte wild hin und her gefuchtelt, auf der Suche nach etwas zum Festhalten, aber da war nichts gewesen. Ich war immer tiefer in die schlammige Brühe gesunken. Dann war das Wasser über mir zusammengeschlagen, doch ich war immer noch gesunken. Verzweifelt waren meine Hände durch die eiskalte Flüssigkeit gefahren, in der Hoffnung, etwas zu finden, das meinen Fall aufhalten könnte. Noch bevor ich es finden konnte, hatte sich etwas durch die Sohle meines Stiefels gebohrt. Ein stechender Schmerz hatte mich durchfahren, als es sich zwischen dem großen Zeh und dem daneben hindurchgeschoben und damit nicht nur meinen Fall gebremst, sondern leider auch den Fuß festgeklemmt hatte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Luft, ich brauche Luft!
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber ich widerstand dem Drang einzuatmen, denn mir war klar, dass das meinen Tod bedeuten würde. Auch verschloss ich meine Augen fest vor dem Schlamm, durch den ich ohnehin nichts sehen konnte.
Und doch nahm ich etwas wahr.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es waren Augen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jadegrüne Augen, wie die unserer Katze, mit denen sie mich vorhin im Vorbeigehen gemustert hatte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bastet war und blieb mir ein Rätsel. Alle unsere anderen Katzen benahmen sich, wie Katzen es nun einmal tun. Sie lagen in der Sonne und dösten, jagten Vögel oder einander und holten sich ihre Streicheleinheiten, wenn ihnen danach war. Nur sie vermittelte immer den Eindruck, dass sie anders wäre – blieb für sich, fraß nie mit den anderen und hatte sich noch nie streicheln lassen. Auch ihr Aussehen unterschied sich vollkommen von ihrer Familie. Zwar war ihre Mutter eine Langhaarkatze, aber sie war klein, zierlich und ihr Fell in verschiedenen Grautönen gefärbt. Ihr Vater war ein typisch europäisch-kurzhaariger Kater, dessen Fell zwar Schwarz war, jedoch mit einem weißen Latz und ebensolchen Vorderpfoten. Bastet war größer und schwerer als die beiden zusammen und hatte ein langes, pechschwarzes Fell. Aber das Ungewöhnlichste an ihr waren die Augen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Und jetzt kamen diese Augen immer näher.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Na das hast du ja geschickt eingefädelt«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
          , erklang eine körperlose Stimme um mich herum.
          &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Sitzt unter Wasser fest und es ist nicht einmal einer deiner Freunde da.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Hör auf, dich über mich lustig zu machen. Hilf mir lieber.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Vielleicht. Das hängt davon ab.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und wovon?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Ob mir deine Antworten gefallen.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das kann doch jetzt nicht wahr sein, oder? Ist es vielleicht so, wenn man stirbt? Bin ich womöglich schon tot und weiß es nur noch nicht?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Ich hatte von Antworten gesprochen. Das sind alles Fragen.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Du kannst meine Gedanken lesen?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Und du bist unfreiwillig komisch. Was meinst du denn, wie wir beide uns gerade unterhalten?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Oh.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Siehst du. Was nun die Antworten anbelangt ...«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wer ... was bist du?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Das ist auch eine Frage.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Entschuldigung.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Schon besser. Du solltest dir dessen bewusst sein, dass du nicht unbegrenzt viel Zeit hast. Und damit nun zu meiner Frage: Was hast du gedacht, als du mich zum ersten Mal gesehen hast?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Wie?!«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Schon wieder eine Frage. Wenn du so weitermachst, dann werde ich leider nichts für dich tun können.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Augen begannen zu verblassen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Jetzt reiß dich zusammen. Du willst doch schließlich nicht ertrinken, auch wenn das hier noch so abgedreht ist.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nein, bitte bleib.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Na gut. Eine Chance hast du noch für deine Antworten. Fangen wir es leichter an. Wer bin ich?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das soll leichter sein?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
          , ging es mir durch den Kopf, aber ich würgte mich sofort ab.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Das gilt nicht – es war nur ein Gedanke. Also, wenn du die bist, für die ich dich halte, dann bist du Bastet, unsere Katze.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Na bitte, es wird doch. Auch wenn es nur die halbe Wahrheit ist.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fragen über Fragen wollten sich in meinen Kopf drängen, doch ich hielt sie eisern zurück.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Recht so. Machen wir weiter. Wann hast du mich zum ersten Mal gesehen?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »An deinem Geburtstag.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Und wann genau?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wieder türmten sich Fragen in meinem Kopf. Ich rang sie erneut nieder.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ähm ... also genau zum Zeitpunkt deiner Geburt.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Das hatte ich gehofft.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Häh?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Später. Zuerst noch einmal die erste Frage. Was hast du gedacht, als du mich gesehen hast?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ach du Scheiße.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Ist das jetzt wieder einer deiner vorwitzigen Gedanken?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nein, das war damals mein Gedanke.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Und warum?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Weil dein Kopf noch in deiner Mutter steckte und sie keine Kraft mehr zu haben schien, dich vollkommen zur Welt zu bringen.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Augen glommen auf. Es wirkte nicht verärgert, sondern zufrieden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Was hast du dann getan?«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Unter normalen Umständen wäre das der Zeitpunkt dafür gewesen, um mich zu räuspern. Aber was war hier normal? Also ließ ich das Räuspern sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich habe gezogen. An dir. Also an dem, was ich anfassen konnte.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Du hast gezogen. Einfach so.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Nein, natürlich nicht einfach so. Ich habe hin und her überlegt, ob du das Ziehen überleben würdest. Dann habe ich mir gesagt, dass es egal wäre, weil du es so, wie es war, sowieso nicht überleben würdest. Und deine Mutter obendrein.«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit einem Mal nahm ich etwas wie ein Schnurren wahr.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Das erklärt es.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Darf ich eine Frage stellen?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Das war schon eine. Aber nur zu. Ich rate dennoch zur Eile. Ich mache so etwas zum ersten Mal und weiß nicht, wie lange ich es aufrechterhalten kann.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was ist es, das ich dir anscheinend gerade erklärt habe?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Schnurren wurde stärker.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Eine gute Frage.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Es erklärt, warum ich bin, was ich bin.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich konnte nicht an mich halten. Selbst wenn ich bald sterben müsste, so wollte ich wenigstens das noch wissen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und was bist du?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Eine Mehrkatze.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »What?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Eine Katze, aber eben auch mehr. Es gibt einige von uns. Sie haben mir manches erzählt. Darunter auch, wie wir werden, was wir sind.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Und wie geht das?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Wenn ein Mensch einer todgeweihten Katze das Leben schenkt, dann kann es so kommen, dass ihr nicht nur das Leben, sondern noch viel mehr zuteilwird.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Was heißt viel mehr? Kannst du mich vielleicht retten?«
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           »Ich kann es auf jeden Fall versuchen.«
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Augen wurden größer. Sie wuchsen, bis sie mein gesamtes Gesichtsfeld ausfüllten. In mir wurde es ganz warm.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Was geht hier ...?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Moment ging ein gewaltiger Ruck durch meinen Körper.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schmerzen fluteten mein rechtes Bein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber ich war frei.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hustend und prustend durchbrach ich die Wasseroberfläche und fand doch noch eine Metallstange an der ich mich herausziehen konnte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tropfnass und mit nur einem Stiefel humpelte ich nach Hause.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bastet saß majestätisch auf dem linken Pfeiler unseres Gartentors und blickte starr und stumm in die Ferne, als ob sie Wache halten würde. Das nasskalte Wetter schien ihr nichts auszumachen, im Gegensatz zu mir. Wobei, wenn ich es recht betrachtete, dann spürte ich immer noch eine Art von Wärme in mir, die mich nicht so schlottern ließ, wie ich es eigentlich tun müsste. Als ich fast am Tor angekommen war, sprang sie auf den rechten Pfeiler und bedachte mich von dort mit ihrem stechenden Blick.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Maut«, begrüßte sie mich und ließ ihre Augen auf mir ruhen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          »Ich hab dich auch lieb«, murmelte ich und versuchte sie zu streicheln.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Sie drehte sie sich von mir weg, wischte dabei mit ihrem Schweif quer durch mein Gesicht und sprang wieder zurück auf den anderen Pfeiler.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Als ich dann aber, mit plötzlich doch zitternden Fingern, versuchte, das Tor aufzuschließen, legte sich ein buschiger schwarzer Schwanz um meine Schultern und mir wurde klar, dass unserer Fragestunde noch viele weitere folgen würden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 13 Jan 2020 06:06:57 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Kätzchen der Apokalypse</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/beantworte-die-fragen-einer-katze01</link>
      <description>Was ist der Miez lieber? Apokalypse oder Thunfisch?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Thema: Beantworte die Fragen einer Katze
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/%23phantastischermontag.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
                      
           „Ich bin die Macht, die eure sogenannte Zivilisation auslöschen wird“, sagte das Kätzchen. „In zehn Minuten, um genau zu sein. Willst du noch was erledigen, irgendwelche letzten Telefonate oder so? Dann ist jetzt die beste Gelegenheit.“
          
                    &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Das sind die ersten Sätze der Kurzgeschichte von Carola Wolff. Mögt ihr weiterlesen? Dann klickt einfach
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://carolawolff.de/das-kaetzchen-der-apokalypse/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           hier
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          .
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/kazuky-akayashi-Un1vkcfNago-unsplash.jpg" length="309040" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 06 Jan 2020 22:24:32 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Autor,Schreiben,Kurzgeschichte,phantastischermontag,PAN</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/kazuky-akayashi-Un1vkcfNago-unsplash.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das neue Jahr wird Phantastisch</title>
      <link>https://www.c-a-raabe.de/phantastischermontag/das-neue-jahr-wird-phantastisch</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Was passiert, wenn sich vier Autor*innen des Phantastik-Autoren-Netzwerks auf einen Kaffee treffen?
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/227ed86cdff54ea4b9d2a9b2bba8e93c/dms3rep/multi/Depositphotos_80468894_xl-2015-400.5x.png" title="(c) ikostudio@depositphotos.com"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Am letzten Tag des November 2019 traf ich drei Kolleginnen vom PAN beim Revival unseres Stammtisches der Berliner Vereinsmitglieder. Teilweise kannten wir uns schon von früher, teilweise wurden neue Bekanntschaften geschlossen. Was uns von Beginn an einte, war der Wunsch, außerhalb der Stammtisch-Treffen etwas miteinander an den Start zu bekommen. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Und dann war da mit einem Mal diese Idee ... 
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Tatsächlich gibt es ab dem 06. Januar 2020 jede Woche den Grund, den oft gescholtenen Montag nicht nur okay, sondern phantastisch zu finden, denn von diesem Datum an wird es zu jedem Wochenstart eine Kurzgeschichte von einem von uns zu lesen geben.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Wir, das sind
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://alexapukall.com" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Alexa Pukall
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           ,
           
                      &#xD;
      &lt;a href="http://mkstein.de/wp/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Maike Stein
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           ,
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://carolawolff.de" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Carola Wolff
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
            und meine Wenigkeit.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Stories werden sich im weiten Feld der Phantastik bewegen und in jedem Monat ein gemeinsames Thema haben. Mit ungefähr 1000 Worten sind sie prima dazu geeignet, zwischendurch einfach mal das Außergewöhnliche in den Alltag zu lassen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die komplette Geschichte wird jeweils immer auf der Website der Autor*in veröffentlicht. Die drei anderen werden auf ihren Seiten dorthin verlinken. Auch bei Insta und Facebook wird es entsprechende Posts mit Links geben. Es lohnt sich also den Hashtag #phantastischermontag zu abonnieren oder die Seite
           
                      &#xD;
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            Phantastischer Montag
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
            im Auge zu behalten.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 30 Dec 2019 21:47:57 GMT</pubDate>
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      <title>Da kommt was auf euch zu</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Ab Januar 2020 bekommt ihr hier jeden Montag eine phantastische Kurzgeschichte zu lesen.
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Also bleibt dran ;-)
        &#xD;
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      <pubDate>Fri, 06 Dec 2019 12:51:00 GMT</pubDate>
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