Black Tales of Rock

13 fiese Kurzgeschichten mit Bezug zu Rockmusik

Leseprobe

„Black Tales of Rock“ ist ein phantastisches Werk von C. A. Raaven mit dunkler Atmosphäre zwischen Musik, Mythos und dem Unbekannten. Die Geschichten verbinden Spannung, geheimnisvolle Elemente und einen hoffnungsvollen Gegenakzent.

Black Tales of Rock

C. A. Raaven

Kurzgeschichten / Horror

Einzelband

ab 18 Jahren

1 . Auflage, 2019

TB 162 Seiten

ISBN 978-3982064543

Mit „Black Tales of Rock“ erschafft C. A. Raaven phantastische Erzählungen, in denen Musik, Atmosphäre und das Unheimliche ineinandergreifen. Die Geschichten bewegen sich zwischen Realität und verborgener Wirklichkeit und richten sich an Leser:innen, die dunklere Phantastik mit starker Stimmung, Spannung und einem leisen Hoffnungston schätzen.

Lust auf mehr?

Hier kannst du die Geschichte kaufen.

Erst einmal zur Leseprobe

Übrigens gibt's die Geschichten auch als Hörbuchversionen. Allerdings hat mein Hörbuchverlag sie nicht gesammelt unter dem Namen der Anthologie, sondern einzeln unter dem Namen des jeweiligen Tracks veröffentlicht. Du kannst sie also darüber bei Audible oder anderen Download-Plattformen finden.

Bei Spotify ist es mir gelungen, eine Playlist zusammen mit den meisten der namensgebenden Songs zu erstellen.

Die Playlist deiner Albträume.

Stell dir vor, jeder Song, den du liebst, hätte eine dunkle Geschichte. Eine Geschichte von Menschen, die genau im falschen Moment die falsche Entscheidung treffen. Die zu neugierig sind. Zu verliebt. Oder einfach nur zur falschen Zeit aufwachen.

Black Tales of Rock ist kein gewöhnliches Hörbuch. Es ist eine akustische Achterbahnfahrt durch dreizehn düstere Welten, jede untermalt von der Atmosphäre eines ikonischen Rocksongs.

In "Enter Sandman" entdeckt ein Mann mit Schlafstörung, dass er anderen ihre Träume stehlen kann. In "Spiders" wird ein Schädlingsbekämpfer selbst zum Insekt. Und in "I'd do anything for love" erfährt ein Liebespaar, dass manche Versprechen auch über den Tod hinaus gelten.

Von keltischen Waldgöttinnen über parasitäre Zwillinge bis zu pilzinfizierten Festival-Gängern – diese Geschichten graben sich tiefer als jeder Song in dein Gedächtnis.

Du kannst die Playlist überspringen.

Aber die Bilder? Die bleiben.

Dreizehn Tracks. Dreizehn Schreie. Ein Album, das du nie vergessen wirst.

Leseprobe

Ausschnitte aus zwei Geschichten


AUSSCHNITT1

»Enter Sandman« – Metallica



„Hallo... träumen Sie? Haben Sie mir zugehört?", scholl es aus Tims Headset.

Tim fuhr zusammen.

Verdammt.

Es war schon wieder passiert.

Er hatte gehofft, dass er sich endlich wieder unter Kontrolle bekommen hätte – hatte sich so gewünscht, dass die Diagnose, die ihm vor zwei Monaten gestellt worden war, nicht zuträfe oder dass er es durch gesunde Ernährung und einen ordentlichen Schlafrhythmus ausgleichen könnte, damit es ihn wenigstens nicht bei der Arbeit beeinträchtigte. Inzwischen ließ es sich kaum noch leugnen: Er hatte Narkolepsie, eine neurologische Erkrankung, die dazu führen konnte, dass er mitten am Tag plötzlich in einen REM-Schlaf verfiel. Tim hoffte, dass es sich diesmal nur um eine kurze Zeitspanne gehandelt hatte.

„Oh nein, natürlich nicht Herr..." – ein hektischer Blick auf seinen Monitor – „Schneider", sagte er in einem möglichst unbekümmert klingenden Tonfall. „Ich musste mich nur gerade vergewissern, dass Ihr Vertrag tatsächlich dafür qualifiziert ist, den Nachlass zu erhalten, den wir für..." – ein weiterer hektischer Blick – ein Glück, das Datum passte – „langjährige Kunden reserviert haben."

„Ach deshalb habe ich doch gar nicht ... aber ... danke", erklang die Stimme eines überraschten Herrn Schneider.

Shit, dachte Tim. Doch länger, als ich vermutet hatte.

Nach außen setzte er wieder seine Call-Center-Stimme auf: „Freut mich, dass ich Ihnen behilflich sein konnte. Gibt es noch etwas, das ich für Sie tun kann?"

„Eigentlich ... aber ist auch egal. Danke noch mal", kam es von Herrn Schneider zurück.

„Ich habe zu danken", flötete Tim in sein Mikro und atmete innerlich auf.

Das hat wohl doch noch hingehauen.

Jetzt musste nur noch das leise 'Blip' ausbleiben und alles war in Butter.

Aber das 'Blip' war doch zu hören, kurz bevor er die 'Auflegen'-Taste an seiner Telefonanlage drückte.

Tim schloss kurz die Augen.

Natürlich, es wäre auch wirklich zuviel verlangt gewesen, wenn seine Aktion vollkommen unbemerkt geblieben wäre. Also hatte Gabler, sein Supervisor, zumindest einen Teil des Gespräches mitgehört. Tim zuckte für sich mit den Schultern und nahm den nächsten Anruf an, bevor seine Erreichbarkeitsquote Anlass zu Klagen geben würde.

Im weiteren Verlauf des Vormittags gab es glücklicherweise keine ähnlichen Zwischenfälle, und so hakte Tim den morgendlichen Vorfall innerlich ab. Es war kurz vor der Mittagszeit, als auf seinem Display plötzlich das Wort 'Supervisor' angezeigt wurde. Sofort lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken. Er widerstand dem Impuls, sich zu der Kabine umzudrehen, in der Gabler jetzt gerade saß. Das würde nur schuldbewusst aussehen.

„Hallo Herr Gabler", meldete Tim sich betont entspannt. „Was kann ich für sie tun?"

„Tag Herr Somnifer. Kommen sie doch bitte im Anschluss an ihre Pause mal zu mir ins Büro. Danke."

„Gut, das mach ...", setzte Tim an, doch die Leitung war schon wieder getrennt.

Als es Zeit für die Pause war, ging Tim stattdessen direkt in das Büro des Supervisors.

„Mensch Somnifer, Pause schon zu Ende?", fragte Gabler.

„Ich brauch' nicht so viel Pause", sagte Tim und winkte ab. „Ich habe mir gedacht, dass es besser ist, wenn ich gleich zu ihnen komme, weil die Quote sonst in den Keller geht, wenn ich nicht am Platz bin."

Gabler blickte Tim mit einem Lächeln im Gesicht an, das sich nicht auf seine Augen erstreckte.

„Guter Teamgeist Somnifer. Setzen sie sich doch."

Tim tat wie ihm geheißen.

Aber bevor er richtig saß, legte Gabler auch schon los: „Tja, und da sind wir auch gleich beim Thema. Ihre Zahlen sind ganz ordentlich, auch von den Kollegen höre ich kein böses Wort über Sie, aber ich habe da vorhin ein Gespräch mitbekommen, das mich zu der Frage bringt, ob Ihr Wert für unser Unternehmen sich eventuell in ganz anderen Zahlen ausdrückt."

Tim starrte ihn wortlos an.

„Erinnern sie sich noch an das Gespräch mit Herrn ... Schneider von heute Morgen? Ich habe mich zu spät aufgeschaltet, um es komplett mitzubekommen, aber insgesamt hat sich mir die Vermutung aufgedrängt, dass Sie nicht ganz bei der Sache waren und dies dadurch zu kaschieren versuchten, dass Sie den Kunden durch einen Rabatt abgelenkt haben."

Tim versuchte weiterhin, ein Pokerface zu bewahren.

Also weiß Gabler tatsächlich nicht, wie lange genau die Pause in diesem Gespräch gedauert hat.

Das war gut. Jetzt musste er nur noch sein Geschick in Verhandlungsgesprächen dazu benutzen, um die Kuh wieder vom Eis zu bekommen.

Er setzte zu einer eloquenten Antwort an, aber in diesem Moment bemerkte er zu seinem Entsetzen, dass sich die im Normalfall kaum wahrnehmbaren Anzeichen eines Anfalls um ihn herum zu verdichten begannen.

Reiß dich zusammen und schlaf jetzt bloß nicht ein!, brüllte er sich von Panik erfüllt innerlich selbst an. Hol dir die Kraft, um das Gespräch hier durchzustehen.

Unendlich mühsam konzentrierte Tim sich auf Gabler und darauf, jetzt nicht in der Dunkelheit zu versinken, die bereits tastende Finger nach ihm ausstreckte. Er zwang sich dazu, den Mund zu öffnen, um zu sprechen, als die sirupähnliche Konsistenz seiner Umgebung sich plötzlich auflöste und er einen Strom frischer Kraft in sich hineinfließen fühlte.

Begeistert davon, den Anfall überwunden zu haben, wollte Tim sich endlich rechtfertigen, aber in diesem Moment sackte Gabler in seinem Sessel zusammen. Mit einem Satz hechtete Tim um den Schreibtisch herum und beugte sich über den Supervisor.

Schnell stellte sich heraus, dass Gabler noch lebte. Allerdings fühlte sich sein Körper unnatürlich schlaff an. Man hätte denken können, dass er ohnmächtig wäre. Nur die angstvollen Blicke, die er aus seinen weit aufgerissenen Augen sandte, ließen erkennen, dass er alles mitbekam, was um ihn herum vorging.


[...]


Die Geschichte entwickelt sich weiter: Tim wird zum Supervisor befördert, seine Anfälle scheinen kontrollierbar – bis er entdeckt, welchen schrecklichen Preis andere für seine neue Energie zahlen...

 

AUSSCHNITT2

»I'd do anything for love« – Meatloaf



»Hmm«, murmelte Jeannette. »In warm wär' das bestimmt sogar noch besser, aber wie hat doch diese Piaf gesungen?

»Je ne regrette rien«, prostete Jan ihr mit dem letzten Schluck Champagner zu.

»So soll es sein. Aber damit es nicht doch noch etwas gibt, das ich heute bereuen müsste, sollte ich mir besser noch die Haare waschen.«

»Geh' doch fix duschen.«

Jeannette gluckste amüsiert.

»Hast du dir schon mal das Bad angeschaut?«

Jan schüttelte den Kopf.

»Dann weißt du natürlich nicht, dass sich dort der Inbegriff meiner Badezimmer-Träume befindet. Eine freistehende, überdimensionale Emailwanne mit Löwenfüßen. Wenn ich die betrete, dann nur, um mir eine mehrstündige Schaumbadorgie zu gönnen. Das passt leider schlecht zu unseren weiteren Plänen für heute Abend.«

»Ich weiß dein Opfer zu schätzen«, grinste Jan.

»Das will ich doch hoffen«, erwiderte sie huldvoll und erhob sich, um, nackt, wie sie war, ins Bad zu gehen.

Mit der Champagnerflöte in der Hand blieb Jan noch eine Weile lächelnd an einem der Fenster stehen und beobachtete das lebendige Treiben draußen auf dem Boulevard. Schließlich wurde ihm bewusst, dass auch er sich langsam fertig machen sollte, damit sie nicht seinetwegen zu spät zu der Soiree kamen. Er stellte das Glas auf den Tisch und betrat zum ersten Mal das Badezimmer. Dort blieb er mit offenem Mund stehen und nahm die Szenerie in sich auf.

[...]

Dann wurde seine Aufmerksamkeit jedoch wieder von seiner Freundin in Anspruch genommen, die gerade nach dem Ventilrad tastete, um den eingeschäumten Kopf wieder abzuspülen. Der Anblick ihres Rückens und des nackten Hinterns, den sie ihm entgegenstreckte, weckte sofort wieder die Lust in ihm. Er trat hinter sie, umfasste ihre Taille mit einem Arm und presste sich an sie, mit der Wange auf ihrer nackten Haut.

Ein Ruck ging durch Jeannettes Körper. Es gab einen dumpfen Laut, den Jan mit geschlossenen Augen nicht einzuordnen wusste.

Als sie unkontrolliert zu zucken begann, wurde ihm schlagartig klar, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung war.

Er hob seinen Kopf und sah sie an.

Bei dem, was er erblickte, prallte er zurück, rutschte mit seinen blanken Füßen auf den feuchten Fliesen aus und schlug rücklings hin. Sein Kopf knallte auf den harten Boden und alles wurde schwarz.

Jan kämpfte gegen die hämmernden Schmerzen in seinem Kopf, während er mit der Dunkelheit rang, die ihn nicht loslassen wollte. Zu den Schmerzen gesellten sich Bilder, die ihn sich nur umso verzweifelter abmühen ließen, endlich wieder das Bewusstsein zu erlangen.

Bilder eines goldenen Schwanenkopfes, dessen Schnabel vollständig in Jeannettes Hinterkopf verschwand. Bilder eines nackten Rückens, über den Schwälle dunklen Blutes liefen. Bilder von zwei wild zuckenden Armen, deren Hände nicht in der Lage waren, etwas zu greifen.

Bleib bei mir. Um Gottes willen, geh nicht dorthin, wohin ich dir nicht folgen kann.

Mit einem langgezogenen, unartikulierten Aufschrei zerriss Jan die klebrigen Fäden, mit denen die Ohnmacht versuchte, ihn weiterhin an sich zu fesseln.

Sein Oberkörper schoss hoch und er blickte mit weit aufgerissenen Augen auf die Szenerie vor ihm.

Die Bilder wurden Wirklichkeit.

Zwar gab es nichts mehr, das an dem Körper seiner Freundin zuckte, aber trotzdem gab Jan unwillkürlich ein verzweifeltes Wimmern von sich. Die gespenstische Stille, mit der sie immer noch über der Wanne hing, nur von dem Punkt gehalten, an dem das glänzende Metall sich in Jeannettes Schädel verhakt hatte, hatte etwa Unwirkliches und gleichzeitig schrecklich Reales.

Mühevoll drängte Jan die Tränen zurück, die aus seinen Augen schießen wollten. Er versuchte aufzustehen, aber sofort trachtete Schwindel danach, ihm wieder die Sinne zu nehmen. Also kroch er, schluchzend und mit nun tränenblinden Augen, aus dem Bad ins Schlafzimmer.

»Das Telefon«, brabbelte er halblaut vor sich hin. »Ich muss anrufen. Ein Arzt. Vielleicht ist sie nicht gegangen. Vielleicht kann sie sich nur nicht bewegen.«

Wen willst du hier belügen? Sie ist mausetot. So etwas kann man nicht überleben.

Und wenn doch? Dann muss ich Hilfe holen.

Wenn du ihr helfen willst, dann befrei' sie von diesem Ding und aus dieser unwürdigen Haltung.

Nein! Was, wenn ich es dadurch nur noch schlimmer mache?

Du bist nur zu feige, um dich ihr noch einmal, zu nähern.

Inzwischen war Jan an dem Tischchen angekommen, auf dem das Telefon stand. Aber er war nicht in der Lage, an den Hörer zu gelangen. Der in ihm tobende Kampf seiner Gedanken raubte ihm die Kraft dazu, sich aufzurichten. Er kauerte am Boden und würgte an den Tränen, die seine Kehle eng machten und ihm das Gesicht zu verätzen schienen.

[...]

In diesem Augenblick erklangen von irgendwoher Töne, die Jan zuerst nicht einordnen konnte.

Ein quietschendes Knirschen.

Ein Knacken, dann ein Poltern.

Jans Augen weiteten sich vor Schreck. Das letzte Geräusch war laut genug gewesen, um ihm klar zu zeigen, woher es gekommen war.

Es war das Badezimmer.

[...]

Jan starrte verständnislos auf das Rechteck aus Licht, als es plötzlich abgedunkelt wurde.

Eine dunkle Silhouette verdeckte die Strahlen des einen sichtbaren Kandelabers nun fast vollständig, während sie sich taumelnd durch den offenen Durchgang bewegte.

Jans Kehle war mit einem Mal wie ausgedörrt, so dass er keinen Ton herausbekam, auch wenn sich in ihm ein ohrenbetäubender Schrei Bahn brach.

Die Gestalt blieb einen Moment lang stehen. Dann flammte das Licht des Kronleuchters im Schlafzimmer auf und tauchte es in blendende Helligkeit.

Mit unsicheren, schlurfenden Schritten kam der nackte Körper von Jeannette auf Jan zu. Das Haar hing ihr in wirren Strähnen um den Kopf. Um Nase und Mund herum, hatte das Gesicht die violette Färbung eines frischen Blutergusses. Am Hals entlang verlief ein breites rostbraunes Band, das auf der bleichen Haut wie ein ledernes Halsband wirkte. Nur ein paar feine Bahnen, die sich von dort aus langsam über ihren Oberkörper nach unten ausbreiteten, zeugten davon, dass dieses Band einmal flüssig gewesen war.

[...]

 


ENDE DER LESEPROBE


Die vollständige Sammlung enthält 13 düstere Kurzgeschichten,

jede inspiriert von einem legendären Rocksong

Black Tales of Rock - FAQ

Black Tales of Rock

Häufig gestellte Fragen zur Sammlung

Black Tales of Rock verbindet düstere Kurzgeschichten mit legendären Rocksongs. Jede der 13 Geschichten trägt den Titel eines ikonischen Rock-Titels und lässt sich als literarische Interpretation des jeweiligen Songs verstehen.

Das Projekt entstand aus einem Radiowettbewerb des "Return of Rock Radio" aus Schwelm im Jahr 2012 und entwickelte sich zu einer vollständigen Anthologie, die verschiedene Horror-Subgenres mit der Energie und Atmosphäre von Rockmusik vereint.

Die Sammlung spannt einen weiten Bogen durch verschiedene Rock-Genres:

  • Heavy Metal: Metallica, System of a Down
  • Alternative Rock: The Pretty Reckless, Queens of the Stone Age
  • Post-Hardcore: Escape the Fate
  • Nu Metal: Linkin Park, Disturbed
  • Punk: The Ramones
  • Gothic Rock: The Cure
  • Deutscher Rock: Killerpilze
  • Melodic Deathcore: Heaven shall burn

Diese musikalische Vielfalt spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Horror-Stilen der Geschichten wider.

Ja, mehrere zentrale Themen ziehen sich durch die Sammlung:

  • Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper oder Geist
  • Transformation und Identitätsverlust
  • Isolation und Ausweglosigkeit
  • Die Grenze zwischen Realität und Albtraum
  • Unbeabsichtigte Konsequenzen alltäglicher Handlungen

Jede Geschichte nimmt diese Themen auf ihre eigene Weise auf und verbindet sie mit der Stimmung des jeweiligen Songs.

Black Tales of Rock richtet sich an erwachsene Leser, die sowohl Horror-Literatur als auch Rockmusik schätzen.

Besonders angesprochen werden:

  • Fans von Stephen King, Clive Barker und modernem Horror
  • Rock- und Metal-Enthusiasten
  • Liebhaber von Kurzgeschichten-Anthologien
  • Leser, die atmosphärischen, psychologischen Horror bevorzugen

Die Geschichten setzen teilweise Kenntnisse der namensgebenden Songs voraus, funktionieren aber auch unabhängig davon als eigenständige Horror-Erzählungen.

Die Geschichten variieren in der Länge, sind aber alle als Kurzgeschichten konzipiert – typischerweise zwischen 5 und 15 Seiten pro Geschichte.

Diese kompakte Form macht sie ideal für einzelne Lesesitzungen und entspricht dem klassischen Format von Horror-Anthologien wie "Books of Blood" von Clive Barker oder Stephen Kings Kurzgeschichten-Sammlungen.

Die Titelgeschichte handelt von Tim, einem Call-Center-Mitarbeiter, der unter Narkolepsie leidet – er schläft mitten am Tag plötzlich ein. Als diese Anfälle beginnen, sein Berufsleben zu gefährden, entdeckt Tim eine erschreckende Wahrheit über seine Erkrankung.

Die Geschichte erforscht Themen wie parasitäre Beziehungen, die toxische Arbeitswelt und die graduelle Transformation eines Menschen zum Monster. Sie funktioniert als düstere Ursprungsgeschichte und verbindet medizinische Realität mit übernatürlichem Horror.

In dieser Geschichte wird das universelle Phobiesymbol der Spinne auf verstörende Weise neu interpretiert. Die Erzählung beschäftigt sich mit Metamorphose, Identitätsverlust und der Frage: Was passiert, wenn du bei vollem Bewusstsein im falschen Körper gefangen bist?

Die Geschichte nutzt Body-Horror-Elemente und fügt eine kosmische Horror-Dimension hinzu, die über die reine Transformation hinausgeht.

Diese Geschichte vereint Natur-Horror mit kosmischem Grauen. Eine Studentengruppe besteigt ein Bergplateau in Peru und gerät in eine Begegnung mit etwas Unbegreiflichem, das sich als scheinbar harmlose Naturerscheinung tarnt.

Die Geschichte zeichnet sich durch exzellente atmosphärische Dichte aus und nutzt Isolation sowie Gruppendynamik unter extremem Stress als zentrale Horror-Elemente.

Diese medizinisch inspirierte Geschichte erforscht das Thema Identität und Autonomie auf beunruhigende Weise. Der Protagonist muss sich mit einem unerwünschten Teil seiner selbst auseinandersetzen – buchstäblich.

Die Geschichte verbindet reale medizinische Phänomene mit Horror und stellt die Frage nach Körperautonomie in einem ganz neuen Licht.

Die Abschlussgeschichte der Sammlung nimmt den ikonischen Meatloaf-Titel und interpretiert ihn auf tragisch-grausame Weise. Ein Liebespaar erlebt sein perfektes Wochenende, bis ein bizarrer Unfall alles verändert.

Die Geschichte funktioniert als moderne Variante klassischer "Monkey's Paw"-Erzählungen: Erfüllte Wünsche haben grausame Konsequenzen. Sie endet mit einer emotional verheerenden Wendung, die den Song-Titel in seiner dunkelsten Interpretation zeigt.

Die Sammlung zeigt Einflüsse mehrerer Horror-Größen:

  • Stephen King: Alltägliche Settings werden zu Horror-Schauplätzen, Charakterentwicklung vor dem Grauen
  • H.P. Lovecraft: Kosmischer Horror, Unbegreiflichkeit, machtlose Protagonisten
  • Clive Barker: Expliziter Body-Horror, Transformation als zentrales Thema
  • Edgar Allan Poe: Psychologische Zersetzung, Atmosphäre über Handlung

Dabei entwickelt die Sammlung durch die Musik-Verbindung und moderne Kontexte eine eigenständige Identität.

Die 13 Geschichten decken ein breites Spektrum ab:

  • Cosmic Horror: Unbegreifliche, übermächtige Kräfte
  • Body Horror: Detaillierte physische Transformationen
  • Psychological Horror: Realitätsverlust und Paranoia
  • Gothic Horror: Düstere Atmosphäre und klassische Motive
  • Survival Horror: Isolation und unmittelbare Bedrohung
  • Urban Horror: Grauen in modernen Settings

Diese Vielfalt verhindert Monotonie und bietet für jeden Horror-Fan etwas.

Die Sammlung balanciert zwischen beiden Ansätzen. Während einige Geschichten detaillierten Body-Horror nicht scheuen, liegt der Fokus insgesamt auf atmosphärischer Dichte und psychologischem Grauen.

Die Geschichten nutzen explizite Beschreibungen gezielt, aber nicht exzessiv. Der Horror kommt oft aus der Implikation, der graduellen Eskalation und dem Unausgesprochenen – ganz im Sinne klassischer Literatur.

Nein, die Geschichten funktionieren völlig eigenständig als Horror-Erzählungen. Sie sind so geschrieben, dass sie auch ohne Kenntnis der Songs verständlich und wirkungsvoll sind.

Aber: Wer die Songs kennt, wird zusätzliche Ebenen der Bedeutung entdecken. Die Geschichten erfassen oft die Stimmung, zentrale Motive oder Textzeilen der Songs auf subtile Weise, was das Leseerlebnis für Musikkenner bereichert.

Es ist wie ein Easter Egg – schön, wenn man es findet, aber nicht notwendig für den Genuss.

Die meisten Geschichten sind eigenständig und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Allerdings gibt es subtile Verbindungen, die aufmerksame Leser entdecken können.

Ohne zu viel zu verraten: Bestimmte mythologische Elemente und Motive tauchen in verschiedenen Geschichten auf, was andeutet, dass sie möglicherweise im selben Universum spielen.

Das ist Geschmackssache, aber hier einige Empfehlungen:

  • In Reihenfolge: Die Sammlung beginnt mit der namensgebenden Geschichte "Enter Sandman", die einen starken Einstieg bietet
  • Mit Musik: Höre den jeweiligen Song vor oder nach der Geschichte für ein intensiveres Erlebnis
  • Portionsweise: Perfekt für die Lektüre vor dem Schlafengehen (wenn du dich traust) – eine Geschichte pro Nacht
  • Nach Stimmung: Spring zu Geschichten, deren Song-Titel dich gerade ansprechen

Die Sammlung richtet sich an erwachsene Leser(ab 18 Jahren).

Die Geschichten enthalten:

  • Explizite Gewaltdarstellungen und Body-Horror
  • Psychologisch verstörende Situationen
  • Erwachsene Themen und Situationen
  • Atmosphärisch dichten Horror, der nachwirken kann

Ältere Jugendliche (16+) mit Interesse an Horror könnten die Sammlung ebenfalls schätzen, aber Eltern sollten die Altersfreigabe berücksichtigen.

Mehrere Aspekte heben Black Tales of Rock hervor:

  • Die Musik-Verbindung: Jede Geschichte ist nicht nur nach einem Song benannt, sondern erfasst dessen Essenz literarisch
  • Kollaborativer Aspekt: Einige Geschichten entstanden "nach Ideen von" Lesern, was eine Community-Dimension schafft
  • Genre-Vielfalt: 13 verschiedene Horror-Ansätze in einer Sammlung
  • Moderne Settings: Zeitgenössische Charaktere und Situationen statt historischer Kulissen
  • Deutschsprachiger Horror: Füllt eine Nische in der deutschen Horror-Literatur-Szene