CONNNECT

Climate Science Fiction unter der Prämisse, dass man Menschen digitalisieren kann.

Leseprobe

CONNNECT - Wettlauf nach H.E.A.V.E.N.

C. A. Raaven

Science Fiction / Climate Fiction

Spherope-Trilogie, Teil 3

ab 16 Jahren

1 . Auflage, 2024

TB 622 Seiten

ISBN 978-3689954963

"Iurii muss sich zusammennehmen, um bei den Daten, die er sieht, nicht einmal kurz zusammenzuzucken.

Fast zehn Millionen Menschen ausgelöscht!

Und so, wie das Feuer sich unter der Kuppel ausgebreitet hat, bevor sie explodiert ist, würde es mich wundern, wenn das mehr als ein Prozent überlebt hat."

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Erst einmal zur Leseprobe

Hörbuch

Kommt, sobald ich die Zeit finde, es einzulesen ... sorry fürs Warten.

Ach, und übrigens: Wenn du das Taschenbuch lieber im Buchladen bei dir um die Ecke bestellen möchtest - kein Problem. Mit der ISBN oben in der Übersicht sollte das klappen.

Zehn Millionen Menschen sind tot. Eine Sphäre — Heimat, Schutz, alles — existiert nicht mehr. Und niemand weiß, wer den Auslöser betätigt hat.


Für Arnaud beginnt damit ein Wettlauf auf zwei Fronten: Er muss seinen Vater davon überzeugen, dass die Gruppe unschuldig ist — und gleichzeitig herausfinden, wer wirklich dahintersteckt. Denn die Spur führt nicht in die Sphären. Sie führt nach oben. Weit nach oben.

Mju, Kyle und Honey brechen auf zu einem Ort, der offiziell keinen Namen hat — und inoffiziell alles verkörpert, wofür die Welt des Jahres 2121 steht: den unbedingten Willen, sich über die Natur zu erheben, statt mit ihr zu leben. H.E.A.V.E.N. wartet auf sie. Und H.E.A.V.E.N. ist nicht allein.

Irgendwo in den Eingeweiden einer Raumstation, in einem Körper, der ihr nicht gehört, wartet jemand darauf, dass jemand kommt.

Oder ist es schon zu spät?

CONNNECT ist der Abschluss der Spherope-Trilogie — ein Roman über die Frage, was Menschen bereit sind, füreinander aufzugeben. Und darüber, was zurückbleibt, wenn sie es tun.

Leseprobe

Ausschnitte aus Szenen der Geschichte.


Die Leseprobe beginnt unmittelbar nach dem Ende von Band 2. Ein Festakt zur Aktivierung einer neuen Technologie wurde von einer Katastrophe überschattet. Was folgt, sehen Sie aus drei Perspektiven — darunter einer, die es in den ersten beiden Bänden noch nicht gab.

 

SEZNE1

Auswertung


Zeitindex 09062121_2145 – 09062121_2150

HONEY


99.999.989

Auswertung von Reaktionen der 347 beobachteten Lebensformen

in [Anzeige:AnalogeWelt_PrimäreSphäre] und [DigitaleWelt.LeVillage.Burg.Festsaal]

innerhalb der ersten zehn Sekunden seit Explosion der externen Sphäre:


auditiv_primär ---

{Verdammt} – 57,94 %

{Shit} – 28,31 %

{Fuck} – 10,05 %

{#sonstige_gesammelt#} – 3,70 %


auditiv_sekundär ---

{Wir werden alle sterben} – 42,00 %

{Ich wusste doch, dass es nicht funktioniert} – 28,47 %

{Das haben uns die Analogen eingebrockt} – 19,81 %

{Ich muss die Aktien verkaufen} – 5,12 %

{Das haben uns die Digitalen eingebrockt} – 3,89 %

{#sonstige_gesammelt#} – 0,71 %


visuell ---

{erschüttert} – 66,99 %

{ungläubig} – 21,42 %

{wütend} – 8,38 %

{äußerlich unbewegt} – 3,21 %


Lautstärkepegel zurück im Default-Wertebereich ---

Personenverteilung zeigt deutliche Clusterbildung um [L_h_d:Arnaud] ---


100.000.007 ---

[L_h_d:Arnaud] .Sprachausgabe: »Ähm …«

[unbekannt] .Sprachausgabe: »Verflucht sollt ihr sein, dass ihr mit dem Vakuum spielt!«

Ausrichtung visueller Rezeptoren erfolgreich ---

Quelle: [Anzeige:AnalogeWelt_PrimäreSphäre] ---


100.000.037 ---

[L_h_a:unbekannt_männlich] .Bewegung: {X= +0,345 m; Y= +0,212 m; Z= +0,612 m} – exponierte Position

[L_h_a:unbekannt_männlich] .Sprachausgabe: »Das Quantenvakuum ist des Teufels. Ihr werdet alle zur Hölle fahren!«


100.000.039 ---

[L_h_a:unbekannt_männlich] .Bewegung: Hebung beider Arme senkrecht; parallel

[Einblendung_holografisch]: »Die SACHE ist mein, spricht der HERR!!1!« ---

Kompilierung nicht erfolgreich ---

Speicherung für Klärung mit [L_h_d:Gruppe_InnererKreis] ---

[L_h_d:Mju] .Sprachausgabe: »Was soll das bedeuten?«

[L_h_d:Arnaud] .Bewegung: Rotation um 34 Grad in Richtung [L_h_d:Mju]; Hebung beider Schultern


100.000.049 ---

3x[L_h_a:unbekannt_männlich:Ordnungskraft] in Richtung [L_h_a:unbekannt_männlich.exponiert] ---

.Ausdruck: Verhaftungsmodus ---


100.000.073 ---

[L_h_d:Arnaud] .Sprachausgabe: »Das ist vielleicht nur so'n Spinner, der sich auf Veranstaltungen einschleicht. Iuriis Leute werden ihn befragen. Dann bekommen wir raus, ob da was dran ist.«


100.000.081 ---

[L_h_d:Mju] .Bewegung: Verringerung Abstand von Ober- und Unterlidern; deutliche Faltenbildung oberhalb Nasenwurzel

[L_h_d:Mju] .Sprachausgabe: »Hoffentlich ist das wirklich nichts. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Sache viel größer ist, als wir denken.«


100.000.123 ---

Wahrscheinlichkeitsprojektion: Verifikationsgrad 90,397 Prozent ---


SZENE2

In die Enge getrieben


DIGITALE WELT

Burg oberhalb von Le Village

Zeitindex 09062121_2150 – 09062121_2210

ARNAUD


Ich will eben Mju fragen, was sie mit ihrer Aussage meint, als mein Blickfeld von der Projektion einer Person eingenommen wird, von der ich gehofft hatte, sie erst nach der Feier zum erfolgreichen Start der QVC-Technologie wiederzusehen.

Sofort wird Iuriis ohnehin schon finsteres Abbild von seinem wirklichen Gesicht ersetzt. Und dieses Gesicht trägt einen Ausdruck, bei dem es mir kalt den Rücken hinunterläuft. Diejenigen, die er mit so einem Blick bedenkt, haben selten Grund zur Freude gehabt.

»Was hast du getan?! Sprich!«

Auch wenn ich ja weiß, dass ich nichts getan habe, um die Explosion der Sphäre auszulösen, wird meine Kehle staubtrocken. In Iuriis Welt existiert der Satz »Unschuldig bis zum Beweis der Schuld« nicht.

»Ich habe nichts …«, beginne ich krächzend.

»Erzähl mir keinen Blödsinn!«, donnert er dazwischen. »Das war doch alles viel zu schön, um wahr zu sein. Unbegrenzte saubere Energie, von euch freiwillig dargebracht. Und ich falle tatsächlich auf dein sentimentales Geschwätz herein!«

Inzwischen habe ich die ängstliche Starre überwunden. Also lasse ich Iurii nicht ausreden, sondern schleudere ihm das Erste entgegen, das mir durch den Kopf schießt.

Sein Name. Einfach nur sein Name.

Iurii klappt den Mund geräuschvoll zu und mustert mich mit einer ganz anderen Art von Blick. Einem Blick, den er mir früher kaum jemals gewidmet hat. Er spricht von Stolz, wenn auch mit einem kräftigen Schuss Überraschung.

Ich neige leicht meinen Kopf in seine Richtung.

»Okay, dann jetzt also nochmal. Weder ich noch meine Leute haben mit dem QVC etwas anderes bezweckt, als endlich den Grund für unsere Rivalität zu beenden. Immerhin stellen wir die größte Bedrohung für unsere eigene digitale Welt damit ab.«

Kurz ballt sich sein Gesicht wie eine Gewitterwolke zusammen.

Shit, habe ich es mit der familiären Vertraulichkeit übertrieben?

Aber in diesem Augenblick erscheint der Kopf seines Katers Sphynx im Bild. Er muss dem auf seinem Hover-Chair sitzenden Iurii auf den Schoß gesprungen sein. Nun scheint auch Sphynx mich mit seinem ungleichen Augenpaar zu mustern.

»Erstens sind auch wir davon abhängig, dass ein Quanten-Vakuums-Collector genau das tut, was ich dir berichtet habe. Zweitens haben auch deine Wissenschaftler die Funktionsweise bestätigt. Und drittens ist jedes dieser Geräte in einer gemeinsamen Produktion hergestellt worden, die von deinen Leuten kontrolliert wurde.«

Iurii gibt ein halb widerwilliges, halb zustimmendes Grunzen von sich.

»Bleibt noch eine Sabotage nach der Fertigung. Vielleicht nicht aus deinem engsten Kreis, aber du kennst das ja: unkontrollierbare Einzelne gibt es überall.«

Ich gebe ein unverbindliches Brummen von mir, weil mir eingefallen ist, dass Mju vorhin gesagt hat, dass sie Beatrice auf der Feier nicht finden konnte.

»Wir werden das klären. Sollte da irgendwas sein, werde ich es dir mitteilen.«

Der Ausdruck auf dem Gesicht meines Vaters zeigt, dass er sich dem Verdacht nicht verschließen kann. Auf die andere Fährte will ich ihn lieber erst einmal noch nicht bringen.

»Sei froh«, grummelt er. »Jedem anderen würde ich für so eine Andeutung den Saft abdrehen. Jetzt hol deine Leute zusammen. Ich verschaffe euch einen Aufschub, aber die Zeit läuft. Ihr habt Beweise zu finden.«

Sein Gesicht verschwindet aus meinem Blickfeld und ich tauche wieder aus der Filterblase auf.

Alma, Mju und Kyle schauen mich mit banger Erwartung an. Nur Honey zeigt wie meistens eine unerschütterliche Miene.

»Wer war das?«, will Mju sofort wissen.

»Na, was glaubt ihr wohl?«

»Ich berechne eine Wahrscheinlichkeit von 97,85 Prozent dafür, dass es Iurii gewesen ist«, beantwortet Honey meine rhetorische Frage.

Ich zeige nickend auf sie.

»Da hat die Wahrscheinlichkeit nicht getrogen.«

Sofort bestürmen mich die drei anderen mit Fragen, aber ich bringe sie mit einer Handbewegung zum Schweigen.

»Es ist mir zum Glück gelungen, ihn davon zu überzeugen, dass nicht wir dahinterstecken. Vorerst.«

»Nicht wir?«, fährt Mju auf.

»Seh ich ja auch so. Und ich glaub, ich habe es geschafft, seine Ideen eher in Richtung anderer Analoger zu lenken.«

»Aber wie sollen die denn …?!«

»Lass Arnaud doch erst mal ausreden«, kommt es von Kyle.

Mju gibt ein Schnauben von sich und schaut mich dann mit vor der Brust verschränkten Armen an.

»Iurii hat sich darauf eingelassen, dass es nicht an den QVC selbst liegt, sondern es sich eher um Sabotage handelt.«

»Wer soll'n das gemacht haben?«

»Keine Ahnung … hat nicht vorhin irgendwer gesagt, dass Beatrice nirgendwo zu finden …?«

»Und deswegen willst du ihr das jetzt in die Schuhe schieben?!«, ruft Mju aufgebracht.

»Whoa, entspann dich mal. Das war doch nur so ins Unreine gesprochen. Hast du vielleicht ne bessere Idee?«

»Und ob! Wenn ihr mich nicht ständig unterbrochen hättet. Ich hätte euch nämlich schon vor Iuriis Anruf sagen können, was die Explosion ausgelöst hat!«


SZENE3

Limbus


Stimme: unbekannt


Ich müsste tot sein. Oder etwa nicht?


Haben diese Emitter vielleicht doch nicht den Effekt gehabt, den ich vermutet hatte?


Aber wenn ich nicht tot bin, was bin ich dann? Und wo?


Um mich herum ist es dunkel. Nur von etwas, das mich umgibt, geht ein fahles Glimmen aus, in dem ich tatsächlich meine Hände erkennen kann, die gerade dabei sind, dieses Etwas zu erkunden.


Es ist ein Geflecht — einerseits flexibel, sodass es sich durch die Berührung nach außen verformt —, aber doch so stark, dass ich keinen Finger hindurchstechen kann.


Was ist dort draußen überhaupt? Hat mein Plan, die Infektion aufzuhalten, versagt? Werde ich doch eine von denen?


Ein gewaltiger Ruck lässt mich zusammenzucken.


Die Hülle, die mich umgibt, scheint sich aufzubäumen, als ob sie etwas abwehren wollte.


Oder jemanden?


Instinktiv will ich mich wegschieben. Doch so sehr ich mich in das Geflecht kralle, bewegt sich mein Körper kein Stück.


Shit, ich hänge fest! Meine Beine …


In diesem Augenblick dringen Finger giftgrünen Lichts auf mich ein. Sie scheinen mich von allen Seiten abzutasten.


Verzweifelt winde ich mich, versuche zu schreien. Doch meine Kehle verlässt nur ein leises Gurgeln.


Da hämmert ein elektronisches Kreischen auf mich ein und das Dunkel wird allumfassend.




 Verliebtheit_Status: positiv


SYSTEM

Zeitindex 10062121_1215 – 10062121_1315

HONEY


130.000.153 ---

[Hülle:Honey].Position: {X= +12,3 m; Y= -3,3 m; Z= 0 m} von [L_h_d:Gruppe_InnererKreis] ---

.Status: [Regung:humanoid_Verliebtheit] = positiv ---

Verminderung der Kraftentwicklung aller Extremitäten persistierend ---

Leckage an visuellen Rezeptoren; Perzeption beeinträchtigt ---


--- Warnung ---

Wahrscheinlichkeit für irreversible Schädigung von [Hülle:Honey] > 80 % ---

Unverzügliche Klärung mit [L_h_d:Gruppe_InnererKreis] angeraten ---


130.000.183 ---

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Ach, hier bist du. Ich hatte schon befürchtet, du wärst offline gegangen.«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Das wäre in meiner Situation durchaus verständlich. Doch ich habe es vorgezogen, erst einmal eine Umgebung mit einem geringeren Umfang äußerer Reize aufzusuchen.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Deswegen stehst du hier also im Halbdunkel und schaust dir eine weiße Wand an?«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Positiv.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Und? Funktioniert es?«

[Hülle:Honey] .Bewegung: Rotation 180 Grad

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Zu 70 Prozent.«

130.000.349 ---

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Und die restlichen 30 Prozent?«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Allein die Mikrofissuren der Wand, die sich nun hinter mir befindet, nehmen 9,8 Prozent davon ein, weil sie zu mehr als 90 Prozent der Struktur des antiken Subway-Netzes unter unserem derzeitigen Standort ähneln.«

130.000.447 ---

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Die Kraftentwicklung meiner Extremitäten ist herabgesetzt. Und wie du sicherlich sehen kannst, haben meine Augen ein Leck — auch wenn sich dieses inzwischen so weit reduziert hat, dass meine Perzeption nicht mehr beeinträchtigt ist.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Du meinst die Tränen?«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Tränen stehen nach meiner Datenbank überwiegend für Schmerz oder Trauer. Doch keines von beidem ist der Fall. Vielmehr gehen sie mit dem einher, was Mju mir gegenüber als ›Freudentränen‹ bezeichnet hat. Ich finde diese Kategorie bemerkenswert inkonsistent.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Wusste ich's doch!«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Erklärung, bitte.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Ach, weißt du, ich hatte schon seit unserer Unterhaltung, nachdem es dieses Problem mit Muriel und Arnaud gegeben hatte, das Gefühl, dass du Kyle sehr zugetan bist.«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Das entspricht den Tatsachen. Seit ich den von dir zur Verfügung gestellten Körper bewohne, senden mir dessen interne und externe Sensoren regelmäßig chaotische Daten, sobald Kyle in meiner Nähe ist.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Und das gefällt dir nicht?«

130.000.477 ---

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Tatsächlich ist es der Umstand, dass es mir gleichzeitig gefällt und nicht gefällt, der es mir schwer macht, darüber ein abschließendes Urteil zu fällen.«

[L_h_d:Alma].Ausdruck: Fröhlichkeitsmodus ---

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Und da wir uns gerade in diesem Gespräch befinden, frage ich dich, ob du es mir gestattest, deine Leihgabe wieder zu verlassen.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Oje, belastet es dich doch so sehr? Das haben wir nicht gewollt. Wir …«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »Es besteht keine Notwendigkeit für Schuldgefühle. Das Zurverfügungstellen eines deiner Avatare wird von mir positiv bewertet. Und der Ansatz, meine Algorithmen in eine menschenähnliche Körperhülle zu überführen, hat zu Erkenntnissen geführt, die ich auf keine andere Weise hätte erlangen können.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Und … wo willst du dann hin?«

[Hülle:Honey] .Sprachausgabe: »In der analogen Welt waren meine Daten und Algorithmen auf dem Rechner von Arnaud gespeichert. Dies sollte auch auf einem Server der digitalen Welt möglich sein.«

[L_h_d:Alma] .Sprachausgabe: »Das stimmt natürlich. Ich befürchte allerdings, dass Kyle das nicht gefallen wird. Denn ich bin mir sicher, dass auch er Gefühle für dich hat.«


130.000.499 ---

Verarbeitungszeit: 22 Mikrosekunden ---

Wahrscheinlichkeit für [Regung:humanoid_Verliebtheit_gegenseitig] = 94,3 % ---

Neue Klassifizierung: [Leckage:visuell_Typ_Freudentränen] – persistierend ---


Die Geschichte geht weiter.

CONNNECT – Wettlauf nach H.E.A.V.E.N.

erschienen November 2024 · Band 3 der Spherope-Trilogie · C. A. Raaven


CONNNECT – Leserfragen
Spherope-Trilogie · Band 3

CONNNECT

Wettlauf nach H.E.A.V.E.N.

Fragen & Antworten für alle, die noch nicht gelesen haben — oder genau wissen wollen, ob sie es tun sollen. Spoilerfrei.

Voraussetzungen & Einstieg

Ja — CONNNECT setzt alle Ereignisse, Figuren und Beziehungen der beiden Vorgängerbände voraus. Ein ausführlicher Rückblick am Romananfang fasst die wichtigsten Ereignisse zusammen, ersetzt aber nicht die eigene Lektüre.

Unmittelbar nach dem Ende von SPLITTT. Die Aktivierung einer Technologie, auf die die gesamte Trilogie hingearbeitet hat, geht schief — und die Konsequenzen dieser Katastrophe treiben die gesamte Handlung von Band 3 an.

»Connect« bedeutet verbinden — und verweist auf die zentrale Aufgabe des letzten Bandes: alle Fäden zusammenzuführen, Welten zu verbinden, Figuren miteinander zu konfrontieren, die sich lange aus dem Weg gegangen sind. Das dreifache N ist das typografische Markenzeichen der Reihe: OFFF, SPLITTT, CONNNECT.

H.E.A.V.E.N. steht für »Habitat of the Enlightened Assembly of Voyagers Encroaching Nature« — und das Akronym ist Programm: Die Konstrukteure wollten sich buchstäblich über die Natur erheben, nicht mit ihr leben. Es ist eine Raumstation im Erdorbit, erreichbar über einen Weltraumaufzug, und sie wurde zum Ausgangspunkt einer Bedrohung, die beide Welten betrifft.

Figuren

Ja. Mju, Arnaud, Kyle, Honey und Alma spielen alle zentrale Rollen. Auch Iurii, Ridicc und Claude kehren zurück. Darüber hinaus tauchen neue Figuren auf — darunter der Anführer einer indigenen Gemeinschaft in Montana und der KI-Majordomus Salt, der in früheren Bänden bereits im Hintergrund präsent war.

Ja, und es ist der bedeutendste seiner gesamten Entwicklung in der Trilogie. Während Mju eine Außenmission führt, kämpft Arnaud auf politisch-persönlicher Ebene — mit einer Situation, die ihn an seine Grenzen bringt und ihn fundamental verändert.

Erheblich mehr. Honey erhält erstmals eigene Kapitel in einer einzigartigen erzählerischen Form — und ist im letzten Drittel des Romans eine der wichtigsten Figuren überhaupt. Ihre Entwicklung über alle drei Bände findet in CONNNECT ihren Abschluss.

Ja. Celestes Geschichte, die in SPLITTT so dramatisch begann, findet in CONNNECT eine Fortsetzung — und eine unerwartete Wendung, die sowohl für sie als auch für Arnaud von großer Bedeutung ist.

Band 3 vertieft ihre Verbindung auf eine Weise, die nicht romantisch vereinfacht, aber auch nicht offen gelassen wird. Der Epilog zeigt, wo sie beide stehen — und dass dieser Ort kein Ende, sondern ein neuer Anfang ist.

Schauplätze & Worldbuilding

Ja. Zum ersten Mal in der Trilogie verlässt ein Teil der Handlung die Erdoberfläche vollständig. Das ist erzählerisch und atmosphärisch ein starker Bruch — der Roman führt seinen Weltraum-Schauplatz mit der gleichen körperlichen Intensität ein, mit der Band 2 den Puddle of London eingeführt hat.

Ja. Band 3 führt eine Gemeinschaft ein, die vollständig außerhalb der bisherigen Welt der Trilogie existiert — mit eigener Sprache, eigener Kosmologie und eigenen Regeln. Die Begegnung mit ihr ist einer der überraschendsten und berührendsten Momente des Romans.

Ja. H.E.A.V.E.N. hat eine Geschichte, die weit vor den Ereignissen der Trilogie reicht — und Bewohner, die die Station auf sehr unterschiedliche Weise kennen. Diese Hintergründe werden im Laufe der Mission schrittweise aufgedeckt.

Ton & Leseerlebnis

Ja — alle zentralen Figuren bekommen echte Auflösungen, keine aufgeschobenen Antworten. Gleichzeitig endet der Roman nicht mit einem Punkt, sondern mit einem Ausblick: Die Welt der Trilogie lebt weiter, auch wenn die Geschichte an ihr Ende gekommen ist.

Das ist eine Frage, die jede Leserin und jeder Leser anders beantworten wird. Band 3 endet mit Verlusten, die nicht rückgängig zu machen sind — aber auch mit Anfängen, die ohne diese Verluste nicht möglich gewesen wären. Ob das ein Happy End ist, hängt davon ab, wie man Glück definiert.

Band 3 beginnt mit hohem Tempo und steigert es noch. Im Gegensatz zu Band 1, der Zeit für Worldbuilding nahm, und Band 2, der zwei gleichzeitige Missionen ausbalancierte, zieht Band 3 die Fäden konsequent zusammen. Die zweite Hälfte des Romans ist ein fast pausenloser Handlungsstrom.

Im Kern geht es um Verantwortung: Was tut man mit Macht, die man nicht wollte? Was bedeutet Opfer, wenn es freiwillig ist? Und was bleibt von einer Person, wenn alles, was sie kannte, sich verändert hat? Band 3 beantwortet diese Fragen nicht mit Thesen, sondern mit Figuren.

Form & Stil

Ja, zwei bedeutende. Honey erhält erstmals eigene Kapitel in einer komplett eigenständigen formalen Sprache — die zeigt, wie eine KI die Welt wahrnimmt und fühlt. Und es gibt eine Perspektive aus einer völlig neuen Figur, die mit der technologischen Welt der Trilogie nichts zu tun hat und dadurch einen einzigartigen Blickwinkel einbringt.

Es gibt einen echten Abschluss. Das letzte Kapitel der Trilogie heißt »Ad Astra« und gehört nicht Mju oder Arnaud — es gehört einer Figur, die in allen drei Bänden mitgelaufen ist und die in diesem Moment zum ersten Mal wirklich im Mittelpunkt steht. Es ist ein Ende, das sich wie ein Anfang anfühlt.

Die Hashtags sind die Kapitelüberschriften der MJU-Kapitel — Mjus Stimme kommt aus der digitalen Welt und kündigt sich in deren Idiom an. In Band 3 sind sie besonders dicht und bilden, wenn man sie der Reihe nach liest, einen eigenen kleinen Spannungsbogen: #tohell, #stairwaytoheaven, #castoff, #skyfall.

Trotzdem noch Fragen offen?

Schreib mir gern